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"Johnnys schönster Weihnachtsurlaub" ist ein Kinderbuch und doch mehr. Es ist auch ein Buch für die ganze Familie. Auf eine ungewöhnliche Art geschrieben. lädt es zum Lesen in kleinen Abschnitten ein. So ist es weniger anstrengend. Manche Wörter sind so el-len-lang, dass ich sie in Sil-ben getrennt habe. Doch nicht alle. Vielleicht findet ihr selber welche. Es gibt verschieden Sprachen in dem Buch, die lustig sind, die Johnny auch erst zwei- oder mehrmals hören muss, um sie zu verstehen. Doch dann passiert meist etwas Schönes. Es gibt auch Lieder, Gedichte und Bilder zum Ausmalen in dem Buch Und ! Einen besonderen Auftritt. Es wäre schön, wenn ihr Kinder eigene Bilder zu Szenen malt, die Euch gefallen. Doch dieses Buch will auch zum Ausruhen, zum Lachen, zum Kuscheln, Träumen, Nachdenken und Erholen einladen. Damit es auch ein Urlaub für Euch alle wird.
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Seitenzahl: 86
Veröffentlichungsjahr: 2020
Johnnys schönster
Weihnachtsurlaub
Ein ganz besonderer Familienurlaubüber vierzehn Tage in der Schweiz
von
Friederike Hapel
Über mich
Seit vielen Jahren begleite ich Kinder
als Reitlehrerin, Theaterprojektleiterin,
als Therapeutin und Sängerin.
Seit 2015 arbeite ich in der Flüchtlingshilfe
Zuerst ehrenamtlich um den Kindern,
die ersten Grundbegriffe der deutschen Sprache
zu vermitteln.
Der LMR NRW ermöglicht es mir seit 2018
mit einem Singprojekt in einer Unterkunft
diese Arbeit fortzusetzen
Dafür habe ich im Laufe der Jahre
viele Lieder geschrieben
und Begleitmaterial erstellt.
Johnnys schönste Weihnachtsferien
ist ein besonderes Kinderbuch,
doch nicht nur das.
Es ist auch ein Buch für die ganze Familie.
Auf eine ungewöhnliche Art geschrieben
lädt es zueiner anderen Form des Lesens ein.
Es hat in manchen Kapiteln Bilder, in vielen keine.
Doch vielleicht regt es die Kinder zum Malen an,
dazu, eigene Bilder zu den Kapiteln zu kreieren.
Dieses Buch soll zu vielem einladen,
zum Ausruhen, zum Mitfühlen,
zum Kuscheln, Träumen,
Nachdenken und Erholen.
In Anhang gibt es
die Weihnachtslieder zum Mitsingen
und die Bilder als Malvorlage
Alles Liebe
und ein gesegnetes Weihnachtsfest
für Sie und Euch alle.
wünscht
Friederike Hapel
Danksagung
Ich bedanke mich ganz besonders
bei Birgit Grätz, Petra Schneider
und Herrn Schürmann,
sowie Frau Otto-De Giovanni
und den MitarbeiterInnen
des Treditionsteams
für Ihre Hilfe und Unterstützung
bei der Vorbereitung und Veröffentlichung
dieses Buches.
© 2020
Friederike Hapel
Umschlag, Illustration:
Friederike Hapel
Lektorat, Korrektorat:
Birgit Grätz, Petra Schneider
Verlag & Druck:
tredition GmbH,
Halenreie 40-44,
22359 Hamburg
ISBN
Paperback
ISBN Paperback 978-3-347-20626-7
Hardcover
ISBN Hardcover 978-3-347-20627-4
e-Book
ISBN e-Book 978-3-347-20628-1
Das Werk, einschließlich seiner Teile,
ist urheberrechtlich geschützt.
Jede Verwertung ist
ohne Zustimmung des Verlages
und des Autors unzulässig.
Dies gilt insbesondere
für die elektronische
oder sonstige Vervielfältigung,
Übersetzung, Verbreitung
und öffentliche Zugänglichmachung.
Inhaltsverzeichnis
So fing es an
Die Reise
Die Ankunft
Die Schneeballschlacht
Das Abendbrot
Der erste Tag
Die Schlittenfahrt
Die Schneekugelbahn
Der zweite Tag
am Abend
Der dritte Tag
Am Nachmittag
Der 4. Tag
DAS FEST IM DORF
Der Auftritt
Der fünfte Tag
Der 6. Tag,
Der sieb-te Tag,
Der erste Ritt
Das Malen
Der achte Tag
Der Sturz
DER NEUNTE TAG
Der 10. Tag
In der Schokoladenfabrik
Der elfte Tag
DER 12. TAG SILVESTER
Das Jahresendbad
Silvesterabend
Der 13 Tag,
Die Abschiedsrunde
Das Kästchen
Anhang
So fing es an
Als Johnny aus der Schule kam,
war die Haustür verschlossen.
Auf sein Klingeln erfolgte Schweigen
und seine Rufe verhallten
in der leeren Straße.
Unruhig lief er zum Gartentor,
um über die Terrasse
zum Wohnzimmer zu gelangen.
