Les Plats Du Mal - Das Kochbuch unerwarteter Genüsse - Tom Beutlin - E-Book

Les Plats Du Mal - Das Kochbuch unerwarteter Genüsse E-Book

Tom Beutlin

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Beschreibung

Essen kann mehr. Dieses Buch, das Kochbuch der unerwarteten Genüsse, zeigt, was Essen mehr kann. Es zeigt, dass Essen nicht nur schmecken und sättigen, sondern, mit Hilfe von Kräutern und Gewürzen wie Haschisch und Marihuana, Muskatnuss und Zimt, auch Wahrnehmungen erweitern, Sinne bereichern und magische Prozesse initiieren kann. Es geht in diesem Buch darum, die verschütteten dionysischen Aspekte gemeinsamer Mahlzeiten auszugraben, die Welt in einer neuen Perspektive zu erfahren und mit Freunden einen ruhigen und entspannten Abend zu genießen. Die Rezepte reichen von wärmenden Getränken und erfrischenden Cocktails über herzhafte Suppen, neu interpretierten deutschen Gerichten, opulente Hammel-, Rinder- und Geflügelgerichte aus asiatischen Küchen hin zu inspirierenden Plätzchen (natürlich dürfen die nicht fehlen!), zu Puddings und Sorbets. Sogar Frühstücksmarmelade lässt sich neugestalten. Die Rezepte sind so geschrieben, dass jeder sie nachkochen kann; für Anfänger und Neugierige gibt es eine umfassende Warenkunde über die Zutaten, eine Beschreibung ihrer Wirkungen und ein Kapitel, das über Risiken, Nebenwirkungen und Antidote informiert.

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EPUB
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Seitenzahl: 50

Veröffentlichungsjahr: 2023

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Inhaltsverzeichnis:

EINLEITUNG

WAS IST HASCHISCH, WAS IST MARIHUANA

DER RAUSCH

KOCHEN MIT HASCHISCH UND MARIHUANA

GEWÜRZE UND ANDERE ZUTATEN

GRUNDSÄTZLICHES ÜBER DAS ESSEN: MAN IST, WAS MAN ISST

ESSEN ALS MAGISCHER PROZESS

RISIKEN, NEBENWIRKUNGEN UND GEGENMITTEL

DIE REZEPTE

Die Grundlage von Vielem

Tee und andere Erfrischungen

Hauptgerichte

Süssigkeiten

LITERATUR

EINLEITUNG

DARUM GEHT’S HIER ABER NICHT!

EINLEITUNG

Ich wette, dass bei dem Begriff „Rausch“ die meisten Menschen an den Alkoholrausch denken und vor ihrem geistigen Auge Bilder von Betrunkenen in all ihren möglichen Erscheinungen auftauchen - grölende, kotzende, torkelnde, bewusstlose Menschen in erbärmlichem, unwürdigem Zustand. Vielleicht denken einige auch an die Bilder von Opiumrauchern im China des 19. Jahrhundert, hagere, abgerissene Gestalten, Frauen wie Männer, die stumpf und empfindungslos auf ärmlichen Matratzen liegend ihre Pfeifen rauchen und den aus dem Rauch erwachsenden Träumen nachhängen.

Das ist alles richtig und gehört natürlich zum „Rausch“. Aber es ist ein nur kleiner, ein ganz kleiner Teil dessen, was „Rausch“ ist. Rausch ist ausgelassene Freude, überwältigende Ekstase, überschäumender Jubel, überschrittene Grenzen und schlichte Fröhlichkeit. Rausch öffnet die Tore der Wahrnehmung, öffnet den Zugang zu anderen Welten, schafft ungeahnte sinnliche und emotionale Verbindungen mit anderen. Rausch ist unerwarteter Genuss.

Genau dies ist das Thema des Buches.

Es geht um unerwartete Genüsse, es geht darum, die verschütteten dionysischen Aspekte gemeinsamer Mahlzeiten auszugraben, die Welt in einer neuen Perspektive zu ergründen und mit Freunden einen ruhigen und entspannten Abend zu genießen.

Die Rezepte sind so geschrieben, dass jeder sie nachkochen kann; für Anfänger und Neugierige gibt es eine umfassende Warenkunde über die Zutaten, eine Beschreibung ihrer Wirkungen und ein Kapitel, das über Risiken, Nebenwirkungen und Antidote informiert.

WAS IST HASCHISCH, WAS IST MARIHUANA?

EINE PRODUKTBESCHREIBUNG

Haschisch ist das gepresste Harz, das aus Pflanzenteilen der weiblichen Pflanze des Indischen Hanfs (Cannabis indica) gewonnen wird.

Wobei auch andere Hanfarten wie beispielsweise der Gewöhnliche Hanf (Cannabis sativa) psychotrope, d.h. die menschliche Psyche beeinflussende, Wirkstoffe entwickeln können.

Entscheidend für die Menge und Konzentration des in der Pflanze enthaltenen Wirkstoffes ist die Temperatur, mit der die Pflanze aufwächst – je heißer der Tag, desto besser das Kraut.

