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Nicht! Ohne! Meine! Lichterkette! – Wenn ausgerechnet das Fest der Liebe zum Beziehungstest wird.
Friede, Freude, Festtagsstress: Nele ist komplett am Ende. Seit Kurzem lebt sie mit ihrem Traummann Nick zusammen, doch nun entpuppt sich ausgerechnet die Weihnachtszeit als fieser Beziehungstest. In der frischgebackenen Patchworkfamilie werden ihre geliebten Weihnachtsrituale zum Brandbeschleuniger ernsthafter Probleme. Als dann auch noch die teuren Geschenke für Neles Kinder verloren gehen, legt Weihnachten den Schleudergang ein. Notgedrungen muss Nele mit ihren Freundinnen Fiona und Hermine Detektivin spielen. Gegen ihre Beziehungskrise könnte indes höchstens noch ein Weihnachtswunder helfen …
Wenn ausgerechnet das Fest der Liebe zum Krisenherd wird: ein Weihnachtsbuch mit den viel geliebten Heldinnen aus »Alles muss man selber machen«
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Seitenzahl: 235
Veröffentlichungsjahr: 2025
Nicht! Ohne! Meine! Lichterkette!
Friede, Freude, Festtagsstress: Nele ist komplett am Ende. Seit Kurzem lebt sie mit ihrem Traummann Nick zusammen, doch nun entpuppt sich ausgerechnet die Weihnachtszeit als fieser Beziehungstest. In der frischgebackenen Patchworkfamilie werden ihre geliebten Weihnachtsrituale zum Brandbeschleuniger ernsthafter Probleme. Als dann auch noch die teuren Geschenke für Neles Kinder verloren gehen, legt Weihnachten den Schleudergang ein. Notgedrungen muss Nele mit ihren Freundinnen Fiona und Hermine Detektivin spielen. Gegen ihre Beziehungskrise könnte indes höchstens noch ein Weihnachtswunder helfen …
Wenn ausgerechnet das Fest der Liebe zum Krisenherd wird: ein Weihnachtsbuch mit den viel geliebten Heldinnen aus »Alles muss man selber machen«
Ellen Berg, geboren 1969, studierte Germanistik und arbeitete als Reiseleiterin und in der Gastronomie. Heute schreibt und lebt sie mit ihrer Tochter auf einem kleinen Bauernhof im Allgäu. Weihnachten war schon immer ihre Lieblingsjahreszeit: ein Fest der ganz großen Gefühle!
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Ellen Berg
Immer muss man selber feiern
(K)ein Weihnachts-Roman
Cover
Titel
Inhaltsverzeichnis
Impressum
Titelinformationen
Informationen zum Buch
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Prolog
Kapitel 1 — It’s Beginning to look a lot like Christmas
Dreieinhalb Wochen zuvor
Kapitel 2 — Driving Home for Christmas
Kapitel 3 — Lasst uns froh und munter sein
Kapitel 4 — All I want for Christmas
Kapitel 5 — In der Weihnachtsbäckerei
Kapitel 6 — O Du Fröhliche
Kapitel 7 — Santa Claus is coming to Town
Kapitel 8 — Last Christmas
Kapitel 9 — Ihr Kinderlein kommet
Kapitel 10 — Jingle Bells
Kapitel 11 — I’m dreaming of a white Christmas
Kapitel 12 — Walking in a Winter Wonderland
Kapitel 13 — It’s the most wonderful Time of the Year
Kapitel 14 — Stille Nacht
Kapitel 15 — O Tannenbaum
Kapitel 16 — Fröhliche Weihnacht überall
Kapitel 17 — Do they know it’s Christmas?
Kapitel 18 — Thank God it’s Christmas
Kapitel 19 — Nikolaus, komm doch auch in unser Haus
Impressum
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Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr. Der Kalender zeigt den 23. Dezember. Morgen ist Heiligabend, und ich möchte nur noch irgendwohin, wo ich dem ganzen Weihnachtsschlamassel entfliehen kann. Am besten ans Ende der Welt. Auf eine einsame Insel zum Beispiel, wo mir eine Kokosnuss auf den Kopf fällt, damit endlich Ruhe ist.
Schluchzend hocke ich auf dem geschlossenen Toilettendeckel und putze mir zum hundertsten Mal die Nase. Ich versuche ja, stark zu sein. Meine Tränen runterzuschlucken. Aber das ist ungefähr so sinnvoll, wie einem Veganer eine Schweinshaxe aufzudrängen. Immer mehr Tränen strömen aus meinen Augen, mit einer Urgewalt, als müsse alles raus, was sich in den letzten Wochen aufgestaut hat.
