Beschreibung

Das Mädchen, das mit den Tieren spricht: Ein Abenteuer mit Herz und Humor für alle Liliane-Susewind-Fans ab 6 Jahren! Ein Eichhörnchen hat sich an der Pfote verletzt. Und das ausgerechnet jetzt, wo es doch eigentlich einen Kobel bauen müsste – denn es erwartet Junge! Zum Glück kann Lilli mit Tieren sprechen. So können sie und ihre Freunde helfen. Doch da schleicht noch ein anderes Tier in der Gegend herum … Ob das gutgeht? Diese wunderbar witzige Geschichte zeigt, dass man alles schaffen kann, wenn man zusammenhält. Mit großer Fibelschrift und fröhlich-bunten Bildern von Mila Marquis Serie bei Antolin gelistet Alle Bücher der Bestsellerserie ab 6 Jahren: ›Liliane Susewind – Ein kleiner Esel kommt groß raus‹ ›Liliane Susewind – Ein Meerschwein ist nicht gern allein‹ ›Liliane Susewind – Viel Gerenne um eine Henne‹ ›Liliane Susewind – Ein Nilpferd auf dem Zebrastreifen‹ ›Liliane Susewind – Extra-Punkte für den Dalmatiner‹ ›Liliane Susewind – Schwarze Kater bringen Glück‹ ›Liliane Susewind – Ein kleiner Hund mit großem Herz‹ ›Liliane Susewind – Drei Waschbären sind keiner zu viel‹ Weitere Bände in Vorbereitung. Entdecke auch die Liliane-Susewind-Serie für Kinder ab 8 Jahren!

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Seitenzahl: 33


Tanya Stewner | Marlene Jablonski

Liliane Susewind – Ein Eichhörnchen hat's eilig

Mit Illustrationen von Mila Marquis

FISCHER E-Books

Nach einer gemeinsamen Idee von Tanya Stewner und Marlene Jablonski

Inhalt

InhaltEile kennt keine WeileDas schreck-furcht-schauderhafte MonsterDer Besserwisser im FederkleidEin monstermäßiges Missverständnis

Inhalt

Eile kennt keine Weile 9

Das schreck-furcht-schauderhafte

Monster 26

Der Besserwisser im Federkleid 44

Ein monstermäßiges

Missverständnis 59

Eile kennt keine Weile

»Es regnet«, wuffte Bonsai und wedelte aufgeregt mit dem Schwanz.

Lilli, die mit Tieren sprechen konnte, warf einen Blick zu dem babyblauen Himmel hinauf. Dann sah sie leicht verwirrt ihren weißen Hund an. Dabei fragte sie sich, ob er eventuell einen Sonnenstich haben könnte. Am Himmel war nämlich keine einzige Wolke zu entdecken.

Gemeinsam mit ihrem Freund Jesahja saß Lilli im Park. Inmitten einer kleinen Baumgruppe picknickten sie.

Jesahjas orangegetigerte Katze, genannt Frau von Schmidt, döste neben ihnen. Bonsai hingegen sprang vergnügt unter den Bäumen herum und bellte immer wieder: »Es regnet! Es regnet Stöckchen, Lilli!«

Mit seinen Beißern versuchte er, die gelegentlich herabrieselnden Zweige zu erwischen.

Stattdessen erwischte aber einer der Äste ihn. Und zwar mitten am Kopf – BOING!

»Aua!«, kläffte der Vierbeiner, während das Zweiglein an seinem Kopf abprallte und vor ihm im Gras landete.

»So ein gemeines Stöckchen!«, knurrte er. »Na, warte! Dir werde ich es zeigen!« Mit dem Hinterteil nach oben und dem Vorderkörper auf dem Rasen, ließ Bonsai seine Zähne auf das Stöckchen los. Doch es war so winzig, dass er es gar nicht richtig zu fassen bekam. Stattdessen rupfte er nur ein Grasbüschel nach dem anderen aus.

»Was macht er denn da?«, erkundigte Jesahja sich belustigt.

»Er versucht, Kleinholz aus dem kleinen Holz zu machen«, kicherte Lilli, worauf sich prompt ihre zweite Besonderheit zeigte: Sie hatte eine außergewöhnliche Wirkung auf Pflanzen. Ihr Lachen schien wie Zauberdünger für sie zu sein. Sobald Lilli sich aus vollem Herzen freute, wuchs und erblühte alles um sie herum.

So wie die Gänseblümchen, die nun aus der Erde schossen. Eins davon bohrte sich genau vor Frau von Schmidt aus der Erde und kitzelte ihre Katzennase.

»Ha-tschi!« Ohne die Augen zu öffnen, strich sich die Schnurrdame mit der Pfote übers Gesicht und döste einfach weiter.

Bei diesem Anblick lachten Lilli und Jesahja so leise wie nur möglich. Sie wollten es vermeiden, die Katze zu wecken. Frau von Schmidt war nämlich … speziell.

Sie beanspruchte, wenn sie wach war, sehr viel Aufmerksamkeit für sich – ganz wie es einer Katzendame von Welt nun mal gebührte, ihrer Meinung nach.

Plötzlich knackte und raschelte es über Lillis und Jesahjas Köpfen. Und dann bekamen auch sie etwas von dem Stöckchen-Regen ab.

»Wo kommt denn das her?«, wunderte Jesahja sich. Neugierig schauten die beiden nach oben.

»Da ist ja ein Eichhörnchen!«, bemerkte er auf einmal. Lilli folgte seinem Finger und entdeckte es ebenfalls.

Der Kletterkünstler sprang von einem Ast zum anderen. Dabei lösten sich ab und an kleine getrocknete Zweige. Und so regnete es tatsächlich Stöckchen.

Lilli hatte zwar schon weitaus flinkere und wendigere Eichhörnchen gesehen, doch auch mit diesem konnten ihre Augen schwer mithalten. Gemeinsam mit Jesahja staunte sie, wie elegant es sich selbst auf den dünnsten Ästen fortbewegte.

»Sieht aus, als würde es Blätter sammeln«, sagte Jesahja.

Lilli legte sich auf den Rücken und beobachtete fasziniert das wilde Treiben und Wuseln des Eichhörnchens über sich. Sie wusste nicht wieso, aber sie erkannte sofort, dass es ein ziemlich junges Weibchen war.

Die Kleine sammelte nicht nur Blätter, sondern auch Zweiglein und Federn. Mit ihnen düste sie immer wieder zu einer Astgabel in einer großen Eiche. Dort baute sie voller Hingabe an etwas Kugelförmigem.

»Wusstest du, dass ihr buschiger Schwanz ihnen als eine Art Steuerruder dient?«, fragte Jesahja auf einmal.

»Tatsächlich?« Lilli blickte ihn interessiert von der Seite an. Jesahja war nicht nur ihr allerbester Freund, er war auch der schlauste Junge, den sie kannte.

»Er hilft ihnen beim Klettern und bei ihren Sprüngen«, fuhr er fort.