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Los Angeles, Kalifornien, die nahe Zukunft: Gray Harden, Kunstkritiker, wird angeheuert, um einen großen Deal abzuschließen. Aber der Aktmaler Anton Wright und dessen Bilder verschwinden auf mysteriöse Weise. Nicht nur Harden macht sich auf die Suche nach Wright auch chinesische Shipping-Magnaten, das FBI, ein krimineller Kunsthändler und eine geheimnisvolle Frau sind den Bildern auf der Spur. Und Harden begreift langsam, dass es nicht um Anton Wrights Bilder geht, sondern um eine Verschwörung, die den Gouverneur bedrohen könnte ... Ein faszinierender Noir-Krimi um Kunst, Paranoia und Identität.
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Seitenzahl: 116
Veröffentlichungsjahr: 2015
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Stefan Kiesbye
Fluchtpunkt
Los Angeles
Kriminalroman
ars vivendi
Vollständige eBook-Ausgabe der im ars vivendi verlag erschienenen Originalausgabe (Erste Auflage Februar 2015)
© 2015 by ars vivendi verlag
GmbH & Co. KG, Cadolzburg
Alle Rechte vorbehalten
www.arsvivendi.com
Lektorat: Stephan Naguschewski
Umschlaggestaltung: ars vivendi verlag unter Verwendung eines Fotos von © pattyfly / photocase.de
Datenkonvertierung eBook: ars vivendi verlag
eISBN 978-3-86913-566-3
Für Sanaz
Tokio – Los Angeles
Narita Airport. Das Taxi, ein Nissan mit weißen Häkelbezügen, hält vor Singapore Airlines. Gray erhält sein Handgepäck und beschließt, eine letzte Zigarette zu rauchen, greift nach dem tragbaren Aschenbecher und zieht dabei sein Cradle aus der Tasche, das sofort, wie aus tiefer Sehnsucht heraus, in seiner Hand vibriert.
Es ist Archer. Gray zögert, lässt das aufgerollte Gerät zurück in seinen Mantel gleiten und fischt nach den Seven Stars. Der Himmel ist von einer nachlässigen Seifenwasserfarbe. Es hat seit vier Tagen nicht geregnet.
Gray trägt eine gerahmte Zeichnung in seinem Handgepäck, das Geschenk eines Künstlers voller Dankbarkeit und Missverständnisse. Die Zeichnung zeigt ein Haus mit einem Auge im Giebel, eine harmlose Ablenkung, fachmännisch ausgeführt, leicht zu kopieren und zu vervielfältigen. Die Art von Zeichnung, die sich zur Produktion von Servietten, Tellern, Gläsern und Stofftieren eignet. Die acht Gemälde, die nach Los Angeles geschickt wurden, sind komplexer, voller kindlicher Figuren und den Monstern, die sie sich erträumen. Der Künstler war ein guter Fund – bekannt genug, um keinen Verdacht zu erwecken, und eifrig genug, um nicht zu fragen, warum eines seiner Werke auf eine alte Leinwand gemalt werden musste.
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