Heilen ohne Medikamente - Andreas Winter - E-Book

Heilen ohne Medikamente E-Book

Andreas Winter

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Beschreibung

Allergien, Migräne, Schlafstörungen und sogar Krebs - viele chronische Krankheiten haben gar keine körperlichen, sondern seelische Ursachen und können allein durch deren Aufdeckung und "Neuinterpretation" zum Verschwinden gebracht werden. Mit diesem tiefenpsychologischen Ansatz vereint Andreas Winter seit vielen Jahren die etablierte Medizin mit der Geisteswissenschaft und behandelt erfolgreich Tausende von Betroffenen. Dabei handelt es sich keineswegs um "Esoterik" oder "Wunderheilung", sondern um ein streng wissenschaftliches Verfahren, das ganz klar zwischen Körper und Psyche unterscheidet. Denn ähnlich wie die Software eines Computers ist die Psyche ein Informationskomplex, der die "Hardware", also den Körper, beeinflusst. Anstatt mit Medikamenten vergeblich bloße Symptome zu behandeln, geht es darum, die biografischen Hintergründe psychosomatischer Beschwerden zu erkennen. Wird der "Algorithmus der Psyche" verstanden und der tiefere Sinn der Krankheit für den Betroffenen bewusst gemacht, lösen sich oft auch die Symptome in kurzer Zeit auf. Die aktualisierte und völlig überarbeitete Taschenbuchausgabe zeigt anhand neuester Erkenntnisse und verblüffender Fallbeispiele, wie allein das Wissen um die wahren Ursachen zur Heilung führt - oft schon nach einem einzigen Gespräch und ganz ohne Arzt. Finden Sie selbst heraus, was hinter Ihrer Krankheit steckt, und gewinnen Sie die Kontrolle über Ihre Gesundheit zurück! Mit Link zu Video-Coaching. Vollst. überarb. u. akt. TB-Ausgabe des gleichnamigen Erfolgstitels!

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Seitenzahl: 205

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Andreas Winter

Heilen ohne Medikamente

Chronische Krankheiten: Seelische Ursachen aufdecken und gesund werden

Selbstcoaching in zehn Schritten

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Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.d-nb.de abrufbar.

Andreas Winter

Heilen ohne Medikamente

Chronische Krankheiten: Seelische Ursachen aufdecken und gesund werden

Selbstcoaching in zehn Schritten

E-Book (epub): ISBN 978-3-86374-192-1

(Druckausgabe: ISBN 978-3-86374-190-7, 1. Auflage 2015)

Mankau Verlag GmbH Postfach 13 22, D – 82413 Murnau a. Staffelsee Im Netz: www.mankau-verlag.de Internetforum: www.mankau-verlag.de/forum

Lektorat: Josef K. Pöllath, Dachau Endkorrektorat: Susanne Langer M. A., Traunstein Umschlag: Andrea Barth, Guter Punkt GmbH & Co. KG, München Layout Innenteil: Sebastian Herzig, Mankau Verlag GmbH Energ. Beratung: Gerhard Albustin, Raum & Form, Winhöring

eBook-Herstellung und Auslieferung: Brockhaus Commission, Kornwestheimwww.brocom.de

Wichtiger Hinweis des Verlags:

Inhalt

Vorwort

Einführung

Antwort auf alle Fragen

Wie die Psyche tickt

Der Algorithmus der Psyche – Formel für den Sinn des Lebens?

Unser Gehirn – ein Großrechner aus Wasser

Konditionierung

Albtraum der Medizin: der Placeboeffekt

Krankheiten und Beschwerden

Eine neue Definition von Krankheit

Erlernte Schlafstörung

Ein Mittel gegen notorisches Verspäten

Man heilt sich letztlich selbst

Stress macht den Unterschied

Psychische und psychosomatische Störungen

Magen- und Darmschmerzen: Ihr Wunsch ist Befehl

Neurodermitis zeigt die Dünnhäutigkeit

Tinnitus und Kurzsichtigkeit: Flucht ins Innere

Krebs: Vernichten, was am meisten stört

Höhenangst, Spinnenphobie und schlechte Beifahrer

Das (Selbst-)Coaching

Aufdecken der Ursache

Zehn Fragen, die das Leben verändern

Das Reframing – was Hänschen nicht stresst, stresst Hans nimmermehr

Aus der Praxis

Allergien – wenn Wut krank macht

Erkältung – Aberglaube aus der Kindheit

Psychose – Intelligenz macht „krank“

Stimmen im Kopf – Freunde gegen die Einsamkeit

Postoperative Depression – Krankheit oder Unverschämtheit eines Arztes?

