Inklusion jetzt! - Wiltrud Thies - E-Book

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Wiltrud Thies

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Beschreibung

Von der inneren Haltung bis zur konkreten Unterrichtsorganisation: Navigieren Sie Ihr Schulschiff sicher in den Hafen der inklusiven Grundschule.

Leinen los! Das Schiff derinklusiven Schulentwicklunghat mit einer bunten Gruppe Passagiere die Fahrt aufgenommen. Viele sorgen sich - zu Recht! - um die Sicherheit und um die Qualität der Reise: Wie kann inklusiver Unterricht wirklich gelingen? Welche Veränderungen bringt Inklusion für den einzelnen Lehrer und für das gesamte Schulleben mit sich?

Dieser Ratgeber begleitet Sie alsKompassauf Ihrer Reise und bietet Hilfen für eigene und gemeinschaftliche schulische Entwicklungsschritte. Damit Sie den Herausforderungen der Inklusion gestärkt begegnen können!

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

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Seitenzahl: 216

Veröffentlichungsjahr: 2016

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Wiltrud Thies

Inklusion jetzt!

Kompass zur Schul- und Selbstentwicklung in der Grundschule

Impressum

Inklusion jetzt!

Wiltrud Thies war Schulleiterin der mit dem Jakob-Muth-Preis ausgezeichneten Sophie-Scholl-Schule in Gießen und Mitglied des Expertenkreises „Inklusive Bildung“ der Deutschen UNESCO Kommission. 2013 erhielt sie für ihr herausragendes Engagement in der inklusiven Schulentwicklung den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Neben zahlreichen Fachveröffentlichungen hat sie mit „Fred, der Frosch, und eine Schule für alle“ das Inklusionsthema ins Bilderbuch gebracht und veranstaltet Lesungen und Malworkshops in Grundschulen und Kitas. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Beratung für inklusive Schulentwicklung, Coaching von Schulleitungen und Fortbildung für Kollegien und Bildungsregionen im In- und Ausland.

© 2016 AOL-Verlag, Hamburg

AAP Lehrerfachverlage GmbH

Alle Rechte vorbehalten.

Veritaskai 3 • 21079 Hamburg

Fon (040) 325083-060 • Fax (040) 325083-050

[email protected] • www.aol-verlag.de

Redaktion: Małgorzata Sidorowicz

Layout/Satz: Satzpunkt Ursula Ewert GmbH, Bayreuth

Illustrationen: Heinrich Drescher

Coverfoto: Schülergruppe © Conny Wenk

ISBN: 978-3-403-70367-9

Das Werk als Ganzes sowie in seinen Teilen unterliegt dem deutschen Urheberrecht. Der Erwerber des Werkes ist berechtigt, das Werk als Ganzes oder in seinen Teilen für den eigenen Gebrauch und den Einsatz im Unterricht zu nutzen. Die Nutzung ist nur für den genannten Zweck gestattet, nicht jedoch für einen weiteren kommerziellen Gebrauch, für die Weiterleitung an Dritte oder für die Veröffentlichung im Internet oder in Intranets. Eine über den genannten Zweck hinausgehende Nutzung bedarf in jedem Fall der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Verlages.

Sind Internetadressen in diesem Werk angegeben, wurden diese vom Verlag sorgfältig geprüft. Da wir auf die externen Seiten weder inhaltliche noch gestalterische Einflussmöglichkeiten haben, können wir nicht garantieren, dass die Inhalte zu einem späteren Zeitpunkt noch dieselben sind wie zum Zeitpunkt der Drucklegung. Der AOL-Verlag übernimmt deshalb keine Gewähr für die Aktualität und den Inhalt dieser Internetseiten oder solcher, die mit ihnen verlinkt sind, und schließt jegliche Haftung aus.

