Fortuna Girls - Mehr als nur ein Sieg! - Peter Großmann - E-Book

Fortuna Girls - Mehr als nur ein Sieg! E-Book

Peter Großmann

4,8
8,99 €

Beschreibung

Band 3 der Fußballserie für freche Mädchen: Auch wenn Felicitas zuerst gar keine Lust auf den Umzug nach Erfurt hatte, fühlt sie sich dort inzwischen richtig wohl. Sie hat eine super Mädchenfußballmannschaft auf die Beine gestellt und wahre Freundinnen gefunden. Doch dann bekommt sie ein Angebot, das ihr Leben verändern könnte: Sie wird eingeladen, in einer Auswahlmannschaft zu spielen und so den Sprung in einen Profiverein zu schaffen. Felicitas muss sich entscheiden: Soll sie das verlockende Angebot annehmen oder bei ihren Freundinnen, den Fortuna Girls, bleiben?

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 124




Inhalt

Cover

Über dieses Buch

Über die Autoren

Über den Illustrator

Titel

Impressum

Vorwort

Teamplay

Anruf beim Training

Angriff auf die Taparei

Einladung zum Spiel

Torschussfinte

Wo ist Benni?

Ein Spiel hat zwei Halbzeiten

Schon wieder eine Einladung

Kleiner Hüpfer

Freude bei den Fortuna Girls

Hier ist etwas faul

Die Aufregung ist groß

Das erste Mal Auswahl

Haken schlagen

Es ist nicht so wie sonst

Sohlentrick

Das Spiel der Spiele

Verzögerungsdribbling

Mehr als nur ein Sieg

DIE AUSWAHL – JETZT WIRD’S ERNST!

Über dieses Buch

Band 3 der Fußballserie für freche Mädchen: Auch wenn Felicitas zuerst gar keine Lust auf den Umzug nach Erfurt hatte, fühlt sie sich dort inzwischen richtig wohl. Sie hat eine super Mädchenfußballmannschaft auf die Beine gestellt und wahre Freundinnen gefunden. Doch dann bekommt sie ein Angebot, das ihr Leben verändern könnte: Sie wird eingeladen, in einer Auswahlmannschaft zu spielen und so den Sprung in einen Profiverein zu schaffen. Felicitas muss sich entscheiden: Soll sie das verlockende Angebot annehmen oder bei ihren Freundinnen, den Fortuna Girls, bleiben?

Über die Autoren

Peter Großmann, geboren 1963, ist diplomierter Sportlehrer, lebt immer noch gern in Dortmund, ist verheiratet, hat zwei Kinder, einen Hund und eine Schwiegermutter. Nach einer Karriere im Musikbusiness als Sänger der Band »Strandjungs« wechselte er das Medium und moderiert seit 1996 den Sport im ARD-Morgenmagazin. Daneben war er aber auch für Sendungen wie »Sport im Westen«, »Unsere Welt«, »Lotto-Show«, etc. tätig.

Nia Künzer, geboren 1980 in Botswana, wuchs im hessischen Wetzlar auf, wo auch ihre Karriere als Fußballerin begann. Von 1997 bis 2005 spielte sie in der Nationalmannschaft und gewann mit ihr 2003 den ersten Weltmeistertitel. Bis 2008 war sie mit dem Gewinn vieler Titel für den 1. FFC Frankfurt aktiv. Seit 2008 arbeitet Nia Künzer in der Sportabteilung im Hessischen Innenministerium. Dort ist sie für den Zeitraum von 2013 bis 2015 freigestellt und arbeitet für die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit im Programm »Sport für Entwicklung«. Außerdem ist Nia Künzer die Frauenfußball-Expertin in der ARD. Sie wird die Nationalmannschaft zur Weltmeisterschaft nach Kanada begleiten und live vor Ort berichten.

Über den Illustrator

Daniel Ernle, geboren 1981, ist seit 2003 Grafiker, Illustrator und Screendesigner. Er arbeitet für verschiedene Verlage und andere Unternehmen, u. a. Peta, Red Bull und Disney. Seine Arbeiten erhielten zahlreiche Auszeichnungen, darunter 2013 einen Bronzenen Löwen in Cannes. Daniel Ernle lebt mit seiner Familie im Allgäu.

