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Je weiter sie als Leser in die Rolle des Haupthelden Jan und in sein schreckliches Abenteuer schlüpfen, welches in diesem spannenden und fesselnden Buch beschrieben ist, wird sie diese Geschichte begeistern.
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Seitenzahl: 91
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Zorica Klaic
Jan schreckliche Abenteuer
Der Buchrücken und alle Zeichnungen im Buch sind von der
Schriftstellerin: Zorica Klaic
Books on Demand
1. Kapitel – Jan zuhause
2. Kapitel – Besuch von der Bunten Maus
3. Kapitel – Hexenschloß
4. Kapitel – Im Verlies
5. Kapitel – Wieder im Wald
Es war einmal vor langer, langer Zeit, als die Menschen noch fest an Wunder, in das Gute und das Böse, sowie an unzählige Fabelwesen glaubten, die es zu jener Zeit gab. Die Leute, erzählten auch viele gruselige Geschichten über Geister, Hexen, Feen, Kobolde und alle anderen seltsamen magischen Wesen und Geschöpfe die damals in den Wäldern wüteten und ihre weiße oder schwarze Magie auf alle verwendeten die sich unwissend darin verlaufen haben.
In dieser Zeit, lebte in einem kleinen mittelalterlichen Dorf auch ein kleiner, magerer, hübscher, tapferer, zehnjähriger Junge namens Jan. Er lebte zusammen mit seiner barmherzigen und fleißigen Mutter in bitterer Armut welcher er im Gesicht sehr ähnelte. Trotzdem war er ein gutmütiger, kluger und fröhlicher Knabe. Seine Mutter, war sehr stolz auf ihren einzigen Sohn mit gelockten blonden Haaren und strahlend blaue Augen und sie hütete ihn wie ihr Augenlicht. So wuchs Jan auf in seiner bescheidenen Holzhütte, schlicht und ähnlich, wie alle anderen Kinder im Dorf. Die Wände, der Hütte in der er hauste bestanden gänzlich aus runden Holz Balken, die unbemalt und ungeschmückt waren. Sie war klein und besaß nur ein Zimmer. Die Decke, war niedrig und das Dach ganz mit Schilf bedeckt. Der Boden, im Zimmer war aus hart gestampfter Erde und diente gleichzeitig zum Kochen und zum Schlafen. Die Hütte, hatte nur ein kleines Fenster mit Fensterklappen und eine Holztür ohne Schloß. Über die Nacht während man schlief und in der Winterzeit als es draußen kalt und stürmisch war konnte man die Türe und die Holzfensterklappen von innen nur mit einer dicken Schnur festbinden. Im Zimmer standen zwei Betten, deren beide Matratzen gänzlich mit Stroh gefüllt waren. Die Mutter und ihr Sohn Jan wärmten sich am Steinofen und bereiteten auch ihr Essen darauf. Über dem Steinofen stand befestigt ein flacher, breiter Holzbrett und darauf lagen zwei Holzschüssel und das restliche Holzbesteck. In der Mitte des Zimmers stand noch ein kleiner runder Tisch auf dem sie beide immer zu Abend aßen. Unter dem Tisch standen noch zwei niedrige, runde Hocker, und in der Ecke befand sich noch eine Holztruhe in welcher sie ihre wenigen Klamotten hielten. Seine fleißige Mutter, flickte und nähte stets ihre alten, einfachen und ausgetragenen Sachen und Kleidungsstücke die sie täglich trugen, die zerrissen und gelöchert waren und bedeckte sie mit eingenähten Stofflumpen die ihnen danach wunderbar als nützliche Taschen dienten. Wie es im Mittelalter üblich war, wurde das Zimmer nur mit dem Kerzenlicht beleuchtet. Die anderen Hütten, im Dorf, hatten sehr kleine Höfe und alle diese
Holzhütten standen nahe nebeneinander. Im Dorf lebten auch einige größere Familien sowie deren Haustiere. In Jans Dorf kannten sich noch alle namentlich was damals als selbstverständlich galt, da sie sich oft gegenseitig bei den Arbeiten aushelfen mußten um diesen schweren Zeiten trotzen zu können.
Jan war ein fleißiger Bub der gerne seiner Mutter bei der allgemeinen Hausarbeit half, er fegte täglich den Boden und machte die Betten zu Recht. Sie dagegen verbrachte den ganzen Tag mit ihrer Arbeit im Gemüsefeld, so wie die anderen Erwachsenen und Jugendlichen im Dorf.
