Einer da oben hasst mich - Hollis Seamon - E-Book

Einer da oben hasst mich E-Book

Hollis Seamon

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Beschreibung

Lasst mich lieben, bevor ich sterbe!

Eigentlich ist der 17-jährige Richard ein ganz normaler Teenager – doch er hat Krebs und verbringt die letzten Tage seines Lebens in einem Sterbehospiz. Trotz dieses »Einer-da-oben-hasst-mich-Syndroms«, wie Richard es selbst nennt, hat er seinen Lebensmut nicht verloren und tut alles dafür, so viel wie möglich aus der ihm verbleibenden Zeit zu machen: Sei es, sich Privatsphäre zu verschaffen, wo es eigentlich keine gibt, zu Halloween verkleidet durch die Straßen zu fahren oder die Nähe der 15-jährigen und ebenfalls sterbenskranken Sylvie zu suchen …

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 288

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Hollis Seamon

EINER DA OBEN

HASST MICH

Aus dem Englischen

von Edith Beleites

cbt ist der Jugendbuchverlag

in der Verlagsgruppe Random House

Gesetzt nach den Regeln der Rechtschreibreform

1. Auflage 2014

© 2014 für die deutschsprachige Ausgabe

cbt Verlag, München,

in der Verlagsgruppe Random House GmbH

Alle deutschsprachigen Rechte vorbehalten

© 2013 by Hollis Seamon

Die Originalausgabe erschien 2013 unter dem Titel

»Somebody Up There Hates You«

bei Algonquin Young Readers, a division of

Workman Publishing, New York

Aus dem Englischen von Edith Beleites

Umschlagfoto: Trevillion Images/Laura Alegre

Umschlaggestaltung: semper smile, München

kg · Herstellung: kw

Satz: KompetenzCenter, Mönchengladbach

ISBN: 978-3-641-13548-5

www.cbt-jugendbuch.de

FÜR DIE KINDER UND JUGENDLICHEN, DIE ICH IM BABIES HOSPITAL DES COLUMBIA-PRESBYTERIAN MEDICAL CENTER ZWISCHEN 1976 UND 1990 KENNENLERNEN DURFTE. EURE GESICHTER SEHE ICH IN MEINEN TRÄUMEN, UND EURE STIMMEN HALLEN IN MIR NACH.

ERWARTE DEN TOD MIT EINEM LÄCHELN.

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen

Teil I

30. OKTOBER – 1. NOVEMBER

1

ICH WILL EUCH NICHTS VORMACHEN. Was ich hier erzähle, ist wahr. Echt. Ich, Richard Casey – auch bekannt als »der Typ, der im Sterben liegt, obwohl er noch so jung ist« –, lebe zurzeit wirklich in dem Hospiz, von dem ich erzählen will. Hilltop Hospital, dritter Stock, Hudson, New York.

Was für ein Laden das ist, könnt ihr euch vielleicht vorstellen, wenn ich sage: Vor dem Fahrstuhl, der Leute in unsere kleine Welt spuckt, sitzt eine Harfenistin. Kein Witz. Jeden verdammten Tag sitzt diese ältere Lady mit weißen Haaren und wallenden Röcken in unserem Flur an einer riesigen Harfe und spielt sich die Seele aus dem Leib. Oder zupft. Keine Ahnung, was für eine Technik das ist. Jedenfalls produziert sie so schmachtende Töne, dass du einen Kloß im Hals kriegst.

