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Do van Ranst

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Beschreibung

"In der Zeitung von gestern war ein Foto von meinem Vater, der sich etwas zu Essen in den Mund stopfte. Das Bild war unscharf, aufgenommen mit einer schlechten Handykamera, von jemandem, der es witzig fand, meinen hypergesundheitsbewussten Vater bei so etwas zu erwischen. Die Redaktion machte ein Preisausschreiben daraus. Wer herausfinden konnte, was mein Vater auf dem Foto aß, gewann ein Jahresabo der Zeitung und einen Gutschein von Billyburger, das Fastfood-Restaurant, in dem das Foto gemacht worden war. Mein Vater hasste solche Sachen. Ich fand, er verdiente sie." Fee ist abgehauen und irrt durch die Stadt. Sie will ihrem Vater eins auswischen, weil der sich nur noch um seine neue Freundin und seinen Job kümmert, und weil er ihre Mutter mit seinem Schlankheitswahn in den Tod getrieben hat. Davon jedenfalls ist Fee überzeugt und auch der Leser übernimmt sofort ihre Sicht der Dinge. Aber stimmt die überhaupt, oder ist Fees Geschichte am Ende eine ganz andere? Das neue Buch von Do van Ranst ist ein Spiel mit Perspektiven und Wahrheiten, das den Leser manches Mal in die Irre führt.

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Veröffentlichungsjahr: 2014

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Außerdem von Do van Ranst im Carlsen Verlag erschienen: Mütter mit Messern sind gefährlich Wir retten Leben, sagt mein Vater Rabenhaar CARLSEN-Newsletter Tolle neue Lesetipps kostenlos per E-Mail!www.carlsen.de Alle Rechte vorbehalten. Unbefugte Nutzungen, wie etwa Vervielfältigung, Verbreitung, Speicherung oder Übertragung, können zivil- oder strafrechtlich verfolgt werden. In diesem E-Book befinden sich Verlinkungen zu Webseiten Dritter. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Carlsen Verlag GmbH die Inhalte Dritter nicht zu eigen macht, für die Inhalte nicht verantwortlich ist und keine Haftung übernimmt. Alle deutschen Rechte CARLSEN Verlag GmbH, Hamburg 2014 Originalcopyright © 2006 Do van Ranst and Davidsfonds Uitgeverij NVBlijde-Inkomststraat 79–81, 3000 Leuven, Belgium Originalverlag: Davidsfonds Uitgeverij NVOriginaltitel: Dun! Umschlaggestaltung und -typografie: formlabor unter Verwendung eines Fotos von shutterstock.com/ © Marek Novak Aus dem Niederländischen von Andrea Kluitmann Lektorat: Katja Maatsch Satz und E-Book-Umsetzung: Dörlemann Satz, LemfördeISBN 978-3-646-92637-8 Alle Bücher im Internet unterwww.carlsen.de

TEIL 1

PREISAUSSCHREIBEN

In der Zeitung von gestern war ein Foto von meinem Vater, der sich etwas zu essen in den Mund steckte. Das Bild war unscharf, geschossen von einem Passanten mit einer schlechten Handykamera, der es wahrscheinlich witzig fand, dass mein Vater sich etwas in den Mund stopft. Schließlich ist der für seine hypergesunde Lebensweise bekannt und wird noch lieber dabei erwischt, wie er jemandem die Kehle durchschneidet, als beim Essen. Der Mann meinte, es sehe so auf den ersten Blick ziemlich sicher nach was Frittiertem aus oder er müsse sich schon sehr täuschen.

Laut der Redaktion, die das Foto ungefähr dreihundert Milliarden Mal hatte vergrößern lassen, könnte es sich auch um ein Stück Obst handeln oder um eine Reiswaffel oder etwas anderes Gesundes. In einem Leserbrief an die Zeitung, der heute abgedruckt wurde, schrieb jemand, es handle sich ohne jeglichen Zweifel um eine Fleischkrokette, höchstens noch um einen Schokokeks oder den letzten Bissen eines Hotdogs. Auf jeden Fall um was Ungesundes. In einem anderen Leserbrief wiederum stand, es sei überhaupt kein Essen, was mein Pa da Richtung Mund beförderte, sondern ein Kunstgebiss mit einem Goldzahn, und es sei auch nicht mein Pa, sondern eindeutig Elvis.

