Eva's Adventskalender - Corinne Schürch - E-Book

Eva's Adventskalender E-Book

Corinne Schürch

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Beschreibung

Eva, eine junge Fee in der ersten Klasse, erlebt in der Adventszeit ein Abenteuer nach dem andern. Lebkuchenhaus bauen, Haar entlausen oder das Sonntagmorgenturnen. Dabei ist sie mal fröhlich, mal traurig, mal wütend, mal enttäuscht und manchmal auch ganz entspannt. Die Leser schließen Eva sofort in ihr Herz. Ganz nebenbei regt das Buch an zum Basteln aus alten Kleidern, zum Turnen wie eine Schildkröte und zum Schlafen wie ein Delfin. Für jeden Tag in der Adventszeit gibt es eine kurze Geschichte von der Autorin und dazu eine Zeichnung von verschiedenen Kindern und anderen Künstlern aus Steffisburg und Umgebung.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB

Seitenzahl: 44

Veröffentlichungsjahr: 2018

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Illustrationen:

Alicia Govea, Annina Stämpfli, Aylin Hadorn, Corinne Schürch, Elen Hadorn, Eliza Gashi, Jaina Schuhmacher, Jorid Nanzer, Lena Feuz, Lena Schürch, Lucy Flükiger, Maria Schürch, Marla Jungi, Maya Govea, Milo Schärer, Nina Schärer, Nino Kühne, Rhea Feuz, Shayenne Niederhäuser, Walter Schürch, Zoe Kühne

Es sind 24 Geschichten. Lest Nr. 12 und 17 abends vor. Sie sind zum Einschlafen gedacht...

Inhaltlich geht es um unsere Gefühlswelt. Ob fröhlich, traurig, lustig, wütend, verärgert, enttäuscht. Die ganze Palette macht das Leben lebendig.

Es ist geschrieben in einem spektakulären «Schweizerhochdeutsch». Für diejenigen unter euch, die vielleicht einige Wörter nicht verstehen, hat es auf der letzten Seite im Buch ein «Schweizerhochdeutsch-Hochdeutsch-Wörterbuch».

Ich wünsche euch allen von Herzen eine besinnliche, geruhsame und friedvolle Weihnachtszeit.

Eure Corinne Schürch

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 19

Kapitel 20

Kapitel 21

Kapitel 22

Kapitel 23

Kapitel 24

1

Hallo, ich bin Eva, eine Fee. Ich wohne in einer grossen Stadt. Wahrscheinlich hast du unsere Stadt noch nie gesehen. Sie ist nämlich streng geheim. Aber sie sieht genau gleich aus wie eure Stadt. Es gibt viele Häuser mit mehreren Wohnungen drin. In so einer Wohnung wohne ich mit meinen sechs Geschwistern und meinen Eltern.

Wir sind richtige Feen mit Flügeln und Zauberstäben. Leider können wir noch nicht zaubern, wenn wir zur Welt kommen. Das Zaubern müssen wir in der Schule lernen, wie auch rechnen, schreiben und lesen. Meine Eltern können schon zaubern, aber in unserer Feenwelt darf nur gezaubert werden, wenn es ein wirklicher Notfall ist. Zum Beispiel jemandem helfen, der sich beim Essen fest verschluckt hat oder die Katze vom Baum runterzaubern, wenn sie nicht mehr runter kann.

Flügel haben wir Feen auch und ich kann zum Glück schon fliegen. Das lernen wir Feen schon bald nach der Geburt. In unserer Stadt gibt es aber auch Autos, Busse und einen Zug. Der fährt einmal pro Stunde bei uns vorbei. Manchmal steigen wir ein in diesen Zug und fahren durch die ganze Stadt und wieder zurück, nur um sie uns anzusehen. Wenn wir zu Fuss gehen müssten oder mit unseren Flügeln fliegen, hätten wir für diese Strecke etwa eine Woche. Und so viel Zeit haben wir meistens nicht. Nur vielleicht in den Ferien.

Ich und meine Schwester Lara gehen nämlich schon zur Schule, in die erste Klasse. Unsere vier jüngeren Brüder gehen in den Kindergarten. Der ist gleich um die Ecke.

Für die Schule müssen wir etwas weitergehen. Doch das machen Lara und ich schon ganz alleine und Mami sagt oft, sie sei sehr stolz auf uns. Heute Morgen da waren wir etwas spät dran und mussten uns beeilen. Also sind Lara und ich losgerannt. Unsere Schulrucksäcke am Rücken sind dabei auf und ab gesprungen wie wild und ich hörte meine Getränkeflasche rumpeln. Den Weg in die Schule dürfen wir nämlich nicht fliegen. Da müssen wir zu Fuss gehen. Fliegen sei zu gefährlich, meint Mami immer.

Plötzlich sah ich weiter vorne am Boden etwas glitzern. Ich rannte hin und staunte. Ich hatte doch tatsächlich eine von den begehrten Wunschmünzen gefunden! Wer eine Wunschmünze findet, darf sich damit etwas zu Weihnachten wünschen. Man darf diese Münze aber nicht verlieren und muss sie immer bei sich tragen. Am Abend vor Weihnachten legt man sie unters Kopfkissen und am nächsten Morgen ist die Münze weg und der Wunsch in Erfüllung gegangen. Meistens jedenfalls.

Ich hob die Münze auf und machte einen Freudensprung in die Luft! Das ist ja mal ein guter Start in den Tag! Ich war überglücklich!

Bild: Lena Schürch

Bild: Maria Schürch

2

Und jetzt gerade halte ich die Wunschmünze in meiner Hand und denke noch immer darüber nach, was ich mir wünsche könnte. Versteh mich nicht falsch. Ich habe nicht das Problem, dass mir nichts in den Sinn kommt. Nein, mir schwirren so viele Dinge im Kopf herum, dass ich mich einfach nicht entscheiden kann.

Da wäre das sprechende und tanzende Barbie, die Playmobilküche, das Puppenhaus oder eine Kindernähmaschine. Ein neues Tiptoi-Buch, eine Schwiizergoofe CD oder ein eigenes riesengrosses kuscheliges Kopfkissen.

Ich schlafe nämlich im gleichen Bett wie meine Schwester und wir haben nur ein Kissen. Und manchmal nimmt sie das ganze Kissen für sich und ich liege dann ohne Kissen da. Aber genug von dem.

Heute ist Lebkuchentag! Mein Lieblingstag in der Adventszeit. Ich liebe nämlich Lebkuchen oder besser gesagt: Ich liebe das Verzieren der Lebkuchen. Diese farbige Kuchenglasur ist zuckersüss und mit den Zuckerblumen und Smarties einfach lecker, lecker, lecker. Da kann ich nicht genug davon kriegen. Mami hat die Lebkuchen schon gestern gebacken. Jetzt ist sie in der Küche und macht die farbige Glasur bereit. Die Türe zur Küche ist noch zu. Wenn sie fertig ist, ruft sie uns alle und wir fliegen um die Wette. Wer nämlich am schnellsten ist, bekommt den besten Platz am Tisch.