Ist das irre oder ist das irre? Irgendwie ein bisschen voreilig, finde ich, denn – Hallo! – wir sind noch nicht tot! Andererseits ist das Ganze auch ganz schön komisch. Wenigstens bin ich nicht allein, wenn ich – an guten Tagen – in meinem Rollstuhl im Flur sitze und mir die Leute angucke, die aus dem Fahrstuhl kommen. Sie wollen irgendjemanden besuchen, der im Sterben liegt, und wenn sie dann unseren Flur betreten und als Erstes diese Harfenmusik hören, sieht man, wie sie zusammenzucken und blass werden. Wahrscheinlich denken sie im ersten Moment, aus Versehen hätten sie die ganze Sache mit dem Sterben, der Beerdigung und so weiter verpasst und befänden sich direkt im Himmel. Manche sind so schockiert, dass sie ein paar Schritte zurückweichen oder gleich wieder mit dem Fahrstuhl flüchten und die zugehenden Fahrstuhltüren schnell aufreißen wollen. In ihren Gesichtern steht geschrieben, was sie denken: Wir sind doch nicht diejenigen, die im Sterben liegen! Warum sind wir dann hier? Wie sind wir bloß in dieses Harfenland geraten? Manche sind so durcheinander, dass ich lachen muss. Die Krankenschwestern sagen, Harfenmusik sei beruhigend und tue den Patienten gut. Okay, sag ich dann, alles klar. Vielleicht trifft das auf die fünfundneunzig Prozent der Patienten zu, die uralt sind, sechzig und drüber. Aber was ist mit mir? Oder Sylvie? Wir sind Teenager und liegen trotzdem im Sterben. Was ist mit unseren Gefühlen? Wir haben doch auch Rechte!

Ich gebe zu, dass ich die Krankenschwestern manchmal vielleicht etwas derb angehe. Eigentlich sind sie ziemlich nett. Sie werden ganz weinerlich, wenn ich so was sage, was man ja verstehen kann. Niemand – und ich meine wirklich niemand – kann es ertragen, wenn Kinder sterben. Aber wir tun es, das ist nun mal Fakt. Also warum der Sache nicht ins Gesicht sehen? Früher oder später müssen ja alle mal sterben – und manche eben früher. Ende der Durchsage.

Das ist sowieso nicht mein Thema. Denn, ganz ehrlich: Sterben ist todlangweilig. Dafür ist das Leben hier drinnen ziemlich interessant. Das hätte ich gar nicht gedacht, als sie mich gegen meinen Willen einlieferten und ich fluchend um mich schlug.

Aber hier laufen ein paar verrückte Sachen. Wie zum Beispiel das, was Sylvie und ich am Abend vor Halloween vorm Fahrstuhl abgezogen haben. Ein echter Klassiker.

Ich versuch’s mal zu erklären. Meine Grandma – die nicht so alt ist, wie ihr jetzt vielleicht denkt, denn die Frauen in meiner Familie haben sehr jung Kinder gekriegt, meistens aus Versehen – hat mir erzählt, dass früher in New Jersey, wo sie herkommt, in der Nacht vor Halloween immer der Teufel los war. Sie nannten sie Kohlnacht, und an dem Abend wurden die Kinder regelrecht von ihren Eltern auf die Straße geschickt, um Blödsinn anzustellen. Meine Grandma sagt, dass bei ihr zu Hause in der Kohlnacht nur eine Regel galt: um Mitternacht zu Hause sein. Sogar wenn am nächsten Tag Schule war! Und zwischen Sonnenuntergang – also ungefähr um sechs – und Mitternacht hat man natürlich genug Zeit, um jede Menge Unsinn zu fabrizieren und Spaß zu haben. Meine Grandma hat mal aufgezählt, was sie und ihre Freunde so alles angestellt haben: über Zäune in Vorgärten springen und den Leuten dann unter Gebrüll die Blumenbeete zertrampeln; mit Eiern um sich werfen; Hundekacke in Tüten füllen, die Tüten anzünden und jemandem auf die Veranda werfen, dann die Hausbesitzer beobachten, meist die Väter, falls vorhanden, wie sie das Feuer austreten und ihnen die Hundekacke bis an die Knie spritzt; so lange mit Mehltüten aufeinander einschlagen, bis alle weiß sind und wie Gespenster aussehen; alles klauen, was nicht niet- und nagelfest ist; Grabsteine umwerfen; Nervensägen an Grabsteine fesseln und sie bis kurz vor Mitternacht da schmoren lassen; Bierflaschen, die man von einem coolen Onkel geschenkt bekommen und ausgetrunken hat, am Bordstein den Hals abschlagen und andere Kinder damit bedrohen; Nägel mit der Spitze nach oben auf die Straße stellen und hoffen, dass ein Auto drüberfährt. Mit anderen Worten: alles, was ihnen gerade so einfiel. Ich kann gar nicht fassen, dass ihre Eltern sie gewähren ließen, jedes Jahr aufs Neue. Wenn meine Grandma dann um Mitternacht nach Hause kam, war sie mit blauen Flecken übersät, mit Eigelb und Mehl verschmiert, halb betrunken und vollkommen fertig. Und das Beste war: Kein Mensch hatte was dagegen. Ihre Eltern blieben nicht mal wach, um zu kontrollieren, wann und in welchem Zustand sie nach Hause kam. Meine Grandma sagt, sie fanden es besser, wenn die Kinder einmal im Jahr richtig die Sau rausließen, statt alle paar Tage was Verbotenes zu tun. Also sagten sie einfach: »Geht und tobt euch ordentlich aus. Aber bringt bitte niemanden um, okay?«