Als er mit der wenig anfallender Hausarbeit fertig war, setzte er sich danach wie gewohnt auf die Türschwelle seiner Hütte und fing an vor sich hin zu träumen. Obwohl Jan erst zehn Jahre alt war, betrachtete er schon sehr reif und aufmerksam, mit seinen großen, kindlichen, neugierigen Augen die Welt um sich herum, welche er kaum kannte. Das dasein bot ihm leider zu wenig Abwechslung und Unterhaltung in seinem kleinen, schlichten Dorf und er sehnte sich so nach Abenteuern, die er bisweilen nur aus Geschichten von seiner Mutter kannte. So bat Jan sie jeden Abend bevor er Schlafen ging, ihm eine der vielen Geschichten zu erzählen, über unbekannte weit entfernte Orte wenn sie dazu nicht all zu müde war? Sie kannte diese betörenden Orte auch nur aus denn Erzählungen die sie als kleines Mädchen von ihrer lieben Grobmutter hörte. Diese aufregenden Geschichten erfreuten und beflügelten Jan's kindliche Fantasie und sein Gemüt so jedes Mal aufs neue.
Und dann fing sie an ihm zu erzählen: " Vor etwa hundert Jahren war unser kleines Dorf noch voller Leben. Damals kamen auch viele Reisende in unser Dorf. Es waren verschiedenste Händler oder auch nur einfache Leute wie Landstreicher, die bei uns nur Rast suchten um sich von ihren ermüdenden Reisen zu erholen. Einige Händler kamen mit Pferdewagen an, vollgestopft mit verschiedensten Waren aus aller Welt, die sie an die ansässigen Bauer weiter verkauften. Die Bauer freuten sich und kauften Werkzeuge oder etliche wohlriechende Gewürze von ihnen. Die Frauen aus dem Dorf lachten fröhlich als sie neue Stoffe aus begehrenswerter Wolle betrachten, bewundern und ausprobieren konnten. Diejenigen die weniger besaßen kauften sich einfach nur Kleinigkeiten und feilschten dabei sehr laut und eifrig um die Preise. Die Menschen die kein Geld besaßen, tauschten einfach die Ware gegen Nahrung oder andere Kleinigkeiten aus, oder eben das was sie gerade benötigten und ihnen damals im Haus fehlte. Die Händler die zu Fuß ins Dorf kamen und keine eigenen Pferde besaßen, trugen ihre Waren in Körben herum die sie auf ihren Rücken binden konnten die entweder aus Weiden- oder Bambusstreifen geflochten waren.
Jan bekam Pferde jedoch nie zu Gesicht was ihn immer ein wenig traurig stimmte. Das was er bisher kannte und zu sehen bekam waren nur ein paar Schweine, Hühner, Katzen, kleine Mäuse, Schnecken, Ameisen, Regenwürmer und manchmal ganz hoch am Himmel irgendeinen Vogel der das Dorf flüchtig überflog. Er dachte sich er wäre sehr froh wenn er auch irgendwann diesen fremden unterhaltsamen Leuten und ihren Pferden begegnen würde? Denn seine Mutter beschrieb ihm Pferde als wunderschöne, große, schnelle, starke und vierbeinige Tiere mit dennen man sich viel schneller von Ort zu Ort fortbewegen konnte. Außerdem waren sie von Tag zu Tag sehr von nutzen, vor allem auf den Feldern wo sie schwere Arbeiten mit den Menschen erledigten. Da Pferde, von Geburt an wilde Tiere waren lebten sie in Horden auf großen Weidenplätzen. Denjenigen Menschen denen es gelang aus der Herde ein wildes Pferd einzufangen, um es zu zähmen und ihn einzureiten fühlte man sich beim Reiten frei und glücklich wie ein Vogel.
Jans Mutter erzählte ihrem Sohn, weiter die Geschichte: " Die Dorfbesucher, sprachen auch von schönen Prinzessinnen und tapferen Rittern. Sie reiteten in ferne Länder, trugen glänzende Rüstungen die ihnen bei Kämpfen als Schutzkleidung gegen Verwundung und Tod dienten. Diese Ritter besaßen klobige, scharfe Schwerter um Heldenhaft gegen wütige feuerspeiende Drachen und jenes andere Ungeheuer kämpfen zu können, welche damals ihr ganzes Königreich und die Prinzessinnen bedrohten.