Eigentlich ist der Dezember meine absolute Lieblingsjahreszeit. Jeder einzelne Tag ein Festival unbändiger Vorfreude, aufgeladen mit verheißungsvollem Tannenduft und Liebe, ganz viel Liebe. Das war einmal. Alles vorbei. Seit Tagen balanciere ich am Rande des Nervenzusammenbruchs, nun ist er da. Von der starken Frau, die als Partnerin, Mutter und beste Freundin immer alles wuppt, ist nur noch das heulende Elend übrig.
Ob kaltes Wasser hilft? Geschüttelt von Weinkrämpfen stehe ich auf und schleppe mich zum Waschbecken. Was ich im Spiegel sehe, macht mich allerdings auch nicht froher. Wem zum Teufel gehört dieses verquollene Gesicht mit den rot geweinten Augen?
»Nele?« Jemand klopft an die Badezimmertür. »Was machst du so lange da drin?«
Erschrocken halte ich inne. Herr im Himmel, das ist Gabriele. Mein Schwiegermonster in spe. Das heißt, sie wäre es, wenn ich heute Ja gesagt hätte. Habe ich aber nicht. Weil ich komplett durch den Wind bin und gar nicht mehr weiß, ob das mit Nick und mir für immer reicht. Soll man allen Ernstes einen Mann heiraten, der den romantischsten Moment im Leben einer Frau zerstört, indem er den Heiratsantrag nicht etwa mit einem Arm voller roter Rosen garniert, sondern mit seinen behämmerten Eltern?
»Hallo?« Gabrieles diamantscharfer Sopran rutscht noch eine Oktave höher. »Was hast du denn?«
Ich habe Alltag, lautet meine Standardantwort. Aus aktuellem Anlass könnte ich hinzufügen: und einen gewaltigen Weihnachtsblues. Aber das würde diese Frau gar nicht verstehen.
»Kommst du jetzt endlich da raus?«, legt sie mit einem gefährlich drohenden Unterton nach.
»Kurze Antwort oder lange Geschichte?«
»Kurze Antwort natürlich!«
»Nein.«
»Wie bitte?« Für einen Moment scheint es ihr die Sprache verschlagen zu haben. »Das musst du mir gefälligst erklären!«
»Dann wird’s aber doch eine lange Geschichte.«
Und zwar eine unerfreuliche, in der Gabriele eine tragende Rolle spielt. Seit Anfang Dezember terrorisiert sie mich mit ihren Anrufen. Schon morgens um sieben ist sie auf Betriebstemperatur. Dann klingelt sie durch und weiß alles besser. Wie man einen Baum schmückt, was man Kindern schenken sollte und was nicht, welche Plätzchenrezepte die besten sind, wie ich den Tisch zu decken habe.
»Du bist so egoistisch!«, schnaubt sie. »Wenn du noch einen Funken Anstand im Leib hast, öffnest du jetzt die Tür! Sonst musst du dir für alle Zeiten vorwerfen, dass du viele liebe Menschen unglücklich gemacht hast!«
Wie man hört, betreibt Gabriele emotionale Erpressung als Ausdauersport. Ich hab’s so dicke mit ihren Schuldzuweisungen. Deshalb bleibe ich stumm, auch als heftig gegen die Tür gebummert wird und Nicks sonorer Bass dazwischengeht.
»Lass mich mal, Mutter. Neeeleee? Kann ich dir irgendwie mit diesem … Dings, also, diesem Weihnachtszeug helfen?«
Zu spät. Auf diese Frage warte ich seit Wochen. Nicht, dass Nick ein fauler Sack wäre. Er tut, was er kann. Aber er kann halt nichts. Zumindest nicht in dieser Hinsicht. Sicher, er schleppt unentwegt Wasserkästen, kloppt Dübel in die Wände, bringt den Müll raus und wurstelt sich durch IKEA-Bauanleitungen, die in etwa so unterkomplex sind wie das Steuerpult eines Jumbojets. Aber Weihnachtsvorbereitungen? Fehlanzeige. Was bedeutet, dass die Verantwortung für den Christmas-Countdown ganz allein auf meinen schmalen Schultern gelastet hat. Und immer noch lasten würde, wenn ich nicht die Notbremse gezogen hätte
»Bitte, Schatz, sag doch was!«, fleht er, untermalt von weiterem Gebummer. »Liiieeebling!«
Von wegen Liebling. Würde er mich wirklich lieben, hätte er meinen Megadauerstress schon früher registriert. Ich wollte es halt allen recht machen. Lustig. Auf so was Beklopptes können auch nur Frauen kommen. Zumindest eine Frau wie ich, die sich Tag für Tag abstrampelt, um tausend Pflichten unter einen Hut zu bekommen. Jetzt fühle ich mich wie eine Marathonläuferin, die alles, wirklich alles gegeben hat, aber wenige Meter vor der Ziellinie zusammengebrochen ist.