Vielleicht war Mama ja eingeschlafen?
Doch das Gartentor war fest verschlossen
und Johnny war zu klein,
um darüber hinweg zu steigen.
Ratlos stand er da,
sein Herz klopfte ganz laut
und das Schlucken wurde schwer.
Er bekam Bauchweh
und seine Augen füllten sich mit Tränen.
Was war mit Mama passiert?
Warum war das Gartentor verschlossen?
Warum war niemand da?
In diesem Moment hörte er ein Auto
auf der Straße heranfahren,
das wie Papas Auto klang
Es hupte
und die Scheinwerfer blinkten auf,
gingen an und aus.
Noch ehe Johnny
richtig begriffen hatte, was geschah,
war Mama aus dem Auto gesprungen,
hatte ihn auf den Arm genommen
und drehte sich ganz schnell
mit ihm im Kreis:
„Johnny, mein Johnny, es tut mir leid.
Wir wollte Dich von der Schule
abholen und überraschen.
Jetzt warst Du schon vor uns zuhause.
Wir fahren in den Urlaub,
jetzt gleich.
Papa und ich
haben eine Sondergenehmigung für Dich
vom Direktor bekommen.
Und weil wir doch
in Deiner Schule waren, dachten wir,
wir könnten Dich direkt mitnehmen,
doch Du warst zu schnell für uns.“
Das alles sprudelte aus Mama heraus,
während sie ihn an sich drückte
und dann absetzte.
Johnny atmete auf.
Langsam wurde sein Herz wieder froh.
Der Druck im Bauch löste sich
und die Tränen versiegten.
Da legte Papa seine Hand
auf Johnnys Kopf.
„Na, Junge?“,
sagte er mit rauer Stimme
„Dann komm, wir wollen fahren.“
Papa war immer schweigsam.
Jedes Wort, das er redete,
war kostbar und nun auch noch
seine Hand auf Johnnys Kopf.
Er freute sich. Jetzt war alles gut.
So stiegen Mama,
Papa und Johnny ins Auto,
wo Lea, seine kleine Schwester,
in ihrem Kindersitz schlief.
Johnny mochte Lea, besonders dann,
wenn er merkte,
dass sie sich von ihm
trösten und beruhigen ließ,
wenn sie weinte
und nur Johnny in der Nähe war.
„Große Brüder sorgen für kleine Schwestern,
wenn Mama und Papa weg sind,“
dachte Johnny zufrieden
und kuschelte sich in seinen Kindersitz.
Mama reichte ihm eine Dose
mit warmen Frikadellen und Tomatensalat,
seiner Lieblingsspeise.
„Oh, darf ich das im Auto essen?“
fragte Johnny entzückt.
„Ja, das ist heute eine Ausnahme.
Hier ist ein Handtuch,
damit kannst Du Deine Beine bedecken,
um Deine Hose zu schützen.“,
lächelte Mama
und reichte ihm ein Handtuch,
eine Gabel und eine Serviette nach hinten.
Johnny richtete sich gemütlich ein
und sah kauend aus dem Fenster
auf die vorbeifliegende Landschaft.
Er liebte Autofahren,
dabei konnte er so schön träumen
und Geschichten erfinden.
Plötzlich hörte er Papas Stimme:
“Johnny, heute fliegen wir
mit dem Flugzeug
in ein anderes Land,
das heißt Schweiz
und hat Berge voller Schnee.
Dort können wir Ski laufen lernen,
Schneemänner bauen und Schlitten fahren.“
Johnny beugte sich ein wenig nach vorne.
„Du meinst, dort ist wirklich
richtiger, kalter Schnee?“
Papa nickte
und lächelte in den Rückspiegel.
“Ja, Sohn, so ist es.“
Johnny strahlte.
Dann gab er Mama
die leere Fri-ka-del-len-do-se
und das Handtuch zurück.
„Ich freue mich sehr,“ murmelte er,
lehnte sich an die Rücklehne an,
schloss seine Augen und schlief ein.
Die Reise
Als der Flughafen erreicht war,
weckte Mama Johnny und nahm Lea
mitsamt ihrem Kindersitz heraus.
Papa hatte das Gepäck
auf einen großen Wagen gepackt.
Johnny durfte obenauf sitzen
und sich von Papa schieben lassen.
Auch Lea in ihrem Kindersitz
fand Platz auf dem Gepäck.
Und so konnte Kapitän Johnny
sein Schiff auf dem Flughafenmeer
mithilfe seines Steuermannes Papa
sicher zum Flugschalter geleiten.
Als Mama und Papa
alles Wichtige erledigt hatten,
wurde das Gepäck
über ein breites Band abtransportiert.
Sie gingen jetzt alle mit der
immer noch schlafenden Lea
langsam zum Flugsteig.
„Wohin müssen wir jetzt gehen?“,
fragte Johnny
mit großen Augen um sich blickend.
„Zum Flugsteig Nr. 17.
Siehst du,
dort sind die Nummer und ein Pfeil,
dem folgen wir jetzt,“ lächelte Mama.
Papa trug Lea und einen Handkoffer
und lächelte Johnny ebenfalls kurz zu.
