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Wir sind die Little Friends - Komm mit in unsere Welt!
Lilli, Mali und Matze sind drei Puppenkinder und wohnen in Monas Kinderzimmer. Und pssst! Mit Mona teilen sie ein Geheimnis: Wenn kein Erwachsener dabei ist, werden sie lebendig! Mona hat von ihrer Mama ein ganz besonderes Geschenk bekommen - ein Traumreisekissen. Damit fliegen die Puppenkinder Lilli, Mali und Matze nachts in verwunschene Welten und erleben wundersame Abenteuer, bis sie am Morgen sicher zurück in Monas Kinderzimmer landen. Acht zauberhafte Einschlafgeschichten aus der bunten Welt der Little Friends zum Vorlesen und Träumen.
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Seitenzahl: 68
Veröffentlichungsjahr: 2018
Teresa Hochmuth
Meine liebsten Gute-Nacht-Geschichten
Mit Illustrationen von Maria Bogade
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1. Auflage 2018© 2018 cbj Kinder- und Jugendbuchverlag in der Verlagsgruppe Random House GmbH, Neumarkter Straße 28, 81667 MünchenAlle Rechte vorbehaltenLittle Friends © Habermaaß GmbH, Bad RodachDesign der Little Friends: Ines FrömeltText: Teresa Hochmuth nach einem Konzept in Zusammenarbeit mit Rotraud TannousIllustrationen: Maria Bogade nach den Spielzeugdesigns von Ines FrömeltUmschlaggestaltung: init Kommunikationsdesign, Bad Oyenhausencl · Herstellung: UKReproduktion: Lorenz & Zeller, Inning a.A.ISBN: 978-3-641-22890-3V001
Mehr zu den Little Friends auf www.haba.de/little-friendswww.cbj-verlag.de
Inhaltsverzeichnis
Das Traumreisekissen
Mona und die Sandräuber-Hennen
Mali und die Regenwolken
Matze und das Mondschaf
Lilli und Pippa, das Zebra
Mali und die Funkelfeenflügel
Matze und die Rate-Piraten
Mona und der Schrumpelhut
Lilli und ihre Freunde
Die Little Friends, das sind Lilli, Mali und Matze. Sie wohnen bei Mona im Kinderzimmer. Und pssst! Mit Mona teilen sie ein Geheimnis: Wenn kein Erwachsener dabei ist, werden die Puppen lebendig!
Lilli liebt nicht nur die Farbe Rosa, sie ist auch rosa, von den Haaren bis zu den Schuhen. Sie wohnt noch nicht so lange bei Mona und muss noch einiges über die Welt der echten Kinder lernen. In Lillis Kopf geht gerne einmal alles drunter und drüber und so verwechselt sie Wörter oder bringt die anderen Puppen mit ihren eigenen Wort-Erfindungen zum Lachen. Aber langweilig wird es mit Lilli nie, denn sie hat immer eine neue, verrückte Idee.
Matze ist ein richtiger kleiner Lausejunge mit mächtig Unfug im Kopf. Er bringt Mona und seine Freunde manchmal in Schwierigkeiten. Aber wenn es drauf ankommt, ist er immer zur Stelle und hilft den anderen aus der Patsche. Matze spielt gerne Fußball oder Geheimagenten, fährt Skateboard und ist sehr tierlieb.
Mali liebt Bücher, Ballett und alles, was grün ist. Das Lesen hat sie sich selber beigebracht. Sie ist ruhiger und vorsichtiger als ihre Freunde Lilli und Matze. Aber auch wenn sie auf den ersten Blick etwas schüchtern oder ängstlich erscheint, kann Mali manchmal mutiger sein als alle anderen.
Mona geht gerne in den Kindergarten, mag Basteln, Abenteurer spielen und draußen herumtoben. Aber am liebsten spielt sie mit ihren kleinen Freunden. Deshalb nimmt sie die drei auch überallhin mit. Das Puppenhaus hat Mona von ihren Eltern geschenkt bekommen. Aber Mama und Papa haben keine Ahnung, dass die Little Friends lebendig sind und sprechen können. Denn Mona passt immer gut auf, dass ihr Geheimnis nicht entdeckt wird. Lilli, Matze und Mali sind sich einig: Mona ist die beste Puppenmama der Welt.
Das Traumreisekissen
»Sollen wir Einkaufen spielen? Oder Dschungelforscher? Oder Verreisen?«, fragt Lilli hibbelig. Sie hat schon die ganze Zeit darauf gewartet, dass Mona aus dem Kindergarten nach Hause kommt.
»Keine Lust«, grummelt Mona und setzt sich an ihren Maltisch.
Lilli wundert sich: Seit wann hat Mona keine Lust, Verreisen zu spielen? Was ist denn los mit ihr?
»Monas Mama fährt doch heute noch auf Fortbildung«, flüstert Mali ihr zu.
Jetzt fällt es Lilli auch wieder ein. Eine Woche lang wird Monas Mama weg sein. Kein Wunder, dass Mona ein bisschen flau im Magen ist. Natürlich ist es nicht das erste Mal, dass Mama nicht da ist. Und Mona findet es mit Papa allein auch immer lustig. Beim Ins-Bett-Bringen liest er sogar mehr Geschichten vor als Mama. Manchmal drei oder vier Bilderbücher hintereinander! Aber ohne einen Gute-Nacht-Kuss von Mama fällt Mona das Einschlafen doch schwer …
»Mona, kommst du?«, ruft Mama von unten. »Ich will dir Tschüss sagen!«.
