Haribert, das Schwarzohr - Siegfried Weinhold - E-Book

Haribert, das Schwarzohr E-Book

Siegfried Weinhold

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Beschreibung

Haribert ist wie alle kleinen Ferkel – mit einer Ausnahme. Haribert hat schwarze Ohren. Als sei das Schweinsein nicht schon schwer genug, muss der Kleine auch noch das Anderssein meistern. Zur Seite stehen ihm die Mutter, Onkel Klugmeyer als Ältester im Stall und Rosi, die Tierpflegerin. Wenn da nur nicht dieser Heini wäre, ein niederträchtiger Bursche, der auch noch ein Auge auf Hariberts Schwarm Emmeline geworfen hat. Doch ist ein Schwein, das raucht und trinkt, für Haribert eine ernsthafte Konkurrenz? Eine heitere wie besinnliche Geschichte von Siegfried Weinhold mit liebenswerten Illustrationen von Christiane Knorr über das Erwachsenwerden, das Ergründen der Welt und den Schweinehimmel.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 36

Veröffentlichungsjahr: 2015

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Siegfried Weinhold

Haribert das Schwarzohr

Illustrationen von Christiane Knorr

1. Auflage 2015 (entspricht der 1. gedruckten Auflage von 2011)

© Steffen Verlag / Steffen GmbH

Berliner Allee 38,

Tel.: (030) 41935008, www.steffen-verlag.de, [email protected]

1. digitale Auflage: Zeilenwert GmbH 2015

ISBN 978-3-941683-56-3

Inhaltsverzeichnis

Cover

Titel

Impressum

Haribert, das Schwarzohr

Als ich das Licht der Welt erblickte, war es um mich herum finster, jedoch über mir, wie gesagt, das Licht der Welt. Das heißt, was ich damals für das Licht der Welt hielt: eine rote Scheibe, die angenehme Wärme ausstrahlte.

Neben mir torkelten noch andere Gesellen, schubsten und stießen mich und grunzten und schrien, als wären sie nur zu diesem Zweck auf die Welt gekommen. Ich ging wieder zurück zu meiner Mama und fragte sie, ob das alles meine Brüder und Schwestern wären.

»Ja«, sagte sie, »eine schöne große Familie, was? Du bist der dreizehnte, Haribert.«

So erfuhr ich zum ersten Mal meinen Namen, und was die Dreizehn bedeutete, verspürte ich, als in meinem Bäuchlein der Hunger wühlte und bei meiner Mama nur Platz für zwölf war. Aber ich wusste mir zu helfen. Ich kletterte den anderen einfach auf den Kopf und strampelte sie von der Milchquelle weg, und dann trank ich und ließ nicht locker, bis ich so satt war, dass mir die Milch aus den Nasenlöchern herauslief. Ich spazierte vor zu dem Kopf meiner Mama und lutschte ein wenig an ihren großen Ohren. »Was willst du denn schon wieder, Haribert?«, fragte sie mich.

»Das Licht, Mama, was ist das für ein Licht da oben?«

»Das ist …« Sie machte eine Pause, als denke sie über etwas nach. »Das ist, weißt du, der Mond, denke ich.«

Ich erfuhr hinterher, dass meine Mama nicht groß aus dem Stall hinausgekommen war, schon gar nicht in der Nacht. Ja, in ihrer Jugendzeit, da hatte sie einmal einen richtigen Mond gesehen. Seitdem dachte sie, alles, was nachts ein wenig Licht mache, sei der Mond. Die gute Mama, sie hatte eben andere Sorgen, als sich um den Mond zu kümmern.

Nebenan schlug gleich so ein verrücktes Weibstück eine Lache an und meckerte: »Der Mond … Wenn das der Mond ist, fress ich Glasscherben. Das ist, genau gesagt, der Rotlauf ist das, wenn du’s wissen willst.« Da hörte ich eine tiefe Stimme, die entgegnete: »Sachte, sachte, du dumme Liese. Nicht genug, dass du alles besser wissen willst, wirfst du auch noch Kraut und Rüben durcheinander. Das dort oben ist Rotlicht. Rotlauf dagegen ist eine Krankheit.«

Der so sprach, war Onkel Klugmeyer, der schon viel in der Welt herumgekommen war. »Ach, beruhige dich nur, alter Klugmeyer. Es kann sich jeder mal versprechen. Als ob ich nicht wüsste, dass Rotlicht eine Krankheit ist. Ich habe sie doch selbst gehabt«, gab die Liese zur Antwort. »Rotlauf, Rotlauf«, berichtigte Onkel Klugmeyer.

»Was denn?«, rief die Liese ganz aufgebracht. »Erst sagst du Rotlicht, auf einmal sagst du Rotlauf. Du weißt anscheinend selbst nicht, was du willst.«

Wie jeder sich denken kann, schwirrte mir von der Streiterei bald der Kopf, so dass ich kaum noch ein Wort verstand. Ich kroch meiner Mama zwischen die Vorderbeine und schlief gleich darauf ein.

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