Das alles hatte ich im Kopf, als ich mit Sylvie unseren eigenen kleinen Kohlnacht-Spuk inszenierte. Warum auch nicht? Schließlich sind wir – Hospiz hin oder her – fast noch Kinder.

Glücklicherweise war es ein Tag, an dem Sylvie sich in der Lage fühlte aufzustehen, wenn auch vielleicht nicht ganz freiwillig. Ich hatte nämlich schon drei Tage lang auf sie eingeredet und ihr ausgemalt, wie viel Spaß wir haben würden. Als dann der 30. Oktober kam, haben wir bis halb sechs gewartet. Um fünf macht die Harfenistin Feierabend, es sei denn, jemand bittet sie weiterzuspielen, und ab halb sechs trudeln die armen Würstchen ein, die einen sterbenden Freund oder Verwandten besuchen wollen. Die Krankenschwestern haben um die Zeit alle Hände voll zu tun mit den Tabletts fürs Abendessen und sonst was. Und wir haben dann Folgendes gemacht:

Jeder hat sich in seinem Zimmer in das vorbereitete Horror-Kostüm geschmissen, und dann sind wir leise in den Eingangsbereich des Flurs gefahren, wo die Harfenistin normalerweise sitzt. Da hockten wir dann in unseren Rollstühlen, die Gesichter wie Totenschädel geschminkt: blassgrün mit großen schwarzen Ringen um die Augen, und von unseren Lippen tropfte irgendein rotes Zeugs. (Einer von Sylvies kleinen Brüdern hat ihr das Schminkset für eine Vampirverkleidung mitgebracht und war schlau genug, niemandem was davon zu erzählen. Guter Junge.) Wir trugen die Black-Sabbath-T-Shirts aus meiner Fansammlung, und Sylvie – ich staunte, dass sie überhaupt genug Energie dafür hatte, aber wahrscheinlich hat es ihr einen Höllenspaß gemacht – hatte einen Tropfständer in einen großen roten Teufelsdreizack verwandelt. Dafür hatte sie das ganze Ding mit Nagellack eingepinselt, was richtig viel Arbeit gemacht hat, und für unsere Show hielt sie es die ganze Zeit fest. Ich hatte meinen CD-Player auf dem Schoß und die Ravemusik von meinem Onkel Phil eingelegt, und jedes Mal, wenn so ein todtrauriger Angehöriger aus dem Fahrstuhl trat, drückte ich auf PLAY. Gleichzeitig hielt ich mein selbst gemaltes Schild hoch: FAHR ZUR HÖLLE! Aus jedem Buchstaben züngelten Flammen. Wenn die Leute dann erschrocken den Mund aufrissen und zurückwichen, kreischten Sylvie und ich los wie ein paar durchgeknallte Hilfsteufel.

