Erfolgsfaktoren im Collaborative Engineering - Frank Eckert - E-Book

Erfolgsfaktoren im Collaborative Engineering E-Book

Frank Eckert

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Beschreibung

Diplomarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich BWL - Handel und Distribution, Note: 1,7, Universität Duisburg-Essen (Lehrstuhl für Produktionswirtschaft und Industriebetriebslehre), Sprache: Deutsch, Abstract: 1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit Ziel der Arbeit ist es aufzuzeigen, welche Faktoren die erfolgreiche Nutzung elektronischer Marktplätze im Bereich der unternehmensübergreifenden Entwicklung beeinflussen und welche Probleme eine Umsetzung behindern können. In Kapitel 2 wird zu Beginn eine Einordnung des Begriffs C-Engineering in den aus der Literatur bekannten idealtypischen Innovationsprozess vorgenommen, der Begriff der C-Engineering definiert und von verwandten Begriffen abgegrenzt. Darauf aufbauend werden erforderliche Funktionalitäten und Gestaltungskomponenten eines idealisierten Konzeptes entwickelt und vorgestellt. Anschließend erfolgt die Betrachtung ausgewählter Plattformen, die bereits Ansätze des C-Engineering realisiert haben. In Kapitel 3 erfolgt die theoretische Analyse der Erfolgsfaktoren durch eine Untersuchung der Entstehungsgründe und der Vertragsgestaltung von vertikalen Entwicklungskooperationen in der Automobilindustrie anhand wissenschaftlicher Modelle. Hierzu werden der Transaktionskostenansatz und die Principal-Agent- Theorie aus den „new institutional economics“ auf die Problemstellung angewandt und auf ihre Aussagefähigkeit hin überprüft. In Kapitel 4 folgt die kritische Analyse der Erfolgsfaktoren durch eine Überprüfung der bestehenden Marktplatzkonzepte hinsichtlich der Erfüllung der Aussagen aus der theoretischen Analyse. Dabei werden zunächst mögliche Erfolgsausprägungen definiert und detailliert auf Erfolgswirkungen von externen Umwelteinflüssen und internen Faktoren eingegangen. Aufbauend auf dieser Untersuchung erfolgt eine kritische Betrachtung der vorgestellten Basisfunktionalitäten und der Umsetzung in den vorgestellten Lösungsansätzen. In Kapitel 5 werden die gewonnen Erkenntnisse zusammengefasst und ein Überblick über den Stand der Umsetzung und der zukünftigen Entwicklung gegeben. Dabei werden - aufbauend auf den gesammelten Erkenntnissen - Handlungsempfehlungen an die Plattformbetreiber gerichtet, damit zukünftig ein echter Mehrwert aus der Nutzung der Plattformen erkennbar ist. [...]

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Veröffentlichungsjahr: 2002

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ErfolgsfaktorenimC-EngineeringamBeispieldesAutomobilbaus DiplomarbeitFrankEckert-LehrstuhlfürProduktionUniversitätGHDuisburg

Gerhardd-Mercatorr-UniversitätDuisburg

LehrstuhlfürProduktionswirtschaftundIndustriebetriebslehre

DiplomarbeittzumThema::

„ErfolgsfaktorenimmCollaborativeEngineeringg

ammBeispieldesAutomobilbaus“

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: C-Engineering CollaborativeEngineering E : Electronic F&E : ForschungundEntwicklung IT : Informationstechnologie OEM : OriginalEquipmentManufacturer;

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Abb.:1AnalysederErfolgsfaktorenimCollaborativeEngineering ...................... 7 Abb.:2Gebiete,InhalteundGegenstandvonF&E............................................ 13 Abb.:3C-EngineeringimInnovationsprozess ..................................................... 14 Abb.:4RealisierteKooperationen ........................................................................ 16 Abb.:5VorteileausderReduzierungderEntwicklungszeit ................................ 19 Abb.:6KosteneinsparungspotentialderEntwicklungs-undDesignphase........... 20 Abb.:7EinflussderKooperationaufdencashflow ............................................ 21 Abb.:8BasisfunktionalitätenvirtuellerC-EngineeringPlattformen.................... 24 Abb.:9DokumentenmanagementModulinmySAP............................................ 26 Abb.:10LesbarkeitderCAD-FormatebeiZulieferern ........................................ 27 Abb.:11CADModulimC-Engineering .............................................................. 28 Abb.:12ProjektmanagementModulimC-Engineering....................................... 29 Abb.:13GestaltungskomponentendesC-Engineering ........................................ 30 Abb.:14LeistungsangebotvirtuellerMarktplätzefürdasC-Engineering ........... 33 Abb.:15KaufmännischesDokumentenmanagementbeiEC4EC ........................ 35 Abb.:16TechnischesDokumentenmanagementbeiEC4EC ............................... 36 Abb.:17EinflussfaktorenderTransaktionskosten .............................................. 44 Abb.:18EffizienzvergleichvonMarktundHierarchie....................................... 51 Abb.:19UnternehmensübergreifendeteamorientierteProjektorganisation........ 65 Abb.:20ErfolgsdimensioneneinerInnovation .................................................... 74 Abb.:21StandundzukünftigeEntwicklungderBasisfunktionalitäten ............. 100 Tabellenverzeichnis

