Herzmomente - Christa Spannbauer - E-Book

Herzmomente E-Book

Christa Spannbauer

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Beschreibung

Wie können wir jeden Tag in Verbindung mit unserem Herzen kommen? Wie gelingt es uns, mehr aus dem Herzen zu leben? Welche Herzensqualitäten unterstützen uns darin und wie können wir diese Ressourcen stärken und nähren? Welche alltagstauglichen Übungen öffnen und weiten unser Herz, um die Schönheit des Lebens intensiv wahrnehmen zu können? Die Zen-Expertin Christa Spannbauer inspiriert mit Zitaten großer Spiritueller wie Rumi, Laotse, Meister Eckhart und Thích Nhất Hạnh, Impulsfragen und Kurzmeditationen dazu, sich mehr Zeit für Selbstliebe und Neuausrichtung zu nehmen.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Seitenzahl: 76

Veröffentlichungsjahr: 2026

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Herzmomente

Titelseite

Christa Spannbauer

Herzmomente

Mit Achtsamkeit und Liebedurch den Tag

Impressum

© Verlag Herder GmbH, Freiburg im Breisgau 2026

Hermann-Herder-Straße 4, 79104 Freiburg

Alle Rechte vorbehalten

www.herder.de

 

Bei Fragen zur Produktsicherheit wenden Sie sich an

[email protected]

Umschlaggestaltung: Gestaltungssaal, RohrdorfUmschlagmotiv: © Nadya Saen - GettyImages; © Dmitr1ch - GettyImages

Illustrationen im Innenteil: © Nadya Saen - GettyImages; © Dmitr1ch - GettyImages

E-Book-Konvertierung: ePUBoo Digital Publishing Solutions

 

ISBN Print 978-3-451-03598-2

ISBN E-Book (EPUB) 978-3-451-84073-9

Inhalt

Ein Wort vorab

Im Herzen ankommen

Positive Gefühle stärken

Die Verbundenheit der Herzen

Die Weisheit des Herzens vertiefen

Mein Herzmoment

Zum Weiterlesen

Die Autorin

Über das Buch

Ein Wort vorab

In der Hektik und Geschäftigkeit des Alltags verlieren wir häufig den Zugang zu unserem Herzen. Wie gelingt es uns, wieder in Kontakt mit unserem empfindsamen Gefühlszentrum zu kommen? Wie können wir mehr aus dem Herzen leben, um dadurch die Intensität und Tiefe des Lebens auszukosten?

Die 30 Herzensqualitäten in diesem Buch stärken und nähren hierfür unsere Ressourcen, lassen uns innere Ruhe und Gelassenheit erfahren, Mut und Zuversicht für den Tag fassen und Herzlichkeit im Umgang mit unseren Mitmenschen leben. Wenn wir uns bereits am Morgen mit Achtsamkeit auf den Tag ausrichten und am Abend mit Dankbarkeit auf ihn zurückblicken, finden wir zu einer tieferen Weisheit des Herzens.

Die folgenden Impulse, Meditationen und alltagstauglichen Übungen erinnern uns jeden Tag daran, unser Herz zu öffnen, um so die Schönheit des Lebens intensiv wahrnehmen zu können.

Ich wünsche Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, viele erfüllende Herzmomente!

Christa Spannbauer

Kapitel 1:

Im Herzen ankommen

Achtsamkeit

Finde das Schöne in deinem Herzen, auf dass du es in jedem Herzen entdeckst.

Mevlana Rumi

 

Wie oft jagen wir hektisch und unaufmerksam durch unseren Alltag. In Gedanken sind wir ganz woanders, nur nicht da, wo wir gerade sind. Und wie oft leben wir achtlos in den Tag hinein, als ob uns alle Zeit dieser Welt zur Verfügung stände. Der tägliche Stress und unsere mangelnde Aufmerksamkeit sind Ursachen dafür, dass wir den intensiven Kontakt zu unserem Leben verlieren.