Okay, das war ziemlich kindisch, aber es hat Spaß gemacht. Allerdings hat Sylvie es vielleicht ein bisschen übertrieben. Das würde man ihr mit ihren gerade mal eins fünfzig und dem fast kahlen Kopf gar nicht zutrauen. Aber sie hatte was vorbereitet, ohne mich einzuweihen. Es knüpfte an die gute alte Kohlnacht-Tradition an, aber es war eine Idee, die sie ganz allein ausgebrütet hatte und dann hemmungslos durchzog:

Schneller als man gucken konnte, griff sie hinter sich und holte ein Feuerzeug und drei Packungen Papiertaschentücher aus ihrem Rollstuhl. Dann zündete sie die Taschentücher an – eins, zwei, drei – und warf sie auf den Fußboden. Im Ernst! Echte Flammen, überall auf dem Boden! Aber bloß eine Millisekunde lang. Dann brach die Hölle los. Schwestern, Ärzte, Pfleger, Ehrenamtliche, Psychologen, Küchenpersonal und sogar Priester und Rabbis (ungefähr ein halbes Dutzend Männer in schwarzen Gewändern schleichen hier andauernd durch den Flur) kamen angerannt und schrien aufgeregt durcheinander, und Tausende Füße trampelten die Flämmchen aus.

Sylvie und ich haben uns vor Lachen bepisst und wären beinahe aus unseren Rollstühlen gekippt. Wir konnten uns gar nicht wieder einkriegen, nicht mal, als die anderen uns anschrien und sagten, wir sollten in unsere Zimmer verschwinden und ja nicht wieder rauskommen. Das war für uns das Komischste von allem: dass sie uns wie kleine Kinder in unsere Zimmer schickten. Was für eine Strafe! Aber was sollten sie auch anderes tun? Uns schlagen? Oder zum Tode verurteilen?

Sehr komisch fand ich auch, wie einer der Besucher, Mrs Elkins’ Sohn, mit dem ich im Aufenthaltsraum mal Gin Rommé gespielt habe, mich am Arm packte und mir ins Gesicht schrie: »Was ist bloß mit dir los, Richie? Hast du denn gar keinen Respekt? Was ist bloß mit dir los?«

Das gab mir Gelegenheit, einen meiner Lieblingssätze zu sagen. Ich sage ihn oft, vor allem wenn ein neuer Priester, Rabbi oder Psychologe, eine neue Schwester, Praktikantin oder Putzfrau oder irgendein Besucher mich fragt, was mir fehlt. Niemand scheint es zu raffen. Anscheinend bin ich zu jung, um hier zu sein. Also muss wohl was anderes dahinterstecken. Folglich spult sich folgender Dialog ab: »Warum bist du hier? Was fehlt dir, mein Sohn?« Dann sage ich ganz ernst und unschuldig: »Ich habe das EDOHM-Syndrom.« Der andere steht dann dumm da und sagt nur so was wie »Hä?«, und dann sage ich es noch mal: »Ich habe das EDOHM-Syndrom. Es ist ein Akronym.« Viele wissen nicht, was ein Akronym ist, aber ich warte immer ein bisschen, bevor ich sie aufkläre: »Ich habe das Einer-Da-Oben-Hasst-Mich-Syndrom.«

Ich finde, diese Diagnose bringt auf den Punkt, was davon zu halten ist, wenn ich, Sylvie und andere in unserem Alter an einem Ort wie diesem enden und etwas hinter sich haben, das in unseren Grabreden bald ungefähr so klingt: »… ein mutiger Kampf gegen … (bitte die jeweilige Krankheit einsetzen).«

Wie soll man unser Problem sonst in Worte fassen? EDOHM trifft es meiner Meinung nach verflucht noch mal am besten.