»Dann feiern wir Weihnachten eben ohne dich!«, zetert Gabriele. »Du bist wirklich unmöglich!«
Aha. Der Kampf ist offenbar entschieden, der Dampf noch lange nicht raus.
»Mum? Darf ich zu dir reinkommen?«
Das ist Alisas zartes Stimmchen. Prompt wird mein Herz auf Tischtennisballgröße zusammengequetscht. Meine Tochter kann schließlich nichts dafür, dass ich völlig am Ende bin. Na ja, ein bisschen schon.
»Mammiiieee!«, meldet sich nun auch ihr kleiner Bruder Benny zu Wort. »Ich – muss – mal!«
Es klingt gekünstelt, wie aufgesagt. Als hätte ihm jemand eingeflüstert, eine volle Blase sei die ultimative Taktik, mich doch noch aus dem Badezimmer zu locken.
»Geht nicht, Benny, Mami braucht eine Auszeit!«
Am ganzen Körper zitternd hocke ich mich unter das Waschbecken und lege meinen Kopf zwischen die Knie. Wenn ich mich recht entsinne, nennt man das, was ich gerade durchlebe, eine Panikattacke.
Atmen, Nele. Ein und aus. Ein und aus. Geht doch.
»Das tut mir alles so leid, Mutter«, höre ich Nick sagen. »Womöglich hat sich Nele übernommen. Ich wusste gar nicht, dass sie so ein Nervenbündel ist.«
»Ich auch nicht!«, rufe ich.
»Du nimmst sie also in Schutz?«, mosert Gabriele. »Langsam wird’s echt peinlich.«
Und wenn schon. Macht doch, was ihr wollt. Ich bin raus. Aber so was von.
Zum zweihundertsten Mal putze ich mir die Nase. Atme ein, atme aus. Und weiß nicht weiter. Wenigstens hat Nick mich gerade verteidigt. Am liebsten würde ich mit ihm durchbrennen. Auf der einsamen Insel meiner Fantasie mit ihm stranden und nur noch in seinen Armen liegen, ihm zärtliches Zeug ins Ohr flüstern, über seine albernen Kalauer lachen. Schuhfabrik mit Absatzproblemen beispielsweise. Oder Zäpfchen zum Einführpreis. Nicht sonderlich subtil, ich weiß. Aber ist es nicht wahre Liebe, wenn man selbst über die dussligsten Witze lacht, wenn sie vom Richtigen kommen?
Ist Nick noch der Richtige? Minus Eltern, minus ein paar unschöne Macken, die in den vergangenen Wochen zum Vorschein gekommen sind: ja, definitiv. Er ist der Mann, der mich auffängt, wenn ich down bin, der mich zum Strahlen bringt, wenn’s zappenduster wird.
Liebes Christkind, ich will diesen Nick zurück. Und ich will mein Weihnachten zurück, das stille schöne harmonische Weihnachten, auf das ich mich immer das ganze Jahr freuen konnte. Ach ja, und könntest du bei der Gelegenheit auch die Uhr zurückdrehen? Auf den Tag, als Nick und ich in diese Wohnung eingezogen sind?
Wie glücklich wir waren. Ausgelassen sind wir durch die Zimmer getanzt, als hätten wir aus Versehen bewusstseinsverändernde Substanzen genommen. Waren aber nur körpereigene Endorphine. Danach haben wir uns zwischen den unausgepackten Kartons geliebt. Wild, leidenschaftlich und mit dem sicheren Gefühl, dass eine großartige gemeinsame Zukunft vor uns liegt.
Ein neuer Schluchzer steigt in mir hoch. Home is where your heart is haben Nick und ich auf die Wand des Flurs gepinselt. Doch, ja, er ist immer noch mein Zuhause. Die Heimat meines Herzens. Nur dass es so verflixt schwierig ist, Liebe in etwas Alltagstaugliches zu verwandeln. In ein unkaputtbares Gefühl, das Stressfaktoren wie ständige Zeitnot, leidige Meinungsverschiedenheiten und übergriffige Eltern aushält.
Ich will ja nicht unfair sein, aber ich würde sagen, Nick hat’s versemmelt. Komplett. Soll ich ihm eine zweite Chance geben? Meine Freundin Fiona meint, das sei wie ein Buch zweimal lesen: Man weiß schon vorher, wie das endet.
On the top wäre da ja auch noch die Sache mit Louis. Ich kenne ihn erst ganz kurz, doch er hat mir vor Augen geführt, wie einfühlsam ein Mann sein kann, wie sensibel für meine Stimmungen. Wie weihnachtsverrückt. So ganz anders als Nick.
Verdammte Axt, Nick! Was ist bloß mit uns passiert?
Knappe Antwort? Weihnachten ist passiert. Aber wie gesagt, das ist eine lange Geschichte. Am besten, ich fange von vorn an.
