Kishons beste Autofahrergeschichten - Ephraim Kishon - E-Book

Kishons beste Autofahrergeschichten E-Book

Ephraim Kishon

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Beschreibung

Wunderbar sind die Wege, die die Menschen im Laufe ihrer Geschichte gegangen sind, Mußte der Steinzeitmensch sich noch auf seine eigenen Gehwerkzeuge beschränken oder sich besten- und schnellstenfalls nach Art eines entfernten Verwandten von Baum zu Baum schwingen, so hat der Neuzeitmensch Sensationelles erreicht. Den Kopf zwischen die Knie gezwängt kann er in einem höchst kostengünstigen Kleinwagen in Autobahn-Schlangen fernen Zielen entgegeneilen, sich sechs Stunden lang an der Grenze auf Jugoslawien freuen oder in einem komfortablen Luxusgefährt Häuserblock für Häuserblock umrunden, um seinen Wagen wieder loszuwerden. Nicht zuletzt kann er seinen fahrbaren Untersatz, dieses Wunder menschlichen Genies, dazu benutzen, in den entsprechenden Kommissariaten seine Strafmandate zu begleichen - kurz: er hat alle Fortschritte der Technik zu seinem Vorteil eingesetzt. Von diesen unschätzbaren Errungenschaften und ihren Auswirkungen auf unser Leben erzählt Kishon, seit er zu schreiben begonnen hat. Schließlich ist das Auto ein Thema, das uns Tag für Tag in Trab hält und an Variationsmöglichkeiten und humoristischer Vielfalt seinesgleichen sucht. Dieser Band, der die Reihe von Kishons "Besten Geschichten" nach den Themen Familie, Reisen und Tiere fortsetzt, bringt eine Auswahl der humorvollsten Satiren, neu geordnet und in Zusammenhang gebracht.

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Seitenzahl: 185

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Ins Deutsche übertragen von Axel Benning, Gerhard Bronner und Friedrich Torberg Redaktion: Brigitte Sinhuber-Erbacher

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www.langen-mueller-verlag.de

© für die Originalausgabe: 1985 F.A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München mit freundlicher Genehmigung der Albert Langen Georg Müller GmbH, München · Wien © für das eBook: 2013 LangenMüller in der F.A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München Alle Rechte vorbehalten

Inhalt

Süß ist die Rache

Typisch weiblich

Es bleibt in der Familie

Hiob’s schwerste Prüfung

Nonstop Autostop

Höhere Versicherungspolitik

Im Rausch der Geschwindigkeit

Im Anfang war das Ei

Privatparkplatz

Der letzte Schrei der Medien

Süß ist die Reue

In den Händen der Chauvinisten

Die Gefahren der guten Kinderstube

Jede Münze hat zwei Seiten

Ein verkehrter Verkehrsunfall

Verfolgungswahn

Das Werkstatt-Kabarett

Schade um das Benzin

Auf Ölsuche

Rauchzeichen

Busfahren ist gefährlich

Augenzeugen müssen blind sein

Amtshandlung mit menschlichen Zügen

Rechtsprechung mit menschlichen Zügen

Freund in der Not

Fernsehen hat Vorrang

Für die Katz’

Parkplatz-Safari

Ein Profi am Steuer

Auch Radfahren ist gefährlich

Die Kunst der Höflichkeit

Gottes Hand und Josseles Fuß

Autofahren ist gesund

Ein Tag ohne Dienstwagen

Ein abstrakter Strafzettel

Im Westen nichts Neues

Tour d’Obélisque

Ein vierbeiniger Autofan

Wir gehen in den Untergrund

Ein gewöhnliches Sonderangebot

Und am Ende steht die Parklaterne

Im Anfang war das Benzin und der Vergaser. Dann schuf Gott den Motor und die Karosserie, die Hupe und das Verkehrslicht. Dann betrachtete Er sein Werk und sah, daß es nicht genug war. Darum schuf Er noch das Halteverbot und den Verkehrspolizisten. Und als dies alles geschaffen war, stieg Satanas aus der Hölle empor und schuf die Parkplätze.

Süß ist die Rache

Wir saßen auf der Terrasse unseres Lieblings-Cafes, Jossele und ich, schlürften unseren Lieblings-Espresso und warfen sehnsüchtige Blicke auf die Parkverbotstafeln entlang des Gehsteigs. Um diese dämmerige Abendstunde pflegten wir das »Espresso-Gambit« zu eröffnen, auch »Auto-Adoptivspiel« genannt. Aber noch wollte sich kein Verkehrspolizist zeigen. Es dauerte eine gute Stunde, ehe der erste Vertreter dieser liebenswerten Spezies auftauchte, schlank, rank, schlenkernden Schritts und gestutzten Schnurrbarts.