Jedenfalls, das war das letzte Mal, dass ich Sylvie außerhalb ihres Zimmers gesehen habe. Ich glaube, sie hat sich ziemlich verausgabt, mit all den Vorbereitungen und der ganzen Aufregung. Sicher bin ich mir allerdings nicht, wir kennen uns ja erst, seit wir hier eingeliefert wurden. Ich war schon vor ihr da, aber nur einen oder zwei Tage. Als wir uns zum ersten Mal im Flur trafen, sagten wir beide – echt wahr! – im selben Moment, was alle Patienten zueinander sagen, wenn sie sich in irgendeiner Klinik kennenlernen: »Und warum bist du hier?« Ihre Antwort – ich sagte ja schon, dass sie tougher ist als ich und nie um den heißen Brei redet – lautete: »Weil diese Idioten glauben, dass ich sterbe. Dabei stimmt das gar nicht.« Und ich sagte (weil ich mich in der Gegenwart von Mädchen manchmal nicht richtig traue, den Mund aufzumachen, vor allem wenn sie so cool sind wie Sylvie): »Genau wie bei mir.« Aber ich wusste selber nicht, auf welchen Teil ihrer Antwort sich das beziehen sollte – das Sterben oder das Nicht-Sterben. Der Unterschied ist manchmal nämlich gar nicht so klar, wie ihr vielleicht meint. Was heißt schon Endstadium? Sind wir am Ende oder noch mitten in einem Stadium? Das weiß kein Mensch.

Immerhin hat Sylvie es geschafft, in der Kohlnacht Ärger zu kriegen, genau wie jeder x-beliebige Teenager ohne EDOHM-Syndrom. Als ihre Eltern an dem Abend zu Besuch kamen, hat ihr Vater fast eine Stunde lang rumgebrüllt. Es war laut und deutlich durch die geschlossenen Türen zu hören. Als Nächstes hat er sich ihren kleinen Bruder vorgeknöpft, der ihr die Schminke besorgt hatte, und der Kleine rannte wie ein verschrecktes Kaninchen aus dem Zimmer. Sylvies Vater ist ziemlich unbeherrscht. Aber auch ihre Mutter hat geschrien, bevor sie in den Flur gegangen ist, um zu weinen.

Aber: Es hat sich echt gelohnt, das muss ich schon sagen. Allein die Flammen … Einen Moment lang hat es wirklich gebrannt, und hinterher hing der Rauchgeruch noch eine ganze Weile im Flur, was eine willkommene Abwechslung zu der sterilen Krankenhausluft war. Echter Rauch, Mann! Und Sylvie konnte sich nach ewigen Zeiten wieder mal schminken. Ich weiß, dass ihr das viel bedeutet hat, sie ist schließlich ein Mädchen, obwohl sie inzwischen ja auch ungeschminkt schon aussieht, als hätte sie sich für Halloween gruselig zurechtgemacht. Trotzdem erkenne ich sie, die wahre Sylvie, unter der Totenmaske.

2

VON DER GANZEN KOHLNACHT-ACTION bin ich ziemlich erschöpft. Und in meinem Zustand bedeutet »erschöpft« was anderes, als ihr es euch wahrscheinlich vorstellen könnt. Die Wahrheit ist: Mir geht’s beschissen. Ich will euch jetzt nicht mit den ekelhaften Einzelheiten meiner Krankheit langweilen, aber in letzter Zeit wird es immer schlimmer, vor allem abends. Schon an normalen Abenden, ganz zu schweigen vom Abend der Kohlnacht. Ich wünschte, ich könnte behaupten, ich sei bis Mitternacht aufgeblieben, wie meine Grandma früher, aber so war’s nicht. Gegen halb sieben fuhr ich in mein Zimmer zurück und blieb einfach in meinem Rollstuhl sitzen. Ich zitterte am ganzen Körper und musste beinahe kotzen. So ging das fast eine halbe Stunde, bis Jeannette, meine Lieblingsschwester, reinkam. Eine Afroamerikanerin, die anscheinend schon mit einem Lächeln im Gesicht geboren wurde. Sie sagte: »Also, ich muss schon sagen, mein lieber Herr Teufel … Im Moment siehst du nicht besonders gefährlich aus. Kommst du klar? Kann ich dir helfen?«

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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