Tab.:1ErwarteterNutzenausF&EKooperationen ............................................. 17 Tab.:2ErfolgswirkungenderFunktionalitäten .................................................... 83 Tab.:3ErfolgswirkungenderFunktionalitäten .................................................... 97

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1.Einleitung

1.1Problemstellung

Die Marktsituation in der Automobilindustrie kann durch ihre exportorientierte Struktur stellvertretend für viele Branchen betrachtet werden und ist heute gekennzeichnet durch global agierende Unternehmen, die über Ländergrenzen hinwegoperierenundmiteinerReihevonZulieferernundEntwicklungspartnern eng

zusammenarbeiten müssen. Seit Ende der neunziger Jahre haben neue Entwicklungen auf dem Automobilmarkt die Fahrzeughersteller dazu veranlasst neue Wege in der Produktentwicklung zu beschreiten. Der verschärfte Wettbewerb verkürzt die Produktlebenszyklen und erhöht gleichzeitig durch gestiegene Qualitätsanforderungen die Entwicklungskosten für neue Modelle, wodurch sich die Hersteller gezwungen sehen ihren Produktentwicklungsprozess neuzugestalten.DurchdieVeränderungenderRahmenbedingungenergebensich neue Herausforderungen an die Kommunikation zwischen Kunden, Zulieferern und dem Anbietern. Dabei lassen sich neue Formen der Kommunikations- und InformationstechnikzurBeschleunigungdesLeistungsaustauschesnutzen. DieNutzungdesInternetszurAbwicklungvonProzessenundTransaktionenim B2B-Bereich hat in den letzen Jahren eine sehr dynamische Entwicklung erlebt. Während der Focus zunächst auf der Abwicklung von Beschaffungs- und Absatzprozessen lag, bilden sich in letzter Zeit durch die Weiterentwicklungder e-Technology elektronische Marktplätze für die ganzheitliche Unterstützung unternehmensübergreifender kooperativer Prozesse. Dies gilt in besonderem MaßefürkooperativeEntwicklungsaktivitäteninderAutomobilindustrie. IndiesemBeitragwirdimFolgendendasC-Engineeringalsneueinternetbasierte Form der unternehmensübergreifenden Entwicklungskooperationen zwischen Zulieferern, Entwicklungspartnern und den OEMs vorgestellt und anhand von Aussagen aus der Ökonomischen Theorie auf sein Erfolgspotential hin untersucht.

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1.2ZielundAufbauderArbeit

Ziel der Arbeit ist es aufzuzeigen, welche Faktoren die erfolgreiche Nutzung elektronischer Marktplätze im Bereich der unternehmensübergreifenden Entwicklung beeinflussen und welche Probleme eine Umsetzung behindern können.

InKapitel2 wird zu Beginn eineEinordnungdesBegriffsC-Engineeringinden ausderLiteraturbekanntenidealtypischenInnovationsprozessvorgenommen,der Begriff der C-Engineering definiert und von verwandten Begriffen abgegrenzt. Darauf aufbauend werden erforderliche Funktionalitäten und

GestaltungskomponenteneinesidealisiertenKonzeptesentwickeltundvorgestellt. Anschließend erfolgt die Betrachtung ausgewählter Plattformen, die bereits AnsätzedesC-Engineeringrealisierthaben.

In Kapitel 3 erfolgt die theoretische Analyse der Erfolgsfaktoren durch eine Untersuchung der Entstehungsgründe und der Vertragsgestaltung von vertikalen Entwicklungskooperationen in der Automobilindustrieanhandwissenschaftlicher Modelle. Hierzu werden der Transaktionskostenansatz und die Principal-Agent-Theorie aus den „new institutional economics“ auf die Problemstellung angewandtundaufihreAussagefähigkeithinüberprüft.

