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Hurra, ich werde Pirat! Ein überdrehtes Abenteuer mit Pömpel, Quatsch und ganz viel Herz! Grinsbart Tunichtgut ist sechs Jahre alt, hat wilde Träume und ein Klo, das plötzlich gurgelnd "Ahoi!" macht. Was dann passiert, glaubt kein Mensch: Ein Pömpel wird zum Schwert, eine Klobürste zur besten Freundin, und eine gelbe Quietscheente namens Qiequak wird sein erster Maat! In diesem durchgeknallten Piratenabenteuer segelt Grinsbart über Seifenmeere, begegnet sabbernden Spülmonstern, rülpsenden Piraten, fliegenden Waffeln und einer Insel, die nach Senf riecht. Und immer dabei: jede Menge Lieder, Rätsel, Rezepte, Unfug und natürlich eine Mission, die nur ein echter Tunichtgut bestehen kann! Ein Buch für Kinder und alle Erwachsenen, die noch Quatsch im Herzen haben. Mit dabei: Lieder zum Mitträllern Rätsel zum Mitdenken Rezepte zum Nachbacken Und ein Held, den man einfach lieben muss Aye Aye, mach dich bereit für das irrwitzigste Piratenbuch aller Zeiten!
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Seitenzahl: 354
Veröffentlichungsjahr: 2025
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[Klappentext]
[Es begann mit...]
[Prolog]
[STECKBRIEFE]
[Kapitel 1]
[NEUE FIGUREN]
[Kapitel 2]
[Kapitel 3]
[Karte] von Grinsbarts Piratenwelt im Südpazifik
[Kapitel 4]
[Grinsbarts] Piraten-Poesiealbum
[Eintrag] von Professor Zwieback, dem vergessenen Brötchen-Zauberer
[Kapitel 5]
[Kapitel 6]
[Kapitel 7]
[Schlachtruf] der rebellierenden Fußbekleidung
[Kapitel 8]
[Kapitel 9]
[Kapitel 10]
[Magischer Schaumspruch] "Foamus Rutschikus Frischikus!"
[Rätsel] des Schaumorakels
[Kapitel 11]
[Dialog]: Zwei Zimtstangen im Zwiespalt
[Kapitel 12] Das Rätsel der neun Nasenhaare des Nebelmatrosen Niesbert
[Rätsel] der vier Gabeln
[Kapitel 13] Der Fluch der Puddingflagge
[Kapitel 14] Lord Löffelgrimm und das Duell der Dessertdämonen
[Kapitel 15] Die Bruderschaft der Blubberblasen
[Kapitel 16] Fizzel-Früchte und das Fruchtfleisch-Fiasko
[Kapitel 17] Der Nachtisch des Schicksals (und die Sahne-Apokalypse)
[Kapitel 18] Die verschollene Socke des Zuckerfluchs
[Kapitel 19] Der Karamell-Krakenkampf im Blubberbad der Bestimmung
[Kapitel 20] Der Nebel von Nirgendwann und die fliegende Bananenrepublik
[Kapitel 21] Die Große Waffel der Weisen und das Rätsel des Sirups, der rückwärts fließt
[Kapitel 22] Der Sturm des Ungewürzten
[Kapitel 23] Knabberholm und das Duell der Doppelkekse..
[Kapitel 24] Frostflocken-Fjorde und die Eissorte des Vergessens
[Kapitel 25] Das Orakel der Heulenden Hülsenfrüchte
[Kapitel 26] Die Insel der gestohlenen Träume
[Kapitel 27] Der letzte Unsinn
[Kapitel 28] Krönchen, Kuchen, Käpt'n-Chaos
[Kapitel 29] Der geheime Knopf auf dem Zepter
[Kapitel 30] Raumschiff Rührlöffel: Mission Wackelpudding
[Kapitel 31] Das Duell im Wabbelnebel
[Kapitel 32] Die Heimreise durch den Keksmeteoritenstrom
[Kapitel 33] Die Heimkehr ins Piratennest
[Kapitel 34] Lord Butterus kehrt zurück
[Kapitel 35] Das Turnier der Tausend Torten
[Kapitel 36] Der Waffel-Ninja schlägt zu
[Kapitel 37] Die Nacht der Donut-Diplomatie
[Kapitel 38] Die Butterverschwörung
[Kapitel 39] Die Rückkehr nach Transfettanien
[Kapitel 40] Das große Backturnier von Krümelgrad
[Kapitel 41] Die Nougatschlacht im Schatten der Keksalpen
[Kapitel 42] Der Fluch der Puddingpriester
[Kapitel 43] Die Butterverschwörung von Croissantia
[Kapitel 44] Der Keks, der zu viel wusste
[Kapitel 45] Das Königreich der Krümel
[Kapitel 46] Die Pfannkuchendimension
[Kapitel 47] Die Nacht der singenden Bonbons
[Kapitel 48] Die geheimnisvolle Eisdiele des Dr. Sorbetti
[Kapitel 49] Angriff der Knusperkrabben
[Kapitel 50] Das Orchester der verlorenen Zutaten
[Kapitel 51] Die knallbunte Konfitürenkollision
[Kapitel 52] Die bedrohliche Bratwurstbrücke von Bockwurstburg
[Kapitel 53] Die geheimnisvolle Gabel des Grauens
[Kapitel 54] Das Käseorakel von Fonduefels
[Kapitel 55] Der Puddingplanet der Poesiepiraten
[Kapitel 56] Die Insel des ewigen Nachschlags
[Kapitel 57] Der Club der verlorenen Gabeln
[Kapitel 58] Die Butterberge von Biskuitania
[Kapitel 59] Die blubbernde Bonbon-Bucht von Brabbelhafen
[Kapitel 60] Der Fluch der kichernden Kokosnüsse
[Kapitel 61] Der Puddingplanet Pang-Pong
[Kapitel 62] Die Wurstinsel von Würgreif
[Kapitel 63] Das Schrumpel-Schiff vom Teebeutelteich
[Kapitel 64] Die Konservenkrabbe von Kicherklapp
[Kapitel 65] Die Keksgeister von Krümelgrund
[Kapitel 66] Das Fischstäbchen-Fiasko von Flunderflott
[Kapitel 67] Der große Wackelpudding-Aufstand von Quiekquak
[Kapitel 68] Die geheime Versammlung der Nachtischrebellen
[Kapitel 69] Angriff der Keks-Kombo-Kolonne
[Kapitel 70] Die Rückkehr von Sir Müsli Crunch - Ritter der knusprigen Ehre
[Kapitel 71] Das Frühstücksei-Orakel und das Geheimnis der knusprigen Vergangenheit
[Kapitel 72] Der Toaster des Verderbens (und der goldbraunen Hoffnung)
[Kapitel 73] Mit Vollkorn ins Verderben - Die Frühstücksrevolution beginnt
[Kapitel 74] Die Nacht der Krümelritter - Wenn Kekse knacken und Helden kleben
[Kapitel 75] Der dreifach verfluchte Donut der Verdammnis
[Kapitel 76] Der Lutscher-Leviathan
[Kapitel 77] Das verlorene Pömpel-Paradies
[Kapitel 78] Die singende Seife und das große Schaumbad-Duell
[Kapitel 79] Die mysteriöse Insel der mürrischen Müslibars
[Kapitel 80] Das Bananenbrot-Orakel von Schlupflingsriff
[Kapitel 81] In den Tiefen der sabbernden Seesocken
[Kapitel 82] Die galaktische Kloschüssel von Glibberon V
[Kapitel 83] Das Pudding-Piraten-Paradoxon
[Kapitel 84] Das mysteriöse Keks-Portal unter Deck
[Kapitel 85] Die Rückkehr der hoppsenden Butterkringel
[Kapitel 86] Die Insel, die nach Spaghetti roch
[Kapitel 87] Die Nachtischinsel des Verderbens
[Kapitel 88] Die Festung der fünfzig Torten
[Kapitel 89] Der Puddingprinz und die Prophezeiung der zerbrochenen Lutschgurke
[Kapitel 90] Die Lutschgurken-Allianz und der Tag des Wackelzorns
[Kapitel 91] Die Rückkehr der Krümelritter und das Geheimnis der verschwundenen Vanillezwerge
[Kapitel 92] Das Labyrinth der Streuselschatten
[Kapitel 93] Das Geheimnis von Flan-Ka-Mun
[Kapitel 94] Bananarrrsplit und der geheimnisvolle Sofakapitän
[Kapitel 95] Der Angriff der Gemüse-Galeere
[Kapitel 96] Die Nachtisch-Navigatoren von Dessertien
[Kapitel 97] Die Rückkehr der Keksinatoren
[Kapitel 98] Das Geheimnis der Klopapierrolle von Atlantis
[Kapitel 99] Der Fluch der nassen Socken
[Kapitel 100] Die unglaubliche Reise der fliegenden Klobürste
[Kapitel 101] Die Nacht der 1000 Quietscheenten[Kapitel 102] Die große Gurkenrevolte von Wabbelkeks
[Kapitel 103] Die fliegende Klobürsten-Festung von Bürstenburg
[Kapitel 104] Die geheimnisvolle Gießkanne von Glibbermoor
[Kapitel 105] Die Teekanne des Todes und der Tanz der Dosenfische
[Kapitel 106] Das Einhorn mit der Augenklappe und die Wurst des Verderbens
[Kapitel 107] Die Mayo-Meuterei und der Senfkraken von Sauregurkenriff
[Kapitel 108] Der Tanz des Dönertieres und das Spiegelei des Schreckens
[Kapitel 109] Die Butterbrezel-Barrikade und das Sirupschiff von Sir Sabberlot
[Kapitel 110] Der Magische Muffin und der Verbotene Backofen von Blaubart Baiser
[Kapitel 111] Das Quasselquark-Krakenkonzert in der Gelee-Grotte
[Kapitel 112] Flug der Puddingflügler und das Rätsel der Kristallkartoffel
[Kapitel 113] Das Krümelparlament tagt!
