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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich BWL - Handel und Distribution, Note: 2,7, Universität Duisburg-Essen (Lehrstuhl für Logistik), Veranstaltung: Seminar Performance Management in der Logistik, Sprache: Deutsch, Abstract: Um einen möglichst hohen Grad an Verständnis für die vielfältigen Möglichkeiten der Transparenzerhöhung und Unterstützung logistischer Leistungen durch den Einsatz von Telematik erreichen zu können, möchten wir zunächst in einem einführenden Grundlagenkapitel die gegenwärtig bestehenden Anwendungsbereiche und die fundamentalen technischen Funktionszusammenhänge der Telematiktechnologien näher erläutern. Im Anschluss an die Darstellung der grundlegenden Funktionsweise der Telematik arbeiten wir auf Basis von zuvor erörterten charakteristischen konstitutiven Merkmale einer PM- Konzeption die Begründung für die Notwendigkeit einer Implementierung und langfristiger Anwendung dieses Planungs- und Steuerungskonzeptes in einem Un heraus. Aufbauend auf den das PM kennzeichnenden Ausführungen beschreiben wir detailliert die einzelnen Ablaufschritte im Rahmen eines PM- Entscheidungsprozesses, der mit der Phase der Planung, Strategie- und Zielformulierung beginnt und sich über die Leistungsmessung und Berichterstattung der Leistungsergebnisse sowie abschließender Abweichungskontrolle und gegebenenfalls notwendig gewordener Ergreifung von Anpassungsaktivitäten erstreckt. Dabei verweisen wir stets innerhalb der jeweiligen PM- Planungs- oder Steuerungsphase auf deren potentielle Unterstützungs- und Verbesserungsmöglichkeiten, die sich durch die Anwendung von Telematiktechnologien realisieren lassen. Im weiteren Verlauf unserer Arbeit betrachten wir rückgreifend auf die Überlegungen zur Nutzung von Telematik innerhalb der PM- Konzeption (speziell Performance Measurement und Reporting) die erzielbaren betriebswirtschaftlichen Potentiale zur Steigerung der Leistungseffizienz logistischer Prozesse. Die Erörterung der Thematik wird zum Abschluss der Arbeit durch eine Analyse der Grenzen der Leistungsfähigkeit und der Implementierungsschwierigkeiten der Telematiktechnologien abgerundet.
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Veröffentlichungsjahr: 2002
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1.Einleitung
Die expansiven Entwicklungen der Telekommunikations-und
Informationstechnik gewinnen für die Logistik gerade in den letzten Jahren, bedingt durch die zunehmende Globalisierung der Märkte und damit verschärften Wettbewerbsdruck in der Branche in höherem Maße an Bedeutung.DadieNachfragerlogistischerDienstleistungennununbeschränkt auch preisgünstige Dienstleistungen ausländischer Wettbewerber inAnspruch nehmenkönnen,bestehtdieHerausforderungdeutscherLogistikunternehmen darin, ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit durch qualitative WettbewerbsfaktorenetwainFormderVerkürzungderLieferzeit,derErhöhung der Lieferzuverlässigkeit und -pünktlichkeit zu gewährleisten. Einen wesentlichenBeitragzurErreichungdieserqualitativenZieldimensionenleistet dieFähigkeitbegleitendzudenGüterflüssenzeitnah,zuverlässig,schnellund umfassendüberdiegesamteLieferkettehinwegInformationenzugewinnen,zu verarbeiten und an die Partner in der Supply Chain (SC) kommunizieren zu können. Aus diesem Grunde gilt für alle Logistikdienstleister gleichermaßen, entsprechenden innovativen Informations-und
Kommunikationstechnologielösungenoffengegenüberzustehen,umbeideren Nutzung relevante erfolgsdeterminierende Leistungsinformationen zur effektivenUnterstützungdesPerformanceManagements(PM)zuerwerben.Es stellt sich nun im Rahmen unserer Arbeit die Frage, inwieweit sich aus dem simultanen Einsatz der oben genannten Technologien wertvolleInformationen fürLogistikunternehmenimRahmeneinesPMgenerierenlassen.
Um einen möglichst hohen Grad an Verständnis für die vielfältigen Möglichkeiten der Transparenzerhöhung und Unterstützung logistischer LeistungendurchdenEinsatzvonTelelmatikerreichenzukönnen,möchtenwir zunächst in einem einführenden Grundlagenkapitel die gegenwärtig bestehenden Anwendungsbereiche und die fundamentalen technischen Funktionszusammenhänge der Telematiktechnologien näher erläutern. Im AnschlussandieDarstellungdergrundlegendenFunktionsweisederTelematik arbeiten wir auf Basis von zuvor erörterten charakteristischen konstitutiven Merkmale einer PM- Konzeption die Begründung für die Notwendigkeit einer Implementierung und langfristiger Anwendung dieses Planungs- und Steuerungskonzeptes in einem Un heraus. Aufbauend auf den das PM kennzeichnenden Ausführungen beschreiben wir detailliert die einzelnen
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Ablaufschritte im Rahmen eines PM- Entscheidungsprozesses, der mit der Phase der Planung, Strategie-undZielformulierungbeginntundsichüberdie Leistungsmessung und Berichterstattung der Leistungsergebnisse sowie abschließender Abweichungskontrolle und gegebenenfalls notwendig gewordenerErgreifungvonAnpassungsaktivitätenerstreckt.Dabeiverweisen wir stets innerhalb der jeweiligen PM- Planungs- oder Steuerungsphase auf deren potentielle Unterstützungs- und Verbesserungsmöglichkeiten, die sich durchdieAnwendungvonTelematiktechnologienrealisierenlassen.
Im weiteren Verlauf unserer Arbeit betrachten wir rückgreifend auf die Überlegungen zur Nutzung von Telematik innerhalb der PM- Konzeption (speziell Performance Measurement und Reporting) die erzielbaren betriebswirtschaftlichen Potentiale zur Steigerung der Leistungseffizienz logistischer Prozesse. Die Erörterung der Thematik wird zum Abschluss der Arbeit durch eine Analyse der Grenzen der Leistungsfähigkeit und der ImplementierungsschwierigkeitenderTelematiktechnologienabgerundet.
2.Telematikanwendungen
Telematikanwendungen finden Einsatz im öffentlichen Leben, in der Medizin und in betriebswirtschaftlichen Problemstellungen. Im folgenden richten wir unseren Fokus ausschließlich auf die Einsatzmöglichkeiten der Telematik im Bereich der Logistik. Im Zuge der wachsenden Leistungsfähigkeit moderner EDV-Systeme, forschreitender Entwicklung der Telekommunikation sowie signifikanter Bedeutung des Faktors Zeit im Wettbewerb der globalisierten Märkte,erlebtTelematikeingesteigertesInteresseinderLogistikbranche.Da sie lediglich der Informationsübermittlung und nicht primär der physischen Ortsveränderung dient, liegt ihr Nutzen für die Anwender beim Einsatz in Unternehmen(Un)indererhöhtenVerfügbarkeitundDichtevonInformationen.
Der Wettbewerb in der Logistikbranche wird zunehmend durch prozessorientierte Planungs-, Steuerungs- und Koordinationsfähigkeit der von den Anbietern bereitgestellten Kernleistungen an den Schnittstellen zwischen den jeweiligen Partnern innerhalb einer SC bestimmt. Eine wesentliche Voraussetzung zur Beherrschung der Leistungsprozesse innerhalb der Lieferketten ist die Gewährleistung durchgängig fließender, lückenloser Informationen, die in Echtzeit allen Partnern in der SC zur Verfügung stehen.
