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Zwei Frauen, ein Nachbar, ein Verbrechen! Oder ist am Ende sowieso alles ganz anders, als man denkt? Wenn die Neugier siegt ist die Moral von der Geschicht: Seine Nachbarn auszuspionieren lohnt sich nicht! Mona schwärmt für ihren Nachbar. Der zurückhaltende Mann weckt mehr und mehr ihr Interesse und doch wundert sie sich über seinen seltsamen Tagesrhythmus: "Er parkte jeden Morgen gegen neun Uhr mit seinem dunkelgrünen VW Kombi ein. Ebenso fahrplanmäßig fuhr er am Abend um einundzwanzig Uhr davon. Und das an sieben Tagen in der Woche." Was im ersten Moment noch harmlos scheint, wird schnell zu einem Albtraum...entdecken Sie Friedrichs Geheimnis und achten Sie künftig besser auf Ihre Nachbarn!
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Seitenzahl: 20
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Sofi Mart
Dunkle NACHT...Nachbar WACHT
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Inhaltsverzeichnis
Titel
Dunkle NACHT... Nachbar WACHT
Impressum neobooks
Er zog an der kurzen Schnur der Deckenleuchte. Das schwache Licht brach sich auf dem Glas an der Wand. Er trat vor den Spiegel und strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, zurück an ihren eigentlichen Platz. Mit der Handfläche berührte er seitlich den massiven Rahmen, drückte kräftig dagegen und zog das Holz nach vorn. Dahinter kam eine Metalltür zum Vorschein, in deren Mitte sich ein Drehmechanismus befand. Mit etwas Mühe bewegte er das rostige Kreuz nach rechts. Ein lautes Klacken beendete diesen Vorgang. Er nahm sich die gelben Gummihandschuhe, die auf der Werkbank lagen und zog sie sich über die trockene Haut seiner Finger. Dann griff er nach dem Putzeimer mit dem Chlorgemisch und verschwand durch die schulterhohe Öffnung in der Wand. Seine Weg führte ihn über eine Treppe in die Tiefe.
***
»Bleib stehn«, brüllte eine Frau aus dem geöffneten Fenster in der ersten Etage.
Der Mann, den sie nun mit ihrer Gestik versuchte zurückzuhalten, reagierte nicht. Sie beugte sich mit dem Oberkörper weiter nach vorn: »Taub, oder was?« Sie torkelte und stieß mit der Schulter gegen den Rahmen. »Dämliche Sau. Verschwinde doch...wie du es immer machst!«
Im selben Moment stellte Mona Müller auf der gegenüberliegenden Straßenseite ihren Motor ab und beobachtete die Situation durch die heruntergelassene Seitenscheibe. Ihre Nachbarin Helga suchte indes den Haustürschlüssel in ihrer Handtasche. Der Mann hatte zwischenzeitlich die Fahrertür des Passat erreicht, stützte sich mit einer Hand auf dem Dach ab und richtete den Blick auf seine Freundin.
»Glotz nicht so. Du arbeitest nicht. Daheim wartet niemand auf dich. Ich will eine Antwort!«
Er schüttelte den Kopf.
Ihre Stimme überschlug sich: »Wieso bleibst du nie da?«
Und genau diese Frage beschäftige auch Mona seit einiger Zeit. Sie wohnte nun schon drei Jahre im Lutherviertelund dieser Typ hatte es ihr angetan. Er wirkte durch sein graumeliertes Haar und den Dreitagesbart sehr männlich.Ein wirklich attraktiver Mann und wie lässig der ist, dachte sie. Was wollte er dann von einer verbitterten Hexe, die in Monas Augen auch optisch nicht zu ihm passte und sich täglich voll laufen ließ?
Und noch etwas war ihr schleierhaft.