Inhalt

1. Auf den Weg machen: Den Kompass mitnehmen!

2. Die Grundschule – Eine Schule für alle Kinder

3. Inklusion: Ein Motor für Schulreform

3.1. Menschenrecht als Inklusionsbeschleunigung

3.2. Menschenbild, Werte und Ziele einer Schule für alle

3.3. Reformpädagogik: Anker auf stürmischer See

3.4. An Deck! Die Haltung macht den Unterschied

4. Eine bunte Gruppe Passagiere: Kinder in der inklusiven Grundschule

4.1. Vielfalt (an)erkennen und ressourcenorientiert fördern

4.2. Jedes Kind annehmen: Ein Portfolio Ihrer Lerngruppe erstellen und fortschreiben

5. Seemannsgarn: Vom Miteinander der Verschiedenen

5.1. Als Lehrkraft eine Wertschätzungskultur vorleben

5.2. Kinder entwickeln gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung

5.3. Übernahme von Verantwortung

5.4. Regeln und Rituale für Orientierung und Sicherheit

6. Unterricht: Alles für alle?

6.1. Inklusive Didaktik und die Auswahl passender Methoden

6.2. Abgucken ist gut: Formen inklusiven Unterrichts

6.3. Kooperatives Lernen: Selbstverantwortlich und gemeinschaftlich

6.4. Unterschiedliche Leistungen in der inklusiven Gruppe bewerten

6.5. Hilfen für die Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht in heterogenen Gruppen

7. Die Crew und die Navigation: Wie geht Kooperation der Erwachsenen?

7.1. Eine Schule für alle braucht unterschiedliche Professionen: Teamstrukturen in der inklusiven Schule

7.2. Im Klassenteam arbeiten

7.3. Schulleitung im Dialog: Initiieren, unterstützen, koordinieren, steuern und beraten

7.4. Eltern auf Augenhöhe

8. Das Schiff: Raumgestaltung und -nutzung in der inklusive Schule

8.1. Platz da! Schulräume zum Lernen und Leben

8.2. Platz da! Das Außengelände für alle umgestalten

9. Frischer Wind: Profilentwicklung bewegt

10. Mit dem Kompass unterwegs: Ein Schlusswort

Literaturverzeichnis

1. Auf den Weg machen: Den Kompass mitnehmen!

Seit der Ratifizierung der „UN-Konvention für die Rechte der Menschen mit Behinderung“ (UN 2008) ist Inklusion ein verpflichtendes Thema unserer Gesellschaft. Mit dem Ziel, Teilhabe für alle in allen Teilbereichen sicherzustellen, verfolgen die Vertragsstaaten die Idee des gemeinschaftlichen, wertschätzenden, gleichwerten Zusammenlebens aller Verschiedenen. Inklusion in der Schule ist jedoch kein Thema, das flächendeckend Freudenrufe und kollektive pädagogische Reformlust auslöst. Mit Inklusion verbinden viele Lehrkräfte eher Überlastung und Bedrohung als die Chance, Schule und Unterricht für alle zu öffnen. Fehlende Steuerung, schlechte Rahmenbedingungen und mangelhafte Ressourcenausstattung machen Inklusion zu einem Sparmodell, ausgetragen auf dem Rücken der Lehrkräfte. Der individuelle Leidensdruck ergibt sich aus zusätzlich vermutetem und oft auch realem Aufwand, aber auch aus der persönlichen Fremdheit gegenüber einer veränderten Schülerschaft: Wer noch nie einen Menschen mit geistiger Behinderung erlebt hat, kann sich schwer vorstellen, ihn zu unterrichten, ohne dafür zuvor ausgebildet worden zu sein. Wer die Regelklasse bereits als Gruppe von Auffälligen erlebt, erschrickt bei dem Gedanken, auch noch Kinder mit diagnostiziertem Förderbedarf aufnehmen zu sollen.

Für die Überlastung werden wesentlich fehlende Ressourcen geltend gemacht, subjektive Bedrohung entsteht aus der Sorge, dass nun „alles“ anders werden müsse und der anstehende Umgestaltungsprozess nahezu uferlos zu sein scheint. Da die UN-Konvention aber ein Menschenrecht beschreibt, ist die Veränderung der Schullandschaft – und damit auch die Erweiterung der alltäglichen Arbeit in der Grundschule – unabwendbar. Es geht schon lange nicht mehr um ein „Ob“, sondern vielmehr um das „Wie“ der Umsetzung inklusiver Bildung.

