Fünf Freunde und der Zauberer Wu - Enid Blyton - E-Book

Fünf Freunde und der Zauberer Wu E-Book

Enid Blyton

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7,99 €

Beschreibung

Dick, George, Julian, Anne und Timmy besuchen ihren Freund Tinker, dessen Vater wie Onkel Quentin Wissenschaftler ist. Gemeinsam gehen die Kinder in einen Zirkus, wo sie einen lustigen Schimpansen namens Charly kennenlernen. Als in den Turm, in dem Tinkers Vater seine Forschungsergebnisse aufbewahrt, eingebrochen wird, gerät Charly unter Verdacht. Doch die Kinder glauben nicht an die Schuld des Affen und beschließen, der Sache auf den Grund zu gehen ...

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Seitenzahl: 123

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1. Auflage 2016© 1965, 1997, 2016 der deutschsprachigen Ausgabe:cbj Kinder- und Jugendbuchverlagin der Verlagsgruppe Random House GmbH, Neumarkter Straße 28, 81673 MünchenNeubearbeitung 2016Alle deutschsprachigen Rechte vorbehaltenDie Originalausgabe erschien 1963 unter dem Titel:»Five Are Together Again« beiHodder and Stoughton Ltd, London.Enid Blytons Unterschrift und »Fünf Freunde«sind eingetragene Warenzeichen von Hodder and Stoughton Ltd.© 2016 Hodder and Stoughton Ltd.Alle Rechte vorbehaltenÜbersetzung: Beatrice SchottBearbeitung: Kerstin KipkerUmschlagabbildung und Innenillustrationen: Gerda RaidtUmschlaggestaltung: semper smile, MünchenSaS ∙ Herstellung: AJSatz: Uhl + Massopust, AalenISBN 978-3-641-17097-4V001www.cbj-verlag.de

Ferien!

»Kannst du nicht mal eine Minute still sitzen, George?«, brummelte Julian. »Du trittst mir dauernd auf die Füße, wenn du immer aus einem anderen Fenster rausschauen willst!«

»Wir sind gleich schon in Kirrin!«, verteidigte sich George. »Wie soll ich da nicht aufgeregt sein? Das ganze Halbjahr hindurch habe ich meinen guten Timmy soo vermisst, da kann ich’s einfach nicht mehr erwarten, bis ich ihn endlich wiedersehe. Meint ihr, Timmy ist an der Bahn und begrüßt uns?«

Dick grinste. »Er mag ja ein recht schlauer Hund sein, aber so gescheit, dass er Fahrpläne liest, ist er nun doch wieder nicht.«

»Wozu braucht der einen Fahrplan? Er merkt ganz von selbst, wann ich komme!«, verteidigte George ihren Liebling.

»Also ehrlich, ich glaub auch, dass er es vorher weiß«, bestätigte Anne. »Deine Mutter hat ja oft erzählt, wie aufgeregt er an dem Tag ist, an dem du aus dem Internat kommst. Dass er ständig zum Gartentor rennt und auf die Landstraße schaut.«

»Wir fahren in den Bahnhof ein!«, rief jetzt George, die mit ihrem kurz geschnittenen Lockenkopf wie ein Junge aussah. Kaum hielt der Zug, öffnete sie die Wagentür, sprang auf den Bahnsteig und sah sich aufgeregt um.

Aber weit und breit war kein Timmy zu sehen.

»Anscheinend hat er sich im Datum geirrt«, spottete Dick, der das Gepäck aus dem Zug wuchtete.

»Glaubst du, dass er krank ist?«, überlegte George besorgt. »Oder mich vergessen hat? Oder …«

»Ach, sei nicht albern«, entgegnete der Cousin. »Er wird irgendwo im Haus sein und nicht herauskönnen.«

Gemeinsam verließen die Kinder den Bahnhof, nachdem sie ihre Rucksäcke und Taschen in die Gepäckaufbewahrung gegeben hatten, damit sie später abgeholt würden.