[Kapitel 114] Das große Puddingreferendum
[Kapitel 115] Die Rückkehr des Graupuddings
[Kapitel 116] Der Keks, der Funken warf
[Kapitel 117] Die Legende vom Lutschgurkenkönig
[Kapitel 118] Die Kakao-Karawane von Konfettistan
[Kapitel 119] Der Fluch des Bananenbart-Orakels
[Kapitel 120] Der große Topflappenkrieg von Teekessel-Athen
[Kapitel 121] Die geheime Gesellschaft der Flüsterkekse
[Kapitel 122] Der Lutschgurkenkönig schlägt zurück
[Kapitel 123] Die Keksverschwörung 2 - Jetzt wird gebröselt!
[Kapitel 124] Der Streuselschlund erwacht
[Kapitel 125] Die Pudding-Piraten greifen an
[Kapitel 126] Die Rückkehr der Tortenmönche
[Kapitel 127] Die Quarkklippen von Glibberstein
[Kapitel 128] Die Mousse-Mine von Flatterrahm
[Kapitel 129] Die Verschwörung der Kopffüßler
[Kapitel 130] Die Krümelklippe und die Zitrone des Zorns.
[Kapitel 131] Die Verschwörung der Gorgonzianer
[Kapitel 132] Die Rückkehr der Sechs-Saucen-Symphonie...
[Kapitel 133] Die Mayonnaise-Moore und das Geheimnis der glitschigen Gabeln
[Kapitel 134] Der Barbecue-Berg und das Brutzeln des Bösen
[Kapitel 135] Die Toastzitadelle und das Käseorakel
[Kapitel 136] Der Fluch der Froschpfanne
[Kapitel 137] Die Rückkehr der Rülpsbanane
[Kapitel 138] Der Super-Mega-Kanonenkugel-Kanonen-Keks
[Kapitel 139] Die Piraten-Disko und der Liebesbrief des Kraken
[Kapitel 140] Die Handtasche des Grauens
[Kapitel 141] Ein Tentakel namens Günther und das geheime Marmeladenorakel
[Kapitel 142] Puddinggewitter und die Klobürsten-Kavallerie
[Kapitel 143] Die Explosion der 1000 Lachmöwen
[Kapitel 144] Die Ballade der tanzenden Tintenfische
[Kapitel 145] Battle der Krabbenreime
[Kapitel 146] Die große Glibbergala der Tiefe
[Kapitel 147] Der verbotene Vulkan der Verquatschten Verse
[Kapitel 148] Die Konferenz der Kloschüsseln
[Kapitel 149] Die geheimen Wasserwege des Wirrwassers
[Kapitel 150] Der Große Knalleffekt!
[Epilog]
Des Piraten großartigste Rezepte
[Songtexte]
Hurra, ich werde Pirat!
Ein überdrehtes Abenteuer mit Pömpel, Quatsch und ganz viel Herz!
Grinsbart Tunichtgut ist sechs Jahre alt, hat wilde Träume – und ein Klo, das plötzlich gurgelnd „Ahoi!" macht. Was dann passiert, glaubt kein Mensch: Ein Pömpel wird zum Schwert, eine Klobürste zur besten Freundin, und eine gelbe Quietscheente namens Qiequak wird sein erster Maat!
In diesem durchgeknallten Piratenabenteuer segelt Grinsbart über Seifenmeere, begegnet sabbernden Spülmonstern, rülpsenden Piraten, fliegenden Waffeln und einer Insel, die nach Senf riecht. Und immer dabei: jede Menge Lieder, Rätsel, Rezepte, Unfug und – natürlich – eine Mission, die nur ein echter Tunichtgut bestehen kann!
Ein Buch für Kinder und alle Erwachsenen, die noch Quatsch im Herzen haben.
Mit dabei: Lieder zum Mitträllern, Rätsel zum Mitdenken, Rezepte zum Nachbacken, Bilder zum Staunen und ein Held, den man einfach lieben muss
Aye Aye, mach dich bereit für das irrwitzigste Piratenbuch aller Zeiten!
„HURRA, ICH WERDE PIRAT".
Ein Roman in 12 ½ Katastrophen.
Der Tag, an dem ich ein Pirat wurde. Oder wenigstens fast.
Manchmal wacht man morgens auf und weiß sofort: Heute ist der Tag, an dem man eine Banane in die Socke steckt und sich selbst zum Kapitän einer Badewanne erklärt.
So ein Tag war heute.
Ich bin Grinsbart Tunichtgut. Sechs Jahre alt, berüchtigt in mindestens zwei Straßenzügen für meine Wasserschlachtfähigkeiten und der einzige Junge in der ganzen Südsee, der versucht hat, einen Kakadu mit Zahnpasta zu dressieren. (Es war Minzgeschmack. Er war nicht begeistert.)
Aber heute- heute war alles anders.
Heute wurde ich Pirat.
Nicht irgendein Pirat. Nein. Ich wollte der gefürchtetste, gefährlichste, grinsigste Pirat aller Zeiten werden! So einer mit Augenklappe, Holzbein und einem sprechenden Huhn auf der Schulter. Oder zumindest mit einem Papageien-Handtuch.
DIE GROßE ENTSCHEIDUNG
Es begann damit, dass ich im Garten meiner Oma eine Schatzkarte fand, Okay, es war eigentlich die Einkaufsliste („Milch, Eier, Dosenravioli, keine toten Ratten mehr!"), aber sie sah wirklich wie eine Schatzkarte aus, wenn man schielt und ein bisschen träumt.
Ich schnappte mir meine Piratenuniform (mein weißes Sonntagshemd, das ich mit Ketchup zum Bluten brachte, und meine kurze blaue Bundhose) und stellte mich vor den Badezimmerspiegel.
„ARRR!" brüllte ich. „ICH BIN GRINSBART TUNICHTGUT, KAPITÄN DER KLOBRILLEN-KRAKEN!"
Dann bin ich in die Wanne gestiegen, hab ein Pümpel als Steuerrad genommen und ein altes Handtuch als Segel befestigt. Die Gummiente namens Lord Quiequack war mein erster Offizier.
Das Abenteuer konnte beginnen.
Mein erstes Duell mit einem Waschbärenpiraten
Aber bevor ich lossegeln konnte, tauchte er auf. Der schlimmste aller Feinde. Der Waschbärenpirat.
Er stand mitten in Omas Küche, trug eine Augenklappe aus Käsescheiben und hatte einen Löffel als Degen. Wir kämpften. Drei volle Sekunden lang. Dann fiel er rückwärts in den Wäschekorb.
Ich erklärte mich zum Sieger und taufte mein Schiff: Die Fliegende Fischgräte.
In dem ich fast von einer Socke ertränkt, von einer Ente beleidigt und von der Wahrheit erschlagen wurde.
Wisst ihr, was das Schlimmste an der Piraterie ist?