Vorbehalte und Sorgen sind zunächst einmal einfach da. Sie müssen gehört und anerkannt werden, konkrete Hilfestellungen im Veränderungsprozess sind nötig, um Lehrkräfte wertschätzend zu stützen, statt sie als unbeweglich oder reformfeindlich zu klassifizieren und sie damit für den positiven Prozess zu verlieren.

Die Aufgaben von Grundschullehrkräften ändern sich im inklusiven Rahmen bezogen auf die Schülerinnen und Schüler, auf neue pädagogische, soziale und medizinische Themen und auf ihre Lehraufgaben. Formulierte Sorgen und Ängste betreffen alle drei Bereiche:

„Dafür bin ich nicht ausgebildet.“

„Dazu weiß ich zu wenig.“

„Das ist viel mehr, als ‚nur‘ fachfremd zu unterrichten!“

„Muss ich jetzt alles ändern?“

Tatsächlich ist es so, dass sich gerade im inklusiven Unterricht dann vieles verändern muss, wenn es nicht längst geschehen ist: Es geht um die notwendige Öffnung für Inhalte, Ziele und Methoden, um individuelle Förderung in einer heterogenen Gruppe und um eine veränderte Lehrerrolle, in der stärker das Begleiten und Beraten statt das Belehren zum Tragen kommt. Neben diesen Veränderungen ist es notwendig, eine zuträgliche Schulkultur zu schaffen, die Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern Inklusion in der Praxis positiv erleben lässt.

Wie in allen Schulentwicklungsprozessen entstehen auch in der Entwicklung zu mehr Inklusion Konflikte in der Schule. Vom Ich zum Wir zur Schulgemeinde – das ist ein langer und meist auch konfliktreicher Weg, für den die Arbeit an der inneren Haltung aller Beteiligten zentral ist.

Aber selbst wenn die Ressourcen vorhanden sind und die prinzipielle Haltung positiv ist, bleiben häufig viele Fragen: Wie kooperieren Lehrkräfte miteinander? Wie arbeiten sie in multiprofessionellen Teams? Wie kann man gegenseitig von unterschiedlichen Kenntnissen und Kompetenzen profitieren? Für eine Kooperation und eine gemeinsame Arbeit müssen sich die Klassentüren für zusätzliche Lehrkräfte, für Schulbegleiter und weitere Professionen öffnen. Das ist nicht immer einfach. Denn durch eine Öffnung zeigt man nicht nur seine persönliche Haltung, seinen Arbeitsalltag und die wunderbaren Talente, sondern eben auch all die kleinen und größeren persönlichen Schwächen.

Warum dieses Buch? Warum dieses Buch so, wie es ist?

Dieses Buch will zunächst ein Lesebuch sein, das Sie mitnimmt in die Gedankenwelt der inklusiven Grundschule. Meine Erfahrungen als Leiterin einer inklusiven Schule und im Bereich der Lehreraus- und -fortbildung zeigen, dass Inklusion nicht allein eine Frage des Wissens ist. Die Bereitschaft, sich der Schulreform und insbesondere der Inklusion zu öffnen, hängt sehr stark von persönlichen Erfahrungen und erlebten Vorbildern ab. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen haben mir gesagt, dass meine tatsächlich (fast) unerschütterliche Auffassung, dass „alles gut“ wird, wenn man wirklich intensiv nach Lösungen sucht, gepaart mit geteiltem Wissen ihnen über viele Klippen des pädagogischen Alltags geholfen hat. Genau deswegen möchte ich Ihnen hier mehr als ein Studierbuch anbieten. Ich möchte Sie mit meinem Text ebenso direkt ansprechen, wie ich es im Schulalltag mit meinem Kollegium gehalten habe. Sie sollen sich ganz persönlich einrichten, einleben und sogar wohlfühlen in der Welt der schulischen Inklusion und ich hoffe, dass Sie beim Lesen so viel inhaltliche Anregung finden, dass Sie das Buch auch in seinen praktischen Anteilen nutzen mögen. Hier habe ich Ideen, Tipps und Handwerkszeug themenbezogen in die Kapitel eingefügt, damit Sie sich für sich selbst oder im Team mit einzelnen Themen auseinandersetzen, sich konkret etwas vornehmen, Fallstricke möglichst umgehen und schauen können, was daraus wird.