Angst – die verschiedenen Köpfe eines Drachens

Kontrollzwang – nach 30 Minuten beseitigt

Nägelkauen – Waffen vernichten

Borderline-Syndrom – Rache als Hilferuf

Demenz – selbst denken lohnt nicht mehr

Migräne – die Perfektionistenkrankheit

Das Trauma hinter dem Trauma

Wegen Schuldgefühlen chronisch pleite

Der Grund für Jungferndasein: grün

Unentschlossen durch Misshandlung in früherem Leben

Sprachblockade in Englisch aufgrund eines Seitensprunges

ADHS – die Geister, die ich rief

Klaustrophobie – nie wieder geboren werden wollen

Immunisieren gegen Stress

Trotz – der Feind sitzt im eigenen Kopf

Mut ersetzt Symptome

Nachwort

Ausbildung zum Gesundheitsberater

Zum Autor

Weitere Bücher von Andreas Winter

Audio-CDs und DVDs von Andreas Winter

Anmerkungen

Stichwortregister

Vorwort

Im Jahr 2007 erschien erstmals mein Buch Heilen ohne Medikamente. Ich beschrieb darin, inwieweit chronische Krankheiten mit unseren Gefühlen zu tun haben und dass, wenn der Betroffene sich dieser Ursache bewusst ist, er eine schnelle und vor allem medikamentenfreie Heilungschance hat. Seitdem haben mir sehr viele Leser und Klienten diesen Zusammenhang bestätigt und gezeigt, dass Krankheiten eine psychische Ursache haben und mit der Verminderung von Stress wieder verschwinden können. Hierdurch bestärkt, konnte ich im Laufe der Zeit meinen Ansatz präzisieren und meine Methoden weiterentwickeln.

Dabei wurde ich über die Jahre immer sicherer: Chronische Krankheiten haben stets eine Heilungschance. Keine Krankheit ist unheilbar, jedes Symptom hat eine Ursache, jeder Mensch kann ohne medizinische Prozeduren kerngesund sein. Es wird also Zeit für diese erweiterte und aktualisierte Ausgabe.

Mein Ansatz – meine Methode

Ein Symptom ist der stressbedingte Schutz vor der Wiederholung einer unreflektiert erlebten Bedrohung. Das Symptom verschwindet schnellstmöglich, sobald die Befürchtung als subjektiv unbedrohlich eingestuft wird.

Dies geschieht durch das bewusste Reflektieren der Symptomursache und dessen Konsequenz: emotional erinnern und mit der aktuellen Reife neu bewerten.

Die Stärke dieser Methode: Man kann sehr schnell zu einer generellen Symptomauflösung ohne Rezidiv und Verschiebung gelangen.

Die Schwäche: Der Proband braucht Vorstellungs- und Reflexionsvermögen oder einen Vermittler für die alternative Bewertung des Traumas.

Iserlohn, im März 2015

Andreas Winter

Einführung

Dieses Taschenbuch möchte Vermittler sein. Ich möchte Ihnen nicht nur die Zusammenhänge zwischen Symptom und Erlebtem zeigen, sondern zudem eine Hilfestellung geben, wie Sie selbst auch Ihren eigenen Symptomursachen auf die Schliche kommen und diese unschädlich machen können.

Zusammengefasst geht es darum: Wenn man weiß, welche schlimmen unterbewussten Ereignisse in der Vergangenheit die Ursache für bestimmte Stressanfälligkeiten waren, kann man diese aus heutiger Perspektive wesentlich harmloser betrachten. Damit sinkt der Stresshormonspiegel im Blut, der Mensch fühlt sich angstfreier, handlungsfähiger, und der Organismus wird abwehrstärker.

Zu diesem Buch gibt es ein Online-Video (→ Seite 103), in dem ich die wichtigsten Zusammenhänge schildere. Außerdem kommen wir nicht darum herum, auch etwas kritischere Töne anzuschlagen. Heute wird das Bild vermittelt, ein Mensch könne plötzlich ohne eine Vorgeschichte einfach krank werden. Medizinische Fachveröffentlichungen versuchen, unseren Ärzten dies immer wieder einzureden, und raten daher zu Impfungen, regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen und prophylaktischen Brustamputationen. Schulkinder wissen, dass nicht automatisch die ganze Klasse krank wird, wenn ein oder zwei Schüler Windpocken haben. Wenn es schon für Infektionskrankheiten anzunehmen ist, dass sie eine individuelle Ursache haben, warum nicht auch bei Erscheinungen wie Krebs, Depressionen, Nieren- oder Blasensteinen, Osteoporose oder Diabetes? Ich halte es nicht nur für völlig unmöglich, dass eine Krankheit einfach so entsteht, sondern sogar für gefährlich, so etwas zu glauben.

