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Die beiden Tollpatsche Lifi und seine Freundin Emmi erleben lustige Abenteuer in Frankfurt. Lifi braucht Geld. Hast du schon einmal in deinem Leben gearbeitet? Hasenmonster und Schweine auch nicht, jedenfalls kann dabei einiges schief laufen. Denn Arbeiten ist leichter gesagt als getan. Dabei müssen die Freunde auch noch einen Geist befreien und sich mit einem Dieb herumschlagen. Gut, dass Atilla, der Adler der Frankfurter Eintracht, hilft ...
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Seitenzahl: 51
Veröffentlichungsjahr: 2018
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WIDMUNG
Für alle Kinder der Welt, nicht nur aus Frankfurt.
Lifi und Emmi verdienen Geld
In der Geisterbahn
Bei der Katzenmillionärin
Lifi auf Verbrecherjagd
Hast du schon einmal in deinem Leben gearbeitet? Also, Monsterhasen arbeiten eigentlich auch nicht. Sie sind ja zum Quatsch machen und Erschrecken da. Aber Lifi, dem Monsterhasen aus Frankfurt, dem bleibt gar nichts anderes übrig. Lifi will nämlich einen ferngesteuerten Riesenroboter haben. Wenn du jetzt denkst, Kinder und Monsterhasen brauchen doch keinen Roboter, dann sage ich dir, dass du dich geirrt hast.
Der metallglänzende Riesenroboter im Schaufenster von Kinderspielwarenhändler Klingelschmidt ist so stark wie ein Droide. Sein nigelnagelneuer Blechanzug funkelt wie ein Stern in der Nacht und seine Farbe leuchtet so türkis wie das karibische Meer.
Lifi schaut ihn sich an, seufzt und denkt:
„Einfach schön! Und so praktisch ist er. Ich werde ihn Robi nennen. Nachts schützt er mich vor bösen Einbrechern. Tagsüber räumt Robi mein Zimmer auf. Abends bringt er mir einen kalten Karottensaft aus dem Keller! Wenn ich nicht einschlafen kann, singt er mir sicher mein Lieblingslied!“
Aber leider ist der Roboter auch sehr teuer, denn Schönheit hat bekanntlich seinen Preis. Und Klugheit auch. Robi spricht 50 Sprachen. Darunter chinesisch, türkisch, schwedisch, russisch und sogar eine erfundene Geheimsprache. Wahnsinn! Lifi muss irgendwie an Geld kommen. Aber wie nur?
Das Hasenmonster denkt an Lotto‐spielen.
„Aber da gewinnt nur jeder 6,5 Trillionste oder so! Das ist viel zu unsicher!“, meint Emmi, die sich als gute Freundin gerne mit Lifi zusammensetzt, damit sie gemeinsam über das Problem nachdenken können.
„Ein Banküberfall?“
„Vergiss es, wir sind keine gemeinen Verbrecher! Und ins Gefängnis willst du doch auch nicht!“, empört sich Emmi und schüttelt energisch den Kopf.
„Bei Nachbarn klingeln und um Geld betteln, so wie bei Halloween?“
„Die Geizkrägen haben uns beim letzten Mal nur verschrumpelte Orangen und alte Kekse in die Tüte geworfen. Die waren so vergammelt, dass sogar Rodney sie nicht wollte!“
Stimmt, erinnert sich Lifi und das will schon was heißen. Denn die Ratte Rodney frisst eigentlich alles.
„Da bleibt nur noch eins!“, erklärt Lifi nach einer langen Pause: „Wir müssen arbeiten!“
„Arbeiten?“ Emmi rümpft die Nase und schüttelt sich angewidert. Das ist eigentlich nichts für Schweine. Aber auch Emmi sieht schließlich ein, dass dieser Vorschlag der Beste ist. Denn arbeiten, das tun ja fast alle. So schwer kann das dann nicht sein.
„Was für eine Arbeit gefällt dir denn?“, fragt Emmi.
„Es müsste eine Arbeit sein, mit der ich gleich anfangen kann“, sagt Lifi, denn bald ist Sommer. Dann will Lifi mit Robi an den Langener Waldsee fahren. Der soll sich dann in die Warteschlange an den Kiosk stellen und Eis für alle kaufen, während Lifi faul am See liegt. Warten ist nämlich gar nichts für Monsterhasen.