It’s Beginning to look a lot like Christmas
Mmhhh. Genüsslich beiße ich in das Lebkuchenherz, eines mit Zuckerglasur, wie ich sie am allerliebsten mag. Für mich ist die Weihnachtszeit die beste Zeit überhaupt im Jahr. Naschzeit, Genusszeit, Kuschelzeit. Und ein Anlass, das eigene Zuhause in einen magischen Ort zu verwandeln. Als Queen of Schnickschnack und Gedöns lebe ich das in vollen Zügen aus. Sogar hier in der Küche erstrahlt alles im Lichterglanz von Schwibbögen, Duftkerzen und adventlich verzierten Windlichtern.
Schön. Einfach schön.
Passt auch zum Song aus meiner Weihnachtsliederplaylist, der gerade läuft. Den Text kann ich auswendig: »It’s beginning to look a lot like Christmas.« So langsam sieht’s sehr nach Weihnachten aus.
Bei so viel Vorfreude macht auch das Kochen viel mehr Spaß. Schwungvoll befördere ich vier Kalbskoteletts in die Pfanne, wo sie brutzelnd Farbe annehmen. Normalerweise gibt’s bei uns abends nur Brot, Käse, Wurst und Gemüsesticks, weil unser Familienalltag auch schon ohne Kochaktionen herausfordernd genug ist. Doch heute hat Nick sich was Besonderes zum Essen gewünscht. Und natürlich ist es mir eine Freude, meinem Liebsten eine Freude zu machen. Noch ein bisschen ungewohnt für mich, aber sehr, sehr beglückend nach so vielen Jahren Dauer-Singledasein.
Nachdem ich die Herdplatte runtergestellt habe, damit die Koteletts noch ein bisschen vor sich hin schmoren können, schlendere ich ins Schlafzimmer. Und bleibe wie angewurzelt stehen.
»Was soll das?«
»Was soll – was?«
Haha. Als ob Nick das nicht ganz genau wüsste. Fassungslos zeige ich auf die Lichterkette in seiner Hand. Die herzige Lichterkette mit den kleinen Schneemännern, die ich heute Morgen übers Bett gehängt habe. Und die soeben abmontiert wurde. Von Nick.
Tja. Meine Kinder lieben die Weihnachtszeit, ich liebe die Weihnachtszeit. Nick nicht. Gar nicht. Null.
Seit Tagen ärgert er mich mit seinen spitzen Kommentaren. Unseren bunt geschmückten Adventskranz findet er zu überladen, die vielen Duftkerzen zu penetrant, meine allerliebsten Porzellan-Nikoläuse auf dem Esstisch zu kitschig. Auch die bunten Glitzersternchen, die ich mit Alisa und Benny an die Fensterscheiben geklebt habe, findet er natürlich total daneben. Nicht gerade angenehm, feststellen zu müssen, dass ausgerechnet der Held meines Herzens ein Weihnachts-Grinch ist. Aber noch lange kein Grund, einzuknicken.
»Die Lichterkette kommt wieder übers Bett«, befinde ich kühl. »Wenn du schläfst, siehst du die sowieso nicht.«
»Aber vor dem Einschlafen und nach dem Aufwachen.«
Mann, Mann. Stöhnend sinke ich auf die Matratze. Nick ist toll, ehrlich. Ein Pfundskerl mit dem Herzen auf dem rechten Fleck. Und extrem sexy. Noch immer bekomme ich Schluckbeschwerden, wenn er sich auszieht. Und noch immer gerät mein Herz jedes Mal ins Schlingern, wenn er einen Raum betritt. Schon allein sein unverwechselbarer Duft macht mich schwach. Die Blicke, die er mir zuwirft, wenn ich mir abends im Bad die Zähne putze. Die Art, wie er mich nachts umarmt, als hätte er Angst, ich könnte geklaut werden.
Dabei war unser Kennenlernen alles andere als romantisch. Kein Witz: Nick ist Polizist. So ein richtig krasser Cop wie aus einem amerikanischen Krimi. Als er mich im letzten Sommer beim Falschparken erwischte, wollte er meinen Wagen abschleppen lassen. Stattdessen hat er mich abgeschleppt. Oder ich ihn?
Egal, die Liebe traf uns wie ein Blitz. Es hätte ein Strohfeuer sein können. Doch als wir uns näher kennenlernten, stellten wir fest, dass einfach alles passte: unser Humor, unsere kulinarischen Vorlieben, unser Musikgeschmack, unsere Werte, na ja, auch der Sex. Vor allem der Sex. In den darauffolgenden Monaten kamen dann die ganz großen Gefühle hinzu. Wir spürten einfach, dass wir füreinander geschaffen sind. Warum? Weil wir uns nicht nur von Herzen lieben, sondern eine einzigartige Harmonie genießen, wie sie sich wohl nur ganz selten zwischen zwei Menschen entwickelt.