Nein, nicht der Skorbut. Nicht die Kanonenkugeln. Auch nicht die Papageien, die ständig „Du stinkst!" rufen, obwohl sie eindeutig selbst nach Chips und Fußboden riechen.
Nein. Das Allerschlimmste an der Piraterie sind... Socken.
Ja, Socken!
Diese kleinen, flauschigen Fuß-Gefängnisse, die sich immer dann auf geheimnisvolle Weise vermehren, wenn man sie gerade nicht braucht- zum Beispiel in einer Piratenschlacht auf Leben und Knabberzeug.
Aber ich greife vor. Fangen wir besser ganz vorne an.
Mein Name ist Grinsbart Tunichtgut. Ich bin sechs Jahre alt, fast berühmt und fast verhaftet worden, weil ich in Omas Waschmaschine ein U-Boot bauen wollte. (Die Polizei sagt „Sachbeschädigung". Ich sage: „Innovative Schiffsführung!")
Ich bin kein gewöhnliches Kind. Nein. Ich bin ein zukünftiger Piratenkapitän.
Und zwar nicht irgendeiner. Ich will so legendär werden wie Guyb... ähm... wie mein Ururgroßonkel Brüllmund Tunichtgut, der einst einem Seeungeheuer eine Wurstsemmel ins Auge warf und dafür zum Ehrenbürger der Haie erklärt wurde.
Aber was braucht man, um ein richtiger Pirat zu sein?
Ein Schiff. Einen Namen, der Angst macht. (Oder zumindest kitzelt.) Einen sprechenden Begleiter, der seltsame Dinge schreit. (Ich habe eine Gummiente namens Lord Quiequack, die beim Schütteln quietscht wie eine beleidigte Ukulele.) Und natürlich: Einen Schatz.
Ich hatte... keines davon.
Also dachte ich mir: „Grinsbart, alter Haudegen, du musst das ändern. Du brauchst ein Abenteuer, das größer ist als Omas Spinatauflauf!"
Und genau in dem Moment... trat ich auf die Socke. Die Socke meines Bruders. Eine dieser heimtückischen, glitschigen Arten, die sich als Fußboden tarnen und in Wirklichkeit auf die Weltherrschaft lauern.
Ich rutschte. Ich stürzte. Ich fiel in die Wäschekiste. Und als ich aus ihr wieder herauskroch, war ich Pirat.
Nicht offiziell natürlich. Noch nicht. Es fehlte ein bisschen Papierkram. Und ein Flammenwerfer. (Aber den gibt's vielleicht später.)
Was dann geschah, war das wildeste, durchgeknallteste, kartoffelchipsigste Abenteuer, das je in einem Badezimmer begann und auf einer Insel mit einem pupsendem Vulkan endete.
Du glaubst mir nicht?
Tja. Dann lies selbst. Und bring Ersatzunterwäsche mit.
GRINSBART TUNICHTGUT
Beruf: Nachwuchspirat, Gummientenadmirai, Spaghetti-Spezialist
Alter: 6 Jahre (aber mit Fantasie eines 12-Jährigen und Mut eines nassen Toastbrots)
Wohnort: Bei Oma. Aber innerlich auf hoher See.
Aussehen: Weißes Hemd (fleckig vom letzten Abenteuer mit Tomatensauce), ¾-blaue Bundhose (mit geheimem Gummiband-Versteck für Goldmünzen, Gummibärchen und Taschentücher), Haare: blond, wild, vom Wind zerzaust oder vom Föhn, Augen: Funkelnd, frech, immer auf Schatzsuche
Lieblingszitat: „Ein echter Pirat pinkelt gegen den Wind. Und das auch nur einmal."
Ausrüstung: Pümpel (alias Fernrohr/Enterhaken/Waffe der letzten Wahl), Zahnbürsten-Degen, Topfdeckel-Helm (modisch umstritten, aber kugelsicher gegen Erbsensuppe), Ein Ohrwurm vom Piratenlied „Yo ho, wir wollen Kekse!", Notizbuch mit „Dinge, die ich noch kapern will": 1) Omas Keksvorrat, 2) den Mond, 3) den Fernseher nach 20 Uhr
Stärken: Fantasie ohne Bremsen, Erfindet auf Kommando neue Flüche („Beim Bart des Waschbären!"), Kann sich in 3 Sekunden in einen Seeräuber verwandeln- mit Geräuschen!
Schwächen: Rutscht auf Socken wie ein betrunkener Seehund, Hat Angst vor Brokkoli, Kann keine Karten lesen („Oma, was ist 'NORD'?")
CREWMITGLIED 1: LORD QUIEQUACK
Art: Gummiente mit fragwürdigem Charakter
Beruf: 1. Offizier, Schiffssirene, Theaterdiva
Besonderheit: Quietscht wie ein beleidigter Tintenfisch
Aussehen: Gelb, Leicht zerbissen (laut Grinsbart: „Ein Trainingsunfall"), Trägt eine Augenklappe aus Kaugummipapier
Lieblingssatz: „Quietsch, aber mit Würde."
CREWMITGLIED 2: KÄPT'N BÜRSTENBART
Art: Toiletten bürste
Beruf: Waffenmeister, Navigator, Hygieneexperte
Besonderheit: Riecht nach Minze und Gefahr
Aussehen: Zottelig, Etwas krumm, Wurde einmal im Kampf gegen eine Spinne zerzaust
Hobbys: Gurgeln, Schaukampf mit der Klobürstenflotte von Nebenan
CREWMITGLIED 3: STEUERMANN SEIFENKLOTZ
Art: Klassische Kernseife
Beruf: Steuermann, Notfall-Snack (Grinsbart testet noch), Rutsch-Experte
Besonderheit: Flutscht IMMER aus der Hand
Aussehen: Rechteckig, Weiß, Riecht nach „Omas Badezimmer 1987"
Spitzname: „Der Unsichtbare", weil er ständig runterfällt und verschwindet
STECKBRIEF- FREIBEUTER „RÄUDEKLAU" FELLSTREICH
Alias: „Der Fluch der Mülltonne"
Beruf: Waschbär, Pirat, Käseklauer, passionierter Mülleimer-Sommelier
Alter: Unbekannt, Gerüchte sagen: zwischen 3 Jahren und 37 Diebstählen alt.
Herkunft: Geboren hinter einer Dönerbude, aufgewachsen in Omas Biomüll
Wohnort: Ein alter Piratenhut in der Garage. Oder das Gemüsefach.
AUSSEHEN: Zotteliges, graues Fell mit eingebauter Tarnung gegen Spülmittel, Eine Augenklappe aus Gouda (halb geschmolzen, leicht angeschimmelt- Piratenedelmarke), Trägt eine zerfetzte Piratenweste (angeblich mal von einem Chihuahua geklaut), Schnurrbart: Ja. Stil: Dschingis-Kater
AUSRÜSTUNG: Löffel-Degen aus der Besteckschublade, Gürtel aus Kabelbindern mit eingestecktem Kronkorken-Kompass, Eine Socke mit unbekannter Herkunft (eventuell verflucht), Eine Tröte, die beim Pusten wie eine betrunkene Möwe klingt
STÄRKEN: Blitzschnelles Verstecken in unmöglichen Behältern (Kaffeekanne, Gießkanne, Legokiste), Käse-Ortung auf 12 Meter Entfernung, Tritt gegen Mülleimer mit Meistergrad, Kennt alle Schimpfworte, die in Kinderbüchern gerade noch durchgehen
SCHWÄCHEN: Allergisch gegen Lavendelduft, Kann keine Schatzkarte lesen, weil er sie meist vorher auffrisst, Spricht im Schlaf- meist Käsemarken, Hängt bei Gefahr an der Decke und schreit „Ich bin ein Hängematten-Gott!"
LIEBLINGSSPRÜCHE: „Käse zuerst, Fragen später!"
„Was glotzt du so? Noch nie einen edlen Klomüllpiraten gesehen?"
„Ich fordere dich zum Duell! Um Mitternacht! Oder nach dem Pudding!"
SONSTIGES: War einst fast der König des Kinderzimmer-Kartons, wurde aber wegen „unhygienischer Revolution" abgewählt., Ist insgeheim ziemlich eifersüchtig auf Grinsbarts Gummiente, nennt sie aber nur „Quietschfrosch"., Hat eine Schublade mit geklauten Fernbedienungen. Warum? Niemand weiß es.