Das Buch will Ihnen Kompass sein auf dem Weg zu mehr Inklusion in der Schule. Es will Ihre Ängste und Sorgen ernst und aufnehmen, Antworten auf persönliche Fragen zur schulischen Inklusion ebenso wie auf die systembezogenen Anforderungen geben. Es soll Ihnen sehr konkrete Hilfestellungen bieten,

Schul- und Selbstentwicklung im Sinne der Inklusion anzugehen und die eigenen Beteiligungen zu klären,

die eigene innere Haltung und eine gemeinsame inklusive Schulphilosophie positiv zu entwickeln,

Bausteine und Hilfen für einen gelingenden Unterricht für heterogene Gruppen kennenzulernen,

die Zusammenarbeit im Schulteam und mit den Eltern zu verbessern und Kooperation als gegenseitige Entlastung in den Schulalltag zu integrieren,

Organisationsstrukturen und Schulkultur gezielt weiterzuentwickeln.

Als Kompass beginnt das Buch mit wesentlichen Fragen der Schifffahrt: Wie steht der Wind? Ist das Boot flott und der Motor stark genug? Woraus besteht die Ladung und wer sind Crew und Passagiere?

Ihr individueller Starthafen ist Ihre Berufsbiografie. Im Leseprozess können Sie dieses Gewordensein reflektieren, um mit frischem Wind weiterzufahren, notwendige Manöver und Richtungskorrekturen durchzuführen oder sinnvolle Regeln an Bord einzuführen.

Die Grundschule ist im deutschen Schulwesen die Schule für immerhin fast alle Kinder. Sie stellt uns mit ihrer Pädagogik eine Theorie-Praxis-Folie bereit, die inklusive Ziele und passende pädagogische Umsetzungen aufnehmen kann. Dies ist ein kräftiger Rückenwind, der im Gewordenen und Bestehenden wurzelt und uns schon lange begleitet.

Inklusion beschleunigt als kräftiger Motor aktuell die Reformanstrengungen. Diese Kraft kommt wesentlich aus dem zugrunde liegenden Menschenrecht und wird konkret durch reformpädagogische Konzepte einer kindgerechten Schule. Das Ziel fest im Blick gilt das besondere Augenmerk dabei der richtigen Haltung der Segel.

Die Lebendigkeit und Buntheit aller Kinder machen die Vielfalt der Passagiere aus. Diese gleichwertige Vielfalt trotzt allen Homogenisierungsansprüchen und stärkt sich stattdessen am gemeinsamem Lernen und Schulleben, das als Gewinn erlebt wird. Hilfreich dafür ist eine freundliche Brise gegenseitiger Anerkennung und Wertschätzung.

Nachdem Wind, Motorleistung und Passagiere geklärt und die Segel gesetzt sind, ist es wichtig, sich über die Ladung, d.h. Regeln und Routinen, an Bord zu verständigen:

Wie lässt sich inklusiver Unterricht sinnvoll planen, gestalten und durchführen? Wie kann das geschehen, ohne dass sich die Seeleute vorschnell verausgaben oder gar seekrank über Bord gehen? Das alles will gut bedacht sein. Manche Hilfe kann vorausschauend an Deck genommen werden, andere wartet abrufbereit in Kombüse oder Kabine.

Auf jedem Schiff arbeiten viele Berufsgruppen zusammen. Bei starken Winden zeigt sich, wie wichtig es ist, gut zu planen, gemeinsam zu arbeiten und Routinen schon vor dem Sturm ordentlich zu üben. Das geht nicht ohne Kapitän und Steuerleute, aber es geht auch nicht ohne die Matrosen, die genau wissen, wie sie in den einzelnen Kabinen oder Funktionsräumen arbeiten, helfen oder unterstützen können. Am erfolgreichsten ist die Schiffsbesatzung, die Wind und Motor für ihre Fahrt optimal einsetzt und alle Beteiligten zum Team formt. In der Schule gehören neben der multiprofessionellen Crew vor allem auch die Eltern und zahlreiche außerschulische Experten mit ins Boot.

