Ein 'Third Age of Political Communication' in Deutschland? - Thomas Zimmerling - E-Book

Ein 'Third Age of Political Communication' in Deutschland? E-Book

Thomas Zimmerling

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media, Note: 1,0, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Institut für Publizistik), Veranstaltung: Seminar: Politische PR und politischer Journalismus, Sprache: Deutsch, Abstract: Vor einiger Zeit diskutierten namhafte Kommunikationswissenschaftler auf einer Veranstaltung in London neueste Entwicklungen auf dem Gebiet der politischen Kommunikation. Dabei konstatierten Jay Blumler und Dennis Kavanagh „A Third Age of Political Communication“. Ihr Fokus lag dabei auf dem angloamerikanischen Raum. Im Rahmen dieser Hausarbeit wird untersucht, ob die Befunde von Blumler und Kavanagh sich auch auf Deutschland übertragen lassen. Dazu werden die Charakteristika des „Third Age of Political Communication“ im ersten Teil der Arbeit zusammengefasst und im Anschluss auf ihre Tragfähigkeit im Hinblick auf die politische Kommunikation in Deutschland analysiert. Da der Rahmen einer Hausarbeit durch eine erschöpfende empirische Untersuchung gesprengt würde, beschränkt sich der Autor auf eine Darstellung und Analyse der politischen Kommunikation im Umfeld der Bundestagswahl 1998. Diese Wahl und der vorhergehende Wahlkampf wurden von Journalisten als eine Zäsur in der politischen Kommunikation - verstanden als Wahlkampfkommunikation - angesehen. Politikwissenschaftler und Kommunikationswissenschaftler bemühen sich allerdings um eine differenziertere Sicht, wobei eine generelle Übereinstimmung dahingehend festgestellt werden kann, dass das Fernsehen Wahlen entscheiden kann, und Wahlkämpfe mediengerechte Inszenierungen von politischen Ereignissen sind. Aber ist der Vergleich hiesiger Wahlkämpfe mit den Spektakeln in den USA nicht bereits alltäglich geworden? Und waren die Entwicklungen im letzten Wahlkampf wirklich so spektakulär? Es wird also in dieser Hausarbeit auch darum gehen zu klären, welche neuen Entwicklungen den Wahlkampf 1998 geprägt haben. Bereits heute ist absehbar, dass auch der Wahlkampf 2002 die Trends der letzten Wahlen, die unter dem Schlagwort der Amerikanisierung – oder besser Mediatisierung - zusammengefasst werden, weiter fortschreiben wird. Denn das Niveau des Wahlkampfes 1998 zu unterschreiten, kann sich keine Partei leisten.

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Veröffentlichungsjahr: 2003

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Inhaltsverzeichnis
I. Einleitung
II. Ein „Third Age of Political Communication“ in Deutschland?
1.1. Age 1
1.2. Age 2
1.3. Age 3
1.3.1. Zunehmende Professionalisierung der Politikvermittlung
1.3.2. Zunehmender Wettbewerbsdruck
1.3.3. Anti-elitäre Popularisierung und Populismus
1.3.5. Wahrnehmung der Politik durch die Rezipienten
2.1. Zunehmende Professionalisierung der Politikvermittlung
2.2. Zunehmender Wettbewerbsdruck
2.3. Anti-elitäre Popularisierung und Populismus
2.5. Wahrnehmung der Politik durch die Rezipienten
III. Schlussbemerkungen

Page 1

Communication” in Deutschland?

vorgelegt von:

Thomas Zimmerling

Abgabetermin: 30. September 2000

Page 1

I. Einleitung

Vor einiger Zeit diskutierten namhafte Kommunikationswissenschaftler auf einer Veranstaltung in London neueste Entwicklungen auf dem Gebiet der politischen Kommunikation. Dabei konstatierten Jay Blumler und Dennis Kavanagh „A Third Age of Political Communication“. Ihr Fokus lag dabei auf dem angloamerikanischen Raum.1Im Rahmen dieser Hausarbeit wird untersucht, ob die Befunde von Blumler und Kavanagh sich auch auf Deutschland übertragen lassen. Dazu werden die Charakteristika des „Third Age of Political Communication“ im ersten Teil der Arbeit zusammengefasst und im Anschluss auf ihre Tragfähigkeit im Hinblick auf die politische Kommunikation in Deutschland analysiert. Da der Rahmen einer Hausarbeit durch eine erschöpfende empirische Untersuchung gesprengt würde, beschränkt sich der Autor auf eine Darstellung und Analyse der politischen Kommunikation im Umfeld der Bundestagswahl 1998. Diese Wahl und der vorhergehende Wahlkampf wurden von Journalisten als eine Zäsur in der politischen Kommunikation - verstanden als Wahlkampfkommunikation2- angesehen. Politikwissenschaftler und Kommunikationswissenschaftler bemühen sich allerdings um eine differenziertere Sicht, wobei eine generelle Übereinstimmung dahingehend festgestellt werden kann, dass das Fernsehen Wahlen entscheiden kann, und Wahlkämpfe mediengerechte Inszenierungen von politischen Ereignissen sind.3Aber ist der Vergleich hiesiger Wahlkämpfe mit den Spektakeln in den USA nicht bereits alltäglich geworden? Und waren die Entwicklungen im letzten Wahlkampf wirklich so spektakulär?4Es wird also in dieser Hausarbeit auch darum gehen zu klären, welche neuen Entwicklungen den Wahlkampf 1998 geprägt haben. Bereits heute ist absehbar, dass auch der Wahlkampf 2002 die Trends der letzten Wahlen, die unter dem Schlagwort der Amerikanisie-

1Vgl.:Blumler, Jay G. / Kavanagh, Dennis: The Third Age of Political Communication: Influences and Features. In: Political Communication, 16:3. 1999. S. 210 und Vorwort des Herausgebers S. 203.

2Auch wenn politische Kommunikation nicht ausschließlich Wahlkampfkommunikation beinhaltet, wie Perloff zutreffend feststellt. Vgl.: Perloff, Richard M.: Political Communication: politics, press, and public in America. Mahwah, New Jersey, London 1998. S. 10.

3Vgl.: Oberreuter, Heinrich: Einführung. In: Bayerischer Landtag (Hrsg.): Medien im Wahlkampf - Wahlkampf in den Medien. Akademiegespräche im Landtag. München 1998. S. 9.

4Vgl.: Holtz-Bacha, Christina: Bundestagswahlkampf 1998 - Modernisierung und Professionalisierung. In: Holtz-Bacha, Christina (Hrsg.): Wahlkampf in den Medien - Wahlkampf mit den Medien: ein Reader zum Wahljahr 1998. S. 9. Bereits 1979 schrieb Wolfgang Langenbucher: „Die Parteien und Regierungsinstitutionen haben die politische Kommunikation zunehmend professionalisiert: Public-Relations-Spezialisten, Kommunikationsstrategen, Semantikexperten stellen systematisch politische Öffentlichkeit her. Politisches Marketing ist Teil der Partei- und Staatsfunktionen.“ Zitiert nach Bentele, Günter: Politische Öffentlichkeitsarbeit. In: Sarcinelli, Ulrich (Hrsg.): Politikvermittlung und Demokratie in der Mediengesellschaft. Bonn 1998. S. 125 Anm. 9.