Wie ich mit einem Pümpel zum Kapitän wurde (und die Ente Lord Quiequack beförderte)
Man sagt, große Seefahrer haben mit einem Kompass, einem Fernrohr und einem festen Blick in die Zukunft begonnen.
Ich hatte einen Pümpel. Und einen Löffel.
Und eine Plüschente, die aussah, als hätte sie einen sehr harten Winter hinter sich.
Aber der Reihe nach.
Es war ein Dienstag. Das weiß ich, weil dienstags bei uns immer Spaghetti gibt und weil Oma dienstags grundsätzlich alle Fenster mit Fenchelwasser reinigt, was das ganze Haus in einen Geruch von nasser Medizin und beleidigtem Gemüse hüllt.
Ich saß auf dem Klodeckel (runtergeklappt, keine Sorge), balancierteden Pümpel auf meiner Schulter wie ein Fernrohrund rief in die Badewanne:
„Alle Mann an Deck! Klar zum Entern! Die Gummienten fliehen Richtung Westen!"
Meine Crew war... übersichtlich.
Lord Quiequack, die quietschende Ente mit einem Augenklappen-Aufkleber, den ich aus einem Überraschungsei gefischt hatte.
Käpt'n Bürstenbart, eine Toilettenbürste, die nach Abenteuer roch. Und nach WC-Reiniger.
Steuermann Seifenklotz, ein Stück Kernseife, das aussieht wie ein Käselaib und fast genauso flutscht.
Ich stand auf dem Rand der Wanne, der Wind (der aus dem Fön kam, den ich auf Kalt gestellt hatte) wehte mir durchs zerzauste Piratenhaar (okay, meine Frisur war eher „Tornado trifft Pudding"), und ich schrie:
„Ich taufe dieses Schiff auf den Namen... Fliegende Fischgräte!"
Dann habe ich mir mit dramatischer Geste einen Topfdeckel auf den Kopf geschnallt.
„Aye, Captain Grinsbart!" quietschte Lord Quiequack. (Oder eher: Ich machte quietsch, während ich so tat, als hätte die Ente gesprochen.)
Ich war bereit. Ich war motiviert. Ich war auf dem besten Weg, das Badezimmer zu fluten.
Denn als ich auf das Badewasser steigen wollte- in voller Montur, mit Duschvorhang als Umhang und Zahnbürste als Degenrutschte ich aus.
SPLAAAATSCH!
Seife, Ente, Bürste, ich- alles landete im Wasser wie eine Ladung Seekühe auf einem Trampolin.
„Mann über Bord!", rief ich.
„Quietsch über Bord!" rief Lord Quiequack.
Ich kämpfte mich ans Ufer (also den Badewannenrand) und japste: „Ich brauche ein größeres Schiff... und eine Wurstsemmel."
Und so begann mein Abenteuer.
Mit einem Pümpel. Einer Gummiente. Und dem festen Entschluss:
Ich werde Pirat.
Nicht morgen. Nicht übermorgen.
Jetzt.
Doch da wusste ich noch nicht, dass ich schon bald einem Waschbärenpiraten begegnen würde, der seine Augenklappe aus Käse bastelte und mich zu einem Duell herausforderte.
Aber das, meine Freunde, ist eine andere Katastrophe.
Ähm- Geschichte.
Oma „Backenbart" Tunichtgut
Beruf: Offiziell Rentnerin. Inoffiziell Ex-Piratenkönigin der Südsee.
Spezialität: Wirft mit Pfannen wie mit Wurfmessern. Kennt den geheimen Pfannkuchencode.
Spruch: „Früher haben wir Säbel gehabt. Heute reicht ein scharfer Kartoffelschäler!"
Geheimnis: Ihr altes Nähkästchen ist in Wahrheit eine Piratenkiste voller Schätze, alten Quittungen von 1972 und natürlich den köstlichen Rezepten von Piratenbackwaren die ihr euch vorstellen könnt.
Märrick der Möchtegernpirat
Art: Kater mit Augenklappe (aus Katzenstreu geformt), ständig erkältet
Beruf: Selbsternannter „Fellkapitän des östlichen Teppichmeers"
Charakter: Dramatisch, überheblich, tollpatschig- scheitert regelmäßig an Türschwellen
Feinde: Staubsauger, Regen, sein eigener Schwanz
Besonderheit: Führt ein Piratenschiff aus zusammengeklebten Kartons und nennt es „Die Schnurrende Krake"
Kapitänin Knusperzahn
Beruf: Kommandantin der legendären „Miichzahn-Marine“
Alter: 7
Charakter: Süß, aber gefährlich- wie ein Zuckerschock nach dem Sport
Waffe: Eine Zuckerstange, die als Schwert dient
Revier: Die „Lollipopf-lnselkette"
Spezialbefehl: „Auf zum Zahnfee-Überfall!“
Baron Von Quatsch
Art: Ein exzentrischer, sprechender Papagei mit britischem Akzent und Zylinder
Beruf: Navigator, Komiker, Tee-Liebhaber
Spezialität: Gibt falsche Schatzrouten mit absichtlichen Irrwegen aus reiner Boshaftigkeit
Lebensmotto: „Wenn du nicht weißt, wohin du segelst- mach es wenigstens mit Stil und einer Sahnetorte“
NEUE ORTE
Die Insel der verlorenen Socken
Lage: Zwischen der Waschmaschinenströmung und dem Wollsockenriff
Bewohner: Einsame Einzelsocken, die sich zu einem Widerstand zusammengeschlossen haben
Gefahr: Wer zu lange bleibt, verliert immer eine Socke. IMMER.
Mythos: Ein riesiger Trockner-Golem wacht über das Zentrum der Insel
Der Pupsend-Palmen-Archipel
Merkmal: Palmen, die pupsen, wenn der Wind dreht- mit Soundeffekten und Kokosnussbomben
Ruf: Die geruchsintensivste Region der Südsee
Besonderheit: Wer einen Palmenfurz überlebt, darf sich „Windbezwinger" nennen
Tipp: Nase zuhalten, Ohren auf!
Die mystische Ravloli-lnsel
Form: Sieht von oben aus wie eine überdimensionierte Tomatensauce-Fleck
Rätsel: Alles, was gesagt wird, endet in „...mit Käse?"
Legende: Der Schatz des „Großen Nudelgottes AI Dente" liegt hier begraben- zusammen mit einem unbesiegbaren Löffelkrieger
Kap Dosenöffner
Lage: Eine steile Felsküste mit gigantischen Büchsen, die aus dem Boden ragen
Gefahren: Fliegende Sardinen, explodierende Erbsen und der metallene Ruf der „Knackbüchsen-Bande"
Attraktion: Der legendäre Super-Dosenöffner, mit dem man ALLES aufbekommt (sogar das WLAN)
Seifenblasenhafen
Ort: Grinsbarts Heimathafen- hinterm Badezimmer, beim Wäschekorb
Besonderheit: Jedes Schiff startet mit einem lauten PLÖPP und einer Schaumfontäne
Schiffswerft: Besteht aus Lego, Spülmittelflaschen und einem alten Bügelbrett
Währung: Badeenten und halbe Gummibärchen
Das Duell mit dem Waschbärenpiraten und warum Käsescheiben keine Augenklappen sind.
Es war kurz nach Mittag, und der Südwind wehte den Duft von Omas Sauerkraut bis in die Badewanne hinein, in der ich mit Lord Quiequack eine außerordentlich wichtige Piratenkonferenz abhielt.
„Wir brauchen einen Schatz", sagte ich und kritzelte mit Zahnpasta einen Totenkopf an die Kachelwand.
„Quietsch", antwortete Lord Quiequack.
„Genau", nickte ich ernst. „Und am besten einen, der nicht nach Gemüse riecht."
Da krachte es im Flur.
Ein schepperndes Geräusch, als würde jemand gleichzeitig eine Bratpfanne treten, ein Xylophon essen und einen Wutanfall in einer Blechdose bekommen.
Ich starrte Lord Quiequack an.
Er quietschte. (Deutlich nervöser.)
Langsam, wie ein Panther in Badeschlappen, pirschte ich zur Badezimmertür. ich spähte hinaus.
Und dann sah ich ihn.
Freibeuter Räudekiau Fellstreich.
Mitten in der Küche,
Eine zerfledderte Augenklappe aus Gouda über dem linken Auge,
Ein zerkauter Löffel als Degen in der Pfote, Und um ihn herum: Chaos.
