LITHA - Sofi Mart - E-Book

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Sofi Mart

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Beschreibung

"Ich weiß, dass du wach bist", hauchte er in ihr Ohr. Sie spürte seine Finger an der Wange entlang zu ihrem Kinn gleiten, die Kehle hinunter bis hin zum Brustbein. Und zurück. Seine Hand legte sich um ihren Hals und drückte zu. Litha röchelte und versuchte, nach Luft zu schnappen. Sie riss die Augen weit auf. Ihr Körper bebte. Er löste seinen Griff und flüstere, als er seinen kratzenden Bart an ihre Schläfe rieb: "So ist es brav." Litha wird terrorisiert und gestalkt. Sie braucht Hilfe, doch sie hat keine Beweise und die Gesetzeslage gibt 2006 nicht viel her. Verrückt wird es, als ihr Peiniger vor ihr steht und nichts als ein Wolfsfell auf dem Kopf trägt.

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Seitenzahl: 13

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Sofi Mart

LITHA

Sonnenwende

 

 

 

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Inhaltsverzeichnis

Titel

LITHA

Impressum neobooks

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Sonnenwende

Sie schloss die Augen. Ihr Puls raste. Ob er ihre Spur verloren hatte? Das Summen in ihrem Kopf wurde erneut lauter, deutlicher. Das helle Klingen wandelte sich dieses Mal in Laute, dann in Worte und schließlich bekamen sie eine Bedeutung:

Er kommt und wird dich holen. Litha, lauf!

Sie schüttelte den Kopf, versuchte die Stimme zu ignorieren und kniff die Lider noch fester zusammen. Sie brauchte eine Pause. Erneut gaben Äste unter der Last eines schweren Körpers ächzend nach. Ganz in ihrer Nähe! Bald würde sie ebenso leidend in seinen Fängen zerquetscht, wie die Zweige unter seinen Schuhen. Schweiß ran ihr über den Rücken und Wasserperlen standen ihr auf der Stirn. Das dünne Sommerkleid klebte an der Haut. Ihre blanken Fußsohlen brannten wie Feuer. Scharfkantige Steinchen und Holzsplitter bohrten sich in ihr Fleiß. Sie hatte nicht einmal Sandalen anziehen können, als sie ihn bemerkte.

Litha krallte die Nägel ihrer linken Hand in den Eichenstamm, der scheinbar das einzige war, was noch zwischen ihr und ihm stand. Wie hatte er sie nur gefunden? Ihr stockte der Atem.

»Hey, sie?«

Sie wagte nicht ihn anzuschauen. Vielleicht würde sie gleich in ihrem Bett aufwachen und alles wäre nur ein böser Traum gewesen?

»Hallo, junges Fräulein?« Eine Fingerkuppe bohrte sich in ihre Schulter. Der reale Schmerz ließ die Illusion schwinden. Sie war wach.