In manchen fernliegenden Ländern voher einige Reisehändler kamen, gab es auch unbeschreiblich große Wasserflächen dessen Ende man nicht mit bloßem Auge erahnen konnte? Dieses Wasser welches sie mit Bewunderung und Ehrfurcht als "das Meer" nannten, schimmerte grünbläulich und hatte einen salzigen Beigeschmack im Mund. Dort haben die Menschen Schiffe gebaut mit denen sie über dieses endlose Wasser von Küste zur Küste segelten um dort Handel und Fischerei zu betreiben. Die Händler die ihre Handels- und Warengegenstände auf den Übersee Schiffen kauften, plauderten, daß im Meer, verschiedene große und kleine Fische, Krebse, Muscheln und andere seltsame Meeresbewohner lebten. Die hiesigen Leute die in der Nähe vom Meer lebten, waren entweder arme Fischer mit ihren kleineren Booten oder Matrosen die auf großen Schiffen dienten. Die Matrosen, die weit aufs offene Meer fuhren hatten enorme Angst von ehrfürchtigen Piraten, von denen sie oft beraubt oder verwundet wurden. Diese Piraten nannte man auch die "Wölfe der Meere". Sie waren gnadenlose, merkwürdige Räuber und alle hofften, daß ihr sie, nie im Leben auf ihren Reisen begegnen würden. Auf jedem dieser Piratenschiffe wehte immer eine pechschwarze Flagge auf der ein Totenkopf abgebildet war. Die Piraten waren die besten und grausamsten Kämpfer die es zuweilen gab und sie eroberten das Meer welches sehr oft, gefährlich und unvorsehbar war. Immer als ein Grosses Unwetter drohte und der Meeresgeist die riesigen Wellen aufwirbelte und das Meer anfing wild hin- und her zu toben und die Schiffe dabei wie Nußschalen herumwirbelte um sie gegen die Felsen zu zerschmettern und sie danach Ewig in den Tiefen der Weltmeere zu versenken. Alle Seeleute hatten auch sehr große Angst von riesigen Meeresungeheuern die sie angriffen und samt Schiff und Mannschaft versenkt haben um für immer auf dem Meeresgrund zu enden.
Einige dieser Menschen die in unserem Dorf auf der Durchreise waren, erzählten voller Stolz daß sie gegenüber von prachtvollen Schlössern wohnten, die so groß waren, daß unser ganzes Dorf in so ein Schloß hinein passen würde.
Andere Wanderer die ein Amulett der einheimischen Nomaden bei sich trugen als Schutz gegen den Wüstengeist überlebten und erzählten auch von der Wüste die irgendwo am Ende der Welt war. Die Nomaden, reiteten auf Kamelen und ihr zuhause war die unüberschaubare und riesige Wüste wo es Große Sandberge und bedrohliche Sandstürme gab die dort unermüdlich wehten. Tagsüber herrschte dort auch eine unerträgliche Hitze, fast so heiß, wie in unserem Steinofen zuhause. In diesem unendlichen Sand, lebten giftige Skorpione, Schlangen sowie ein Mächtiger, sehr trügerischer Wüstengeist, der ortsfremde Menschen oft auf falsche Fährten führte und sie ins verderben brachte und das alleine durch seine Trugbilder die er ihnen vorgaukelte. Die verlorenen glaubten an schien unscheinbare Hirngespinste die der Wüstengeist für sie in der Ferne vortäuschte und das was sie sahen folgten sie orientierungslos, wie von Sinnen, Tage und Nächte lang, in der Wüste herum, bis sie irgendwann vor Erschöpfung, Durst und Hunger für immer zu Staub wurden. Die Fremden die in die Wüste kamen suchten der Legende nach, nach einem längst verlorenen Schatz der irgendwo in der Wüste verschollen und begraben war. Leider wußte niemand von diesen armen Leuten daß der Wüstengeist ununterbrochen über ihn wachte und er der Wächter des Schatzes war.
Dieser Schatz, gehörte einst der Nomaden Königin Latenaqa die vor Jahrtausenden lebte. Als sie an jenem Tag diesen Schatz verlor, war sie mit ihrer langen Kamelkarawane unterwegs als unerwartet ein heftiger Sandsturm aufkam und ihr goldenes Wüstentuch von ihrem Hals wegfegte. Dieses seidene, Wüstentuch war mit Gold und mit Zauberworten in alter Schrift eingewebt und an jeder Ecke dieses Tuches hängten vier Saphiren daran. Diese Zauberworte besagten wer dieses Tuch findet und an sich trägt, ihm Reichtum und Unsterblichkeit beschert werden.