In Kapitel 4 folgt die kritische Analyse der Erfolgsfaktoren durch eine Überprüfung der bestehenden Marktplatzkonzepte hinsichtlich der Erfüllung der Aussagen aus der theoretischen Analyse. Dabei werden zunächst mögliche Erfolgsausprägungen definiert und detailliert auf Erfolgswirkungen von externen Umwelteinflüssen und internen Faktoren eingegangen. Aufbauend auf dieser Untersuchung erfolgt eine kritische Betrachtung der vorgestellten BasisfunktionalitätenundderUmsetzungindenvorgestelltenLösungsansätzen.

In Kapitel 5 werden die gewonnen Erkenntnisse zusammengefasst und ein Überblick über den Stand der Umsetzung und der zukünftigen Entwicklung gegeben. Dabei werden - aufbauend auf den gesammelten Erkenntnissen -Handlungsempfehlungen an die Plattformbetreiber gerichtet, damit zukünftig ein echterMehrwertausderNutzungderPlattformenerkennbarist.

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noch auf bestimmte Funktionsbereiche in den Unternehmungen beschränkt werden.UnterdemBegriffderInnovationswirtschaftverstehtman:

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Der BegriffInnovationstammt aus dem Lateinischen und bedeutet dort soviel wie„dieErneuerung“oder„dasSchaffenvonNeuem“.2DabeikanndieNeuerung unterschiedlicheAusprägungsformenannehmen.3ImFolgendensollzurKlärung der Entstehung und Bedeutung des Begriffs des C-Engineering lediglich auf Produkt- und Prozessinnovationen in Industrieunternehmen, im speziellen der Automobilbranche eingegangen werden. Innovationen können definiert werden alsdie

Die in der Definitionen enthaltenen Bestandteile „Einführung“ und „F&E“ bestimmen die Erstreckung des Innovationsprozesses über den gesamten Erneuerungsprozess bis zum Ergebnis.5Dabei sind nach allgemeinerAuffassung dreikonstituierendeMerkmalezubeachten,umvoneinerInnovationausgehenzu können.

•Neuigkeitscharakter

In der Literatur unterscheidet man zwischen zwei unterschiedlichen Sichtweisen zur Neuartigkeit bei Innovationen. SCHUMPETER besteht auf die Obsoleszenz bzw.VerwerfungbisherverwandterKombinationenvonProduktionsfaktorenund betont den Willen zur Bildung einer neuen Produktionsfunktion. Einen großen

1Vgl.Heinen(1991),S.1073.

2Vgl.Duden(1997).

3Daneben können weiterhin auch noch Sozial-, Personal-, und Strukturinnovationen in der betrieblichenLandschafteingeführtwerden.DiesesindjedochfürdiehierfokussierteBetrachtung vonunternehmensübergreifendenF&EAktivitätenvonuntergeordneterBedeutung.

4Vgl.Albach(1990),S.1;.

5Vgl.DePay(1989),S.8f.

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BekanntheitsgradhabenseineForschungsarbeitendurchseineWettbewerbsthesen zurInnovationals„schöpferischeZerstörungimProzessderHervorbringungund Durchsetzung neuer Kombinationen von Produktionsmitteln“ erreicht.6Andere Verfasser sprechen bereits von Neuartigkeit, sobald ein Unternehmen als organisatorischeEinheitfürsichdieInnovationzumErstenMalvornimmt.7

•ErfolgreicheMarkteinführung

Die Bedingung der ökonomischen Zielsetzung als Komponente der Innovation nimmteineAusgrenzungvonwirtschaftlich-odertechnischenFehlentwicklungen sowieallgemeinen, nicht ökonomisch motivierten Forschungsaktivitäten vor. Sie greift die Erkenntnisse der sich aus Grundlagenforschung und angewandter Forschung(ohneKonkretisierung)zusammensetzendenIntentionaufundführtsie durchweiterezielgerichteteAktivitätenzueinemwirtschaftlichenErfolg.

•Produkt-oderProzessneuerung

Die Einführung eines neuen Produktes oder einer neuen Dienstleistung wird alsProduktinnovationbezeichnet.8Dabei lässt sich die Innovation aus zwei Perspektiven darstellen. Zum einen aus der gesamtwirtschaftlichen Perspektive, dieaufdenNeuartigkeitscharakteraufdemMarktinderEmpfindungderKunden abzielt und zum anderen aus einer einzelwirtschaftlichen,

unternehmensspezifischen Perspektive, die auf eine neuartige Kombination von Produktionsfaktorenabzielt.

