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Wir sind doch alle Individualisten! Oder etwa nicht?
Warum essen wir Scampis, aber keine Maikäfer? Warum tragen wir im Supermarkt keinen Bikini, am Strand aber schon? Und warum gehen wir in die Schule, obwohl wir gar keine Lust haben? Regeln, Normen und Gesetze haben uns fest im Griff. Aber wie kommen diese Normen eigentlich in unseren Kopf? Und was ist überhaupt »normal«? Anhand anschaulicher Beispiele erklärt Nikolaus Nützel, wie unsere Gesellschaft funktioniert – und wie wichtig es ist, dass die Jungen auch mal gegen den Strom der Alten schwimmen, Regeln hinterfragen und das Undenkbare denkbar machen.
• Eine Analyse unserer Gesellschaft – geistreich und unterhaltsam
• Mit Cartoons von Rattelschneck, bekannt aus FAZ, Süddeutsche und DIE ZEIT
• Mit spannenden Themenkästen und einem Glossar der Fachbegriffe
Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:
Seitenzahl: 192
Veröffentlichungsjahr: 2013
Nikolaus Nützel
Ihr schafft mich!
Wie andere, dein Leben bestimmen.
und wie du dein Leben selbst bestimmen kannst
Mit Cartoons von Rattelschneck
cbj ist der Kinder- und Jugendbuchverlag
in der Verlagsgruppe Random House
Gesetzt nach den Regeln der Rechtschreibreform
1. Auflage 2013
© 2013 cbj, München
Alle Rechte vorbehalten
Lektorat: Uwe-Michael Gutzschhahn
Einbandgestaltung: init.büro für gestaltung, Bielefeld
unter Verwendung einer Zeichnung von Rattelschneck
Innenillustrationen: Rattelschneck
AW · Herstellung: hag
Satz: KompetenzCenter, Mönchengladbach
ISBN 978-3-641-09572-7
www.cbj-verlag.de
So. Jetzt geht’s los. Und in etwa 200 Seiten hört es wieder auf. Und zwischendrin kommt immer mal wieder ein Wort vor: »WARUM?« Aber warum?
In diesem Buch geht es also um Fragen. Zum Beispiel um die Frage:
WARUM
(UM HIMMELS WILLEN!)
HAT JANA ROTE AUGEN?
Schließlich ist Jana kein weißes Kaninchen (die ja bekanntlich öfter mal rote Augen haben), sondern eine junge Frau aus einer mittelgroßen Stadt in Westdeutschland. Warum also hat Jana rote Augen, als wir sie auf der Frankfurter Buchmesse treffen?
(Die einfache Antwort lautet: Jana ist Cosplayerin. Und die machen das halt manchmal so. Und wer nicht weiß, was Cosplay ist, der kann ja, wenn er mag, bei Wikipedia oder sonst wo nachschauen.)
ALSO:
FRAGE BEANTWORTET.
BUCH FERTIG. UFF.
Der Autor ist zufrieden, weil er DAS KÜRZESTE BUCH ALLER ZEITENgeschrieben hat. Der Leser ist zufrieden, weil er in Rekordzeit ein Buch gelesen hat. Also Schluss.Buch zuklappen, wegstellen. Alle zufrieden.
Der Leser kann das jetzt machen. (GLÜCKWUNSCH!)
Der Autor leider nicht.
Der muss noch ein paar Seiten schreiben. Denn sonst wird der Verlag sagen:
EIN BUCH HAT MEHR ALS NUR EINE SEITE!
Um genau zu sein: Ein Buch hat mindestens 49 SEITEN.
(So heißt es bei Wikipedia, die das wiederum von der Bildungsorganisation der Vereinten Nationen hat. Also muss es ja stimmen. Auch wenn man sich fragt, wie das geht, wo doch ein Blatt eines Buches immer zwei Seiten hat.) Aber warum verlangen die Vereinten Nationen 49 Seiten? Und nicht 59? Gegenfrage:
WARUM NICHT?
TATSACHE IST: Wenn man darüber reden will, was ein Buch ist, braucht man Regeln. Normen. Eben beispielsweise Normen, die festlegen, was ein Buch ist. Normen, die festlegen, was in einem Buch stehen soll und was besser verboten gehört.
SPIESSIGER QUATSCH?
Möglich. Aber der Autor kann ja mal was drüber schreiben. Und der Leser (oder auch die Leserin) kann ja mal drüber nachdenken.
NACHDENKEN ALSO. Zum Beispiel über die Frage: Warum hat denn nun Jana rote Augen, in Frankfurt, auf der Buchmesse? Warum hat Jana KEINE ROTEN AUGEN,wenn sie durch die Stadt läuft, in der sie wohnt? Warum hat sie keine roten Augen, wenn sie TANZEN geht? Warum geht Jana im August, bei 32 Grad, nicht im Bikini zum Einkaufen? Und auch nichtNACKT? Warum trägt Jana KEIN KOPFTUCH, Ipek aber schon? Warum ist JANA (als sie noch zur Schule ging) zur Schule gegangen, obwohl sie regelmäßig überhaupt keine Lust dazu hatte?
Warum glaubt Ipek an GOtt?
Warum glaubt Jana nicht an GOtt? ODER zumindest irgendwie nicht so richtig. ODER vielleicht doch. ODER zumindest irgendwie manchmal irgendwas mit Buddhismus.
(Und überhaupt: Warum hat der Autor gerade eben die beiden ersten Buchstaben bei
»GOtt«großgeschrieben?)
Und wie schafft es der AUTOR, neben all diesen Sachen auch noch Themen wie Gerechtigkeit, POLITIKVERDROSSENHEIT, aber auch Masturbation in diesem Buch unterzubringen? Wie macht er das, der Autor?
UND WARUM?
Jetzt ist aber erst mal Schluss mit der FRAGEREI. Denn wie es sich für ein ordentliches Buch gehört, hört der ANFANGSTEIL auch mal wieder auf.
Noch ein Hinweis für alle, die über ein Buch nicht nur sagen:
»JA, DAS IST EIN BUCH«
– sondern es in irgendein Fach packen MÜSSEN.
Erste Hilfestellung beim Einordnen:
DIES IST EIN SACHBUCH.
Zweite Hilfestellung:
ES IST EIN SACHBUCH MIT ZIELGRUPPE JUGENDLICHE UND AUCH ERWACHSENE, ALSO EIN JUGENDSACHBUCH ODER EIN ALL-AGE-TITEL.
Dritte Hilfestellung:
ES IST KEIN SACHBUCH ÜBER TIERE, DEN ERSTEN KUSS ODER DIE ALTEN RÖMER.
Es geht am ehesten um Themen aus so etwas Ähnlichem wie Politik. Ein Regal mit der Aufschrift »Soziologie für im Geiste junge Leser« wird es in der Buchhandlung nicht geben, da würde dieses Buch aber vielleicht auch hinpassen. Hoffentlich genügt dieser Hinweis, damit sich ein Platz in den – natürlich irgendwie genormten – Buchregalen oder Internetportal-
Ablagen findet. Und wenn nicht, dann hat der Autor Pech gehabt.
SEUFZ.
Kapitel Eins
Das Leben ist kein Cosplay, Schätzchen.
Warum wir das anziehen, was wir anziehen. Und was das mit Normen zu tun hat, mit der Gesellschaft, und dem ganzen Rest, der das Leben ausmacht.
Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!
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