Frankensteins Kopf - Stefan S. Spill - E-Book

Frankensteins Kopf E-Book

Stefan S. Spill

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Beschreibung

Seine Freunde sind schon ohne ihn aufgebrochen, um einen Gruselspaziergang durch den dunklen Wald zur Burg Frankenstein anzutreten. Zusammen wollen sie dort Halloween feiern. Sich gemeinsam gruseln und amüsieren. Nur das Marek erst später nachkommen kann. Großspurig erklärt er noch am Nachmittag seiner Freundin, dass er alleine nachkommen wird. Durch den Wald. Hoch zur berüchtigten Burg. Das er, im Gegensatz zu seinen Freunden, die Wanderung nicht geniessen wird, weiß er zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

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Seitenzahl: 24

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Abgerutscht

Gruppenkuscheln

Tote Hände

Das Schreckgespenst

Impressum neobooks

Abgerutscht

Der morsche Ast brach. Krachend. In den Ohren hallte das Geräusch nach und erschlug die nächtliche Still mit einem einzigen Streich. Das Atmen unterdrückend, versuchten alle Sinne den stockfinsteren Wald zu durchleuchten. Hektisch, zwischen dem Anbranden des Blätterrauschens, die Orientierung zu behalten. Sein Geist wollte unbedingt alles wahrnehmen, jetzt und sofort. Nur, um der wagen Chance willen, etwas in der Dunkelheit zu erhaschen, was ihn jetzt vielleicht suchte - gehört hatte. Ein instinktives Verlangen, was langsam von seinem Herzschlag übertrumpft wurde. Er befand sich nur einige hundert Meter oberhalb von dem kleinen Dorf. Und nur zehn Minuten strammen Fußmarsches unterhalb der Burg - eigentlich noch mitten in der Zivilisation. Jetzt aber kam es ihm vor, als ob er im tiefsten Wald grauer Vorzeiten, Tagesmärsche vom nächsten menschlichen Wesen entfernt, im nassen Laub, neben dem Weg lag. Insgeheim wünschte er sich das Tosen eines Verkehrsflugzeuges zu hören. Einen Helikopter, der wie so oft während der Rundflüge auch Burg Frankenstein ansteuerte. Ein Teil des geborstenen Astes, der die unfreiwillige Rutschpartie gestoppt hatte, bohrte sich unangenehm in die Innenseite seines Oberschenkels. Auch die Fingerspitzen fühlten sich taub und rissig an, als ob Glassplitter unter den Nägeln dabei geholfen hatten, die Folgen seines Fehltritts auszumerzen. Die Taschenlampe war während des Sturzes verloren gegangen. Nur an das dumpfe Klacken konnte sich sein Gehirn erinnern. Das Metallgehäuse musste irgendwo unter ihm auf etwas Hartem aufgeschlagen und dann ausgegangen sein. Vorsichtig wollte der linke Fuß einen besseren Halt suchen. Der Rechte war außer Gefecht. Eine falsche Bewegung und die spitze Bruchstelle fuhr in sein Bein. Mit jeder erneuten Anstrengung raschelte mehr Laub den Abhang hinunter. Ein Geräusch, wie das weiße Rauschen eines Störsenders, der alle seine Sinne lahmlegte und den Wald noch dunkler machte. Sofort zwang sich sein Körper zur Regungslosigkeit. Das Radar musste störungsfrei arbeiten können, damit er das Killerkaninchen, den Bösen Wolf, der die sieben Geißlein verführt hatte, seine hässliche Großmutter mit der Schrotflinte, und natürlich Räuber Hotzenplotz und alle anderen Dämonen, die sein Gehirn hervorbringen konnte, rechtzeitig hören konnte.