Besser gesagt: Wir haben diese einzigartige Harmonie genossen. Vor drei Wochen sind wir zusammengezogen. Vor drei Tagen war der erste Advent. Seitdem ist Beef in der Bude.
»Nick, Schatz.« Um bloß nicht krawallig überzukommen, gebe ich mir größte Mühe, meiner Stimme einen sanften, geradezu samtigen Klang zu verleihen. »Es sind doch nur wenige Wochen bis Weihnachten. Danach wird konsequent abgeschmückt. Warum lässt du mir und den Kindern nicht die kleine Freude?«
»Klein nennst du das?« Sein männlich kantiges Gesicht mit den blitzeblauen Augen verändert sich auf eine Weise, die mir nicht gefällt. »Du hast die Wohnung komplett überschwemmt mit deiner Adventsdeko. Und jetzt auch noch das Schlafzimmer? Obwohl du weißt, dass ich ein Problem mit dieser ganzen Weihnachtshysterie habe? Das wird doch jedes Jahr schlimmer. Schon im August wird man im Supermarkt von Spekulatius und Lebkuchen belästigt, überall tropft einem ›Last Christmas‹ ins Ohr, und vom Konsumterror will ich erst gar nicht anfangen.«
»Ernsthaft, Nick? Du sprichst von Weihnachtshysterie?« Aufgebracht zerknülle ich die Bettdecke. »Du bist hier der Hysteriker! Ist doch nicht normal, derart allergisch auf etwas zu reagieren, worüber sich andere freuen. Ich würde mal sagen: Wenn du jetzt schon wegen einer simplen Lichterkette ausflippst, bist du derjenige, mit dem was nicht stimmt.«
Das hat gesessen. Wütend kaut er auf seiner Unterlippe rum. Dann fährt er sich mit einer Hand durch das kurze dunkelblonde Haar und wirft mir einen eiswürfelkalten Blick zu.
»Oder mit uns stimmt was nicht, Nele.«
Mein Magen krampft sich zusammen. Hat er das gerade wirklich gesagt?
»Jetzt komm mal runter«, versuche ich den Ball flachzuhalten, der sowieso schon viel zu hoch fliegt. »Es geht um Deko. Nur um Deko. Doch nicht um uns.«
»Ach, ist das so?«
Blöde Frage. Klar geht es um uns. Wenn Paare über Lappalien wie falsch ausgequetschte Zahnpastatuben streiten, geht es nie um Zahnpastatuben. Und wenn sie über Weihnachtsdeko streiten, geht es eben auch nicht nur um Weihnachtsdeko.
Und bei uns? Worum geht es wirklich?
Wenn ich es richtig sehe, hat Nick massive Schwierigkeiten, sich zu akklimatisieren. Seit drei Wochen lebt er mit einer Frau und zwei Kindern zusammen. Gar nicht so einfach. Unsere Dating-Phase hatte diese herrliche Leichtigkeit, alles war Liebe, Lachen, Rausch. Jetzt sind wir eine Wohngemeinschaft, und der Alltag ist oft dunkelgrau: eng getaktete Zeitpläne, Einkaufen, Saubermachen, Familienpflichten. Dauernd muss irgendwas organisiert oder abgesprochen werden, spontane Unternehmungen sind wegen der Kinder ohnehin nicht drin, ganz zu schweigen von romantischen Momenten.
Auch die Gestaltung der gemeinsamen vier Wände ist natürlich ein Knackpunkt. Wenn man lange allein gelebt hat, ist man gewohnt, einsame Entscheidungen zu treffen. Jetzt reden drei weitere Personen mit, und für Nick steht es immer eins zu drei.
Ich glaube, es wird ihm alles zu viel. Die Kinderschuhe, die im Flur rumfliegen, die Schulbücher auf dem Küchentisch, mein Kosmetikkrempel im Badezimmer. Und nun auch noch meine Weihnachtsdeko. Alles eine Frage der Gewöhnung. Die wirklich große Frage aber ist, ob er sich daran gewöhnen will. Womöglich haben wir beide unterschätzt, wie kompliziert es ist, die ganz großen Gefühle in einer kleinen Patchworkfamilie auszuleben. Wir dachten, nach langen, langen Singlejahren hätten wir endlich den idealen Partner gefunden. Doch nun müssen wir uns in einer neuen Konstellation zurechtfinden. Für Nick ist das vermutlich besonders schwierig, weil er noch nicht richtig weiß, welche Rolle er hier eigentlich einnimmt. Lover mit Familienanschluss? Ersatzvater für meine Kinder? Family-Manager?