»Wenn mein Geld reicht, nehm ich mir ein Taxi«, murmelte George und holte ihren Geldbeutel hervor. »Ihr könnt ja zu Fuß gehen, wenn ihr wollt. Ich muss sofort wissen, ob Timmy etwas zugestoßen ist. Noch nie sind wir mit dem Zug hier angekommen, ohne dass er an der Bahn war.«

»Aber George, es ist so ein schöner Spaziergang zu euerm Haus«, sagte Anne. »Du siehst doch immer so gern deine Insel in der Ferne auftauchen, wenn wir vorn in die Bucht einbiegen.«

»Die Insel kann mir gestohlen bleiben. Ich nehm ein Taxi«, beharrte George, während sie die Münzen in ihrem Geldbeutel zählte. »Du kannst gern mitfahren, wenn du magst. Ich jedenfalls will jetzt ganz schnell meinen Timmy wiedersehen!«

»Schon gut, George. Tu, was du nicht lassen kannst«, sagte Julian zu seiner Cousine. »Wetten, er hat einfach vergessen, um wie viel Uhr dein Zug ankommt? Also bis nachher!«

Die drei Geschwister Julian, Dick und Anne machten sich auf den Weg. »George ist ein richtiger Glückspilz, dass sie eine eigene Insel besitzt«, schwärmte Anne. »Wenn man sich überlegt, dass die seit Jahrzehnten ihrer Familie gehört. Und dann kriegt George sie eines Tages von ihrer Mutter geschenkt! Hoffentlich ist alles in Ordnung mit dem Hund! Es wären gar keine richtigen Ferien, wenn mit Timmy irgendetwas nicht stimmte.«

»Wenn ihm was fehlt, zieht George bestimmt zu ihm in die Hundehütte«, spottete Dick kichernd. »Ah! Jetzt schaut aber mal, wie schön die Bucht da vor uns liegt, und da ist auch unser Inselchen!«

»Und immer noch kreisen Möwen darüber und schreien wie die Katzen!«, rief Julian. »Und die Burgruine ist auch noch da! Ein Wunder, dass die noch nicht völlig zusammengekracht ist.«

Anne atmete tief die Seeluft ein. »Ist so ein erster Ferientag nicht himmlisch? Wir haben noch die ganzen Osterferien vor uns!«

»Schaut, da drüben sieht man schon die Schornsteine vom Felsenhaus«, rief Dick. »Aber nur aus einem steigt Rauch auf.«

»Komisch, wieso nur aus einem?«, sagte Julian. »Gewöhnlich haben sie das Herdfeuer in der Küche brennen und in Onkel Quentins Arbeitszimmer eingeschürt. Er friert doch immer so erbärmlich, wenn er stundenlang über seinen Formeln brütet.«

Die drei hatten das Landhaus jetzt fast erreicht. Als sie sich dem vorderen Gartentor näherten, kam ihnen George schon über den Kiesweg entgegengerannt. Sie schien völlig aufgelöst zu sein.

»Ach du lieber Himmel, sieht ganz danach aus, als wäre Timmy tatsächlich was passiert«, murmelte Julian erschrocken.

Sie rannten ihr entgegen, und Anne rief: »Was ist denn los, George? Stimmt mit Timmy was nicht?«

»Wir können nicht dableiben.« George schluchzte. »Wir müssen weg von hier!«

»Was, zum Teufel, ist denn los?«, fragte Dick. »Was ist passiert? Haben sie ihn überfahren oder was ist?«

»Nei-ein, mit Timmy ist nichts«, stammelte George und wischte sich die Tränen ab. »Es ist wegen Joana, unserer Köchin. Sie hat … die hat …« Wieder wurde sie von Schluchzen geschüttelt.

»Was hat sie? Was ist mit ihr?«, fragte Julian erschrocken. Sie kannten Joana schon lange und hatten sie gern.