Warum sammelt man mühsam den Harz des weiblichen Blütenstandes der Pflanze? Weil sich eben dort das meiste Tetrahydrocannabinol (THC) sammelt, der Stoff, der die Pflanze zu einer ganz besonderen macht.

Haschisch wird in verschiedenen Sorten angeboten – als grüner Marokkaner, roter Libanese, oder schwarzer Afghane.

Die Namen müssen nicht zwingend Herkunftsbezeichnungen sein, weil die Konsistenz und Farbe des Stoffes von den unterschiedlichen Ernte- und Bearbeitungsmethoden abhängen.

Grünes Haschisch, wie es traditionell in Marokko geerntet wird, enthält noch deutliche Spuren von Blüten- und Pflanzenteilen. Daher ist es auch nicht in dem Maße psychotrop wie Roter Libanese oder Schwarzer Afghane.

Roter Libanese besteht zum überwiegenden Teil aus dem Harz der Blüten. Wenn die Pflanzen reif sind, gehen die Bauern mit Lederschürzen durch die Felder, kratzen anschließend das an den Schürzen hängende Harz ab und pressen es zu rötlich schimmernden Platten. Früher, um 1970 herum, kam die beste Qualität aus der Staatlichen Manufaktur des Libanon, erkennbar an drei aufgestempelten Halbmonden.

Der Schwarze Afghane und auch der Schwarze Nepalese wird grundsätzlich genauso geerntet wie der rote Libanese. Allerdings wird das Harz dann noch mehrmals gepresst und so der Anteil der wirksamen Stoffe spürbar erhöht.

Marihuana sind die getrockneten Blüten und Blattspitzen der weiblichen Pflanze des Indischen Hanfes. Insoweit ist es auch nicht sehr überraschend, dass im Allgemeinen die berauschende Wirkung beim Genuss nicht so hoch oder intensiv ist wie beim Genuss von Haschisch.

Ausgenommen von dieser Regel ist Gras aus Mexiko (Acapulco Gold) und Gras aus Ostafrika, das dort in einer Qualität produziert wird, die keinen Vergleich mit gutem Libanesen zu scheuen braucht.

Wobei es ja eigentlich recht einfach ist: Je länger die Pflanze in der Sonne steht, desto intensiver und gehaltvoller entwickeln sich THC, CBD und wie die guten Stoffe alle heißen.

Durch die Entwicklung der neuen hybriden Hanfpflanzen, die teilweise mit recht hohen THC-Werten beeindrucken, hat sich das Angebot auf dem Markt seit der Jahrtausendwende deutlich verändert. Die zunehmende Legalisierung der Droge in den letzten Jahren, ein Prozess, der mit Sicherheit noch nicht abgeschlossen ist, brachte und bringt zusätzlich Bewegung und vollkommen neue Aspekte in den Markt.

Dieser an und für sich sehr erfreuliche Umstand der Diversifizierung und Ausweitung des Angebotes bringt aber für die Küche der unerwarteten Genüsse ein praktisches Problem mit sich, nämlich das der Portionierung.

Wenn das Angebot von Gras aus norddeutschen Schrebergärten über Acapulco Gold bis zu den neuesten Hybrid-Sorten reicht, ist es ja logisch, dass die bei den jeweiligen Speisen zu verwendende Menge umgekehrt proportional zu der Qualität des Stoffes ist - je mehr THC im Stoff, desto weniger Stoff in den Topf. Bei den in den Rezepten angegebenen Mengen gehen wir von Haschisch und Marihuana guter, durchschnittlicher Qualität aus, was immer das sein mag. Dabei ist uns natürlich bewusst, dass mangels objektiver Kriterien und Maßstäbe eine Beschreibung der Qualität eines berauschenden Stoffes schwierig ist.

Ich rate daher, vor der Verwendung des Stoffes in der Küche zu testen, wie gehaltvoll der vorhandene Stoff nun tatsächlich ist und wie man ihn verträgt.

Vielleicht greift auch jemand die Idee auf und entwickelt, ähnlich den schon seit langem bestehenden Weinführern, endlich mal ein Punktesystem oder eine Tabelle, mit dessen Hilfe man die verschiedenen Sorten miteinander vergleichen kann.

DER RAUSCH

DER RAUSCH

Was passiert eigentlich, wenn das Haschisch bzw. die in ihm enthaltenen Wirkstoffe auf den menschlichen Organismus treffen?

Die verblüffende Antwort: man weiß es nicht so genau. Wie Täschner in „Das Cannabis-Problem“ erwähnt, ist es in der Wissenschaft umstritten, ob der Wirkstoff THC selbst oder erst ein durch den menschlichen Stoffwechsel produzierter Metabolit die Wirkung hervorruft.

Mit anderen Worten: nicht die Einnahme von Haschisch ruft den Rausch hervor, sondern es ist ein vom eigenen Körper aufgrund der Anregung des THC produziertes Enzym, welches die gewünschten Rauschzustände hervorruft.