Während ich die kleinen Schneemänner an der Lichtergirlande betrachte, wird mir plötzlich flau. Dies ist unser erster richtiger Streit. Wenn wir jetzt nicht höllisch aufpassen, segeln wir womöglich in unsere erste Beziehungskrise. Was tun? Hart bleiben, weil ich sonst für alle Zeiten untergebuttert werde? Oder die goldene Regel beherzigen, dass der Klügere nachgibt?
Aber was wird dann aus den Herzchen, mit denen ich die Wohnung am Valentinstag schmücken möchte? Was aus den handbemalten Porzellaneiern, die ich immer in der Osterzeit aufhänge? Und was ist mit den Geburtstagsgirlanden und der herrlich gruseligen Halloween-Deko aus meinem unerschöpflichen Fundus? Soll das etwa alles im Sondermüll landen?
Bei aller Liebe, so extrem verbiegen lasse ich mich nicht. So wenig, wie ich einen Mann brauche, der mir sagt, wo’s langgeht.
»Schatz.« Ich atme einmal tief durch. »Wie dir bekannt sein dürfte, bin ich dir bei der Einrichtung unserer Wohnung kilometerweit entgegengekommen. Ich mag’s gemütlich und verspielt. Du magst es superclean. Deshalb habe ich auf meine geliebten weißen Häkelgardinen verzichtet, auf den bunten Flokati, auf meine Sammlung mit Holzelefanten, sogar auf die nachgemachte Tiffanylampe, die immerhin ein Erbstück von meiner Oma war.«
Erschöpft halte ich inne. Ja, um des lieben Friedens willen habe ich so einige Kröten geschluckt. Mein Blick schweift über die Wände des Schlafzimmers. Ich hätte sonniges Gelb bevorzugt, Nick wollte es unbedingt kalkweiß. Ich habe mir ein plüschiges Kuschelbett gewünscht, er fand das too much. Geeinigt haben wir uns auf ein schlichtes holzumrandetes Modell. Ohne gepolstertes Kopfteil natürlich.
»Jeder hat halt seinen eigenen, ähm, Stil«, sagt er mit hochgezogenen Augenbrauen und schaut an mir vorbei zu meinem Nachttisch.
Ich folge seinem Blick. Ach, das. Die Nachttischlampe ist ein fancy Teil in Form eines bunt schillernden Einhorns. Okay, okay, in puncto Geschmack bin ich wahrscheinlich nie über die Pubertät hinausgekommen. Meine knausrigen Eltern weigerten sich strikt, mir irgendwas Kindgemäßes oder auch nur im Ansatz Extravagantes zu kaufen, weshalb ich wohl so einiges nachzuholen habe.
Das quietschbunte Einhorn ist dann aber auch alles, was hier im Schlafzimmer meine Handschrift trägt. Doch irgendwann ist selbst bei mir die Schmerzgrenze erreicht.
»Was denn noch, Nick?«, bricht es aus mir heraus. »Was erwartest du? Ist es denn wirklich so schlimm, wenn ich rund um Weihnachten mal aus dem Vollen schöpfe?«
»Das wäre überhaupt nicht schlimm, wenn du nicht so krass übertreiben würdest«, brummt er gereizt. »Schon Ende November ging’s doch los. Dauernd wurden Kerzenständer bemalt und Strohsterne gebastelt und Plätzchen gebacken …«
»Wer früher anfängt, freut sich länger«, verteidige ich mich. »Oder willst du mir etwa mal zeigen, wo das Backblech hängt?«
»Nein, dich nur daran erinnern, dass du neuerdings mit einem Mann zusammenlebst, der auf den puristischen Style steht. Scheint noch nicht bei dir angekommen zu sein, dass Kompromisse die Basis jeder Beziehung sind.«
Schlaumeier. Vielleicht bin ich ja nicht gerade eine Beziehungsgranate, schließlich war ich jahrelang Single Mum. Aber wenn das mit Nick und mir funktionieren soll, dürfen Kompromisse keine Einbahnstraße sein. Zumal die Weihnachtszeit eine hochemotionale Zone ist. Im Idealfall Wellness für die Seele. Doch die vielen kleinen Nadelstiche seit dem ersten Advent haben mich dünnhäutig gemacht. Dieses Augenverdrehen, als ich den Adventskranz schmückte. Oder die Art, wie Nick schweigend einen Weihnachtsengel aus dem Badezimmer entfernte, den ich an den Spiegel gehängt hatte. Zeit für eine klare Ansage.
Langsam stehe ich auf und kreuze die Arme vor der Brust. Viel lieber würde ich Nick küssen. Ausgiebig. Überall. Zum Beispiel seitlich am Hals, was ihn jedes Mal verrückt macht. Doch leider sind wir im Fight-Modus. Und schließlich heißt es: Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.
»Erstens: Die Lichterkette kommt wieder dran«, fauche ich.