»George, jetzt lass dir doch nicht jedes Wort aus der Nase ziehen!«, fuhr Anne sie an. Sie befürchtete schon das Schlimmste.

»Joana hat Scharlach«, platzte George heraus. »Und darum können wir nicht hierbleiben.«

»Und warum nicht?«, fragte Dick und atmete erleichtert auf. »Sie kann doch ins Krankenhaus gebracht werden und wir alle helfen deiner Mutter in der Küche. Die arme Joana! Aber deswegen brauchst du doch nicht zu weinen. Scharlach ist doch nichts Besonderes. Hör auf, wir gehen jetzt rein und …«

»Mensch, du verstehst ja gar nichts«, unterbrach George ihn zornig. »Wir können eben nicht reingehen. Meine Mutter hat gesagt, wir sollen im Garten warten, und gleich kommt der Doktor und …«

Georges Mutter erschien im Fenster und rief: »Ihr Lieben, hört zu, Joana hat Scharlach.« Sie wirkte sehr besorgt. »Jeden Augenblick kann der Krankenwagen kommen …«

»Ist schon gut, Tante Fanny, sorge dich nicht!«, rief Julian. »Joana wird wieder gesund werden. Und in der Küche helfen wir alle zusammen!“

»Nett von euch, aber so einfach ist das leider nicht«, erwiderte die Tante. »Weder dein Onkel noch ich haben je Scharlach gehabt. Das bedeutet, dass wir in Quarantäne sind und niemand sich in unserer Nähe aufhalten darf, weil wir die Krankheit übertragen könnten.«

»Kann Timmy sich auch anstecken?«, fragte George erschrocken.

»Aber nein, Kind, natürlich nicht«, antwortete ihre Mutter. »Hast du schon mal gehört, dass Hunde Masern, Keuchhusten oder andere Kinderkrankheiten bekommen? Timmy ist nicht in Quarantäne. Ihn könnt ihr jederzeit getrost aus seiner Hütte holen.«

Sofort hellte sich Georges Gesicht auf. Sie stürmte hinters Haus und rief Timmys Namen. Gleich darauf hörte man Gebell, das sich fast überschlug.

»Und was sollen wir jetzt tun?«, fragte Julian etwas ratlos. »Zu uns nach Hause können wir nicht, weil unsere Eltern noch im Ausland sind. Sollen wir in ein Hotel ziehen?«

»Nein, Julian. Es wird mir schon etwas einfallen, wo ich euch hinschicken und während der Ferien unterbringen kann. Gütiger Himmel, macht der Hund ein Getöse! Die arme Joana hat sowieso schon wahnsinnige Kopfschmerzen.«

»Da ist ja schon der Krankenwagen!«, rief Anne. Das Auto hielt vor dem Gartentor. Frau Kirrin verschwand im Zimmer hinter dem Fenster, um Joana Bescheid zu sagen. Zwei Krankenpfleger kamen mit einer Trage auf die Haustür zu. Neugierig verfolgten die vier Kinder die Ereignisse.

Wenige Minuten später wurde die alte Joana herausgetragen.

»Bin bald zurück«, flüsterte sie heiser. »Tut mir leid, dass ich euch die Ferien verderbe.«

»Arme Joana«, sagte Anne mitleidig. » Gute Besserung! Werden Sie schnell wieder gesund!«

Die Tür des Krankenwagens schloss sich. Geräuschlos fuhr er davon. »So, und was machen wir jetzt?«, fragte Dick seinen Bruder. »Heim können wir nicht, hierbleiben auch nicht. Ah, da ist er ja, unser guter Timmy! Wie geht’s denn unserem lieben Hund? Gottlob, dass du keinen Scharlach kriegst! Wirf mich nur nicht gleich über den Haufen, Freund. Sitz! Schleck mich doch nicht gleich ab, ich hab mich schon gewaschen!«

Timmy war als Einziger bester Laune. Die anderen fühlten sich ziemlich niedergeschlagen.

