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"Eine Ansichtskarte" ist eine von vielen Geschichten aus "Geschichten aus dem Hinterhalt" von Teddy Podgorski. "Der Bahnhof ist ein guter Platz, um zu verweilen. Nicht unbedingt, wenn man verreisen will, sondern wenn man gerne verreisen würde, aber dazu nicht in der Lage ist. Nicht unbedingt, wenn man ankommt, sondern wenn man die Ankunft eines Menschen ersehnt, von dem man weiß, dass er nicht ankommen wird." Die Fernseh-Legende Teddy Podgorski erzählt Wahres und Erfundenes, Erlebtes und Erdachtes, Anekdoten und Geschichten, in denen das Komische und das Tragische nahe beisammen liegen, und zeichnet so ein unterhaltsames Porträt der viel zitierten und oft missverstandenen österreichischen Seele. Dabei erweist Podgorski sich als begnadeter Geschichtenerzähler, als liebevoller und scharfzüngiger Beobachter aus dem Hinterhalt - und als grandioser Entertainer.
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Seitenzahl: 18
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Teddy Podgorski
© 2010
HAYMON verlag
Innsbruck-Wien
www.haymonverlag.at
Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie, Mikrofilm oder in einem anderen Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung des Verlages reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.
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ISBN 978-3-7099-7372-1
Umschlag- und Buchgestaltung:
Kurt Höretzeder, Büro für Grafische Gestaltung, Scheffau/Tirol
Mitarbeit: Ines Graus
Umschlagfoto: Kurt-Michael Westermann
Diese Geschichte wurde dem Band „Geschichten aus dem Hinterhalt“, erschienen 2010, entnommen. Den Geschichtenband erhalten Sie auch in gedruckter Form mit hochwertiger Ausstattung in Ihrer Buchhandlung oder direkt unter www.haymonverlag.at.
Der Bahnhof ist ein guter Platz, um zu verweilen. Nicht unbedingt, wenn man verreisen will, sondern wenn man gerne verreisen würde, aber dazu nicht in der Lage ist. Nicht unbedingt, wenn man ankommt, sondern wenn man die Ankunft eines Menschen ersehnt, von dem man weiß, dass er nicht ankommen wird.
Der Bahnhof ist also ein Ort der Verheißung. Ein Platz, an dem sich das Leben völlig verändern und an dem die Flucht mit „einmal zweite Klasse einfach“ Wirklichkeit werden kann. Die Schienen liegen ja schon da. Fest verschraubt an den Schwellen führen sie hinaus aus dem Bahnhof bis in die verlassensten Dörfer.
Wir haben schon lange den Sinn für die besondere Weihe eines Bahnhofs verloren. Trotzdem ist er noch immer für viele ein Ort der glücklichen Begegnung, des zufälligen Zusammentreffens, des Kennenlernens und natürlich auch des Abschieds. Wer einmal, solange es ihn noch gab, nach Feierabend oder an Wochenenden den Wiener Südbahnhof aufgesucht hat, kann verstehen, was ich meine.