Ist Ihnen auch nur ein einziger Mensch bekannt, der plötzlich eine chronische Krankheit bekommt und von sich selbst behauptet, bis dahin ein glückliches und erfülltes Leben zu haben? Ich persönlich kenne keinen. Aber ich kenne Hunderte von Menschen, denen ich genau sagen konnte, was sie krank gemacht hatte und was die Alternative zu diesem Symptom ist. Allein durch dieses Wissen konnten sie wieder gesund werden – schnell und ohne ärztliche Behandlung.

Es geht hierbei nicht um Einbildung, Wunderheilung, Esoterik oder zufällige Spontanheilung, sondern um klares, methodisches und wissenschaftliches Vorgehen. Allerdings bin ich damit nicht im Bereich der Medizin angesiedelt, sondern als Diplompädagoge im Bereich der Geisteswissenschaft. Doch genau damit schlage ich die Brücke zwischen zwei Welten. In meinem Coachinginstitut analysiere ich die biografischen Ursachen chronischer Störungen (allgemein Krankheiten genannt) sowohl auf körperlicher als auch seelischer Ebene. Danach löse ich diese Einflüsse mit einer bestimmten Gesprächstechnik wieder auf. Das allein verhilft zur Heilung oder Verhaltensänderung. Es gibt natürlich auch Schwachstellen im System: Der Empfänger bestimmt, ob er dem Sender zuhört. Nicht wenige Menschen sehen es als eine intellektuelle Niederlage an, wenn man ihnen spiegelt, dass sie es sich unnötig schwer gemacht haben. Das erzeugt dann oft Angstreaktionen wie Trotz, Ignoranz und Überheblichkeit. Und natürlich muss der Sender, um in diesem Bild zu bleiben, auch über die nötige Feldstärke verfügen, das heißt der Therapeut sollte sich so ausdrücken können, dass er seinen Patienten erreicht.

Einer meiner Kollegen unterhielt sich neulich mit einem älteren Herzchirurgen. Dieser sagte etwas zynisch: „Ich habe schon so viele Menschen untersucht, aufgeschnitten und operiert, doch ich habe dabei nie eine Seele gefunden.“ Richtig! Das kann und wird er auch genauso wenig, wie er im Radio Musik oder im Computer ein Programm finden wird. Das, was einen Vogelschwarm leitet oder einen Menschen trauern oder lieben lässt, wird er ebenfalls nicht mit einem Mikroskop entdecken oder mit einem Skalpell zerschneiden können – aber ist es deswegen etwa nicht existent? Die Seele ist ein Informationskomplex – ähnlich wie ein Kochrezept oder eine Sinfonie – und sie folgt einer klaren Logik, aber sie ist immateriell.

Wir leben an der Schwelle zum Informationszeitalter, was für jeden Computerexperten selbstverständlich ist. Es wird höchste Zeit, dass wir uns vom stumpfen Materialismus im Gesundheitswesen abkehren. Dieses Buch soll nicht nur dazu beitragen, dass Sie sich gegen Krankheit stärken können, sondern es soll Ihnen auch helfen, dass wir endlich aufhören, uns von Krankheiten bedroht zu fühlen, als seien wir hilflose Opfer. Wenn Schildkröten, Papageien, Wale und Hummer über 100 Jahre alt werden können und dabei kerngesund sind, obwohl sie in freier Wildbahn leben und noch nie eine Impfung oder Vorsorgeuntersuchung mitgemacht haben, dann können wir das auch. Und genau darum geht es: Wenn chronische Krankheiten eine Ursache haben, dann haben sie auch eine Lösung! Und für diese braucht man keine Medikamente, Skalpelle, Tinkturen, Globuli, Verordnungen und Verrenkungen, Gebete, Gebote oder Disziplin, sondern nur eines: Wir müssen verstehen lernen, dass ein Symptom keine Krankheit ist, sondern ein in der Kindheit erworbener Schutz vor Stresszunahme, der mit dem Bewusstsein der Reife und den Möglichkeiten eines Erwachsenen wieder verschwindet. Krankheit ist keinesfalls ein lästiges Übel, sondern immer Hinweis auf konflikthafte Lebensumstände und bevorstehende Reifeschritte. Mit diesem Ansatz lassen sich alle chronischen und psychosomatischen Störungen erklären, und daraus lassen sich völlig neue und effiziente Therapiemöglichkeiten entwickeln. Tauchen Sie mit mir ein in die spannende Welt der Tiefenpsychologie, und folgen Sie mir durch die Fallbeispiele und meine Art des Herangehens in der Praxis.