Die Redaktion machte ein Preisausschreiben daraus. Wer herausfinden konnte, was mein Vater auf dem Foto aß, gewann ein Jahresabo der Zeitung und einen Gutschein von Billyburger, dem Fastfood-Restaurant, in dem das Foto gemacht worden war. Filiale nach eigener Wahl.

Mein Vater hasste solche Sachen.

Ich fand, er verdiente sie.

LI JUN CHAN, FUCK OFF

In einem Imbiss am Großen Markt verschlang ich einen Cheeseburger mit vier Bissen und eine mittlere Portion Pommes in weniger als fünfundzwanzig Sekunden. Meine Cola trank ich in einem Zug bis über die Hälfte leer. Ich verschluckte mich und prustete Cola aus Nase und Mund.

Leute sahen mich an. Ich fühlte mich ziemlich cool, weil ich so viel essen konnte, aber gleichzeitig auch unheimlich blöd, weil die Cola mir am Kinn entlang in den Ausschnitt tropfte.

Außer dem Cheeseburger hatte ich auch noch einen normalen Hamburger bestellt. Den stopfte ich mir doppelt geklappt in den Mund, als wäre er ein Butterbrot. Das Brötchen war weich, als hätte es den ganzen Tag im Regen gelegen, und es schmeckte nach nichts.

Während ich kaute, starrte ich nach draußen. Weil das Brot viel zu weich und das Fleisch total zäh war, dauerte das Nach-draußen-Starren lange, und mir waren die Schaufenster der Kleidergeschäfte gegenüber, die sechzehn geparkten Autos, die Passanten, die sich mit Taschen über dem Kopf gegen den strömenden Regen wehrten, und eine Katze, die ihre Pfote sauber leckte, als wolle sie mir zeigen, was ich dringend machen müsste, mehr als vertraut.

Dabei dachte ich an meinen Pa, der auf seiner Bohnenstange lag, oder daneben oder vielleicht darunter. Denn sie ist ja so leicht. Und ich dachte an Pie, die vielleicht mit der elenden Gisa mit ihrem elenden Übergewicht telefonierte. Und ich dachte an Hendrik, der wie der Tod höchstpersönlich vor seiner Staffelei saß. Und an Mama. Vor allem.

Als alles aufgegessen war, wischte ich mir mit dem Ärmel den Mund ab und verließ den Imbiss, während ich den Rest meiner Cola schlürfte. Hinter meinem Rücken hörte ich Gemurmel. Vielleicht, weil ich mein Tablett nicht weggeräumt hatte oder weil noch Mayo an meinem Mund oder meiner Wange klebte. Oder vielleicht in meinem Haar.

Am liebsten hätte ich einen Furz gelassen. Zur perfekten Abrundung. Es ging nicht.

Als ich nach draußen kam, hatte es aufgehört zu regnen. Ich schlenderte zur Mitte des Marktplatzes und setzte mich auf eine Bank. Die Katze, die mir gezeigt hatte, wie schmutzig ich war, rieb sich gebuckelt und mit aufgeplustertem Schwanz an meinen Schuhen. Sie streckte sich und erteilte einer Fantasie-Maus einen Hieb. Dann ging sie weg.

Ich wünschte, ich wäre diese Katze. Dann könnte ich rumlaufen und keiner würde mich beachten. Ich würde die Stadt besser kennen und wissen, wohin ich gehen könnte, und vor allem zu wem. Fast bereute ich meinen Plan, denn ich finde Alleinsein schrecklich.

Pie nicht. Sie kann Stunden allein verbringen, ohne was zu tun. Sie liegt dann mit dem Kopf nach unten auf dem Sofa, die Beine über der Rückenlehne. So kann ich besser nachdenken, sagt sie.

