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Bei Fanta Lemonski läuft es nicht rund! In der Schule ärgern sie die Zicken aus der Gemüsegruppe und ihr Schwarm Romeo will nichts von ihr wissen. Zum Trost schenkt Papa Dieter ihr das Zombie-Pony Charly Fluch. Fanta ist gleich ganz verliebt. Doch als sie Charly stolz mit in die Schule nimmt, wird alles noch schlimmer: Das Pony beißt Romeo! Während es dem Jungen in den nächsten Tagen immer schlechter geht, tut Fanta alles, um zu verhindern, dass er sich in einen Zombie verwandelt. Ob sie mithilfe einer Gurke und ihrer besten Freunde Krise und Senfi die Zombie-Katastrophe aufhalten kann?
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Seitenzahl: 182
Veröffentlichungsjahr: 2016
BOB KONRAD ARTUR BODENSTEIN
FANTA
Lemonski
Weitere Bücher von Bob Konrad und Artur Bodenstein im Arena Verlag: Die Insel der Albträume und andere unbedingt geheim zu haltende Dinge
Bob Konrad, am Faschingsdienstag 1968 in Heidelberg geboren, ist leidenschaftlicher Autor von Zombie- und Katastrophen-Hörspielen. Außerdem schreibt er katastrophal zombiehafte Fernsehserien. Er lebt und arbeitet in Berlin. Dort ist er jedoch nur selten anzutreffen, weil er sich die meiste Zeit des Jahres auf ausgedehnten Forschungsreisen in exotischen Ländern befindet – für die er jedoch selten das Haus verlässt.
Artur Bodenstein wurde an einem Freitag, den 13., im Jahr 1974 in Wien geboren, studierte dort an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt und lebt ebenda. Er hat schon so ziemlich alles gezeichnet, was kreucht, fleucht oder sich nicht bewegt – außer dem ostafrikanischen Nacktmull. Er illustriert deshalb so viel, weil er besonders unansehnlich schreibt. Seine krakelige Schrift sieht de facto aus wie Bilder; er wäre also besser im alten Ägypten zur Welt gekommen. Da es das nicht mehr gibt, malt er einstweilen weiter. Neuerdings auch Zombie-Ponys.
1. Auflage 2016 © 2016 Arena Verlag GmbH, Würzburg Alle Rechte vorbehalten Einband-, Innenillustrationen und Satz: Artur Bodenstein ISBN 978-3-401-80561-0
www.arena-verlag.de
Für Zwetschke, Marille und Dieter Lemonski höchstselbst
1. RUND ist ANDERS
Nein, bei mir lief es zuletzt nicht rund. Wenn ich ehrlich bin, lief es sogar ziemlich scheiße. Ja, ich weiß, dass man „scheiße“ nicht sagen soll, aber ich hab jetzt drei Tage lang überlegt und mir fiel einfach kein besseres Wort ein, um zu beschreiben, was mir passiert ist. Oder wie würdest du das bitte nennen, wenn man schuld daran ist, dass die Welt fast untergegangen wäre? Na ja. Eigentlich war ich ja gar nicht schuld an dem Schlamassel. Schuld war jemand anderes und am Ende war ICH es, die die Welt in letzter Sekunde gerettet hat. Aber wegen mir wäre Romeo fast zum Zombie geworden. Und das wäre sehr, sehr, sehr schade gewesen. Auf der Skala für saublöde Lebenslagen, auf der eins „fast noch Normalzustand“ bedeutet und zehn „absolut totale Mega-Panik-Situation“, war das auf jeden Fall eine Neun, vielleicht sogar eine Zehn, wahrscheinlich aber eher eine Elf. Jetzt kannst du dir also ungefähr vorstellen, wie scheiße das Ganze war. Und alles nur, weil Charly Fluch das Ohr abgefallen ist.
Das Elend fing damit an, dass wir zu Beginn des neuen Schuljahrs aufs Land gezogen sind. Weil es da so schön sei – meinte mein Vater Dieter. Dabei hat er so verlegen gelächelt, wie er es immer tut, wenn er lügt. Ich hätte misstrauisch werden müssen. Doch ich wurde es nicht.
Der Ort hier heißt Wiesenberg, was ja ganz nett klingt. Aber der Name ist totaler Quatsch. Das Dorf liegt gar nicht auf einem Berg, sondern in einem Loch und ist lediglich von Bergen umgeben. Der reinste Schwindel also, denn Wiesen gibt es hier auch keine. Solche Lügen scheinen in dieser Gegend aber ganz normal zu sein, denn der Nachbarort heißt Waldloch und liegt – Überraschung! – nicht in einem Loch, sondern auf einem Berg. Wald gibt es dort natürlich auch keinen. Der Besuch lohnt also nicht. Nur im Fall von Mückenloch, das wiederum hinter Waldloch liegt, hält der Name voll und ganz, was er verspricht. Ihr könnt euch also denken, wie es dort aussieht. Mücken und Sumpf – soweit das Auge reicht. Wobei das Auge dort nicht sehr weit reicht, weil es dort so viele Mücken gibt, dass die sogar die Sonne verdunkeln. Es hätte also eigentlich alles noch viel schlimmer kommen können. Obwohl, wer weiß, vielleicht wäre dann die blöde Sache mit Charly Fluch nicht passiert.