Die Methode der Achtsamkeit kann uns wirksame Wege aus der täglichen Zerstreutheit aufzeigen. Indem wir öfters einmal innehalten und uns die entscheidenden Fragen stellen: Bin ich gerade wirklich anwesend in meinem Leben? Was kann ich in diesem Augenblick sehen, hören, spüren und wahrnehmen? Wenn wir unsere Aufmerksamkeit bewusst auf das richten, was im Hier und Jetzt geschieht, kommen wir wieder bei uns selbst an. Wir öffnen unser Herz für die vielen neuen Erfahrungen und Empfindungen, die das Leben in jedem Augenblick für uns bereithält. Wir öffnen uns der Schönheit um uns herum. Achtsamkeit heißt letztlich nichts anderes, als aufmerksam zu werden für all das, was wir die meiste Zeit als selbstverständlich hinnehmen. Suchen Sie daher in der nächsten Zeit bewusst nach Gelegenheiten, angenehme Sinneserfahrungen zu machen. Mit der Achtsamkeit stellen wir eine Verbindung des Herzens mit unseren Sinnen her. Und durch die Aktivierung unserer Sinne können wir die Welt um uns herum intensiv wahrnehmen und so wiederum den Resonanzkörper unseres Herzens aktivieren. Nehmen Sie sich Zeit, diese intensiven Momente auszukosten. Gute Gelegenheiten hierfür sind die Minuten nach dem Aufwachen, eine bewusste Ausrichtung beim täglichen Essen, ein achtsamer Spaziergang in der Natur.

Die Achtsamkeit gibt uns damit auch den Schlüssel für mehr Glücksmomente in die Hand. Denn wenn wir wirklich achtsam sind, können wir auch entscheiden, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten wollen. Wir können uns bewusst auf das Positive fokussieren und gezielt die schönen Seiten des Lebens und die guten Seiten der Menschen um uns herum wahrnehmen. Wir machen uns bereit, offen zu sein für die kleinen Wunder des Alltags, für die täglichen Geschenke des Lebens im Hier und Jetzt.

 

Achtsam mit allen Sinnen in der Natur

Suchen Sie bei nächster Gelegenheit einen Ort in der Natur auf, an dem Sie sich wohl und ungestört fühlen. Sie können diese Übung sitzend oder stehend durchführen. Verbinden Sie sich achtsam mit Ihrem Atem. Und entscheiden Sie sich dann, all Ihre Sinne wie eine Antenne auf Empfang zu stellen.

*Lauschen Sie und hören Sie, welche Naturgeräusche Sie wahrnehmen können.

*Blicken Sie um sich und nehmen Sie wie eine Fotokamera die visuellen Eindrücke um Sie herum auf, die Bäume, die Blumen, den Himmel über Ihnen.

*Schnuppern Sie und nehmen Sie den typischen Geruch der Jahreszeit tief in sich auf.

*Ertasten Sie die Rinde eines Baumes, spüren Sie die Erde unter Ihren Füßen.

Die Intensität und Dauer der jeweiligen Sinneserfahrungen sind wichtig, um sie Ihrem Gehirn als bleibende positive Erfahrung einzuprägen. Der Neuropsychologe Rick Hanson empfiehlt hierfür mindestens 20 Sekunden der Achtsamkeit, um eine Sinneserfahrung ganz intensiv mit einem offenen Geist und Herzen aufzunehmen.

Gelassenheit

Gib mir die Gelassenheit, Dinge zu akzeptieren,die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Reinhold Niebuhr

 

»Manche Dinge liegen in unserer Hand, andere nicht.« Das ist doch klar, denken Sie jetzt vielleicht. Doch wenn wir diese Worte des antiken Philosophen Epiktet tatsächlich auf uns wirken lassen, können wir deren Tragweite erkennen. Denn seien wir ehrlich: Oft regen wir uns über Dinge auf, die nicht in unserer Hand liegen und die wir beim besten Willen nicht verändern können. Heutzutage ist es ja fast schon üblich, sich über vieles öffentlich zu ärgern und lautstark zu empören. Meist wird dadurch nur wertvolle Energie verheizt, die weit sinnvoller für naheliegende Veränderungen genutzt werden könnte. Zudem bringt Ärger empfindsame Herzen unnötig in Wallung und lautstarke Empörung nur noch mehr Negatives in die Welt.