Der Brotkorb lag auf dem Boden. Der Kühlschrank war offen. Eine Banane hing am Lampenschirm.
Der Waschbär drehte sich langsam zu mir, schnüffelte in meine Richtung und knurrte tief:
„Du... hast... meinen... Käse... gegessen!"
Ich hob die Hände. „Ich war's nicht! Das war der Toaster!"
„LÜGENPIRAT!"
Er sprang mit einem quiekenden „YARRRR" auf den Küchentisch und riss eine Makkaroni-Nudel hoch wie ein Degen. Dann- und das war wirklich unnötig- machte er einen Salto in den Katzenfutternapf und landete wie ein zerzauster Zirkusdirektor in der Spaghettischüssel.
„Ich fordere dich zum Duell! Auf Leben, Tod und Restmüll!" brüllte er.
„Äh... geht's auch auf Best-of-Three?" fragte ich.
DAS DUELL DER EHRE (UND DER LÖFFEL)
Wir standen uns gegenüber:
Er auf dem Küchentisch, ich auf einem umgedrehten Wäschekorb.
Mein Pümpel zitterte in meiner Hand.
Sein Löffel klirrte leicht- vermutlich aus Nervosität. Oder Hunger.
Er machte den ersten Angriff.
„KÄSESTICH!" rief er und schlug zu. Ich parierte mit meinem Pümpel, der plopp machte und ihn leicht an der Schnauze ansaugte.
„AH! MEIN BART!"schrie er. „MEIN RUHM! MEINE... meine..."
Er schnupperte.
„...MEINE SCHINKENWÜRFEL?!"
In diesem Moment nutzte ich meinen Spezialangriff: DAS KLOBÜRSTEN-KARUSSELL
Ich schleuderte Käpt'n Bürstenbart wie einen Propeller durch die Luft. Er traf Räudeklau mitten auf die Gouda-Augenklappe- die sofort vom Gesicht rutschte und an der Wand kleben blieb.
Der Waschbär schrie entsetzt auf:
„MEIN TARNUNGSKÄSE!"
Ich trat einen Schritt nach vorne, hob die Zahnbürste wie ein Schwert und rief:
„Ergib dich, Räudekiau! Oder ich putz dir den Zahnstein raus!"
Er hielt inne. Sah mich an. Sah Lord Quiequack an.
Dann sagte er:
„Wir sehen uns wieder, Fischgrätenkapitän... beim nächsten Müllabfuhr-Tag!"
Und mit einem dramatischen Hechtsprung verschwand er durch die Katzenklappe- begleitet von einem Quietschen, einem „Yarr!" und dem Geräusch einer explodierenden Gurke.
Ich stand da. Zitternd. Nass. Stolz.
Ich hatte mein erstes Duell gewonnen.
„Arrr", murmelte ich. „Das war knapp, Lord Quiequack."
Die Ente quietschte heldenhaft.
Und dann... fielen wir beide erschöpft in die Badewanne zurück, wo das Wasser mittlerweile nach Käse und Shampoo roch.
Aber eines war sicher:
Mein Piratenabenteuer hatte gerade erst begonnen.
Die geheimnisvolle Schatzkarte aus Omas Einkaufsliste und das Rätsel der Ravioli-Insel.
Es begann- wie so viele Katastrophen- mit einer Einkaufsliste,
Nicht irgendeiner Liste.
DER Liste.
Ich fand sie zufällig, als ich in Omas Küchenschublade nach Gummibärchen schnüffelte (heimlich, versteht sich- offiziell suchte ich „Vitamin C in Keksform"). Dort lag sie: zerknüllt, zerfleddert, leicht tomatenfleckig.
„Milch. Brot. Ravioli. Waschbärabwehrmittel."
Klar, normaler Einkauf, dachte ich zuerst.
Aber dann... fiel mir auf: Die Buchstaben „R-A-V-l-O-L-l" waren durchgestrichen- und darunter stand in krakeliger, fast verschwörerischer Schrift:
„Ravioli-Insel- dort liegt das Zahnrad des AI Dente verborgen. Nur wer den Löffel schwingt, wird den Schaum besiegen."
Ich starrte. Die Liste starrte zurück.
Lord Quiequack quietschte dramatisch.
Ein Blitz zuckte am Himmel (wahrscheinlich nur der Toaster, aber trotzdem dramatisch).
„Das ist es!" schrie ich. „Ein Schatz! Ein echter! Ein mythischer! Und er hat was mit Nudeln zu tun!"
Zack!
Ich schnappte mir meine Crew, eine Pfanne (man weiß ja nie), und wir begaben uns zum Hafen- also in die Badewanne. Die „Fliegende Fischgräte" war bereit zum Auslaufen. Oder Auslaufen war bereit, je nachdem, ob ich den Wasserhahn vergessen hatte.
SEIFENBLASENHAFEN- ABFAHRT INS CHAOS
Mit einem kräftigen PLÖPP und einem Spritzer Limonade verließ mein stolzes Schaumschiff den Seifenblasenhafen.
Ich stand am Bug (der alte Wäscheständer), mit Lord Quiequack im Arm wie ein schlafendes Huhn mit Haltungsschaden.
Käpt'n Bürstenbart wurde als Ausguck oben auf die Duschbrause geschnallt.
Steuermann Seifenklotz? Der war... verschwunden. Wieder mal. Ich würde ihn wohl irgendwann in der Sockenschublade wiederfinden.
Ich rief:
„Ahoi! Auf zur Ravioli-Insel! Voller Kurs voraus, wenn auch nur mit halber Ahnung!"
Der Wind (aus dem Föhn, Stufe „Brise mit Haarschaden") trug uns vorbei an bekannten Gefahrenzonen:
Der Rasierschaumnebel von Kap Stoppelbart, die Quiekquallenfelder mit sehr empfindlichen Tentakeln, und die berüchtigte Limo-Lagune, wo die Sirenen mit Sprudel singen und Bauchweh verursachen
LANDFALL AUF DER RAVIQLI-INSEL
Nach genau 42 Minuten, drei Gummibärchen und einer Diskussion über die Existenz von fliegenden Teekannen, tauchte sie auf: Die Ravioli-Insel.
Sie sah aus wie... nun ja... eine riesige Ravioli.
Die Bäume waren Spaghetti. Die Felsen Penne. Und aus dem Vulkan oben qualmte dicker Parmesannebel.
Ich schwor, ich hörte eine Stimme rufen:
„Willkommen, Pastafreund! Der AI Dente erwartet dich! Mit Ketchup oder ohne?"
Ich trat an Land. Der Boden war weich und leicht klebrig- vermutlich wegen der ewigen Tomatensauce, die hier wie Lava aus dem Boden blubberte.
Plötzlich bebte die Erde.
Ein grollendes Grollen grollte wie nur Grollen grollen kann.
Und aus dem inneren des Pasta-Dschungels kam... eine Gestalt.
DER LÖFFELKRIEGER
Er war mindestens... zwei Meter klein. Trug einen Helm aus Dosenblech. Hielt einen Löffel, der glänzte wie frisch abgeleckt. Sein Gürtel bestand aus Tortellini.
„Du... willst das Zahnrad des AI Dente?" knurrte er.
Ich nickte. „Ja! Und ich will... den Ketchup dazu!"
Er trat näher. Schnupperte an mir.
„Du riechst nach Abenteuer. Und nach Waschbär."
Ich errötete. „Lange Geschichte."
Dann sagte er:
„Nur wer die Drei Prüfungen der Pasta besteht, darf das Zahnrad in Besitz nehmen. Bist du bereit?"
Ich grinste. „Ich bin Grinsbart Tunichtgut. Ich war bereit, bevor ich wusste, wofür!"
Er zückte den Löffel. Ich den Pümpel.
Und dann... begann das Nudelduell.
Aber das, meine Freunde, ist eine Geschichte mit Gabeln, Gekicher- und einem plötzlichen Regenguss aus Tomatensuppe.
Seifenblasenhafen
Der Startpunkt aller Abenteuer, direkt neben der legendären Badewanne.
Hafenmeister: Badeente „Quiekquack"
Schiffe: Lego-Schlachtschiff „Fliegende Fischgräte" (unter Wasserdichtheitsgarantie vom Opa)
Berühmte Landmarke: Wäschekorb-Berg- der höchste Berg aus verlorener Unterwäsche
Insel der verlorenen Socken
Eingeklemmt zwischen „Waschmaschinenströmung" und dem „Wollsockenriff".