Mit Illustrationen von Daniel Ernle

BASTEI ENTERTAINMENT

Vollständige E-Book-Ausgabe

des in der Bastei Lübbe AG erschienenen Werkes

Bastei Entertainment in der Bastei Lübbe AG

Originalausgabe

Copyright © 2015 by Bastei Lübbe AG, Köln

Umschlaggestaltung: Daniel Ernle dec3 GmbH & Co. KG

Umschlagmotiv und Innenillustrationen: Daniel Ernle, München

Gesamtgestaltung und Satz: Christina Krutz, Biebesheim am Rhein

E-Book-Produktion: le-tex publishing services GmbH, Leipzig

ISBN 978-3-7325-1341-3

www.bastei-entertainment.de

www.lesejury.de

Hallo Mädels,

jeder Mensch hat einen Traum, ihr doch sicher auch, oder? Manche wollen einmal um die Welt reisen, andere möchten einen Star treffen oder aber einfach nur jeden Tag ein Eis essen.

Ich habe schon als kleines Kind davon geträumt, später einmal Profifußballerin zu werden. Da war ich nicht anders als Felicitas von den Fortuna Girls. Und dann ist es natürlich das Größte, eine Einladung zu einem Auswahltraining zu bekommen, bei dem ihr zusammen mit anderen Spielerinnen zeigen könnt, was ihr draufhabt. Dann wird’s erst richtig spannend, vieles ist neu, und wichtige Entscheidungen müssen getroffen werden. Was wird aus eurem »alten« Team? Bleibt noch Zeit für eure Freundinnen? Und was erwartet euch auf dem Weg zur Profifußballerin? Genau darum geht es in der neuen Geschichte der Fortuna Girls – und ich erzähle euch später, wie das eigentlich bei mir war.

Außerdem zeige ich euch ein paar Tricks, mit denen ihr bei jedem Talentsucher punkten würdet. Ihr könnt euch die Tricks auch im Internet unter www.luebbe.de/fortunagirls in kurzen Filmen ansehen und selbst ausprobieren.

Viel Spaß beim Lesen und Kicken,

Eure Nia Künzer

Teamplay

Schaue dich nach einem passenden Mitspieler um und führe die Fußspitze unter den Ball.

Nimm Blickkontakt zu deinem Mitspieler auf und lupfe den Ball …

… sodass dein Mitspieler ihn aus der Luft mit dem Vollspann aufs Tor schießen kann.

Anruf beim Training

Es klirrte, als der Ball gegen die lebensgroße Statue vor dem alten Schuppen donnerte. Die sah aus, als hätte sie ihr ganzes blechernes Leben lang schon Angst davor gehabt, mal einen Ball vor den Kopf zu bekommen. Die Hände hielt sie vors Gesicht, und dem Trainingsplatz hatte sie den Rücken zugedreht. So hatte Opa Schäfer sie hingestellt, als die Fortuna Girls angefangen hatten, auf seinem Gelände am alten Hafen zu trainieren. Inzwischen war er ihr Trainer geworden und wurde von den Mädchen Herberger genannt. Eines seiner Hobbys war, aus alten Metallteilen alles Mögliche zu den verrücktesten Gebilden zusammenzuschweißen. Diesem Kunstwerk hatte er den Titel »Elfmeter« gegeben. Er hatte den Mädels erzählt, ein Fußballer habe ihn dazu inspiriert, der immer wegguckte, wenn seine Mannschaft einen Elfmeter ausführte. Es war ein Wunder, dass die Skulptur bisher noch nie von den Fortuna Girls getroffen worden war. Heute aber, beim Training auf dem kleinen Platz am Hafen, musste man anerkennend feststellen: Volltreffer! Die Statue wackelte, aber sie fiel nicht. Das galt leider nicht für Pia. Von ihrem Kopf aus hatte sich der Ball auf die Reise Richtung Blechmonster gemacht. Dieser Kopfball war aber kein großer Trainingserfolg, sondern eher ein Versehen. Ellie hatte einen ihrer gefürchteten Dropkick-Abstöße geübt, wobei der Ball kurz nach dem Aufticken sofort mit dem Spann geschossen wird. Pia hatte sich dann, drücken wir es mal fußballerisch positiv aus, dem Ball aktiv in den Weg gestellt. Jetzt lag sie. Mitten auf dem Platz und rührte sich nicht.