Die Gymnasiallehrerin Johanna1 hatte ein Gräserallergie mit ziemlich heftigen Schüben. Ihre Nase lief, die Augen tränten, und bei der morgendlichen Fahrt zur Arbeit durch blühende Wiesen bekam sie teilweise kaum noch Luft. Ich habe nicht viel Ahnung von Biologie, aber wenn mir jemand sagt, dass er auf der Fahrt zur Arbeit krank wird und im Urlaub in der Toscana oder in der Provence nicht – obwohl es da auch blühende Wiesen gibt –, dann ist für mich klar, dass die Arbeit der krank machende Auslöser ist und nicht irgendein Wildkraut auf der Wiese. In nur zwei Stunden verhalf ich Johanna, Arbeit und Wiese emotional zu entkoppeln (wie das geht, lesen Sie weiter unten → Seite 111). Sie hasste ihre Arbeit danach zwar noch immer (bis zur nächsten Sitzung), wurde aber wenigstens nicht mehr krank davon.

Wenn also ein Allergiker beim Auftauchen von Allergenen nicht zwangsläufig allergische Schübe bekommt, dann sollte man folglich weder die Immunabwehr seines Patienten unterdrücken, noch ihm qualvolle Allergietests mit oftmals gefährlichen Nebenwirkungen zumuten. Eine einzige Frage – richtig gestellt – bringt uns auf die Spur zur Heilung. Diese Frage lautet: „Warum ausgerechnet dieses Symptom?“ Mit der Antwort betreten wir nämlich den Bereich des Subjektiven, des Individuellen und der Persönlichkeit. Dort fand die Kränkung statt, und dort finden wir Heilung. Johanna verband mit dem Anblick blühender Wiesen Freizeit, Urlaub, Freiheit, aber nicht Druck, Bevormundung und Stress. Das Wahrnehmen von Stress in Situationen, in denen sie sich am liebsten auf die Wiese gelegt hätte, brachte ihre Abwehrkräfte zum Überschäumen. Nicht die Allergene erzeugen die Reaktion, sondern lediglich die Bedeutung der Allergene in einer bestimmten stressbedingten Verfassung. Das war jetzt zum Einstieg nur das eine Thema. Ich möchte Ihnen noch einige provokante Fragen stellen:

→  Warum gibt es so viele Medikamente gegen Migräne, und doch verhindert keines davon einen Anfall?

→  Warum gibt es unheilbare Krankheiten, die doch spontan heilen, wie etwa im Falle des 58-jährigen Elektrotechnikers Armin S., der schwarzen Hautkrebs im finalen Stadium hatte und beschloss, einfach nicht länger dagegen anzukämpfen, sondern mit seinem Krebs zu sprechen? Die Tumorzellen verschwanden innerhalb kürzester Zeit und ohne Rückfall! Der Filmemacher und Buchautor Joachim Faulstich berichtete 2006 in seinem WDR-Beitrag „Rätselhafte Heilung“ darüber.

→  Vielleicht haben Sie schon von Menschen gehört, die jahrelang Depressionen hatten und von jetzt auf dann davon befreit waren, ohne therapiert zu werden. Wie kann das geschehen, wenn Depression eine Stoffwechselstörung und damit eine Krankheit ist?

→  Wieso geben Pharmafirmen derzeit in Deutschland mehr als eine halbe Milliarde Euro jährlich an Werbung für Endverbraucher aus, wenn Medikamente doch aufgrund ärztlicher Diagnose und therapeutischer Notwendigkeit verabreicht werden? Gibt es etwa eine Wahl? Das hieße aber doch, dass es bessere oder schlechtere, notwendige und überflüssige Medikamente gibt. Oder haben Sie schon mal Werbung für Zucker, Salz oder Trinkwasser gesehen? Für die Marken ja, aber nicht für das Produkt selbst!

→  Wieso wirken bei einigen Menschen verschiedene Medikamente besser als bei anderen und dieselben Präparate bei anderen Menschen gar nicht?