Gefährlich: Die Einzelsocken-Rebellen
Sehenswürdigkeit: Der „Trockner-Golem"- ein riesiger Wächter aus vergessenen Socken und zerknüllten Hausschuhen
Tipp: Halte deine Socken fest, sonst gibt's Sockenschwund!
Pupsend-Palmen-Archipel
Eine Inselgruppe, wo Palmen furzen, wenn der Wind weht- mit Soundeffekten!
Berüchtigte Bewohner: Die fliegenden Kokosnussbomben
Mutprobe: Nase zuhalten und trotzdem durch den Palmenduft segeln
Rekordhalter: Käpt'n Pupsi, der lauteste Pirat im Südmeer
Ravioli-Insel
Die Heimat des sagenumwobenen „Zahnrads des AI Dente".
Landschaft: Spaghetti-Bäume, Penne-Felsen und ein Parmesan-Vulkan
Bewohner: Der mystische Löffelkrieger und seine Nudelschergen
Rätsel: Jedes gesprochene Wort endet mit „...mit Käse?"
Legende: Wer das Zahnrad gewinnt, darf sich „Pasta-Pirat des Jahrhunderts" nennen
Kap Dosenöffner
Steile Felsküste mit gigantischen Büchsen, die aus dem Boden ragen.
Gefahren: Fliegende Sardinen und explodierende Erbsen
Heimstatt der „Knackbüchsen-Bande", den gefürchtetsten Piraten mit Dosenöffnern als Waffen
Highlight: Der Super-Dosenöffner, mit dem man jedes Schloss knackt (oder das WLAN)
Omas Geheimversteck
Versteckt hinter der Küche und unter einem Berg alter Einkaufslis-ten.
Schatz: Alte Quittungen, Pfannen mit Geheimcode und das legendäre Nähkästchen voller Piratengeheimnisse
Wächterin: Oma Backenbart mit ihrer tödlichen Pfannenwerfer-Fähigkeit
Das Karton-Schiff „Schnurrende Krake"
Heimathafen von Märrick, dem tollpatschigen Fellkapitän.
Besonderheit: Zusammengeklebt aus Kartons, Klebeband und Katzenstreu-Augenklappe
Abenteuer: Wird regelmäßig von Staubsaugern und Türen herausgefordert
Die Prüfungen der Pasta, das Zahnrad des AI Dente und warum man nie mit Spaghetti seiltanzen sollte
Der Löffelkrieger stand da, ernst wie ein schlecht gelaunter Suppentopf. Sein Umhang wehte im Parmesanwind.
„Du willst das Zahnrad des AI Dente", sagte er.
Ich nickte.
Lord Quiequack quiekte.
Käpt'n Bürstenbart verlor das Gleichgewicht und fiel in eine Pfütze Tomatensauce. Platsch.
„Dann musst du die Drei Prüfungen der Pasta bestehen", fuhr der Löffelkrieger fort.
Ich räusperte mich heldenhaft (und verschluckte mich an einem Farfalle-Stück, das durch die Luft wehte).
„Ich bin bereit!" rief ich.
„Dann... beginne!"
PRÜFUNG 1: Der Gouda-Golem
Plötzlich bebte der Boden.
Aus der Erde erhob sich ein gigantischer Käseklotz- rund, zerlaufend, mit zwei Oliven als Augen.
Er röhrte: „ICH BIN GOUDA-GOLEM. WER MEINEN SCHMELZ NICHT FÜRCHTET, VERDIENT DEN SCHATZ NICHT!"
Ich zog meinen Pümpel und brüllte: „Ich fürchte nur kalten Spinat! Und... Mathe."
Der Golem schnaufte.
Ich sprintete los, sprang auf eine Mozzarellakugel, rutschte an einem Stück Brie entlang und- zack!- verpasste ihm mit dem Pümpel einen Saugknall auf die Nase.
Er erstarrte.
„KÄSEKRISE!" rief er.
Und zerbröselte zu Reibekäse.
„Prüfung bestanden", sagte der Löffel krieger und wischte sich einen Schmelzkäsestreifen von der Rüstung.
PRÜFUNG 2: Der Spaghetti-Seiltanz
„Nur wer die Balance auf der Nudel hält", sprach der Krieger, „verdient das Zahnrad."
Er zeigte auf eine riesige Spaghetti, die über einem brodelnden Lavakessel aus Tomatensauce gespannt war.
Darunter... blubbernde Blasen.
Ein Schild: „Vorsicht, extra scharf!"
Ich schluckte.
Dann schnappte ich mir Lord Quiequack als Balancierpartner, hob die Arme und schrie:
„Ich bin Grinsbart Tunichtgut, Herrscher der Rutschbahn!"
Der erste Schritt: wackelig. Der zweite: zitterig.
Beim dritten rief Quiequack entsetzt: „QUIIIIIEK!"
Und dann rutschte ich aus, drehte mich in der Luft, vollführte einen Salto, landete rückwärts- mit dem Po auf der Nudel- und rutschte komplett durch bis ans andere Ende.
Der Löffelkrieger klatschte.
„Nicht elegant. Aber beeindruckend."
Ich war zu benudelt, um zu antworten.
PRÜFUNG 3: Der Nudeldrache
Ein Donnergrollen. Der Himmel verdunkelte sich.
Aus dem Parmesan-Vulkan erhob sich... DER NUDELDRACHE!
Er war lang, schuppig, sah aus wie ein zu lange gekochter Makkaroniwurm und spuckte Tomatensauce mit Basilikumgeschmack.
Und er hatte... drei Köpfe: Spirelli, Tortellini und Lasagne.
„ICH BIN HUNGRIG NACH MUT!" rief er.
Ich zitterte.
Dann griff ich zu meinem letzten Mittel: Der Tanz des Gabelschwungs.
Ich holte tief Luft, sprang vor, schwang Käpt'n Bürstenbart wie ein Helikopter, tanzte Macarena mit einem Ravioli- und schrie:
„DIE NUDEL IST STARK, DOCH MEIN WILLE IST AL DENTE!"
Der Nudeldrache hielt inne. Sah mich an. Dann... fing er an zu weinen.
„So eine schöne Rede hat mir noch nie jemand gehalten!"
Er rollte sich zusammen wie ein Zimtschneckenwurm und verschwand summend im Vulkan.
DAS ZAHNRAD DES AL DENTE
Der Löffel krieger trat vor.
„Du hast es geschafft", sagte er.
Er reichte mir ein glänzendes Zahnrad aus goldener Pasta, graviert mit uralten Nudelschriftzeichen.
„Damit kannst du die legendäre Pasta-Kanone aktivieren- die Waffe, die jeden Feind mit Teigwaren bezwingt."
Ich hob das Zahnrad in den Himmel.
Die Sonne spiegelte sich darin.
Lord Quiequack quiekte stolz.
Käpt'n Bürstenbart war voller Tomatensauce, aber glücklich.
Und ich wusste:
Das war nur der Anfang.
Am Horizont hörte ich eine Stimme krächzen:
„GRINSBART! DU FALSCHGEKÄMMTER FISCHKOPF! ICH KOMME ZURÜCK!"
Räuberklaue der Waschbärpirat.
Er hatte überlebt... und schmiedete bereits neue, käsige Pläne.
Titel: „Krümel, Krummsäbel & Krawattenknoten- Erinnerungen echter Freibeuter“
Oma Backenbart
Lieblingsspruch:
„Wer morgens pünktlich flucht, hat abends Zeit für Pfannkuchen.“
Hobby: Bratpfannenpolieren bei Mondschein
Gezeichnet: Ein Herz mit einem Löffel drin
Räuberklaue, der Waschbärpirat
Gegner von Grinsbart- leider poetisch.
Gedicht (mit Schmollton):
„Grinsbart, du Lump, mit Gummistiefelkunst, dein Bart ist ein Witz und du riechst nach Duschwurst. Doch warne ich dich, mein pelziger Schwur: Beim nächsten Duell bring ich Shampoo und Schwur!“
Märrick der Möchtegernkapitän
Kritzelei: Ein krummer Anker, der schnarcht
Eintrag:
„Ich war mal kurz Kapitän, fiel dann von der Reling- tat's wieder nicht versteh'n. Doch eines Tages, oh ja ich schwör: Dann bin ich der Chef vom Teppichmeer!"