»Hey, Pia, bist du okay?« Messi tätschelte Pias Wangen.

»Sie ist bestimmt ohnmächtig. Den Ball möchte ich nicht vor den Kopf bekommen haben.« Yalla hatte sich wie die anderen über Pia gebeugt und machte ein besorgtes Gesicht.

»Sie sieht so friedlich aus. Und ist still. Man möchte sich fast wünschen, es könnte länger so sein.« Ronja grinste und bekam dafür von Mia und Marie sofort empörte Blicke zugeworfen.

»Du bist blöd, Ronja. Stell dir vor, sie wacht auf und hat bleibende Schäden«, sagte Mira.

»Ach was«, mischte Ellie sich ein. »Ich würde mir nur Sorgen machen, wenn sie mit dem Namen Leon nichts mehr anzufangen weiß!«

»Oder sie findet kurze Röcke auf einmal uncool und will plötzlich auf jegliches Parfüm verzichten!« Yalla schüttelte den Kopf. Die anderen auch.

Nein, das konnte sich keiner wirklich vorstellen.

»Seid doch mal leise«, unterbrach Messi das Gemurmel, »ich kann gar nichts hören. Sie kommt zu sich!«

Alle blickten Pia an, die Köpfe nur eine Handbreit von ihrem Gesicht entfernt. Pia stöhnte.

»Sie lebt!« Mira und Marie schauten glücklich.

»Jetzt reißt euch mal zusammen!«, sagte Messi. »Sie hat einen Ball vor den Kopf bekommen. Das ist alles. Wenn sie das mal öfter machen würde, zum Beispiel beim Kopfballtraining, dann wüsste sie, wie das ist. Aber ihre Frisur ist ihr ja meistens wichtiger.«

Pia schlug die Augen auf. Sie starrte in sechs Augenpaare.

»Pia, wie heißt du?«, fragte Mira.

»Super Frage, Mira!« Yalla verdrehte die Augen. »Du nimmst ihr die Antwort doch vorweg.«

»Das macht sie fast richtig«, erklärte Ronja, die das mal bei einem Fußballspiel beobachtet hatte. »Wenn jemand einen Ball an den Kopf bekommen hat und etwas durcheinander scheint, muss man ihm ein paar Fragen stellen. So nach dem Motto: Wie heißt du, wo wohnst du und vor allem, wo bist du? Wenn er das nicht weiß, ist was durcheinandergeraten da oben.« Sie tippte sich an die Stirn.

»Dann war Pia also schon öfter ohnmächtig!« Ellie lachte.

»Jetzt hört doch mal auf!« Messi wurde ernst. Sie wandte sich an Pia. »Also, liebste Fußballschwester, alles okay bei dir?«

Pia blickte verwundert und fragte: »Wo bin ich?«

»Ich dachte eigentlich, das müssen wir jetzt fragen«, flüsterte Marie den anderen zu.

»Pia, du bist beim Training der Fortuna Girls, das weißt du doch noch, oder?!« Messi sah Pia eindringlich an.

»Ach ja, stimmt«, sagte sie, »und dann hat Ellie diesen Dropskick gemacht!«

Alle schauten sich an. Gott sei Dank. Sie war im Thema. Und das mit dem Dropskick war nicht ungewöhnlich, schließlich war Pia nicht so sicher in Sachen Fußballsprache. Sie war zum Beispiel felsenfest davon überzeugt, dass es auch einen sitzenden Verteidiger geben muss, wenn es schon einen hängenden Stürmer gibt.

