Fuchsjagd - Anja Stephan - kostenlos E-Book

Fuchsjagd E-Book

Anja Stephan

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Beschreibung

Kurzgeschichte Jeanne die Füchsin, eine berüchtigte Piratin, verfolgt seit Wochen einen Schatz. Mit ihrem Luftschiff schleicht sie in den Nebelbergen umher, bis sie auf ihren Gegner trifft. Kann sie ihm den Schatz abjagen?

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MOBI

Seitenzahl: 24




Anja Stephan

Fuchsjagd

BookRix GmbH & Co. KG80331 München

Titel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anja Stephan

 

Fuchsjagd

 

Kurzgeschichte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum

 

 

Copyright © 2020 Anja Stephan

c/o Papyrus Autoren-Club,

R.O.M. Logicware GmbH

Pettenkoferstr. 16-18

10247 Berlin

 

Cover: Fiverr - germancreative

Lektorat: Seitenreise, Melanie Schneider

 

 

Alle Rechte vorbehalten.

Fuchsjagd

 

Ihr Blick folgte dem dunklen Finger des Navigators auf der Karte. Die Route, die sie gewählt hatten, war ungewöhnlich und riskant, die Landschaft bekannt für ihre tödlichen Nebelberge, deren Eisenvorkommen dafür berüchtigt waren, Messgeräte unnütz zu machen und Abenteurer in den Tod zu treiben. Wie zur Bestätigung rotierte die Nadel des Kompasses schon lange wild umher. Dennoch hatten sie sich dafür entschieden, die Route weiterzufliegen, zwischen den Gebirgsspitzen im Slalom hindurch - wobei sie nur auf die guten Augen und den Orientierungssinn des Navigators angewiesen waren. Seit gut zwei Wochen krochen sie in den Nebeln herum. Vor ein paar Tagen hatten sie das Ziel gesichtet, es dann aber wieder verloren. Die Mannschaft wurde langsam nervös, stritt sich immer häufiger. Und Jeanne selbst war zu ungeduldig für eine derart lange Wartephase, vor allem, wenn sie selbst Schwierigkeiten hatte, sich zu orientieren und nicht wusste, wo sie war. Aber gezweifelt hatte sie nie.

Jemand schob zwei Tassen Tee auf die Karte. Irritiert hoben sie den Kopf.

„Earl Grey, Captain“, sagte Scott.

Obwohl sie das ungeduldige Seufzen des Navigators vernahm, richtete sie sich auf und lächelte. Mit zwei Fingern schob sie sich die dunklen Locken aus dem Gesicht.

„Solltest du nicht im Maschinenraum sein?“ Sie griff nach einer der Tassen.

Scott hob die Schultern. „Es ist … ruhig."

Ridder, der Navigator schob die zweite Tasse von der Karte herunter. „Gibt Flecken.“ Dann ließ er sich aber doch herab und langte nach ihr.

„Wie läuft es denn?“, fragte der Maschinist.

Sie pustete in die Tasse und nahm langsam einen Schluck ihres Lieblingsgetränkes, während Ridder zu einer Erklärung ansetzte. Kurz schloss sie die Augen. Das leise Rattern der Motoren drang in ihre Ohren. Ein Geräusch, ohne dass sie nicht mehr einschlafen konnte. Dazwischen mischte sich das Geräusch von schweren Stiefeln, die eilig eine Treppe herunter trampelten. Sie öffnete ein Auge und fixierte damit die Tür zur Brücke, die kurz darauf geräuschvoll aufgestoßen wurde und Ridders Redeschwall unterbrach.

„Da ist was!“, rief Dante.

Sie warf Ridder ein breites Grinsen zu und schlug ihm anerkennend auf die Schulter. Dieser nickte nur kurz. Dann stellte sie die Tasse auf dem Tisch ab und schlängelte sich an den beiden Männern vorbei. Es war soweit. Das tagelange Warten und Schleichen im Nebel hatte endlich ein Ende. Ihr Herz schlug höher vor Freude. Die spürte, wir ihr Blut schneller durch ihre Adern schoss und in ihren Ohren pulsierte.