Kopfüber - Elena Eckert - E-Book

Kopfüber E-Book

Elena Eckert

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Beschreibung

Die Arme waren auf den Rücken gedreht und die Kabelbinder schnitten sich bei seinem verzweifelten Versuch, die Fesseln loszuwerden, immer tiefer in sein Fleisch. Alex fühlte sich benebelt, als wäre er gerade aus einem mehrtägigen Schlaf aufgewacht. Wie genau er in diese Situation geraten war, wusste er nicht. Seine Lippen waren aufgesprungen und die Kehle staubtrocken – wie viele Tage waren vergangen, seit er das letzte Mal etwas getrunken hatte?

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Seitenzahl: 19

Veröffentlichungsjahr: 2013

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Elena Eckert

Kopfüber

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Inhaltsverzeichnis

Titel

Kopfüber

Nachwort

Impressum neobooks

Kopfüber

Die Welt stand Kopf – oder besser gesagt: er selbst. Durch die allumfassende Dunkelheit wäre ihm das nicht weiter aufgefallen, mal von der Tatsache abgesehen, dass alles Blut in seinen Kopf schoss und sich seine Beine langsam taub anfühlten. Die Arme waren auf den Rücken gedreht und die Kabelbinder schnitten sich bei seinem verzweifelten Versuch, die Fesseln loszuwerden, immer tiefer in sein Fleisch.

Alex fühlte sich benebelt, als wäre er gerade aus einem mehrtägigen Schlaf aufgewacht. Wie genau er in diese Situation geraten war, wusste er nicht. Seine Lippen waren aufgesprungen und die Kehle staubtrocken – wie viele Tage waren vergangen, seitdem er das letzte Mal etwas getrunken hatte?

Am meisten störte ihn der Knebel, der ihm das Atmen erschwerte. Bevor er aber Gefahr lief in Panik auszubrechen, versuchte er sich auf seine Umgebung zu konzentrieren. Die Dunkelheit war jedoch so vollkommen, dass er überhaupt nichts sehen konnte, egal ob er nun die Augen offen oder geschlossen hatte. Es machte schlichtweg keinen Unterschied. Alex spitzte stattdessen die Ohren um jeglichen Laut aufnehmen zu können, der in seiner Umgebung erklang – aber er hörte nur sein Blut in den Ohren rauschen.

Moment …

Da war noch etwas anderes: weit entfernte Schritte, die laut von den Wänden widerhallten. Je näher die fremde Person kam, desto unruhiger wurde er. Kam ihm hier gerade jemand zur Hilfe, oder war es sein Peiniger? Er überlegte, ob er nun versuchen sollte Alarm zu schlagen, so laut durch seinen Knebel zu schreien, wie es ihm möglich war, oder besser daran tat, mucksmäuschenstill zu sein.

Da die Schritte gezielt in seine Richtung gingen, entschied er sich für die zweite Option und versuchte zwischendurch sogar den Atem anzuhalten. Das stellte sich als kontraproduktiv heraus, da er nach wenigen Sekunden heftig anfing zu keuchen. Sein Herz schlug ihm bis zum Hals, die Angst kroch durch seine Glieder und brachte ihn zum Schwitzen. Um nicht völlig seine Selbstbeherrschung zu verlieren, drückte er sich einen seiner Fingernägel in die Haut. Es tat weh, aber nur so schaffte er es die Kontrolle zu behalten.

Schließlich stoppten die Schritte direkt neben ihm. Alex atmete immer schneller, verfluchte sich innerlich selbst. Das Gekeuche war doch meilenweit zu hören!