In fiebriger Anspannung warteten wir, bis er vor einem knallroten, zwischen zwei Parkverbotstafeln parkenden Sportwagen haltmachte und den Strafzettelblock aus seiner Brusttasche zog. Als er den Bleistift ansetzte, also genau im richtigen Augenblick, sprang Jossele auf und stürzte hinzu:

»Halt, halt!« keuchte er. »Ich bin da nur für eine Minute hineingegangen … nur um einen Espresso zu trinken …«

»Herr«, antwortete das Gesetz, »erzählen Sie das dem Verkehrsrichter.«

»Wenn ich doch aber wirklich nur für eine Minute …«

»Sie stören eine Amtshandlung, Herr!«

»Wirklich nur für einen raschen Espresso … Wie wär’s, und Sie drücken ausnahmsweise einmal ein Auge zu, Inspektor?«

Der Polizist füllte mit genießerischer Langsamkeit den Strafzettel aus, befestigte ihn am Scheibenwischer und sah Jossele durchdringend an: »Können Sie lesen, Herr?«

»Gewiß.«

»Dann lesen Sie, was auf dieser Tafel steht!«

»Parken verboten von 0 bis 24 Uhr«, murmelte Jossele schuldbewußt. »Aber wegen einer lächerlichen Minute … wegen einer solchen Lappalie …«

»Noch eine einzige derartige Bemerkung, Herr, und ich bringe auch den Paragraph 17 in Anwendung, weil Sie zu weit vom Randstein geparkt haben.«

»Sehen Sie?« fragte Jossele. »Das ist der Grund, warum die Menschen Sie hassen.«

»Paragraph 17«, antwortete der Ordnungshüter, während er ein neues Strafmandat ausschrieb. »Und wenn Sie mich noch lange provozieren, verhafte ich Sie.«

»Warum?«

»Ich schulde Ihnen keine Erklärung, Herr. Ihre Papiere!«

Jossele reichte sie ihm.

»Herr! Ihre Krankenkasse interessiert mich nicht! Wo ist Ihr Führerschein?«

»Ich habe keinen.«

»Sie haben keinen?! Paragraph 23. Haben Sie einen Zulassungsschein? Eine Steuerkarte? Eine Unfallversicherung?«

»Nein.«

»Nein?«

»Nein. Ich habe ja auch keinen Wagen.«

Stille. Lastende, lähmende Stille,

»Sie haben … keinen … Wagen?« Das Auge des Gesetzes zwinkerte nervös. »Ja, aber … wem gehört dann dieses rote Cabriolet?«

»Wie soll ich das wissen?« replizierte Jossele, nun schon ein wenig verärgert. »Ich bin ja nur für einen raschen Espresso hier ins Café gegangen. Das ist alles, und das versuche ich Ihnen die ganze Zeit zu erklären. Aber Sie hören ja nicht zu …«

Das Amtsorgan erbleichte. Seine Kinnladen bewegten sich lautlos, wenn auch rhythmisch. Langsam zog er das zweite Strafmandat hinter dem Scheibenwischer hervor und zerriß es in kleine Teilchen, einen Ausdruck unendlicher Trauer in seinem Gesicht. Dann verschwand er in der Dunkelheit.

Der arme Kerl wird nie mehr derselbe sein.

Typisch weiblich

Der erste Wagen, den wir besaßen, die beste Ehefrau von allen und manchmal ich, wurde seiner französischen Herkunft wegen »Mademoiselle« geheißen – sie war ein großartiges Produkt.

»Klopfen wir auf Holz«, sagte ich demnach eines Morgens beim Abschied vor der Haustür. »Jetzt fahren wir unseren lieben kleinen Wagen schon zwei Jahre, und er weiß noch immer nicht, wie eine Reparaturwerkstätte von innen aussieht!«

Ich winkte und fuhr los.

Als ich kurz danach aufs Gas stieg, begann der liebe kleine Wagen vehement zu husten und zu stottern, vollführte einen Riesensprung nach vorn, dann nach hinten, produzierte ein wahres Sperrfeuer von Fehlzündungen und hatte gerade noch Kraft genug, um die Werkstatt von Mike dem Auswechsler zu erreichen.

Lesen Sie weiter in der vollständigen Ausgabe!

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