→  Warum kann ein therapeutisch völlig nutzloser chirurgischer Schnitt dieselbe Heilwirkung auf ein Magengeschwür oder ein entzündetes Knie haben wie eine normale Operation?

Antwort auf alle Fragen

Weil chronische Leiden keine Krankheiten sind, sondern durch Hormonausschüttung aufgrund unserer eigenen (unterbewussten) Gedanken verursacht werden. Ändern sich diese Gedanken durch neue Informationen, ändert sich auch die Ausschüttung unserer chemischen Botenstoffe, und das Symptom verschwindet wieder.

So erklärt sich plötzlich das Unerklärliche. Alle Paradoxien lösen sich gewissermaßen in Luft auf: Warum kann ein Allergiker durch die sogenannte Desensibilisierung, also mit der tagelangen Konfrontation des Allergens in geringen Mengen, von der allergischen Reaktion befreit werden (versuchen Sie bitte diesen Effekt einmal mit Mitteln wie Blausäure, Bienengift oder Brennnessel zu erreichen. Sie werden keine Desensibilisierung feststellen, sondern höchstens eine Organschädigung, wenn Sie jemandem wochenlang dieses Gift verabreichen)?

Jetzt wird klar, weshalb ein Mensch jahrelang erfolglos Medikamente gegen Depressionen nehmen kann und plötzlich völlig zufrieden und frei von seinem Leiden ist, nachdem er den psychischen Grund seiner Depressionen erkannt und verarbeitet hat. Die Depression war folglich keine Stoffwechselstörung, sondern eine tief sitzende Angst, durch die der Hirnstoffwechsel beeinflusst wurde. Nun ist es nicht weiter verwunderlich, warum sogenannte Wunderheiler, Akupunkteure, Schamanen, Quantenheiler, Hypnotiseure, Tanz-, Musik- und Lichttherapeuten innerhalb von Minuten Leiden zum Verschwinden bringen können: Sie behandeln keine Krankheiten, sondern Informationen. Mir persönlich ist es allerdings immer wichtig, diesen positiven Effekt nicht dem Glauben oder der Wahrscheinlichkeit zu überlassen. Daher analysiere ich immer den Ursprung, und den finden wir in der Psyche.

Wie die Psyche tickt

Die Psyche – das ist das nebulöse Themenfeld, mit dem sich die Geisteswissenschaftler befassen. Emotionen, Reaktionen, Strategien, Reflexe, kurzum: alles menschliche Verhalten ist auf sie zurückzuführen. Andere Namen für Psyche wären Seele, Geist, Prana oder auch, wenn man sie naturwissenschaftlich benennen will, morphogenetisches Feld. Die Psyche kann man nicht unter das Mikroskop legen, um sie zu analysieren. Man kann nur die Auswirkungen beobachten und daraus Schlussfolgerungen ziehen. Allein das Wort Psyche bereitet Menschen oft Unbehagen, zu unberechenbar erscheint sie uns. Dabei ist sie das gar nicht. Man muss nur wissen, wie sie arbeitet.

Der Algorithmus der Psyche – Formel für den Sinn des Lebens?

Der Begriff Algorithmus kommt zwar aus der Mathematik, aber er passt hier ganz gut, denn es geht um eine Berechnungsvorschrift zur Lösung eines Problems. Die menschliche Psyche ist zwar sehr vielschichtig (komplex), aber gar nicht so kompliziert, wie man immer denkt. Im Gegenteil: Das Wetter für eine Woche im Voraus zu berechnen ist wahrscheinlich schwieriger, als abzuschätzen, wie ein erstgeborener Teenager im Sternzeichen Widder, der mit einem cholerischen Vater und einer sehr maskulinen Mutter aufgewachsen ist, auf bevormundende Ernahnungen des Lehrers aufgrund seiner dritten Schulhofschlägerei reagieren wird. Na wie wohl? Mit Einsicht und Reue? Wohl eher nicht. Ich behaupte, dass die menschliche Psyche nach berechenbaren Gesetzmäßigkeiten Problemlösungen sucht. Dumm ist nur, dass solch komplexe Informationen sowohl über das Problem als auch über die zur Lösung notwendigen Strategien noch längst nicht bekannt, wohl aber fassbar sind. Da wir hier jedoch von einem geisteswissenschaftlichen Thema sprechen, ist der Algorithmus der Psyche auch für Nichtmathematiker ganz einfach zu verstehen.