Baron von Quatsch
Signatur: Ein verschmierter Zylinder mit Teetasse
Zitat:
„Nur wer rückwärts niest und vorwärts lügt, hat das Herz eines echten Vogels "
Kapitänin Knusperzahn
Spruch:
„Zucker macht wach. Ich auch."
Gezeichnet: Ein Einhorn mit Karies
Grinsbart Tunichtgut
Lieblingseintrag (mit Seifenschaumfinger geschrieben):
„Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von hinten ein Furz daher, Drum halt die Nase, lach dabei- und segel weiter, frei und frei!"
Er trägt stets einen zerdrückten Zylinder und riecht nach Bibliothek und Marmelade. Niemand weiß genau, ob er ein echter Professor ist- aber er hat bei jeder Gelegenheit ein Fernrohr aus Porree dabei.
Sein Spruch im Album:
„Wenn alles kracht und keiner lacht, dann denk an Brot, das leise kracht. Flüster das Wort mit Honig im Ohr: Krümelknallzack!- und die Welt steht davor... zu tanzen, zu toben, zu fliegen, zu wirbeln- doch nur, wenn du dabei dein linkes Ohr zwirbelst."
Dazu gezeichnet:
Ein tanzender Toast mit Piratenhut, Augenklappe und explodierendem Marmeladenglas,
Unterschrift: „Z- wie Zwieback, Zauber und Zimtschnecken."
Besonderheit:
Niemand weiß so recht, was dieser Spruch bedeutet.
Aber Grinsbart wird ihn in Kapitel 6 in einem Moment totaler Verzweiflung zufällig murmeln- und damit eine magische Wende einleiten, bei der eine Armee von tanzenden Toasts das Ruder übernimmt.
Doch pssst- das bleibt noch geheim!
Räuberklaue kehrt zurück, die Lollipopf-Insel tanzt Polka und ein Toast hebt ab.
Die Sonne schien quietschbunt wie ein überzuckerter Regenbogen über der Lollipopf-Insel.
Grinsbart, Lord Quiequack und Käpt'n Bürstenbart waren gerade dabei, einen Sirup-Schneeball zu bauen, als plötzlich...
„PIRATENALARM!!!"
Ein Schatten fiel über den Zuckerstrand. Etwas Großes. Etwas Pelziges.
Etwas mit sehr schlechter Laune und einem Schiff aus zusammengeklebten Waschbärenfellmützen.
„GRIIIIIIIIINSBAAAAAAART!"
Die Stimme klang, als hätte jemand einen Staubsauger mit Wut gefüttert.
Grinsbart erstarrte. Lord Quiequack quietschte. Käpt'n Bürstenbart versteckte sich in einer Waffelröhre.
Die Rückkehr des Räuberklaue
Räuberklaue, der stinkig-verrückte Waschbärpirat, war zurück.
Mit seinem fliegenden Schiff, der Kieptomanischen Kratzbürste, landete er mitten auf dem Lutscherfeld.
Bonbons sprangen in alle Richtungen. Ein Kaugummibaum verlor vor Schreck sein gesamtes Blattwerk.
„DIESMAL HOL ICH MIR DEINEN PÜMPEL, GRINSBART! UND DEIN TOASTFRÜHSTÜCK GLEICH MIT!"
Grinsbart trat entschlossen vor.
„Niemand- ich wiederhole: NIEMAND- nimmt mir mein Toast. Außer Oma. Die darf das."
Die Flucht auf dem Flugtoast
Just in diesem Moment flog eine große, goldbraun gebackene Toastscheibe vorbei. Mit Flügeln. Und Propeller. Und... Honig als Treibstoff?
„Schnell!" rief Grinsbart.
„Auf das Flugtoast!" Sie sprangen auf. Das Toast quietschte.
Lord Quiequack übernahm das Steuer, obwohl er nur rückwärts fliegen konnte.
Räuberklaue brüllte:
„KOMMT SOFORT ZURÜCK! ICH HAB EUCH NOCH NICHT ANGEMOTZT!"
Die magische Wendung: Poesiealbum erwacht
In der Luft begann Grinsbart zu kramen.
„Ich brauch was... irgendwas... Magie... Keks... AHA!"
Er zog das Piraten-Poesiealbum hervor.
„Professor Zwiebacks Spruch! Ich hab ihn nie verstanden, aber das heißt doch gar nix!"
Er flüsterte die Worte:
„Krümelknallzack!"
...und zwirbelte dabei sein linkes Ohr.
Die Luft flimmerte. Das Toast bebte.
Lord Quiequack verlor kurzzeitig die Kontrolle (und sein Gleichgewicht).
Ein Strudel aus goldenen Krümeln schoss in den Himmel- und plötzlich...
Die tanzende Armee der Frühstücksfreunde
BÄM!
Aus dem Strudel purzelten: eine Armee von Brötchen mit Sonnenbrillen, ein Croissant mit Degen, ein Pfannkuchen mit Jetpack, ein Zimtstern auf einem Einrad, und eine Donut-Patrouille mit Sirenen.
Sie landeten auf der Insel, kreisten Räuberklaue ein- und begannen... zu tanzen.
Aber nicht irgendeinen Tanz. Den Schleudernden Butterboogie.
Räuberklaue taumelte, stolperte, lachte... und... fiel... in ein gigantisches Glas Erdbeermarmelade.
Stille.
Dann sagte Grinsbart:
„Manche Probleme löst man mit Käse. Andere mit Poesie. Aber die besten löst man mit Frühstück."
Am Ende des Kapitels...
Grinsbart setzte sich auf den Rand des Flugtoasts, sah in den Sonnenuntergang und seufzte:
„Ich glaub, ich hab grad was ganz Wichtiges gelernt... aber ich hab's wieder vergessen."
Lord Quiequack schob ihm ein Croissant in den Mund.
Käpt'n Bürstenbart schlief mit einer Zimtschnecke auf dem Bauch.
Spaghettina, das Labyrinth der Lutschgurken und das musikalische Desaster der Seeschnecken.
Der Himmel roch nach Pfefferminze.
Grinsbart saß auf dem Rücken des Fiugtoasts und hielt sich mit einer Hand am Pümpel fest, mit der anderen an einem Keks.
„Was siehst du, Lord Quiequack?" fragte er.
Quiequack drehte seine Piratenaugenklappe auf die andere Seite und brumm-quiekte:
„Da vorn! Ein leuchtendes Etwas mit Nudeln im Haar!"
Die geheimnisvolle Spaghettina
Und tatsächlich:
Auf einem schwebenden Lutscherfelsen saß eine junge Frau mit einem wallenden Kleid aus Alufolie, einem Gürtel aus Parmesan und Haaren aus Spaghetti Carbonara.
„Ich bin Spaghettina, die Nudelkönigin der Seeschneckenbucht!"
Ihre Stimme klang nach Oper und Makkaroni.
„Du bist Grinsbart, der Prophezeite mit dem Pümpel?"
Grinsbart nickte,
„Und dem Toast."
Spaghettina verbeugte sich würdevoll- und verhedderte sich mit den Haaren in einem Windstoß.
„Dann bist du der Auserwählte für das nächste große Chaos: Das Labyrinth der Lutschgurken"
Das Labyrinth der Lutschgurken
Ein Ort, so gefährlich, dass selbst Gummibären dort nicht freiwillig naschen.
Ein Labyrinth aus glitschigen, süßsauren Gurken, die bei Gefahr singen- in A-Dur.
„Sie jodeln, wenn sie Angst haben", warnte Spaghettina. „Und sie hassen schlechte Lyrik."
„Dann bin ich hier goldrichtig", meinte Grinsbart.
Sie traten ein. Die Gurken zitterten.
Die Luft schmeckte nach Kaugummi und Knoblauch.
Und plötzlich- ertönte Musik.
Aber keine schöne.
Das Seeschneckenorchester taucht auf
Dreißig muschelbepanzerte Seeschnecken glitten aus dem Schatten.
Sie trugen Notenständer, Geigen, Trompeten aus Muschelschalen und einen Dirigentenstab aus Algen.
Aber niemand traf einen einzigen Ton.
BRÖÖÖT- FIEDDDEL- KRAAANG- MÖÖÖÖP.
Grinsbart hielt sich die Ohren zu.
Lord Quiequack tanzte aus Protest den „Stillen Widerstandstanz der Ohrenquallen".
Spaghettina fluchte auf Raviolisch.
„Sie brauchen Hilfe", flüsterte Grinsbart.