Das Team steht fest, Kapitän, Steuerleute und die Mannschaft sind an Bord, aber die Abläufe stocken. Was tun? Da hilft nur eins: Sie müssen die Organisation checken. Wer soll was wann wo erledigen? Wie sollen die Räume auf und unter Deck genutzt werden? Wann trifft sich die ganze Crew, wann nur die Steuerleute? Was ist die kleinste Arbeitseinheit, wie arbeitet sie selbst und wie kooperiert sie mit anderen?

Nach entspannter Fahrt in ruhigerem Gewässer kommt der Moment, in dem frischer Wind einfach gut tut. Neue Fanggründe tun sich auf für passionierte Fischer, Kletterer entdecken den Erlebnisgehalt des Aussichtskorbs, wieder andere stimmen bei der Arbeit an Deck ein Lied an und spüren, dass sie plötzlich leichter atmen. Ein frischer Wind ist also gut für neue Ideen und neue Ziele – und zugleich neue Aufforderung, Organisation zu überdenken, Aufgaben zu verteilen und im Team abzustimmen.

Damit Sie sich auf hoher See schnell orientieren können, ist das Buch in Kapitel gegliedert. Sie können diese nacheinander lesen (was ich natürlich empfehle). Sie können aber auch einfach dort einsteigen und nach konkreter Unterstützung suchen, wo Ihnen aktuell „der Kittel brennt“. Zur besseren Übersicht gibt es Informationskästen

mit Reflexions- und Handlungsvorschlägen allein oder im Team ,

mit themenbezogenen, schnell nutzbaren Materialhinweisen und Internetadressen und

mit konkreten Tipps für den pädagogischen Alltag .

Für mich ist eine inklusive Grundschule einfach eine richtig gute Grundschule. Vieles von dem, was in Sachen Schulentwicklung nötig ist, kennen und wissen wir bereits. Daneben braucht es Gelegenheiten, neu nachzudenken, den Mut zur reflektierten Selbstentwicklung und immer wieder neues Planen, wie es ganz konkret weitergehen soll. Sie sind nun auf großer Fahrt in Richtung schulischer Inklusion in der Grundschule – ich freue mich, dass ich Sie begleiten darf!

Ihre Wiltrud Thies

Tipp

Hilfreich zur schnellen Information und besonders auch dafür, Ideologien nicht ungeprüft für bare Münze zu nehmen, ist immer wieder (!) ein Blick auf die Homepage www.inklusionsfakten.de, die sich mit „Mythen und Fakten rund um das Thema Inklusion“ beschäftigt.

Zusammen arbeiten – von der Vielfalt profitieren (Foto: Sophie-Scholl-Schule Wetterau)

2. Die Grundschule – Eine Schule für alle Kinder

Die Einführung der Grundschule löste ab den 1920er-Jahren die standesorientierte Vorschule ab und erhielt den Auftrag, alle Schichten des Volkes sozial zu integrieren. Zudem erhoffte man sich von einer koedukativen, überkonfessionellen und ganztägigen Organisation (vgl. Riekmann 2015, 9) den Ausgleich unterschiedlicher Lernvoraussetzungen durch gemeinsame Bildung (vgl. Einsiedler 2001, 189). Die ersten Richtlinien – im Jahr 1921 für die vierjährige „Grundschule als gemeinsame Schule für alle Kinder“ erschienen – fordern die Vermittlung einer grundlegenden Bildung, an die „(…) die mittleren und höheren Schulen mit ihrem weiterführenden Unterricht anknüpfen können. Sie muss deshalb alle geistigen und körperlichen Kräfte der Kinder wecken und schulen und die Kinder mit denjenigen Kenntnissen und Fertigkeiten ausrüsten, die als Grundlage für jede Art von weiterführender Bildung unerlässliches Erfordernis ist“ (zit. nach Barnitzky u.a. 2009, 114).

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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