»Platz, Timmy, so setz dich doch! Hast du uns jetzt alle begrüßt? Gut. Und du weißt auch nicht, wohin wir jetzt sollen, oder?«, fragte Julian.

Timmy legte den Kopf schief und schaute aufmerksam von einem zum anderen.

Neue Pläne

George war noch immer ganz durcheinander. Erst die Angst um Timmy und nun der Wirbel um Joana. Und zu allem Übel durfte sie nicht einmal das Haus betreten, geschweige denn darin ihre Ferien verbringen. Sie kam sich heimatlos und ausgestoßen vor.

»Nun hör endlich zu heulen auf, George!«, sagte Anne. »Das ist doch alles kein Beinbruch. Irgendeine Lösung wird’s schon geben.«

»Also, ich such jetzt meine Mutter«, erklärte George. »Mir doch egal, ob sie in Quarantäne ist oder nicht.«

»Das wirst du schön bleiben lassen!«, herrschte Julian sie an und packte sie am Arm. »Schließlich weißt du genau, was Quarantäne bedeutet. Als du Keuchhusten gehabt hast, durfte auch keiner von uns in deine Nähe, und das hat sich hübsch lange hingezogen.«

George versuchte, sich von Julians eisernem Griff loszureißen. Wütend fing sie wieder an zu heulen.

Da zwinkerte ihr Dick zu und sagte: »Aber, aber, kleine Georgina, du bist ja eine richtige Heulsuse.« Das wirkte. Georges Tränen versiegten auf der Stelle. »Idiot!«, fauchte sie. Wenn sie etwas auf den Tod nicht ausstehen konnte, dann war es, dass man sie »Kleine« und obendrein noch bei ihrem richtigen Namen nannte, den sie hasste. Sie versetzte ihrem Cousin einen kräftigen Rippenstoß.

»So ist’s schon besser«, sagte Dick grinsend.

»Ich hör Tante Fanny am Telefon reden!«, rief Anne, die ein sehr feines Gehör hatte. Sie kraulte den Hund am Kopf, wofür er ihr dankbar die Hand leckte. Er hatte die Kinder reihum begrüßt, bei jedem begeistert gewedelt und gewinselt und seine Wiedersehensfreude überdies reichlich mit der Zunge bekundet. Er spürte, dass irgendetwas nicht stimmte.

»Warum stehen wir eigentlich die ganze Zeit so blöd herum?«, fragte Julian und hockte sich ins Gras. »Wir können genauso gut im Sitzen darauf warten, welche Lösung Tante Fanny für uns ausknobelt«, schlug er vor. »Platz, Timmy! Wenn du mir weiter den Hals ableckst, hab ich bald keine Haut mehr dran. Hör jetzt auf, Platz!«

Alle mussten lachen, die düstere Stimmung war verflogen. Sie setzten sich auf den Rasen, und Timmy war glücklich, seine ganze Familie wieder beisammen zu haben. Er ließ sich ebenfalls ins Gras plumpsen und legte aufseufzend seinen Kopf auf Georges Knie. Sie streichelte seine Schlappohren.

»Tante Fanny hat eingehängt«, meldete Anne. »Gleich werden wir erfahren, wie’s weitergeht.«

»Du hast ein Gehör wie ein Hund«, stellte Dick bewundernd fest. »Ich hab keinen Ton gehört.«

Da erschien Tante Fanny bereits wieder am Fenster. »Es hat geklappt, Kinder!«, rief sie. »Ich habe mit einem Bekannten, mit Professor Hayling, telefoniert. Er ist ein Kollege von Onkel Quentin, ihr kennt ihn ja. Übers Wochenende sollte er uns besuchen und ich musste ihm wegen unserer Isolation hier absagen. Er hat von sich aus sofort angeboten, dass ihr alle zu ihm kommen könnt. Sein Sohn Buzzer – erinnert ihr euch an den? – wird begeistert sein, wenn ihr ihm Gesellschaft leistet.«

