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Bau dir die Brücke in ein neues Leben Was würde passieren, wenn du deinen vorgezeichneten Weg verlässt und deiner inneren Stimme folgst? Wenn du dich traust, aus dem Kreislauf von Erwartungsdruck und Fremdbestimmung auszubrechen? Brianna Wiest hat ein Buch geschrieben für alle, die Gedichte schreiben, auch wenn niemand sie liest, die Bilder malen, auch wenn niemand sie bewundert, und die singen, auch wenn niemand zuhört. Sie zeigt uns, wie wir den Mut finden, verborgene Träume zu leben und unsere wahren Talente zu entdecken, und warum es sich lohnt, den sicheren Pfad zu verlassen und sich auf Abwege zu begeben.
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Veröffentlichungsjahr: 2026
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© Piper Verlag GmbH, München 2026
Covergestaltung: Büro Jorge Schmidt, München
Covermotiv: repOrter / iStockphoto
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Text bei Büchern ohne inhaltsrelevante Abbildungen
Cover & Impressum
Motto
VORWORT
Kapitel 1
EINE LEBENSAUFGABE BRAUCHT NICHT BEWIESEN ZU WERDEN
DER PROZESS DEINES WERDENS HAT SCHON BEGONNEN
DAS FEUER, DURCH DAS DU GESCHMIEDET WIRST
Kapitel 2
LEICHTIGKEIT IST NICHT DER FEIND
DER FLUSS KENNT BEREITS SEINE RICHTUNG
DISZIPLIN ZIEHT DEN ZAUBER AN
DER MYTHOS VOM OFFENEN FELD
Kapitel 3
DU KANNST DIE WAHRHEIT NICHT BERÜHREN, WENN DU NICHT VON IHR BERÜHRT BIST
DER UNTERSCHIED ZWISCHEN GUT UND WAHRHAFTIG
WAS WÜRDEST DU VERLIEREN, WENN DU ES TÄTEST?
Kapitel 4
BEGINNE DORT, WO DU ZURÜCKSCHRECKST
DER UMWEG IST DER WEG
DIE TÜR, DURCH DIE DU GEHEN SOLLST, WIRD WIE EINE MAUER AUSSEHEN
Kapitel 5
DIE KUNST IST NICHT DER KÜNSTLER ODER DIE KÜNSTLERIN
DEINE IDENTITÄT IST KEINE DEMOKRATIE
DIE FASSADE IST NICHT DAS PORTAL
Kapitel 6
DER FLOW BEGINNT DORT, WO DIE VERSTELLUNG AUFHÖRT
BRING SIE ZUM BLUTEN
AUTHENTISCHE KREATIVE ÜBERTRAGUNG
Kapitel 7
DIE PRAXIS DES EMPFANGENS
LASS ES JETZT GUT SEIN
NACHWORT
LITERATURNACHWEIS
Inhaltsübersicht
Cover
Textanfang
Impressum
Literaturverzeichnis
Du bist nicht auf der Suche nach dem, was fehlt. Du bist in Verbindung mit dem, was in den Lücken, der Distanz, dem Unbekannten entsteht. Du bist aufgerufen, aus dieser stillen Glut ein Leben zu entfachen. Dabei wirst du entdecken, dass das, was aus dir strömt, eine tiefere und vollständigere Wahrheit enthält, als du jemals hättest wissen können, während du noch ganz am Anfang standest und dachtest: Ich fühle mich erschöpft davon, wie das Leben ist; habe ich den Mut, dieses bequem gewordene Gewicht loszulassen, das ich nicht länger tragen möchte, und damit zu verändern, wie es eines Tages sein könnte?
Was dich zu dieser Reise motiviert, ist nichts, was du durch sie erhältst – sondern die Art und Weise, in der sie dich am Ende verändert haben wird.