Hier in Wiesenberg wohnen wir in einem kleinen, knuddeligen Häuschen mit der Adresse „In der Landschaft 99“. Weil man aber vergessen hat, die Häuser 1 bis 98 zu bauen, ist es ein wenig einsam hier. Und obwohl es bei uns eigentlich recht gemütlich ist und an der Tür ein Schild mit der Aufschrift „Herzlich willkommen“ hängt, kriegen wir nur sehr selten Besuch. Ich denke, das liegt an uns. Ich will ehrlich sein. Meine Familie ist nett, aber halt auch ein bisschen komisch. Mein Vater ist Kryptozoologe – so nennt man Leute, die unbekannte Tiere und Wesen erforschen. Er arbeitet als Monsterjäger und ist ziemlich gut darin. Dieter hat zum Beispiel im absolut undurchdringlichen Dschungel Afrikas das schreckliche Monster Mokele-Mbeme aufgespürt und damit das größte Rätsel der Menschheit gelöst. Nebenbei hat er auf dieser Mission auch meinen Vornamen entdeckt. Es ist nämlich so: Fanta ist in Afrika ein ganz normaler Name und eine Frau mit dem Namen Fanta hat meinem Vater damals im absolut undurchdringlichen Dschungel das Leben gerettet. Daran soll ich ihn erinnern. Diese Geschichte macht meinen Namen aber leider um keinen Deut besser. Ich meine, wer heißt denn schon wie ein Erfrischungsgetränk?
Außer mir und Dieter gehört zu unserer Familie noch meine kleine Schwester Ninja. Sie heißt eigentlich Silke, will aber Ninja genannt werden – komisch, ich weiß. Sie kann Karate oder glaubt, Karate zu können. Ihre Zeit verbringt sie damit, mir dort aufzulauern, wo ich sie am wenigsten erwarte. Wenn ich nichts ahnend vorbeikomme, springt sie mit ihrem Kampfschrei „Banzaiiiiiiii!“ aus dem Versteck und streckt mich mit einem gezielten Fußtritt nieder. Aber Ninja hat auch ihre guten Seiten –, wie ihr noch sehen werdet.
Dann ist da noch Volcan. Und der ist wirklich ein wenig seltsam – allerdings nur, wenn man ihn nicht kennt. Das fängt schon damit an, dass Volcan sein Zimmer im Keller hat. Weil es da so schön modrig ist –, sagt er. Mein Vater hat ihn auf dem Sultan-Eyüp-Friedhof in Istanbul kennengelernt. Und obwohl er ein Ghul ist, also selbst eine Art Monster, hilft er Dieter bei der Monsterjagd. Und bei seinem Buch. Volcan und Dieter schreiben an einem dicken Lexikon, in dem sie alle bekannten und unbekannten Monsterwesen beschreiben wollen. Die beiden arbeiten sehr genau, sehr gewissenhaft und deshalb auch sehr langsam. Sie haben zwar schon jede Menge Material gesammelt und besitzen mittlerweile einen dicken Ordner mit Notizen, aber nach drei Jahren sitzen sie immer noch am allerersten Eintrag, dem über den „Akkorokamui“ – ein japanisches Monster. Leider ist man sich in Japan nicht sicher, ob es das Ding überhaupt gibt. Deshalb dauert es so lange, diesen Eintrag zu schreiben.
Auch Bronko und Golzo leben bei uns. Das sind unsere Haustiere: zwei unfassbar liebe Kugelmonster. Die hat mein Papa von einer Forschungsreise in die Mongolei mitgebracht. Leider sind sie sehr, sehr stachelig und man kann deshalb nicht besonders gut mit ihnen spielen. Die Verletzungsgefahr ist einfach zu groß. Tja. Und dann gibt es da noch meine Mutter Emilie. Und die ist seit diesem blöden Vorkommnis in Ekibastus, Kasachstan, leider ein Geist. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich euch vielleicht später erzähle.
2. Die Schmidt-Katzenbeisser, die GEMÜSEGRUPPE & ROMEO AUS der KLASSE über UNS
Es ist ja immer schwer, irgendwo neu hinzuziehen. Aber ich hätte mir niemals träumen lassen, wie schwer es hier in Wiesenberg werden würde. Eigentlich hatte ich mich auf meine neue Schule gefreut. Denn ich mag es, neue Leute kennenzulernen. In meiner alten Klasse waren wir alle irgendwie Freunde. Die kannten mich halt schon lange und da hat auch keiner blöd wegen meiner Familie oder Mama nachgefragt. Wir waren uns einig, dass die Dinge sind, wie sie sind, und der andere ist, wie er eben ist. Man kann da ja eh nichts machen. Aber hier liefen die Dinge anders. Das habe ich schnell gemerkt.
Das „Ruprecht-der-Tugendhafte-Gymnasium Wiesenberg“ (kurz RdT6W) liegt etwas außerhalb auf einem Hügel. Leider ist der ziemlich hoch und die Straße rauf ziemlich steil. Und das ist insgesamt ziemlich blöd. Denn ich komme mit dem Fahrrad da einfach nicht hoch, muss immer absteigen und das letzte Stück schieben. Das nervt total und kostet viel Zeit, deshalb komme ich auch immer zu spät. Am ersten Tag hat mich glücklicherweise mein Vater mit dem Auto gefahren. Wir hatten einen Brief der Schule dabei. In dem stand, dass wir uns im Sekretariat melden sollten, wo man uns „weiterhelfen“ würde. Aber als wir das Sekretariat nach langem Suchen endlich gefunden hatten, mussten wir feststellen, dass an der Tür eine Ampel angebracht war. Du weißt schon, so ein Ding, wie man es von Fußgängerüberwegen oder Kreuzungen kennt, nur eben kleiner. Die hat rot geleuchtet und Papa und ich waren uns nicht sicher, was wir tun sollten. Eine Ampel an einer Tür hatten wir beide noch nie gesehen. Und dabei hat Papa echt schon viel gesehen.
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