Ich kannte kein Limit - Sascha K. - E-Book

Ich kannte kein Limit E-Book

Sascha K.

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Beschreibung

Sascha kann im Nachhinein nicht mehr genau sagen, wann es angefangen hat, dass er zu viel trank. Trinken, ja, das tat er gern und viel am Wochenende. Weil es für ihn und seine Kumpel einfach dazugehörte. Doch bald trank er auch zwischendurch, um wieder runterzukommen, abzuschalten, Spaß zu haben. Bis Sascha erkannte, dass er sich sein Leben vom Alkohol zurückerobern muss.

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EPUB
MOBI

Seitenzahl: 161

Veröffentlichungsjahr: 2014

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Sascha K. In Zusammenarbeit mit T. A. Wegberg

Ich kannte kein Limit

Mein Leben mit dem Alkohol

In dieser Reihe außerdem erschienen:Ela Aslan: Plötzlich war ich im Schatten.Mein Leben als Illegale in Deutschland Anna B.: Ich werde die Bilder im Kopf nicht los.Mein Leben nach dem Missbrauch Bader/Braun/Sailer/Schober/Schreiber/Sellmaier: Die Schüler von Winnenden.Unser Leben nach dem Amoklauf Christina Helmis: Mein Lollimädchen-Ich.Mein Leben mit der Magersucht Lisa-Marie Huber: Der Tod kriegt mich nicht.Mein Leben mit der Leukämie Julia Kristin: Online fühle ich mich frei.Mein Leben im Netz Josephine Opitz: Auf dem Laufsteg bin ich schwerelos.Mein Leben als Model im Rollstuhl Angela S.: Dann bin ich seelenruhig.Mein Leben als Ritzerin Mihrali Simsek: Mit 18 mein Sturz.Mein Leben im Gefängnis Sabrina Tophofen: So lange bin ich vogelfrei.Mein Leben als Straßenkind

Zu diesem Buch wird eine Unterrichtserarbeitung erstellt. Informationen darüber erhalten Sie beim Arena Verlag, Würzburg, unter Telefon 0931/79644-0 oder www.arena-klassenlektueren.de.

Aus Datenschutzgründen wurden die Namen im nachfolgenden Text von der Redaktion geändert.

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Auflage 2014 © 2014 Arena Verlag GmbH, Würzburg Alle Rechte vorbehalten Einbandgestaltung: Juliane Hergt, unter Verwendung eines Fotos von © Luis Alvarez, Getty Images ISBN 978-3-401-80403-3

www.arena-verlag.deMitreden unter forum.arena-verlag.de

Das Lied des Trinkers

Es war nicht in mir. Es ging aus und ein.

Da wollt ich es halten. Da hielt es der Wein.

(Ich weiß nicht mehr, was es war.)

Dann hielt er mir jenes und hielt mir dies bis ich mich ganz auf ihn verließ.

Ich Narr.

Jetzt bin ich in seinem Spiel und er streut mich verächtlich herum und verliert mich noch heut an dieses Vieh, den Tod.

Wenn der mich, schmutzige Karte, gewinnt, so kratzt er mit mir seinen grauen Grind und wirft mich fort in den Kot.

Rainer Maria Rilke

Prolog

Bis in die frühen Morgenstunden trafen Leute ein, die ich nicht kannte. Sie nahmen das Haus in Besitz wie ein Schwarm Hornissen. Doch jetzt, wo es darauf angekommen wäre, war ich nicht mehr einsatzfähig. Ich hatte einfach viel zu viel getrunken und gekifft. Kopflos, unentschlossen und mit revoltierendem Magen irrte ich durch die Zimmer, guckte fassungslos zu, wie alles außer Kontrolle geriet, und wusste nicht, wie ich eingreifen sollte. Immer wieder geisterte derselbe Gedanke durch mein vernebeltes Gehirn: Was mach ich bloß, wenn mein Vater morgen zurückkommt und dieses Chaos vorfindet?

Aus Verzweiflung und vielleicht auch weil es mir inzwischen zur Gewohnheit geworden war, trank ich immer weiter. Was das Ganze auch nicht besser machte. Irgendwann kam ich im Garten zu mir, mit halb heruntergelassener Hose, neben mir eine Lache Erbrochenes und eine fast leere Flasche Sekt, und wusste nicht, wie ich da hingeraten war. Mühsam rappelte ich mich auf und sah Ivo neben mir hocken. »Geht’s wieder?«, fragte er mit prüfendem Blick.

»Ja, geht schon.« Diese drei Silben sauber zu artikulieren, fiel mir unendlich schwer. Ich fummelte an meiner Hose herum und kriegte den Bund erst beim dritten Anlauf zu fassen. Beschämt zog ich sie wieder nach oben.

»Geht ganz schön ab da drin«, sagte Ivo und wies mit dem Daumen über die Schulter auf unser Haus.

Ich schüttelte resigniert den Kopf. »Wo kommen diese Typen bloß alle her?«

»Das war Dennis. Er hat die Party bei Facebook unter Veranstaltungen gesetzt. Öffentlich.«

»Dennis?!« Ich war geschockt. Wieso sollte Dennis so was machen? Ich hatte doch die Gästeliste mit ihm besprochen! Er hatte mir sogar die Özel-Brüder als Türsteher empfohlen, damit sie aufpassten, dass nur die geladenen Gäste ins Haus kamen! »Bist du sicher?«

Ivo zog sein Handy aus der Hosentasche, tippte und wischte ein paar Mal auf dem Display herum und hielt es mir dann hin. Der Bildschirm verschwamm vor meinen Augen. Ich blinzelte und starrte angestrengt darauf. Er hatte recht. »Scheiße.«

Die ersten Gäste gingen wieder. Sie zogen grölend durch das stille Wohngebiet, knickten die Seitenspiegel geparkter Autos ab, pinkelten gegen Gartentore, stellten leere Bierflaschen auf Mauerkronen ab oder warfen sie auf die Fahrbahn und kletterten übermütig an Straßenschildern hoch. Zwei Mädchen keiften mit schrillen Stimmen.

Ivo klopfte mir wortlos auf die Schulter, erhob sich und ließ mich allein. Ich wagte nicht, ins Haus zu gehen, aus Angst vor dem, was mich drinnen erwartete.

1

Ich bin ein Alpha. Oder ein Beta.

Das klingt wie aus einem schlechten Science-Fiction-Film, aber in Wirklichkeit ist es eine Unterteilung von Alkoholkonsumenten in verschiedene Typen. Der Alpha-Typ trinkt, um mit Stress und Frust fertigzuwerden. Der Beta-Typ trinkt am liebsten in Gesellschaft, zum Beispiel auf Partys. Der Gamma-Typ trinkt lange Zeit gar nichts, gibt sich aber dann total die Kante. Der Delta-Typ trinkt täglich, und zwar immer gerade so viel, dass er einen gewissen Pegel hat, aber nicht unbedingt auffällt. Und der Epsilon-Typ lebt eine ganze Zeit lang enthaltsam, um dann alles nachzuholen und tage- oder sogar wochenlang im Vollrausch zu bleiben.

Nach dieser Einteilung gelten Alpha- und Beta-Typen nicht als Alkoholiker. Sie sind zwar gefährdet, aber nicht abhängig. Wenn ich mich in dieses Schema einsortieren müsste, dann irgendwo zwischen Alpha und Beta. Manchmal trinke ich aus Frust, weil es nicht so läuft, wie ich es mir vorstelle, oder auch wenn mir irgendwas Mieses passiert ist. Und ich trinke auf Partys oder wenn ich mit Freunden unterwegs bin.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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