»Schade, schade.« Er hat doch tatsächlich die Stirn, ein bisschen zu grinsen. »Ich dachte, es reicht, wenn ich durch meine Anwesenheit das Schlafzimmer verschönere.«
Sehr witzig.
»Zweitens: Du wirst uns nicht weiterhin die Weihnachtszeit vermiesen. Schon gemerkt? Du wohnst jetzt mit einer Frau und zwei Kindern zusammen, die total auf Weihnachten stehen. Das scheint noch nicht bei dir angekommen zu sein. Es müssen nicht alle anderen verlieren, damit du gewinnst.«
Ungläubig reißt er die Augen auf.
»Was? Du bist hier doch diejenige, die am Toleranzminimum lebt.«
»So blöd, wie ich das finde, kannst du mir gar nicht kommen!«
»Nele.« Zwischen seinen Augenbrauen erscheint eine steile Falte. »Worüber reden wir eigentlich?«
»Nicht! Ohne! Meine! Lichterkette!«
Mist. Ich hasse Streit. Mittlerweile ist mir richtig schlecht. Auf einmal wird der Wunsch übermächtig, den ganzen Quatsch sein zu lassen und mich in Nicks Arme zu werfen. Ist gerade der falsche Moment, aber ich kann nicht anders.
»Komm schon, wir kriegen das hin«, murmele ich in sein kariertes Flanellhemd, das so wunderbar vertraut riecht. Nach Nick. Nach Liebe. Verzückt reibe ich meine Wange an dem weichen Stoff. »Wir haben doch immer alles hingekriegt.«
Nur sehr, sehr zögernd legt er seine Arme um mich. Dann etwas fester. Bis sich unsere Lippen finden und wir in einem jener Küsse verschmelzen, die mich restlos um den Verstand bringen. Wow. Ich hätte jetzt Riesenlust auf Versöhnungssex. Bonoboaffen haben sogar Sex statt Streit. Das konnte ich einer dieser lehrreichen Tier-Dokus entnehmen, bei denen man seinen Kindern an gewissen Stellen die Augen zuhalten muss. Doch wenn man der menschlichen Spezies angehört und mit zwei Kindern zusammenlebt, sind spontane erotische Einlagen leider ausgeschlossen.
Nick scheint Ähnliches zu denken. Als wir uns voneinander lösen, streicht er mir zärtlich eine Locke aus der Stirn.
»Wir sollten uns nicht um so einen Bullshit streiten. Lieber heute Nacht nonverbal weiterdiskutieren.«
Seine Lippen streifen mein linkes Ohrläppchen, was mir wohlige Schauer über den Rücken treibt. So was hat er wirklich drauf.
»Und die Lichterkette?«
»Kann von mir aus dranbleiben. Aber das war’s dann mit dem Weihnachts-Trash im Schlafzimmer. Bis hierher und nicht weiter, versprochen? »
»Geht klar, sofern du nicht weiter von Trash sprichst«, flüstere ich.
»Also schön – Deko.« Verschmitzt sieht er mich an. »Bevor meine Eltern an Weihnachten aufkreuzen, können wir ja noch ein bisschen abrüsten. Beziehungsweise etwas von deinem Trash …, also von der Deko wegräumen.«
»Sekunde mal.« Unwillkürlich versteife ich mich, und ich spüre, wie mir der kalte Schweiß ausbricht. »Deine Eltern? Was haben die denn hier an Weihnachten verloren?«
»Wieso?« Auch Nick macht auf einmal einen geraden Rücken. Irritiert schiebt er mich ein Stückchen von sich weg. »Ich feiere immer mit meinen Eltern. Alle drei Festtage. Habe ich dir das nie gesagt?«
»Nein?« Ich schlucke, weil ich auf einmal einen dicken Kloß im Hals habe. »Hast du sie etwa schon eingeladen?«
»Ja, aber wo liegt das Problem? Ich schätze mal, deine Eltern kommen doch auch, oder?«
Nein, tun sie nicht. Zu meiner komplizierten Vorgeschichte gehört, dass das Verhältnis zu meinen Eltern nie sonderlich doll war. Genauer gesagt, ist es extrem schwierig. Unüberwindliche Meinungsverschiedenheiten, heftige Auseinandersetzungen, lautstarke Kräche, so was in der Art.
»Die Sache ist die«, mit einem Finger massiere ich meine Nasenwurzel, »früher gab es an Weihnachten immer Zoff mit meinen Eltern, deshalb feiern wir seit Jahren harmonisch getrennt.«
»Aha.«
Leider kenne ich Nick bereits in- und auswendig. Deshalb weiß ich, was dieses Aha bedeutet: Wieso um Himmels willen kriegst du das mit deinen Eltern nicht auf die Kette? Was stimmt nicht mit dir?