Mona schlurft langsam die Treppe herunter. Mama hat schon den Mantel angezogen. Ihr kleiner Rollkoffer steht bereit.
»Lass dich noch mal fest drücken, meine Maus«, sagt sie und zieht Mona an sich.
Mona hat einen Kloß im Hals. Verreisen ist doof, Abschiede sind noch viel doofer.
Da zaubert Mama eine kleine Geschenktüte hinter ihrem Rücken hervor: »Damit du heute Abend gut einschlafen kannst!«.
Mona linst in die Tüte und zieht ein kleines Kissen heraus. Es ist aus ganz bunten Stoffresten genäht, gepunktet, gestreift, geblümt und getigert, mit Troddeln an den Rändern.
»Ich hab es in einem kleinen Laden entdeckt«, erzählt Mama. »Ein ganz verrückter Laden war das. Die Verkäuferin hatte grüne Haare und es roch ein bisschen seltsam. Als ich es gesehen habe, wusste ich gleich, das ist für meine Mona-Maus.«
Mona besieht sich das komische Kissen und runzelt die Stirn: »Das soll mir beim Einschlafen helfen?«
»Wirst schon sehen«, meint Mama geheimnisvoll. Dann gibt sie Mona noch einen dicken Kuss, und Papa auch, und schon ist sie mit ihrem Koffer zur Tür hinaus.
»Was soll ich denn mit einem Kissen, wo gerade mal mein Ohr draufpasst«, mosert Mona, als sie zurück ins Kinderzimmer kommt, und lässt sich auf ihr Bett fallen. Sie weiß überhaupt nicht, was sie von Mamas Geschenk halten soll.
Matze, Mali und Lilli wollen das Kissen sehen. Lilli findet es schön, so kunter-kuddelmuddel-bunt, wie es ist. Mali schnuppert daran. Es riecht irgendwie eigenartig, aber gut. Nach Meerwasser und Zirkus-Sägemehl …
»Und Brausepulver«, findet Matze.
Lilli legt sich mal zur Probe drauf. Für sie hat das Kissen genau die richtige Größe. Vom Kopf bis zu den Füßen sinkt ihr ganzer Körper ein, wie in ein Bett aus fluffig weicher Watte. Wohlig schließt Lilli die Augen.
»Pass auf, dass du nicht gleich einschläfst!«, lacht Matze. Doch Lilli antwortet nicht. Sie schaut ein bisschen verdutzt aus, wie sie so daliegt, mit geschlossenen Augen.
»He, Lilli? Alles in Ordnung?«, fragt Mona.
»Vielleicht ist sie wirklich schon eingeschlafen«, meint Mali.
»So schnell kann doch keiner einschlafen«, findet Matze und stupst Lilli an. »He, Lilli, hörst du mich?«
»Ey! Lass mich!«, brummt Lilli, ohne die Augen zu öffnen. »Ich schlaf doch nicht. Aber das Komische ist – ich träume schon!«
Mali, Matze und Mona sehen sich verwundert an. Was soll denn das heißen?
Lilli kann es auch nicht erklären. »Wollt ihr wissen, was ich träume?«, fragt sie.
Natürlich wollen die anderen das.
»Dann legt euch hin und machtdie Augen zu«, sagt Lilli. Als sich alle zu ihr ins Bett gekuschelt haben, beginnt Lilli zu erzählen …
Sie träumt, dass das bunte Kissen sich langsam aufpustet wie eine Luftmatratze. Es wird immer größer. Bald ist es so groß, dass Mona sich ganz bequem zu ihr setzen kann.
»Kommt, steigt mit auf«, sagt Lilli im Traum und reicht Matze und Mali die Hand.
Kaum haben die beiden Platz genommen, hebt das komische Kissen vom Boden ab. Erst schwebt es ganz gemächlich durchs Kinderzimmer, auf das offene Fenster zu und durch das Fenster hinaus in den Abendhimmel. Immer höher steigt das Kissen und nimmt dabei an Fahrt auf.
»Wo fliegen wir denn hin?«, will Mali wissen. Ihr ist das alles ein bisschen unheimlich.
»Keine Ahnung«, sagt Lilli und schaut staunend nach unten. Die Häuser, Autos und Straßen werden immer kleiner. Bald können sie die Stadt nicht mehr sehen. Aber das Kissen scheint ganz genau zu wissen, wo es hinwill. Es zischt durch die Abendwolken, dass Lilli und ihren Freunden der Wind nur so um die Ohren pfeift.
Es dauert gar nicht lange, da wird das Flug-Kissen wieder langsamer. Der Boden kommt näher und schließlich sinkt das Kissen herunter auf eine kleine Straße. Dort kommt es sanft zum Liegen. Kein Mensch ist unterwegs, nur die Straßenlaternen tauchen das Kopfsteinpflaster in ein warmes Licht.
Lilli hüpft von ihrem Fluggerät und sieht sich um. »Wo sind wir denn hier?«, fragt sie.
Aber Mona kennt die Straße auch nicht. Kaum sind alle abgestiegen, schrumpelt das Kissen in sich zusammen wie ein Luftballon, dem die Luft ausgegangen ist. Jetzt ist es wieder genauso klein wie vorher. Mona hebt es vom Boden auf. Was hat ihre Mama ihr da nur geschenkt?