Algorithmus der Psyche

Das primäre Ziel der Psyche ist die Manifestation in der Realität bei minimalem Widerstand und maximaler Entfaltung. Oder einfacher: … ist die leidfreie Verwirklichung der eigenen Absicht.

Danach streben alle. Das bedeutet zugleich, dass wir unglaubliches Leid in Kauf nehmen, nur weil wir den leichteren Weg nicht kennen. Wenn ein Raucher wüsste, dass er auch ohne Zigaretten das Gefühl von Erleichterung bekommen kann, dann würde er weder Krankheiten noch die fünf Euro pro Packung, geschweige denn die Erniedrigungen durch Rauchverbote in Kauf nehmen. Aber er weiß es nicht, deswegen raucht er beim Auslöser Bevormundung.

Wenn eine Brustkrebspatientin wüsste, dass ihre Tumorbildung mit einer Reihe von Konditionierungen, falschen Glaubenssätzen in Bezug auf ihre weibliche Geschlechtsrolle und bisher nie geklärten Missverständnissen in Verbindung steht und leicht zu korrigieren wäre, dann würde sie nicht zu einem Mediziner gehen, sondern zu jemandem, der ihr hilft, die Krebsursache aufzulösen.

Aber Sie sehen: Ganz so einfach ist es nicht, denn es regen sich bestimmt selbst bei Ihnen Widerstände aufgrund Ihres Glaubens. Die meisten Menschen glauben, Krebs wäre eine Krankheit. Die meisten glauben, bei Krankheiten bräuchte man einen Arzt. Die meisten denken, an Krebs kann man sterben. All das stimmt aber nicht. Man braucht also zunächst einmal fundierte Sachkenntnis, damit man sich (und anderen) nicht mit seinem falschen Glauben im Weg steht. Man braucht Informationen.

Wenn ein Problemschüler wüsste, dass die Berufsmotivation eines Lehrers nicht im Quälen und Bestrafen von Schülern, sondern ursprünglich im Gewinnen von Anerkennung durch Wissensvermittlung besteht, und er sich diese Anerkennung von den Schülern erhofft, dann würde der Schüler ihm genau diese Chance geben und mühelos gute Noten gewinnen. Er weiß es aber nicht, und so sitzt er angestrengt und unfrei in der Schule und quält sich von einem Schuljahr zum nächsten. Wenn Menschen wüssten, wie einfach alles sein kann, würden sie kein Leid mehr in Kauf nehmen. Diese psychologische Regel basiert auf einem physikalischen Gesetz. Nach dem Ohmschen Gesetz fließt mehr Strom, wo der Widerstand geringer ist, und weniger Strom, wo der Widerstand höher ist. Genauso verhält es sich mit Wasser, welches nur dann bergauf fließt, wenn bei steigendem Druck der Weg talwärts versperrt ist (etwa bei einer Staumauer). Der Widerstand gegen die Entfaltung der Absicht erzeugt Stress.

Zusammenfassung: Der Eigenschutz der Psyche erfolgt durch konsequentes Vermeiden einer Stresssituation, wie etwa:

→  Machtlosigkeit/Kontrollverlust (Symptome sind: Flugangst, Fahrstuhlangst, schlechter Beifahrer sein, viele Krebsarten)

→  Ablehnung/Schuldgefühl (führt zu: Helfersyndrom, devotem Verhalten, Magengeschwür und Nägelkauen)

→  Misserfolg/Versagen (Symptome sind etwa: Prüfungsangst, Analphabetismus, Migräne)

Ein Symptom, das nicht äußeren Ursachen entspringt, ist folglich ein installierter Schutz gegen chronischen Stress und keine Krankheit. Die Ursachen von Krankheiten wären damit rein somatisch, also das Überschreiten der subjektiven Belastungsgrenze, verbunden mit akutem Stress:

→  Physikalisch (etwa durch Druck, Hitze oder Unfall)

→  Viral (z. B. bei Malaria, Grippe oder Hepatitis)

→  Bakteriell (z. B. durch Salmonellen im Kühlschrank)

→  Parasitär (etwa durch Würmer, Flöhe und Amöben)

→  Chemisch (durch Vergiftungen)

→  Radiologisch (durch Strahlenbelastungen)

→  Kausal erblich bedingt (wie etwa Diabetes Typ I oder Phenylketonurie)

Alle Störungen nicht-somatischer Ursache sind somit psychisch motiviert. Daher sind auch nur deren Symptome mit somatischen Therapien zum Verschwinden zu bringen, nicht aber deren Ursache.