Nachdenken. Das sollte ich lieber nicht machen. Vielleicht würde ich dann sofort den Zug zurück nehmen. Nachdenken ist erst erlaubt, wenn der letzte Zug weg ist, denn dann bin ich verpflichtet, meinen Plan wenigstens eine ganze Nacht durchzuhalten.

Louis stand in großen, kurvigen Milchglasbuchstaben mitten auf einem Schaufenster, vier Häuser nach dem Imbiss. Hinter den Buchstaben brannten kleine Lämpchen. Die Nase fast gegen die Scheibe gedrückt, sah ich mindestens hundert Kerzen in lauter verschiedenen Glasgefäßen.

Sechs Menschen saßen an drei Tischen. Keiner war allein. Ich fragte mich, ob einsame Leute denn niemals essen gehen. Nicht, dass ich einsam war. Ich hatte genug Freunde, aber nicht in dieser Stadt. In der Türscheibe konnte ich mich selbst sehen. Ich zupfte mir das Kleid zurecht und fragte mich, ob ich wohl einsam aussah. Kann man das überhaupt sehen? Und könnte das schaden? Ich hängte mir den Riemen meiner Tasche über die Schulter, schüttelte die Haare nach hinten und ging hinein.

Der Ober stand neben der Bar und sah mich misstrauisch an, ich bekam sofort Lust, wieder umzukehren. Aber was dann? Doch den Zug nach Hause nehmen, mich mucksmäuschenstill in mein Zimmer schleichen und ins Bett legen, als wäre ich niemals weggegangen?

Ich ballte die Fäuste und stellte mich dicht neben ihn.

»Eine Person?«, fragte er.

Arschloch, dachte ich.

Er wartete nicht auf eine Antwort. Vielleicht sah er selbst ein, wie doof seine Frage war. Er zeigte auf einen Tisch in der Nähe des kupferfarbenen Ofens und eines Kaminsimses, über dem ein Bild einer nackten, dicken Frau hing.

Ich dachte an Hendrik. Das Gemälde hätte glatt von ihm sein können. Ich fragte mich, wie lange mich der Ober noch triezen würde.

Er brachte mir eine Speisekarte und sah auf die Uhr.

»Wie lange ist die Küche noch offen?«, fragte ich.

»Höchstens eine halbe Stunde«, antwortete er, mit einem kleinen Lachen, weil ich seine plumpe Geste begriffen hatte.

»Also gut«, seufzte ich. Ich öffnete die Karte genau in der Mitte, machte die Augen zu und kreiste mit dem Zeigefinger darüber. »Das hier«, sagte ich. Ich hatte meinen Finger unter Foie gras auf einem Bett von Shitakepilzen und Möhren landen lassen.

Der Ober schaute von meinem Finger zu meinem Gesicht und dann wieder zu meinem Finger. Um seinen Mund spielte ein nervöser, fast ängstlicher Zug.

»Geht das noch?«, fragte ich.

»Die Foie gras ist leider aus«, sagte er. Wieder dieses Lachen.

»Shit«, sagte ich. Und musste über seinen Gesichtsausdruck lachen. Noch nie war dieses Wort in diesem Restaurant gefallen, jedenfalls nicht laut.

»Können Sie mir etwas empfehlen?«, fragte ich.

»Die …«, begann er, aber er verschluckte die restlichen Wörter, die ihm auf der Zunge lagen, und sah sich zur Bar um. »Haben Sie denn …« Wieder verschluckte er, was er sagen wollte.

Ich lachte. »Geld?«

Er nickte nervös und schaute wieder zur Bar, als würde er auf Hilfe hoffen.

Mit einem Seufzer öffnete ich meine Tasche und kramte mein Portemonnaie hervor. »Hier.« Ich warf die Hälfte meiner Geldscheine auf den Tisch.

»Schon gut, schon gut«, piepste er. Wieder schaute er nach hinten. Blitzschnell schoss sein Blick zu den drei Tischen mit den sechs Leuten. »Die Langusten in Hummersoße mit Ingwer sind sehr empfehlenswert«, sagte er. Er schluckte jetzt statt seiner Wörter Speichel herunter. Beinahe wollte ich ihn fragen, ob er vielleicht mit mir essen wollte.