»Jedenfalls essen wir an Heiligabend immer Sauerbraten«, fährt er fort, als hätte er meine Ablehnung gar nicht bemerkt. »Den sollten wir rechtzeitig beim Metzger bestellen. Dazu wäre Rotkohl schön.«
Auch das noch. Spießiger geht’s nun wirklich nicht. Wer zieht sich denn heutzutage noch so ein Trumm von Braten rein? Ich schüttele so energisch den Kopf, dass mir meine hellbraunen Locken um die Ohren fliegen.
»Nur zu deiner Information, bester Nick: Heiligabend gibt’s bei uns immer Kartoffelsalat mit Würstchen, am ersten Weihnachtstag dann Raclette. Am zweiten Feiertag geht’s zum Mädels-Weihnachten bei meiner Freundin Hermine. Anschließend spendiere ich den Kindern Hamburger und frittierte Sonnenstrahlen.«
»Frittierte … was?«
»Pommes, Nick. So, wie alles andere, gehört das zu unserem heiligen Ritual.«
»Dann muss euer oberheiliges …«, Nick, der jetzt ebenfalls äußerst energisch wirkt, malt sarkastische Gänsefüßchen in die Luft, »… Ritual eben einem neuen weichen.«
»Niemals!«
»Mami?« Vorsichtig lugt Alisa ins Zimmer. »Alles in Ordnung bei euch?«
Meine Große ist erst acht, aber ziemlich plietsch. Aufmerksam schaut sie zwischen uns beiden hin und her.
»Natürlich, Liebling, alles fein«, beruhige ich sie. »Hach, du siehst sooo cute aus in deinem neuen Schlafanzug!« Es ist ein Frotteeschlafanzug mit aufgedruckten Nikoläusen. Ich ignoriere Nicks Augenrollen. »Wirklich süß.«
Seine Reaktion ist Alisa keineswegs entgangen. Herausfordernd baut sie sich vor Nick auf.
»Wusstest du, dass nur sechzehn Prozent der Deutschen vom Harmonie- und Besinnlichkeitszwang der Weihnachtszeit genervt sind? Allen anderen gefällt’s.«
Vielleicht sollte ich an dieser Stelle erwähnen, dass Alisa die Schlaubirne unserer Familie ist. Sie merkt sich Zahlen und Fakten, von denen andere nicht mal gehört haben. In der Schule heißt sie nur Miss Wikipedia.
»Interessant«, zischt Nick zwischen den Zähnen.
»Wusstest du auch, dass in der Weihnachtszeit die meisten Kinder gezeugt werden?«, feuert Alisa den nächsten Beweis ihres enzyklopädischen Wissens ab. »Im September ist die Geburtenrate nämlich am höchsten.«
Nick tauscht einen Blick mit mir, der wohl so was wie OMG bedeuten soll. Doch Alisa ist noch nicht am Ende mit ihrer kleinen Quizrunde.
»Dann weißt du aber, dass Schildkröten mit dem Rektum atmen können, oder?«
»Mit dem …« Helle Panik steht in Nicks Augen. »Rektum.«
»Wirklich hochinteressant«, flöte ich. »Dann wäre das ja geklärt, und wir können jetzt alle zusammen abendessen.«
»Was gibt’s denn, Mum?«
»Nick hat sich Kalbskoteletts gewünscht und …«
»Hilfe! Nein! Neeeeiiiiiin!«
Konsterniert starre ich meine schreiende Tochter an. So habe ich Alisa ja noch nie erlebt. Normalerweise ist sie das besonnenste, ausgeglichenste Kind der Welt.
»Was ist denn, Liebes?«, frage ich etwas hilflos.
»Ich esse keine Babys!«, heult sie los. »Das ist voll gemein!«
»Aber Alisa, Schätzchen …«
»Ich esse überhaupt kein Fleisch mehr!«, schleudert sie mir derart erbittert entgegen, dass ich einen Schritt zurückweiche. »Auch keine Milchprodukte! Eier schon gar nicht! Da schlafen kleine Küken drin, wusstest du das? Ich will keine Kindsmörderin sein!«
Damit rennt sie aus dem Schlafzimmer und lässt mich völlig entgeistert zurück. Wo kommt das denn alles auf einmal her? Mir fehlen die Worte. Nick keineswegs. Feixend stemmt er die Fäuste die Hüften.
»Ich weiß ja nicht, wie du das interpretierst, aber ich denke, Würstchen, Raclette und Hamburger kannst du an Weihnachten knicken.«
Mit hängenden Schultern stehe ich da. Von wegen Wellness für die Seele. Soeben hat meine geliebte Weihnachtszeit den Schleudergang eingelegt. Wie soll ich bloß die nächsten Wochen durchstehen?
Positiv denken, Nele. Immerhin hast du schon dein erstes Wichtelgeschenk bekommen: Tag im Eimer.
Driving Home for Christmas
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