Sie konnten direkt in den Flieger einsteigen
und Johnny freute sich
über den schönen Fensterplatz.
Mit Papa an seiner Seite
fühlte er sich jedem Abenteuer gewachsen.
Mama und Lea saßen
auf der anderen Seite von Papa
und so konnte alles losgehen.
Papa zeigte Johnny
wie man sich anschnallen konnte
und die Stewardess
präsentierte die Vorrichtungen
für den Notfall.
Johnny musste lachen,
denn die Stewardess bewegte sich
nur zu einer Lautsprecher-Stimme
und so sah sie aus wie eine Marionette.
Endlich rollte das Flugzeug auf die Startbahn
und Johnny legte seine Hand
in Papas Hand.
Sie wurden tief in die Sitze gedrückt,
als das Flugzeug vom Boden abhob.
Doch nach einiger Zeit
wurde es wieder bequem
und Johnny sah die kleine Welt unter sich.
Sogar die Wolken waren unter ihnen
und Johnny stellte sich vor,
die Engel säßen darauf
und würden ihm zuwinken.
Er lehnte seinen Kopf an die Bordwand
und sah ihnen zu.
Ganz leise hörte er Papa´s Stimme
und dann wachte er auf.
„Soll ich Dich tragen, Junge,
oder kannst Du laufen?“, fragte Papa.
Johnny rieb seine Augen
und lächelte über die Vorstellung,
dass Papa ihn jetzt tragen könnte.
„Na, dann komm,“ sagte Papa
und nahm den verblüfften Johnny
auf den Arm.
Das war warm, gemütlich und kuschelig.
Johnny legte seine Arme um Papas Hals
und seinen Kopf auf Papas Schulter.
Das war jetzt schon der schönste Urlaub,
den er je erlebt hatte.
Soviel stand fest.
Die Ankunft
Vor dem Flughafengebäude
stand ein großer Bus eines Hotels.
Ein Chauffeur in einer Livree stand davor,
öffnete die Tür und verneigte sich,
als sie aus dem Flughafengebäude kamen.
Johnny sah ihn interessiert an.
Hier oben auf Papas Arm
sahen die Menschen anders aus,
als wenn Johnny
selber auf dem Boden stand.
In diesem Moment
setzte Papa Johnny ab
und sagte:
„Komm Junge,
jetzt steigen wir in den Bus
und fahren zum Hotel.“
Johnny durfte zuerst einsteigen.
Papa übernahm Lea
und Mama folgte Johnny in den Bus,
dann kam Papa mit Lea auch dazu.
„Heute schläft Lea aber viel,
was Mama?“, meinte Johnny.
Mama lachte:
“Weißt du, im Flugzeug hat sie
fast zwei Stunden schön gespielt
und jetzt ist sie wieder eingeschlafen.“
„Waas“, sagte Johnny fassungslos,
„so lange dauerte der Flug?
Ich dachte, er wäre ganz kurz gewesen.“
„Es ist doch gut so, jetzt bist du ausgeruht
und wir können noch etwas unternehmen.“,
lächelte Mama.
Plötzlich sagte Papa:
„Schau Johnny da ist der Schnee!“,
und zeigte auf das Fenster.
Johnny staunte: Das war weiß,
richtig weiß und viel, sooo viel.
„Oh Papa,
dürfen wir den Schnee berühren?“
„Ja Junge, wir dürfen ihn berühren,
in ihm toben, Schlitten fahren,
Schneemänner bauen
und was uns sonst noch so einfällt.“
Johnny strahlte und wurde ganz zappelig.
„Dauert es noch lange, bis wir da sind?“
„Nein, schau, dort ist schon unser Hotel.
Es heißt „Alpenblick“, das ist wichtig,
den Namen zu behalten.
Alpenblick, Hotel Alpenblick
Johnny nickte, ja, wenn man
in einem fremden Land war,
war es noch wichtiger zu wissen,
wo man wohnte.
„Jetzt holen wir erst die Zimmerschlüssel,
ziehen uns warm an
und dann geht`s raus in den Schnee.“
sagte Mama,
nahm Johnny´s Hand in ihre
und gemeinsam sprangen sie
durch die offene Bustür
auf den Hotelvorplatz.
Johnny lachte.
Mit Mama konnte man
immer Quatsch machen.
Papa und Lea kamen dazu
und der Hotelpage
trug ihr Gepäck hinterher.
„Papa, warum trägt der Mann
unser Gepäck?“
„Das ist sein Beruf
und ein Service des Hotels,
damit wir uns wohler fühlen.“
„Ach, das ist ja schön“,
nickte Johnny.
Sie gingen zur Rezeption
und Papa meldete sie alle an.
Dann bekam er
einen Schlüssel ausgehändigt
und sie folgten einem anderen Pagen
zum Aufzug.
Die Schneeballschlacht
Ihr Zimmer war riesengroß
und aus den Fenstern
konnte man noch größere Berge
voller Schnee sehen.
Johnny konnte kaum glauben,
dass es echt war und kalt und wirklich.
Schließlich sagte Mama:
„Nun komm Johnny,