»Okay, dann nehm ich die«, sagte ich. »Und ein Glas Weißwein.«

Wieder schaute er zur Bar.

»Ich bin achtzehn«, log ich.

»Wirklich?«, fragte er. Es klang erleichtert.

Wieder seufzte ich und kramte in meiner Tasche. Reiner Bluff, wenn er wirklich meinen Ausweis sehen wollte, war ich aufgeschmissen.

»Nein, lass nur«, sagte er. Fast hätte er seine Hände auf meine Hand und meine Tasche gelegt. »Langusten und Weißwein«, sagte er mit einem fachkundigen Nicken.

»Wie viele Langusten kriege ich?«, fragte ich, als er sich schon umgedreht hatte.

Es wirkte, als müsse er kurz sein Gleichgewicht suchen. Dann drehte er sich mit einer einzigen Bewegung um seine eigene Achse. Er sah mich an, als hätte ich etwas über seine Unterhose gefragt. Als er die Frage ein paar Sekunden hatte verdauen können, sagte er: »Neun, junge Dame.«

»Neun?«

Er nickte.

Ich legte den Finger an die Schläfe und tat, als würde ich nachdenken. »Eine doppelte Portion bitte«, sagte ich.

»Doppelt?«

»Yep.«

»Also achtzehn?«

Ich nickte. »Für jedes Jahr eine«, sagte ich.

Er wiederholte es für sich selbst. Ein paarmal vielleicht, dann lachte er. »Achtzehn«, sagte er.

Nach den Langusten und dem Wein bestellte ich noch Bavaroise. Die war so lecker, dass ich das Glas am liebsten ausgeleckt hätte, aber ich beschloss, den Ober nicht noch länger auf die Probe zu stellen. Als ich fertig war, saß außer mir niemand mehr im Restaurant.

Als wäre auch ich schon weg, krempelte der Ober die Hemdsärmel auf und lockerte seine lächerliche Fliege. Er rieb sich mit verzerrtem Gesicht den Hals, als wäre es ihm soeben gelungen, sich aus einer Schlinge zu befreien.

»Ober!«, rief ich.

Ich sah, dass er erschrak. Vielleicht hatte er wirklich gedacht, ich wäre schon weg, und fühlte sich ertappt, so ohne Fliege.

»Die Rechnung«, sagte ich.

Er wollte sechsundvierzig Euro haben, ohne sich dafür zu schämen.

Ich gab ihm einen Fünfzigeuroschein und sagte, den Rest könne er behalten. Er bedankte sich, nickte steif und wollte mit seiner Beute zur Bar gehen.

»Warte«, sagte ich.

An seinem Rücken konnte ich sehen, dass er sich fragte, was ich denn jetzt noch wollte.

Weil ich nichts sagte und der Ober begriff, dass ich schweigen würde, solange er mit dem Rücken zu mir stehen blieb, drehte er sich träge um.

Ich stand auf und hielt die Arme hoch wie Flügel, in einer waagerechten Linie mit meinen Schultern.

Der Ober betrachtete mich von den Haaren bis zu meinen Schuhen und von Fingerspitze zu Fingerspitze. Als er mich ganz in sich aufgenommen hatte, hielt er den Kopf ein wenig schräg und sagte: »Ja?«

»Bin ich noch dünn?«, fragte ich.

»Dünn?«

Ich nickte, winkelte die Arme an und ließ die Fingerspitzen langsam zu den Hüften sinken, während ich ihm ins Gesicht schaute.

Er lachte. Er lachte wie jemand, dem plötzlich klar wurde, dass er die ganze Zeit zum Narren gehalten worden war. Jetzt reicht’s aber, konnte ich von seinem Gesicht ablesen. Und: Ich will nach Hause und schlafen!

»Schon gut«, sagte ich. Ich raffte meine Tasche vom Tisch und ging.

»Auf Wiedersehen«, hörte ich ihn noch sagen. Zögernd, als würde er sich fragen, ob er sich die letzte Stunde mit mir nicht bloß eingebildet hatte.