»Klar, Buzzer! Der kleine Spinner, der immer rumrennt und Autos nachmacht! Wie sollten wir den und seinen kleinen Affen vergessen haben«, erwiderte Julian. »Das ist doch der Junge mit dem Leuchtturm. Das war ’ne tolle Zeit damals!«

»Also, im Leuchtturm werdet ihr diesmal nicht hausen können, fürchte ich«, antwortete Tante Fanny. »Offenbar ist er bei einem Sturm stark beschädigt worden. Man kann da nicht mehr wohnen.«

»Ooh …« Die vier Kinder warfen sich enttäuschte Blicke zu. Ferien im Leuchtturm – das wäre toll gewesen!

»Ihr könnt schon den nächsten Bus nehmen. Es tut mir leid, meine Lieben, dass ihr so viel umhergondeln müsst, aber das ist nun einmal höhere Gewalt. Ich glaube, dass ihr trotzdem eure Ferien genießen werdet, zusammen mit Buzzer und seinem Äffchen – wie heißt es doch noch?«

»Flip!«, erscholl es wie aus einem Mund, und Anne strahlte bei dem Gedanken an den frechen kleinen Kerl und seine lustigen Streiche.

»In zehn Minuten kommt der Bus«, fuhr Tante Fanny fort. »Ihr müsst am Bahnhof vorbei und euer Gepäck abholen. Ich schicke euch dann bald etwas Taschengeld hinterher!« Ihr fielen noch tausend Sachen ein, die sie den Kindern mit auf den Weg geben wollte.

»In Ordnung, Tante Fanny, wird schon schiefgehen«, erwiderte Julian. »Ich pass schon auf uns auf. Macht euch keine Sorgen und bleibt gesund!«

Sie erreichten den Bus und konnten sogar den Fahrer überreden, am Bahnhof etwas länger zu halten, damit sie ihr Gepäck holen konnten.

»Unsere Ferien scheinen gerettet«, sagte Julian, als der Bus sich wieder Richtung Big Hollow, ihrer neuen Ferienadresse, in Bewegung setzte.

»Na, da wäre ich mir nicht so sicher«, sagte George mürrisch. »Den Buzzer mag ich ja ganz gern, wenn er auch spinnt, und das freche Äffchen finde ich goldig, klar. Bloß, der Vater, also der – erinnert ihr euch noch an seinen Besuch damals? Ein richtiger zerstreuter Professor. Dauernd hat er etwas verloren, sein Taschentuch, sein Geld und sogar seinen Mantel. Und obendrein ist er auch noch jähzornig. Ich hab bald zu viel gekriegt.«

»Wenn er nur nicht von uns zu viel kriegt«, unterbrach Julian sie lachend. »Jedenfalls wird es ihm nicht den geringsten Spaß machen, gleich vier Kinder auf einmal am Hals zu haben, wenn er mitten in einer wichtigen Arbeit steckt. Ganz zu schweigen von diesem großen, munteren Hund hier.«

»Timmy ist in Ordnung und nicht halb so verrückt wie dieser Buzzer«, widersprach George und blickte schon wieder finster drein. »Ich hoffe, dieser Professor wird uns nicht die ganzen Ferien versauen.«

»Jetzt stell dich nicht schon vorher so an«, sagte Julian. »Ich sag dir ja, er wird uns bestimmt auch nicht mögen. Umso anständiger von ihm, dass er uns zu sich einlädt, weil wir keine Bleibe haben. Da müssen wir uns schon zusammenreißen und uns benehmen. Also, George, halt dein vorlautes Mundwerk im Zaum, bitte! Auch für den Fall, dass er von Timmy nicht entzückt ist.«

»Der soll sich unterstehen und was gegen Timmy sagen!«, brauste George von Neuem auf.