Eine Berufung ist kein Berufsweg. Sie ist keine Liste mit Aufgaben. Sie ist kein Pfad zum Applaus. Sie ist eine Linse, durch die du die Welt siehst. Eine ernsthafte Verantwortung, dem Unsichtbaren Gestalt zu verleihen. Ein tägliches Engagement dafür, zu jemandem zu werden, der in Einklang mit dem lebt, was durch und durch wahrhaftig ist. Es geht nicht darum, etwas »zu schaffen«. Es geht darum, durch etwas geschaffen zu werden.
Sich auf das Feuer zuzubewegen und geschmiedet daraus hervorzugehen.
Zu sagen: Das habe ich gesehen, als ich lebendig war.
Am Ende wird es nicht darauf ankommen, wie viel oder wie wenig Anerkennung du für deine Mühen bekommen hast. Solche Dinge verleihen kurzfristig Glanz und lösen sich dann wieder auf. Sie geben dir keine Antworten auf deine tiefgründigsten Fragen, sie lindern nicht den Schmerz des Daseins.
Glaube nicht, dass Erfolg etwas sei, was man von außen deutlich sehen kann. Sondern begreife, dass er etwas ist, was du deutlich empfinden kannst.
Dass du spüren kannst, wie intensiv du gelebt hast, weil du dem Ruf gefolgt bist.
Nicht, weil es einfach gewesen wäre. Nicht, weil es Sicherheit oder Lob versprochen hätte, sondern weil etwas in dir geflüstert hat: Hier geht es lang.
Weil du bereit warst, durch diese Arbeit verändert zu werden. Bereit warst, missverstanden zu werden. Verletzbar zu sein. Tiefe vor Sicherheit zu setzen. Du hast dir die Hände schmutzig gemacht, deine Stimme erzittern lassen. Du hast aus deinem Leben eher ein Experimentierfeld gemacht als ein sorgsam gehütetes Exponat.
Du hast dich getraut, Gedichte zu schreiben, auch wenn niemand sie gelesen hat. Du hast im Stillen gemalt. Du hast für dich allein in deinem Zimmer geübt, bis die Töne zu einer Form der Andacht wurden. Du hast genau hingehört. Du hast dich für Ehrfurcht entschieden. Du hast Bedeutung erschaffen.
Und damit hast du dein eigenes Werden gestaltet.
Das ist das verborgene Geschenk, das in einer Berufung liegt: nicht das, was sie dir einbringt, sondern das, was sie aus dir schöpft. Sie erweitert deine Möglichkeiten. Sie bittet dich darum, deine Augen zu öffnen und zu sehen, woran andere vorübergehen. Sie besteht auf Wahrheit, auf Schönheit, auf Tiefe. Sie zeigt dir, wie du vollkommen im Hier sein kannst. Wie du dabeibleibst. Wie du aus etwas, das kaputt war, etwas entstehen lässt, das ganz ist.
Was du erschaffst, mag in Vergessenheit geraten, doch wie es dich verändert, wird bleiben. Es wird sein Echo in deinen Beziehungen, deinem Auftreten und deinem Mut finden. Es wird sich darauf auswirken, wie du andere hältst, wie du die Wahrheit aussprichst, wie du liebevoll bleibst. Die Menschen, die dich erleben, werden es spüren und danach verändert weitergehen – verändert nicht durch deine Begabung, sondern deine Sanftheit. Nicht durch deinen Glanz, sondern deine Aufrichtigkeit.
Das ist dein wahres Vermächtnis.
Die Art deines Wesens. Die Augenblicke, in denen du offen für den Zauber warst. Die Tage, an denen du dich entschieden hast, das Wunder über den Verdruss zu stellen, Hoffnung über Resignation, Schönheit über Bitterkeit.
Der Ruf selbst ist die Antwort.
Es kommt nicht darauf an, was zurückhallt, sondern darauf, was aus dir strömt, während du auf dem Weg bist.
Sodass es in der Stille, nachdem du gegangen bist, heißen kann: Dieser Mensch hat seine Seele nicht verleugnet.