»Da sind wir aber froh Pia, dass bei dir alles in Ordnung ist.« Messi machte ein fröhliches Gesicht. »Wir hatten schon mit dem Schlimmsten gerechnet. Stell dir vor, du hättest plötzlich vergessen, wer wir sind!«

»Keine Angst, ich werde doch meine Mädels nicht vergessen.« Pia setzte sich auf und schüttelte sich. »Was ist denn eigentlich passiert?«

»Du hast meinen Dropkick voll vor den Kopf bekommen«, berichtete Ellie.

Pia schrie auf und fasste sich an den Kopf. Die anderen erschraken. Was wäre, wenn Pia doch etwas passiert war?

»Dann ist jetzt bestimmt mein ganzes Make-up verschmiert!« Pia stand auf und stampfte mit dem Fuß auf. »Was ist, wenn Leon gleich vorbeikommt und mich so sieht?«

»Dann hast du Glück gehabt. So erkennt er dich doch sowieso nicht«, sagte Ronja.

Alle lachten. Pia stapfte wütend in die Kabine. Gut, dass ihr nichts passiert ist, dachte Messi. Aber so ist Fußball eben. Immer unberechenbar und nicht unbedingt was für Schönheitsqueens.

Nach dem Training saßen die Mädchen wie immer unter Deck auf der Fortuna, dem alten rostigen Kahn, der ihr Treffpunkt geworden war und der ihnen ihren Namen gegeben hatte.

Pia hatte sich wieder beruhigt. Zwar waren ihre Frisur und das Make-up etwas ramponiert, dafür aber hatte sie eine tolle Story erlebt. Das gefiel ihr. Vermutlich würde in ihren Erzählungen morgen schon aus einer kleinen Ohnmacht ein Kampf um Leben und Tod.

»Ich möchte gar nicht wissen, was alle sagen, wenn sie hören, was mir passiert ist!« Pia fasste sich theatralisch an den Kopf.

»Wir können bei der Erfurter Morgenpost anrufen«, schlug Ronja vor, »und fragen, ob die eine Story daraus machen! Ich sehe schon die Schlagzeile: Mädchen beim Fußball von Ball angegriffen. Der Übeltäter flüchtete und ließ sich selbst von einem Metallfußballer nicht abhalten.«

Messi stoppte den Beifall für diese journalistische Großtat mit einer Handbewegung. »Pia, wenn du heute noch irgendwas merkst, also Schwindel oder Übelkeit, dann geh bitte sofort zum Arzt. Das könnte dann wirklich eine Gehirnerschütterung sein.« Sie schaute drohend in die Runde. »Und ich möchte jetzt keine Bemerkung dazu hören!«

Die Mädels schmunzelten. Ihnen wäre zur Verbindung von Erschütterung, Gehirn und Pia sicher noch etwas eingefallen.

Ellie schaltete sich ein. »Liebste Schwestern, kommen wir zum Thema. Denn die Brüder der heiligen Einfältigkeit bedürfen noch unserer gemeinsamen Fürsorge.«

Marie und Mira schauten verständnislos. »Was soll das heißen? Müssen wir schon in den Konfirmationsunterricht?«

»Okay, ich habe mich wieder zu undeutlich ausgedrückt. Manchmal gehen halt die Kühe mit mir durch. Ich meinte nur, die Unbeatables sind doch jetzt mal reif für eine kleine Abreibung, oder?«

»Aber hallo«, stimmte Yalla zu, »das wird echt Zeit! Wir haben schon lange genug gewartet nach dem saupeinlichen Video auf der Schulfeier und dem«, sie schüttelte sich heftig, »Kuss von Benni.« Alle blickten Messi an. Die verzog das Gesicht.

»Oh nein, erinnert mich nicht daran!«, sagte sie und dachte doch öfter daran, als sie wollte. Ihr hatten die Einladung von Benni und das flaue Gefühl danach auch ein bisschen gefallen. Das war ja das große Dilemma. Auch wenn sie wusste, dass er sie mit der Date-Aktion im Kino wahrscheinlich nur aushorchen wollte, war er ihr unbegreiflicherweise auch ein wenig sympathisch. Aber das wollte sie verdrängen. Die übrigen Fortuna Girls hatten Messi schließlich verziehen, dass sie ihnen nichts von der Verabredung mit dem Kapitän ihrer Erzfeinde erzählt hatte.