Sich nicht von Emotionen überwältigen lassen, nicht auf jeden vorbeifahrenden Zug aufspringen und sich von äußeren Umständen nicht aus dem Gleichgewicht bringen lassen – das sind die Grundpfeiler eines gelassenen Lebens. Für deren Stützung ist es hilfreich, die beiden gravierenden Fehler frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden, von denen der weise Epiktet spricht: Vergeblich Dinge verändern zu wollen, die nicht in unserer Macht liegen, und es zu versäumen, unsere Gedanken und unser Handeln auf das auszurichten, was wir tatsächlich verändern können.

Denn wir haben nun einmal keine Kontrolle über das Wetter, die Weltlage, die Zukunft und noch nicht einmal über die Menschen, mit denen wir unser Leben teilen. Anstatt sich nun aber vergeblich über das Wetter aufzuregen, können wir uns warm anziehen und einen Regenschirm aufspannen, anstatt über die große Politik hilflos zu wettern, könnten wir uns in der Lokalpolitik engagieren, anstatt sich von der Angst vor der Zukunft lähmen zu lassen, könnten wir unser gegenwärtiges Leben wertschätzen, und anstatt die Menschen in unserem Umfeld nach unseren Vorstellungen verändern zu wollen, könnten wir unsere eigenen Erwartungen an sie überdenken.

Doch Vorsicht: Epiktet meinte mit Gelassenheit keinesfalls, Ungerechtigkeit und schlechtes Verhalten von anderen Menschen hinzunehmen. Gelassenheit ist nicht gleichbedeutend mit Gleichgültigkeit, sondern eine souveräne Haltung, die uns zur richtigen Zeit den Mut zum Handeln verleiht.

 

Fragen für ein gelassenes Leben:

Lassen Sie sich heute von den folgenden drei Fragen durch den Tag begleiten:

*Was kann ich verändern?

*Was sollte ich mit Gelassenheit annehmen?

*Was gibt mir die Weisheit, Ersteres von Zweiterem zu unterscheiden?

Selbstmitgefühl

Du selbst verdienst genauso wie jeder andere im ganzen Universum deine Liebe und Zuneigung.

Buddha

 

Vielen von uns wurde bereits als Kind eingeredet, dass Selbstliebe egoistisch sei und dass Mitgefühl für uns selbst nichts anderes sei als klägliches Selbstmitleid. Mittlerweile jedoch wissen wir, dass genau das Gegenteil der Fall ist: Je liebevoller wir mit uns selbst umgehen, desto liebevoller können wir uns auch anderen Menschen zuwenden. Die Sanftheit, die wir uns selbst entgegenbringen, verleiht uns auch Sanftheit im Umgang mit anderen Menschen. Diese Form der Selbstliebe führt uns an die Kraftquellen unseres Lebens und stattet uns mit den Ressourcen aus, die wir für ein mitfühlendes Leben benötigen. Wir können unseren Alltag müheloser bewältigen und bewahren auch in den Stürmen des Lebens unser seelisches Gleichgewicht.

Selbstliebe bedeutet ja letztlich nichts anderes, als gut zu sich selbst zu sein. Doch dafür müssen wir erst einmal wissen, was uns guttut. Denn genau das vergessen wir im Trubel des Alltags immer wieder. Wir nehmen unsere eigenen Bedürfnisse nicht wahr oder nicht ernst genug, weil wir auf die Erfüllung unserer Alltagspflichten fixiert sind. Erst müssten wir noch dies oder jenes tun, glauben wir, bevor wir an der Reihe sind und uns eine Pause gönnen dürfen. Kein Wunder, dass wir am Ende des Tages erschöpft nach Luft schnappen.

Und weil uns das Wohlwollen mit uns selbst so oft fehlt, werden wir immer wieder von Selbstzweifeln gepiesackt und von Selbstkritik heimgesucht. Mittlerweile kommt noch der gesellschaftliche Selbstoptimierungswahn hinzu, der uns allen so zusetzt. Nie ist es gut so, wie es ist. Immer sollen wir noch besser werden.