Wir sprechen hier also wieder von Steuerungsbefehlen, aufgrund derer ein Körper krank, aber auch gesund werden kann. Traumatisierungen müssen somit weder lang dauern noch über Jahre wiederholt werden, um ein Symptom zu erzeugen. Ein einziger Eindruck kann reichen, um auf körperlicher Ebene etwas zu bewirken, was sich immer deutlicher ausprägt. Je größer die emotionale Eindruckstiefe (der emotionale Impact, wie ich es nenne) auf den Menschen ist, desto reichhaltiger sind die daraus resultierenden neuronalen Verschaltungen und desto größer ist die Verhaltensänderung.

Wenn es uns also in der Praxis gelingt, eine Erkenntnis hervorzurufen, die den gleichen emotionalen Impact hat wie das Ursprungstrauma, und sich hieraus eine einfache Verhaltensalternative ergibt, verändert sich schlagartig das pathologische Verhaltensmuster. Der Effekt: Psychosomatische Krankheiten heilen, psychische Störungen verschwinden – nachhaltig, ohne Nebenwirkungen und Rückfall.

Dass ein psychisch motiviertes Symptom keine Krankheit oder gar Dummheit ist, sondern ein intelligenter, selbst erzeugter Schutz vor Machtlosigkeit, wird sehr deutlich, wenn man sich etwas eingehender mit unserer Fähigkeit der Datenverarbeitung und -speicherung beschäftigt.

Unser Gehirn – ein Großrechner aus Wasser

Ich habe mich oft gefragt: Warum sind Symptomerzeugung und ihr Gegenteil, die Heilung, überhaupt durch bloße Informationsverarbeitung möglich? Was steckt hinter Reiki, Hypnose, Schamanismus, Geistheilung, Placeboeffekt, Homöopathie und Radionik? Wie bitte schön soll das gehen, Heilen durch Suggestionen, Informationen oder rituelle Handlungen? Und warum geht das bei Schmerzen, Krämpfen, Stottern, Schwerhörigkeit, Ängsten sogar in Sekunden – im Gegensatz zu der Heilung von Knochenbrüchen, Verbrennungen, Infektionen oder angeborener Blindheit?

Die Antwort: Weil unser Gehirn die entsprechenden Informationen an den Körper sendet. Unser Gehirn ist das am meisten unterschätzte Organ. Es besteht zwar zu etwa 75 Prozent aus Wasser, ist aber unvorstellbar lern-, speicher- und rechenfähig. Es verfügt über etwa eine Billion Nervenzellen mit je 1.000 Verbindungen zu anderen Neuronen. Diese Verbindungen können simultan 200 Operationen pro Sekunde ausführen, was einer maximalen Rechenleistung von bis zu zehn Teraflops (eine Million Gigabyte pro Sekunde) entspricht. Dies wäre die Datenmenge von mehr als 2.100 Kinofilmen auf DVD pro Sekunde! In einem Bericht der Süddeutschen Zeitung, Wissen (Heft 15/2007) heißt es: „Etwa elf Millionen Sinneswahrnehmungen in der Sekunde bombardieren den Menschen, selbst dann, wenn er bloß abends auf dem Sofa herumlümmelt: Das fahl werdende Sonnenlicht, das Brutzeln und der Duft des Abendessens aus der Küche, der Druck des Sofakissens im Rücken und vieles mehr verarbeitet das Gehirn, ohne dass das Bewusstsein davon etwas mitbekäme.“

Höchstens drei Prozent dieser Datenmenge können überhaupt vom Bewusstsein wahrgenommen und verarbeitet werden – der Rest ist unter- und unbewusst. Unterbewusst sind beispielsweise Mimik und Gestik, unbewusst sind Vorgänge wie das Wachstum und die Zellerneuerung. Unbewusst nehmen wir aber auch Luftdruck, Bedrohung, Pheromone (bestimmte Duftstoffe), Allergene oder die Informationen aus homöopathischen Mitteln wahr.

