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Für Pendler und Besucher des Landes. Die Luxemburger Sprache wird verständlich erklärt, wie sie im Alltag gesprochen wird, mit korrekter Grammatik und vielen Vokabeln. Der Autor zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen der deutschen und luxemburgischen Sprache auf und gibt Einblick in die Grammatik, den Wortschatz und die Traditionen Luxemburgs. Außerdem beinhaltet das Buch einige Lesetexte in luxemburgischer Sprache sowie weitere wertvolle Informationen.
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Seitenzahl: 79
Veröffentlichungsjahr: 2012
Luc Schiltz
Lëtzebuergesch schwätzen
Einblick in die luxemburgische Sprache
Mit Zeichnungen von Fritz Peter Linden
Der Autor
Luc Schiltz, gebürtiger Luxemburger (Jahrgang 1971), lebt in Luxemburg und ist dort als Deutsch- und Luxemburgischlehrer tätig. Seit 1994 unterrichtet er an verschiedenen VHS-Schulen in Deutschland, hält Vorträge und Lesungen.
Impressum
Text: Luc Schiltz
Zeichnungen: Fritz Peter Linden
Fotos: Verlag Weyand GmbH
Mitherausgeber: Kreisvolkshochschule Trier-Saarburg
© Verlag Michael Weyand GmbH, Trier, www.weyand.de
alle Rechte vorbehalten
ISBN 978-3-942 429-54-2
Inhalt
Impressum
Der Autor
Die luxemburgische Rechtschreibung
Die Wortarten
1 Die Verben
2 Der Artikel
3 Das Substantiv/Das Nomen
4 Das Pronomen
5 Die Präposition
6 Das Adjektiv
7 Die Konjunktion
8 Das Adverb
9 Das Numerale
Allgemeines
Wortschatz
D'Texter
Lëtzebuerger Ausdréck
Typesch lëtzebuergesch Adjektiver
Traditionen in Luxemburg
Museen und Attraktionen in Luxemburg – Auswahl
Lernmaterial und Adressen
Luxemburger Allerlei
Vorwort
Liebe Luxemburgischlerner,
seit Jahren lehre ich nun schon die luxemburgische Sprache an deutschen Volkshochschulen. Mit viel Freude und Begeisterung besuchen die meisten Teilnehmer die Kurse und lernen neben der Sprache auch Luxemburgs Kultur und seine Landschaft kennen.
In all den Jahren hatte ich viel Spaß an meinen Kursen, aber es tauchte immer wieder dasselbe Problem auf: »Wo kann das Gelernte auch irgendwann mal nachgelesen werden?«
Die meisten wollten kein dickes Lehrwerk, sondern wünschten sich ein kleines, handliches Heftchen, das ihnen in komprimierter Form, das Wissenswerteste vermitteln könnte.
Ich hoffe, dass Ihnen dieses Heft weiterhilft und eine kleine Bereicherung für Sie ist. Vor allem wünsche ich Ihnen viel Freude und Spaß beim Erlernen der luxemburgischen Sprache.
Auf den folgenden Seiten sollen die Hauptunterschiede zwischen der deutschen und luxemburgischen Sprache und Grammatik erwähnt werden. Dass einige Aspekte vergessen oder übersehen worden sein können, wird dabei nicht abgestritten, denn dieses Büchlein erhebt sicherlich nicht den Anspruch auf Vollkommenheit und Vollständigkeit. Es geht hier darum, den Teilnehmern der Luxemburgischkurse und all jenen, die Freude am Luxemburgischen haben, einen kurzen Einblick in unsere Sprache zu gewähren.
Vor allem aber sollten Sie eines wissen: eine Sprache kann man nur erlernen, wenn man sie auch spricht. Deswegen ist es wichtig, dass Sie auch oft dorthin fahren, wo die Sprache gesprochen wird: nach Luxemburg. Und Sie werden sehen: unser Land hat sicherlich noch so einiges zu bieten, das verzaubern und überraschen kann.
Luc Schiltz
Die Wortarten
Auch im Luxemburgischen unterscheiden wir zehn Wortarten:
Deutsch-luxemburgische Grenze über die Sauer
1 Die Verben
a) Die Vollverben
Sie können alleine im Satz stehen und geben dem Satz einen Sinn. Ohne sie kann der Satz nicht bestehen.
Beispiel: Ech kucken den Auto. Ech spille Piano.
b) Die Hilfsverben
Sie werden dazu gebraucht, die zusammengesetzten Zeiten zu bilden: hunn – ginn – sinn (haben – werden – sein)
Beispiel: Ech hu bis elo geléiert. Ich habe bis jetzt gelernt.
Du bass gëschter ze spéit koum. Du bist gestern zu spät gekommen.
PASS OP:
Diese Verben können jedoch auch als Vollverben gebraucht werden:
Ech hunn en Auto. Ech sinn de Paschtouer vu Bieles. Ech gi Bäcker.
c) Die Modalverben
Die Modalverben können als Voll- oder als ›Hilfsverben‹ gebraucht werden.
kënnen – wëllen – mussen – däerfen* – sollen (* dierfen)
Das Modalverb ›mögen‹ gibt es im Luxemburgischen nicht, der Luxemburger gebraucht hier den Ausdruck ›gär(en) hunn‹.
d) Die unpersönlichen Verben
et schneit – et reent – et donnert – et geschitt
e) Die Reflexivverben
immer: sech fläissen (können nie ohne ›sech‹ stehen)
gelegentlich: sech wäschen – sech verteidegen – sech iergeren
Infinite Verbformen
Infinite Verbformen können im Gegensatz zu den finiten Verbformen nicht konjugiert werden, sie bestehen also nur aus einer einzigen Form.
• Partizip Präsens: sangend (fast nicht im Gebrauch in der luxemburgischen Sprache)
• Partizip Perfekt: gesongen/gespillt (Unterschied zwischen starken und schwachen Verben)
• Infinitiv: sangen – spillen
1.1 Die Tempora im Luxemburgischen
Im Luxemburgischen werden auch alle im Deutschen üblichen Zeiten gebraucht:
a) Präsens
b) Imperfekt
c) Perfekt
d) Plusquamperfekt
e) Futur I
f) Futur II
Wie im Deutschen gibt es die drei Modi:
Indikativ, Konjunktiv und Imperativ
a) Das Indikativ Präsens