„Ich habe es!“, grunzt Emmi. „Warum arbeitest du nicht auf der Dippemess in Frankfurt im Geisterhaus? Die brauchen bestimmt Monster zum Erschrecken?“
Lifi grinst über beide Ohren, so gut ist der Vorschlag von Emmi.
„Machst du mit?“, fragt Lifi.
„Aber klar!“, grunzt das Schwein, denn in einer Geisterbahn ist es bestimmt nicht langweilig.
Beide machen sich nun auf dem Weg zur Dippemess. Da ist ordentlich was los, und überall riecht es lecker nach gebrannten Mandeln, gebratenen Würstchen und fettigen Pommes. Doch Emmi und Lifi laufen schnurstracks zur Geisterbahn.
Lifi wendet sich an den dünnen, großen Mann vor dem Eingang.
„Wir suchen den Chef!“, sagt Lifi bestimmt.
„Des bin isch!“, erwidert der schlanke Frankfurter mit schnoddriger Hose und Glatze. Neugierig blickt er auf die ungewöhnlichen Besucher hinunter.
„Wir würden gerne bei Ihnen in der Geisterbahn als Monster arbeiten. Was bezahlen Sie denn so pro Stunde?“ Der Chef kratzt sich an seiner Glatze.
„Sibbe fuffzig. Mehr is nedd drin!“
Das ist aber wenig Geld, finden Emmi und Lifi. Robi wird ja Tausende von Euro kosten und so verabschieden sich beide schnell.
Zunächst trotten sie zum Ostpark, um in Ruhe nachzudenken. Am See setzen sie sich gemütlich auf einen Baumstamm. Dort beobachten sie die vielen schnatternden Gänse.
„Igitt! Überall liegt Gänsekacke!“, meckert Lifi.
„Das müsste man mal wegputzen“, fordert Emmi. Da kommt ihr eine Idee.
„Ich habe es! Wir sammeln den ganzen Dreck und verkaufen ihn als Brennmaterial! Gibt doch genug von dem Zeug!“ Lifi hat Zweifel: „Wer will denn Gänsekacke kaufen?“
„Na, besser, als wenn die hier herumliegt. Energie wird gebraucht!“ So erzählt Emmi, dass sie mal einen Film gesehen hat, indem Leute in Afrika mit Kuh‐Kacke Feuer gemacht haben.
„Nein, Emmi! Dir als Schwein, mag das gefallen. Ich will aber eine saubere Arbeit!“, meint Lifi. Emmi ist beleidigt: „Stimmt doch gar nicht, dass Schweine Dreck lieben! Was können wir denn dafür, dass die Schweineställe aussehen wie Sau!“
Da fällt Lifi etwas ein.
„Oder wir arbeiten als Putzleute!“, schlägt er vor. Lifi putzt nämlich einmal im Jahr sein Zimmer. Damit hat er Erfahrung.
„Putzleute sind wichtig, nur eins ist blöd. Sie verdienen nicht viel!“
„Egal!“, meint Emmi bestimmt, „Mit irgendwas müssen wir jetzt mal anfangen, sonst werden wir nie zu Robi kommen!“ Sie hat gehört, dass in Amerika sogar Leute, die dreckige Tassen und abgelutschte Teller gewaschen haben, Millionäre wurden. So ist das Schwein schnell einverstanden.
Als sie aus dem Ostpark schlendern, sieht Emmi, dass vor der Dippemess viele Autos parken. „Lass uns doch hier Autos putzen!“ Lifi ist begeistert. Das Hasenmonster umarmt Emmi vor Freude über die gute Idee so heftig, dass sie quiekt. Schön, dass es Freunde gibt, die einem beim reich werden helfen!
Schnurstracks gehen sie nach Hause, laufen in die Küche. Dort füllen sie einen Eimer voll mit heißem Wasser und geben einen Schuss Spülmittel hinein. Sie schnappen sich einen Schwamm, die Spülmittelflasche und ein Tuch und machen sich damit eilig auf den Weg zur Dippemess.
Als sie die vielen parkenden Autos sehen, fällt ihnen auf, dass viele eigentlich schon recht sauber aussehen. Aber dann entdeckt Lifi doch von weitem einen weißen Wagen, der überall braune Dreckspritzer hat.
„Ran an die Buletten! Tschakka!!“, ruft Lifi und spuckt in seine Pfoten. Er greift nach dem Eimer. Dann nimmt er Anlauf, flitzt mit dem Eimer Wasser zum Auto und schüttet ihn mit Schwung über das Auto.