Der bewusste Verstand kann Datenmengen vereinfachend reduzieren und somit dem sofortigen Zugriff verfügbar machen. Die Begriffe dafür sind reflektieren, abstrahieren und rationalisieren. Eines meiner Lieblingsbeispiele hierfür: Wenn ich Sie fragen würde, wo genau sich bei Ihrem Auto der Rückwärtsgang befindet, dann würden etwa 75 Prozent aller Befragten den Arm oder die Hand bewegen, um den Schaltweg nachzuzeichnen. Die restlichen 25 Prozent würden nur mit dem Kopf wackeln und mit den Augen rollen, um so zu versuchen, an die Koordinaten der Schalthebelposition heranzukommen. Damit erleben sie etwas Unterbewusstes nach und können die wichtigsten Daten dem Verstand übergeben. Angenommen, die Antwort lautet: „Hinten, links“, dann wären einige, für die Antwort auf meine Frage unwichtige Daten weiterhin unterbewusst. Dies wäre etwa, wie lang der Schaltweg ist, wie sich der Knauf in der Hand anfühlt und welche Muskeln Sie beim Schalten benutzen müssen. Doch wenn Sie sich die rationalisierte Antwort „hinten, links“ merken, werden Sie, wenn Sie in ein paar Monaten noch einmal von jemandem nach dem Rückwärtsgang gefragt werden, wie aus der Pistole geschossen und ohne mit der Wimper zu zucken antworten können „hinten, links“, ohne sich erneut in die Lage versetzen zu müssen. Das genau beschreibt den methodischen Hintergrund meines Ansatzes. Die Frankfurter Diplompsychologin Manuela Pietza beschrieb 2014 in ihrer Doktorarbeit über die Wirksamkeit von Quantenheilung, dass Patienten aufgefordert werden, sich an irgendeine problematische Situation – ein Trauma, ein Gefühl, das ihnen Schwierigkeiten bereitet, eine körperliche Beeinträchtigung – zu erinnern, diese Erinnerung als körperliches Gefühl im Körper zu spüren und dann die Erinnerung durch eine imaginäre Lösung des Problems zu ersetzen. Interessanterweise konnte Dr. Pietza damit belegen, dass Verankerungsrituale wie Klopftechnik, 2-Punkt-Methode oder Punktierungen beliebig, quasi überflüssig sind. Allein das Bewusstmachen der körperlichen Verortung, versehen mit der Idee einer Lösung, entkoppelte den Auslöser vom Symptom. Genau darum geht es mir: keine Rituale, sondern ganz bewusstes rationales Entkoppeln. Je weiter wir in der Erinnerung zurück zum ursprünglichen Stressereignis gehen, desto fundamentaler werden Generalisierungen entkoppelt!

Alles, was wir vereinfachen, kann unser Gehirn direkt abrufen. Der Verstand verarbeitet zwar nicht so große Datenmengen wie das verborgene Bewusstsein, kann sich aber leider über fast den gesamten Rest der Wahrnehmung und Koordination hinwegsetzen, indem er die Aufmerksamkeit bewusst kon-zentriert, also zusammen- und dadurch von anderen Dingen abzieht. Der Zugriff auf das Einfache wird dabei dem Komplexen vorgezogen. Deswegen sind Gefühle auch so schwer in Worte zu fassen – die Datenmenge ist oft zu groß, um sie zu vereinfachen.

Und genau hier offenbart sich ein weiterer ideologischer Kraftakt: Wir müssen nicht nur akzeptieren, dass wir ein Unterbewusstsein haben, das mit weit über 90 Prozent den größten Anteil der Datenverarbeitung einnimmt, sondern dass die unterbewussten Gedanken zudem logisch und präzise sind. Wir sind uns unserer Gedanken nicht bewusst, diese steuern aber unseren Körper und unser Verhalten, und das auch noch intelligent und nachvollziehbar. Doch genau damit tun wir uns fast alle so unglaublich schwer. Lieber schlagen wir uns dreimal am Tag mit der flachen Hand vor den Kopf und schimpfen, wie dumm wir doch wären, weil wir mal wieder den Haustürschlüssel vergessen haben, uns die Suppe angebrannt ist oder wir beim Einparken das Auto beschädigt haben. Wir fluchen über unsere unzuverlässige Verdauung, jammern über Kopfschmerzen und rennen wegen einer Katzenhaarallergie zum Arzt, obwohl Katzenhaare an sich keinen Menschen der Welt krank machen können. Wir, das Wunderwerk der Evolution, die Krone der Schöpfung, fühlen uns hilflos wie Kleinkinder, obwohl wir das handlungsfähigste Wesen der Erde sind.

In den ersten 36 Monaten des Lebens (ab Zeugung) verfügt der Mensch über keinerlei rationales und zeitliches Erfassungsvermögen. Weder Zukunft noch Vergangenheit fließen in die kontextuelle Orientierung des Kindes mit ein. Begriffe wie morgen, gleich oder vorhin