Ich knallte die Tür hinter mir zu, so fest, dass das Glas klirrte.

Es war Viertel vor elf. Noch eine halbe Stunde, und der letzte Zug nach Hause würde abfahren. Ich schaute mich im Schaufenster eines Metzgers an. Auf der Höhe meines Bauchs lag ein gegrilltes Hähnchen aus Plastik mit Papiermanschetten um die Füße. Vielleicht sollte ich doch zurück, dachte ich. Der Schaden ist jetzt noch überschaubar. Ich dachte auch an meinen Vater, dem vielleicht noch nicht mal aufgefallen war, dass ich weg war. Wann würde er es bemerken? Und ich dachte: Vielleicht bemerkt sie es ja, seine Bohnenstange.

»Li Jun Chan«, flüsterte ich meinem Spiegelbild zu. »Li Jun Chan fuck off.«

Ich zog mir die Augen zu Schlitzen. »Fuck doch allesamt off«, sagte ich.

BLÜMCHENKLEID BEI VITAL: 39,95 €

Einfach rumlaufen. Das würde ich tun.

Ich überquerte die Straße und schaute mir ein geblümtes Kleid bei Vital an, das weniger kostete als mein Essen bei Louis. Ich bog um die Ecke und gelangte in eine schmale Straße. , hörte ich Mamas Stimme. Ich schüttelte sie ab und ging weiter. Keine einzige Laterne brannte. Durch ein paar Fenster schimmerte Licht. Es roch nach Erde. Hinter einer verfallenen Fassade weinte ein Baby. Im Nachbarhaus schaute ein Hund nach draußen. Ich klopfte gegen die Scheibe und der Hund sprang auf, als wäre ich ihm auf den Schwanz getreten. Beim Bellen spritzte Speichel gegen das Fenster, den er mit der Nase verrieb. Ich erschrak und ging weg. Er bellte, bis er mich nicht mehr sehen konnte. Erst am Ende der Gasse überkam mich die Angst, so als wäre der Hund durch die Scheibe gesprungen und würde hier auf mich warten. Über einer schiefen Tür in einem trübseligen Haus mit einem Schornstein, aus dem fettig riechender Dampf stieg, las ich ›Zimmer‹. Zimmer! Ich musste natürlich auch schlafen. Irgendwo. Ich dachte an mein eigenes Zimmer und an mein Bett. Ich schaute auf meine Armbanduhr. Eine Kirchturmuhr in der Ferne bestätigte, was ich sah. Elf Uhr. Wie viele Minuten waren es bis zum Bahnhof? Und in welche Richtung? Meine Augen schossen hin und her und ich wusste überhaupt nicht mehr, wo ich war. Die Straße bewegte sich unter meinen Füßen. Ich fing an zu rennen. Ich rannte durch Pfützen. Das Wasser spritzte mir gegen die Beine, bis unter mein Kleid. Warum hatte ich keine Hose angezogen? Das war doch praktischer? Ich hatte nicht nachgedacht. Ich war Hals über Kopf in meinem besten Outfit weggegangen. Ich war weggegangen, ohne darüber nachzudenken, dass ich auch irgendwo schlafen musste. Geld hatte ich genug, das war kein Problem. Ich blieb stehen und wiederholte für mich selbst, dass Geld kein Problem war. Ich versuchte meinen Atem unter Kontrolle zu bekommen. Schweiß kitzelte unter meiner Nase. Ich musste mich auch umziehen. Vielleicht sollte ich mir das Kleid bei doch mal genauer ansehen. Es würde mir großartig stehen. Obwohl ich Blumenmuster nicht so mag. Pie auch nicht. Sie mag sie nicht, weil Blümchenkleider dick machen. Das hat sie natürlich von Gisa. Sie mag also keine Blümchenkleider, weil Gisa sie nicht mag. Und wenn ich ihr das Kleid schenken würde? Was dann? Ich fing wieder an zu rennen. Zu . Blöd, die Läden hatten doch sowieso zu. Aber war schräg gegenüber von . Vielleicht war mein Ober noch da. Er würde bestimmt wissen, wo man schlafen kann und wo es sauber ist.

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