Kometen als Prodigien. Katastrophenerzählungen am Beispiel A. P. Gassers Kometenschrift aus dem Jahr 1534 - Pauline Breitwieser - E-Book

Kometen als Prodigien. Katastrophenerzählungen am Beispiel A. P. Gassers Kometenschrift aus dem Jahr 1534 E-Book

Pauline Breitwieser

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Beschreibung

Studienarbeit aus dem Jahr 2020 im Fachbereich Ethnologie / Volkskunde, Note: 1,3, Universität Augsburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende Arbeit soll einen Einblick in die Prodigien als Teilgebiet der Katastrophenerzählungen geben. Untersucht wird der Umstand, inwiefern und warum Kometenerscheinungen hier ihre Relevanz haben. Im ersten Abschnitt der Untersuchung wird theoretisch und historisch erläutert, welche Tradition Kometen als Prodigien in der Geschichte besitzen und damit ihre Berechtigung als Teil der Erzählforschung dargestellt. Besonders hervorzuheben ist hierbei der Aspekt der Verbreitung und der Rezeption, da die Entstehung der Kometenfurcht maßgeblichen Einfluss auf den Umgang mit diesen astronomischen Phänomenen hatte. Als letzten Punkt soll das Narrativ der Kometenschrift von Achilles Pirmin Gasser mit dem Titel "Ain kurtze underricht von dem Cometen und harigen Sternen so den Summer des M.D.XXXIII. Jars etlich zeyt zuo morgens/darnach auch lang zuo abents ersehen ist worden" (1533) betrachtet und anhand der Aufmachung, des Aufbaus und Deutungsumfangs zum Erkenntnisgewinn herangezogen werden. In Bezug auf Prodigien werden Kometen als Motiv viel-fach erwähnt, eine Auseinandersetzung an einem konkreten Beispiel konnte in der Literatur aber nicht gefunden werden. Die vorliegende Arbeit soll dies am Beispiel einer historischen Quelle leisten. Der Halley’sche Komet gilt als einer der berühmtesten Kometen. Seinen Namen bekam er von dem britischen Astronomen Edmond Halley, der zu Beginn des 18. Jahrhunderts die Laufbahn des Kometen berechnete und voraussagte, dass dieser auf der Erde etwa alle 75 Jahre zu sehen sein wird. Bei den meisten Menschen löste über die letzten zwei Jahrtausende eine Kometensichtung Angst und Panik aus, es entwickelte sich trotz des Wissenschaftsfortschritts eine allgemeine Kometenfurcht. Der größte Ausbruch einer Massenpanik wegen eines Kometen geschah im Jahr 1910. Komet Halley war zwischen September 1909 und März 1910 am Himmel zu erkennen und für Astronomen ein Spektakel. Durch ein Spektroskop konnten erstmals Analysen zur Beschaffenheit eines Kometenschweifs angestellt werden und Forscher entdeckten Kohlenstoff-Stickstoff-Moleküle, die in Verbindung mit Salz zu Zyankali reagieren würden. Durch die fehlerhaften Berechnungen des Heidelbergers Max Wolf, verkündete man der Welt die Wahrscheinlichkeit einer Kollision der Erde und dem Schweif des Kometen, welche die Atmosphäre der Erde mit Cyangas füllen würde.

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