»Also, gibt es Ideen, wie wir uns rächen können?«, fragte Messi in die Runde. Allen sah man sofort an, dass die Gehirne gerade auf Hochtouren arbeiteten. In Gedanken wurden er und seine Unbeatables vermutlich geteert, gefedert und gevierteilt. Wie im Mittelalter. Oder mindestens mit einer Feder an den Füßen durchgekitzelt. Auch so eine Folter aus der Zeit, als der Fußball erfunden wurde.

»Ein Shitstorm auf Facebook wäre nicht schlecht«, eröffnete Ronja das Brainstorming. »Wir können ja behaupten, wir hätten gesehen, Benni habe sich heimlich einen BVB-Schal gekauft. Dann wäre er bei seinen Bayern-Freunden untendurch!«

»Nicht schlecht, Schwester!« Yalla freute sich. »Dann behaupte ich, mein Cousin Burak hätte sich als Trainer bei einer Frauenfußballmannschaft beworben!« Die Mädchen waren begeistert. Das wäre ein Niederschlag in der ersten Runde. Und vermutlich gleich auch ein K.o..

Messi mischte sich ein »Ladys, ich finde es sehr schön, wenn wir alle gleichzeitig an die Wand tackern …«

Ellie unterbrach Messi mitten im Satz: »Genau, das ist gut. Das mit dem Tackern. Ich habe mal einen Film über Haiti gesehen. Da gibt es immer noch Voodoo-Zauberer. Denen könnten wir doch Puppen der Unbeatables schicken, damit sie die Nadeln überall da hineinstechen, wo es wehtut!« Sie grinste. »Also ich glaube, das wäre superlustig.«

»Das finde ich zu grausam!« Auch Mira ließ Messi nicht ausreden. »Dort werden dann auch noch Hühner und andere Tiere geopfert. Nein, da bin ich strikt gegen. Wir könnten die Jungs aber in einen Pferdestall locken, der ein paar Tage nicht mehr ausgemistet wurde. Riegel vor und warten, bis alle erstinken!« Die anderen verzogen das Gesicht. Was für ein grausamer Tod!

»Kann ich jetzt mal ausreden!« Messi war eigentlich noch nicht zu Ende mit ihrem Satz. »Auch wenn alle UB eine Abreibung verdient haben, sollten wir uns dennoch auf einen beschränken, der die Rache der Fortuna Girls zu spüren bekommt. Das kann nur der Chef sein. Das wird reichen, um alle zu verunsichern. Und da wir hier mit Fairness nicht so richtig weiterkommen, schlage ich vor, dass auch wir mit Mitteln arbeiten, die wir noch gerade so eben vor uns verantworten können!« Sie grinste.

Da klingelte ihr Handy. Sie meldete sich. Ihr Bruder war dran, und was er sagte, machte Messi nervös: »Du musst schnell nach Hause kommen. Es ist etwas ganz Blödes passiert!«

Angriff auf die Taparei

Messi fackelte nicht lange. Sie verließ den Treffpunkt ohne große Verabschiedung und raste mit ihrem Fahrrad los. Sie machte sich Sorgen. Pepe hatte zwar nicht wirklich panisch geklungen, aber was los war, konnte er am Telefon auch nicht erzählen. Das müsse sie selber sehen, hatte er gesagt.

Als sie durch Erfurt sauste, malte sie sich aus, was passiert sein könnte. Vielleicht hatte die Backstube Feuer gefangen. Das war fast schon mal passiert, als Pepe vergessen hatte, den Ofen auszustellen. Er hatte heimlich abends nach Feierabend ein Rezept ausprobieren wollen, das er im Internet gefunden hatte. Seine verrückten Ideen fand meistens nur er lustig. In diesem Fall gab es Computerverbot. Für Pepe die Höchststrafe.