„Sie sind... entstimmt."
Er öffnete das Poesiealbum. Seite 17. Ein Lied, das nur bei schiefer Musik Wirkung zeigt.
Wenn die Schnecke falsch musiziert, und dein Trommelfell marschiert, puste in ein leeres Glas- und alles klingt wieder... wie's mal war!
Grinsbart pustete. Ein tiefer Plopp erklang. Die Schnecken verstummten. Dann: Harmonie. Melodie. Sogar der Dirigent heulte vor Rührung.
Ende des Kapitels: Ein Konzert auf Gummigurken
Die Lutschgurken jodelten vor Freude. Das Orchester spielte das Brötchen-Ballett in P-Dur.
Spaghettina verbeugte sich, Grinsbart bekam ein Ehrennudelband.
Und das Toast? Es klatschte mit den Krusten.
Grinsbart sagte zum Sonnenuntergang:
„Das war das dämlichste Konzert meines Lebens. Ich geb ihm zehn von zehn Punkten."
Die singende Socke von Schlappflossenriff und das Geheimnis des Tintenfischpostamts.
Grinsbart erwachte mit einem Schnarchen, das drei Muscheln vom Flugtoast fegte.
„Wo... wo sind wir?"
Lord Quiequack sah sich um und wackelte bedeutungsvoll mit der Schnabelspitze.
„Wir sind im Schlappflossenriff" flüsterte eine Stimme aus dem Nebel.
„Dort, wo Socken leben, die längst verschwunden schienen..."
Die singende Socke erscheint
Aus dem Dunst glitt ein zartes Etwas. Es war flauschig. Es roch leicht nach Lavendel. Und... es sang.
Mit vibratoseidiger Stimme:
„Ich war einmal links, dann plötzlich allein,
mein Zwilling verlor sich im Wolluniversum mein.
Doch nun bin ich frei, ich schwebe im Klang-
ais Socke, die singt... und dabei auch sprang!"
Grinsbart blinzelte.
„Ist das eine Socke?"
„Das ist Lari Luftstrumpf" flüsterte Spaghettina ehrfürchtig. „Die singende Heldin der verlorenen Wäschestücke."
Das Tintenfischpostamt
Die Socke führte sie durch das Riff, vorbei an quakenden Quallen und schüchternen Seepferdchen, direkt zu einem riesigen Gebäude aus Muscheln, Briefmarken und Tintenklecksen.
Über der Tür stand in tropfender Kalligrafie:
TINTENPOST- Wir klecksen, was du dich nicht traust zu sagen.
Drinnen schwebten Tintenfische mit Mützen und Briefumschlägen.
Ein besonders großer trug ein Monokel und schielte streng auf ein Marmeladenglas.
„Was kann ich für Sie tun?"
Sein Name: Postdirektor Tentakulius von Brief & Krake.
Ein mysteriöser Brief
Grinsbart zeigte sein Poesiealbum.
Tentakulius quietschte, spritzte versehentlich Tinte auf Lord Quiequack und kramte in einem endlosen Stapel Briefe.
„Aha! Ein Brief an dich. Nie ausgeliefert. Postweg verloren im Schleimpaket"
Grinsbart öffnete vorsichtig.
An den mutigsten Krümelritter der See.
Wenn du das liest, ist es fast zu spät.
Im Labyrinth der Lachkraken liegt die Antwort, die du suchst.
Vertrau dem Toast. Und streichel nie eine Socke gegen den Strich.
- gez. X
Alle starrten sich an.
„Was ist das Labyrinth der Lachkraken?" fragte Grinsbart.
„Und wer ist X?"
Die Socke zuckte mit dem Bündchen.
Tentakulius senkte den Blick.
Spaghettina sagte leise:
„Es beginnt."
Ein Lied zum Abschied
Lari Luftstrumpf hob die Stimme und sang:
„Wenn Briefe flüstern und Kraken lachen,
dann wird das Meer zum Ort der Sachen.
Vertrau dem Brot mit Flügelmut-
und lauf nie barfuß, das tut nie gut!"*
Grinsbart nickte.
„Zeit, dass wir das nächste Rätsel knacken- bevor uns die nächste Socke ansingt."
Lord Quiequack schnallte sich ein Briefmarkenkatapult um.
Käpt'n Bürstenbart tauchte aus einem Umschlag auf, murmelte „Zollgebühren sind Teufelswerk" und verschwand wieder.
(Nur rufen, wenn die Socke juckt oder das Bündchen drückt!) Achtung! Fäuste-äh, Füße- hoch! Und jetzt gemeinsam:
„Ein Sockenpaar, ein Schlurfschritt,
wir kämpfen mit Fusselflausch und Tritt!
Für Zehenfreiheit, gegen Fußgeruch-
wir weichen nie- nicht mal beim Spagatversuch!
Wir sind das Bündchen, das niemals bebt,
wir sind das Muster, das ewig lebt!
Ob gestreift, geblümt oder löchrig wie Mist-
wir rebellieren, bis der Fuß uns vermisst!**
REBELLION MIT BAUMWOLLE- UND HERZI
Anleitung für den Sockenschlachtruf-Einsatz:
Laut rufen beim Finden einer einzelnen Socke unter dem Bett.
Bei Kämpfen gegen mürrische Hausschuhe.
Vor dem finalen Endboss: Doppelsocke der ewigen Einengung.
Oder einfach so. Weil's Spaß macht.
Die Lachkrakenfalle, das fliegende Gurkenklavier und die tickende Zeitzimtrolle,
Grinsbart, Lord Quiequack, Spaghettina und Lari Luftstrumpf (die mittlerweile einen kleinen goldenen Notenschlüssel im Bündchen trug), reisten weiter- auf dem Rücken des Flugtoasts, der neuerdings hupen konnte.
„Wir sind fast da", sagte Lari, während sie mit dem Fuß tippelte.
„Wo? In der Irrenanstalt für Meeresfrüchte?" fragte Grinsbart, als plötzlich ein Tentakel aus dem Himmel klatschte- gefolgt von einem schrillen Lachen.
Lachkraken greifen an!
„Hiiiiiiihiiiiihiiii!" „Bwwwwaaaaahahaaaaa!"
„Knöpf mich zu, ich kann nicht mehr!!"
Über ihnen schwebten sie: die Lachkraken.
Acht Tentakel, zwölf Zahnlücken und ein Humor, der selbst Clowns zum Weinen brachte.
Sie warfen glibberige Witzbomben- kleine Gelee-Kapseln, die beim Aufprall schlechte Kalauer ausspuckten:
„Was sagt ein Oktopus mit Schluckauf?- Glucktopus!"
Grinsbart ächzte. „Das ist Folter!
Das Gurkenklavier erscheint
Mitten im Chaos landete eine riesige, grüne Tastatur- jede Taste war eine eingelegte Gurke, die beim Drücken einen Ton und einen Witz von sich gab:
C-Gurke: „Warum ging der Salat zur Therapie?“- „Weil er in der Dressing-Phase steckte!“
Lord Quiequack versuchte, darauf zu tanzen, blieb aber an einer Essiggurke kleben und schleuderte quer durchs Bild.
„Nur eine Melodie kann die Lachkraken beruhigen!“ rief Spaghettina.
„Etwas... Ernstes. Tiefgründiges. Tragisches.“
Grinsbart nickte.
Er setzte sich ans Gurkenklavier. Atmete tief ein.
Und spielte “Die Ballade des verlorenen Toastes in Moll“.
Sofort verstummten die Kraken.
Sie schwebten, ihre Tentakel hingen schlaff wie nasse Spaghetti.
Einige weinten. Einer kitzelte sich selbst aus Versehen und wurde von den anderen verprügelt.
Die tickende Zeitzimtrolle
Doch plötzlich: Ticken.
Ein Törtchen rollte heran. Aus Zimt. Mit Zuckerguss. Und... einer Stoppuhr.
„Das ist die Zeitzimtrolle!" keuchte Lari Luftstrumpf.
„Wenn sie auf Null tickt, dreht sich die Zeit rückwärts- und ALLES wird zum Frühstück!"
Grinsbart sprang auf das Gurkenklavier, ließ einen finalen Akkord krachen (inklusive Witzexplosion: „Warum können Brokkoli nie lügen?- Weil sie grün werden!"), griff nach dem tickenden Gebäck und schrie:
„NICHT HEUTE, ZIMTROLLENAPOKALYPSE!!"