VoneinerProzessinnovationwirddagegendanngesprochen,wenndurchF&E-Aktivitäten ein neues Produktionsverfahren entwickelt und eingeführt, bzw. ein bestehendes verbessert wird.9Zielsetzung ist die Leistungs- und/oder QualitätsverbesserungimProduktionsprozessdesUnternehmens,unterdemnach GUTENBERG die Kombination der Produktionsfaktoren Arbeit, Boden und Kapital durch den dispositiven Faktor zu einer produktiven Einheit verstanden

6Vgl.Schumpeter(1939),S.87;Schumpeter(1964),S.100.

7Vgl.Kieser(1974);Sp.1733;Kirsch/Esser/Gabelle(1979),S.73;DePay(1989).

8Vgl.Perlitz/Löber(1985),S.425.

9Vgl.Perlitz/Löber(1985),S.425;Marr(1980),Sp.951.

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wird.10Dabei erfolgt aus marktdynamischer Sicht zuerst die Produktinnovation und erst im späteren Verlauf des Produktlebenszyklus Prozessinnovationen, die der Anpassung und Verbesserung der Herstellungsverfahren und damit der SteigerungdesökonomischenErgebnissesdienen.11DienotwendigeAbgrenzungdesBegriffsderInnovationerfordertzunächsteine differenzierte Betrachtung. BROCKHOFF unterteilt den Innovationsprozess in eine enge und eine weitgefasste Definition.12Er beschreibt einenInnovationsprozess im weiteren Sinneund unterteilt diesen in einen Entstehungs- und einen Marktzyklus. Der Entstehungszyklus bezieht sich dabei auf die Phasen der Forschung und Entwicklung, während der Marktzyklus die Phasen der Markteinführung, Marktdurchsetzung und Konkurrenzentstehung durchNachahmungbeinhaltet.13

DerInnovationsprozess im engeren Sinnebeschreibt nach BROCKHOFF die erfolgreiche Einführung einer Produkt- oder Prozessneuerung am Markt. In dem Zusammenhang ergibt sich die Notwendigkeit die im Rahmen des Innovationsprozesses auftretenden Begriffe Invention und Imitation voneinander abzugrenzen.

Inventionensind meist das Ergebnis von F&E-Aktivitäten im naturwissenschaftlich-technischenBereich.14Siesindi.d.R.wenigspezifiziertund nicht primär anwendungsorientiert. Vielmehr dienen sie dem Erwerb von neuen Erkenntnissen. Allerdings besitzen sie häufig Anwendungspotential, das für die Neuerung von Produkten oder Prozessen geeignet ist. SCHUMPETER unterscheidet zwischen Erfindung(Invention)und Durchsetzung (Innovation). In seinen Ausführungen sieht er die Aufgabe des Pionierunternehmers darin, eine Innovation zu realisieren und durch eine Markteinführung durchzusetzen.15Inventionenkönnendamitdefiniertwerdenals

10Vgl.Gutenberg(1967),S.286;Gabler(1994),S.817.

11Vgl.Schinnen(1987),S.57.

12Vgl.Brockhoff(1988),S.20.

13DabeiistdieZielsetzungdesInnovationsprozessesnebenderBildungeinertechnischen NeuerungauchdieSteigerungderLeistungsfähigkeitweitererUnternehmensprozesse.Dabei werdendreiAnforderungenandenInnovationsprozessgestellt:(1).effizienterRessourceneinsatz, (2).effektiveAusrichtunganneuenTechnologienundMarktnachfrageund(3).flexibele GestaltungzurSicherstellungderAnpassungsfähigkeitbeiwechselndenAnforderungen.vgl. Tushman/O´Reilly(1997);Stief/Reiff/Kretschmer(1999).

14InventionenkönnenaberauchausexternenEinflüssenentstehen,z.B.Marktetingideen.

15Vgl.Schumpeter(1964).

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DieImitationist das Ergebnis der Nachahmung der Innovation durch andere Unternehmen auf dem Markt. Dies gilt vor allem dann, wenn das erforderliche Know-how zur Durchführung einer Innovation durch die Übernahme von Ergebnissen der Innovationsprozesse konkurrierender Unternehmen gewonnen wurde.DerBegriffderImitationlässtsichdamitdefiniertwerdenals