Lotta und Luis  entdecken Weihnachten - Kirsten Brünjes - E-Book

Lotta und Luis entdecken Weihnachten E-Book

Kirsten Brünjes

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Beschreibung

Für Lotta und Luis ist die Adventszeit richtig spannend. Sie entdecken, wie verschieden die Schneeflocken sind, ob der Nikolaus einen echten Bart hat, was ein cooles Weihnachtslied ist, und warum wir Weihnachten feiern. Das Buch enthält 24 kurze Kapitel und eignet sich wunderbar zum täglichen Vorlesen in der Adventszeit.

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Seitenzahl: 78

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Kirsten Brünjes

Lotta und Luisentdecken Weihnachten

24 Vorlesegeschichten für die Adventszeit

Für Marita,

denn am Anfang stand ihre Ermutigung.

Impressum

© 2011 Bibellesebund Verlag, Marienheide

3. überarbeitete Auflage 2018

© 2019 der E-Book-Ausgabe

Bibellesebund Verlag, Marienheide

https://shop.bibellesebund.de/

 

Autor: Kirsten Brünjes

Coverillustration: Anna-Karina Birkenstock, Hennef

Covergestaltung: Luba Siemens

ISBN 978-3-95568-355-9

 

Hinweise des Verlags

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk darf - auch teilweise - nur mit Genehmigung des Verlags wiedergegeben werden.

Abhängig vom eingesetzten Lesegerät kann es zu unterschiedlichen Darstellungen des Textes kommen.

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Inhalt

Titel

Impressum

Vorwort

1. DezemberWarten auf Weihnachten

2. DezemberWer kommt zu Besuch?

3. DezemberFreundschaft für immer

4. DezemberImmer heller

5. DezemberMorgen kommt der Nikolaus

6. DezemberKleine Helfer für den Nikolaus

7. DezemberEin echter Bart?

8. DezemberHallo, Schnee

9. DezemberDer Weihnachtsrap

10. DezemberLeckere Weihnachtsplätzchen

11. DezemberDie Weihnachtsfamilie

12. DezemberSchnee-Engel

13. DezemberDie Schlittenfahrt

14. DezemberDer Wunschzettel von Jesus

15. DezemberBekommen nur liebe Kinder Geschenke?

16. DezemberEtwas ganz Besonderes

17. DezemberEis für Papa

18. DezemberEin Geschenk für Haruna

19. DezemberDie leuchtenden Weihnachtskrippen

20. DezemberJesus, hörst du mich?

21. DezemberEin Hirte ohne Geschenk?

22. DezemberWunderbar beschenkt

23. DezemberNeue Weihnachtskugeln

24. DezemberHerzlich willkommen im Stall von Betlehem

Die Autorin

Vorwort

Lotta und Luis sind Geschwister, besondere Geschwister – sie sind Zwillinge. Sie sind beinahe sechs Jahre alt und gehen zusammen in den Kindergarten. Dort gehören sie zu den Vorschulkindern, weil sie im Sommer in die Schule kommen. Aber jetzt ist Winter, genau genommen ist Advent. Das sind die vier Wochen, in denen alle Kinder darauf warten, dass es endlich Weihnachten wird. Die großen Leute natürlich auch.

Damit das Warten nicht zu lang wird, habe ich mir für jeden Tag im Advent eine Vorlesegeschichte ausgedacht. Natürlich geht es darin um Lotta und Luis. Und natürlich auch um all die wichtigen Dinge, die man unbedingt über Weihnachten wissen sollte. Zum Beispiel: Was ein wirklich cooles Weihnachtslied ist, wer an Heiligabend zu Besuch kommt, ob der Nikolaus einen echten Bart hat und warum jede Schneeflocke anders aussieht als die anderen. Besonders gemütlich wird es beim Vorlesen an einem schönen, warmen Ort, vielleicht mit einem leckeren, weihnachtlichen Getränk. Dann kann es losgehen mit „Lotta und Luis entdecken Weihnachten“!

Eine spannende und schöne Adventszeit wünscht euch

Kirsten Brünjes

1. Dezember Warten auf Weihnachten

Der erste Dezember ist immer etwas ganz Besonderes. Längst ist es draußen kalt geworden, und am Abend wird es schon vor dem Schlafengehen dunkel. Doch heute Morgen liegt knisternde Spannung in der Luft: Lotta und Luis öffnen die ersten Säckchen ihrer Adventskalender. Endlich beginnt die spannende Zeit vor Weihnachten.

Entlang der Wand, die Treppe hinauf zu den Schlafzimmern, haben Mama und Papa zwei Leinen festgesteckt. An jeder hängen 24 Stoffsäckchen, einmal in Blau für Luis und einmal in Rot für Lotta. Auf jedem dieser Säckchen steht eine Zahl von 1 bis 24 und ist mit einer kleinen Überraschung gefüllt.

Auch im letzten Jahr hatte Mama diesen Adventskalender für die Zwillinge aufgehängt. Luis kann sich noch gut erinnern, was darin versteckt war: Süßigkeiten, warme Socken, ein Knicklicht, ein kleines Auto, ein Flummi und vieles mehr.

Ganz gespannt öffnet Lotta ihr erstes Säckchen. Darin ist eine kleine Schneekugel. Auf dem Boden der Kugel steht ein Stall mit Maria und Josef. In einer Futterkrippe liegt das Jesuskind. Wenn Lotta die Kugel schüttelt, fliegen weiße Flocken darin umher.

„Oh, wie schön!“, flüstert sie. „Weihnachten im Schnee!“

Jetzt ist Luis an der Reihe. Er hat gewartet, bis seine Schwester ausgepackt hat, damit es für ihn noch spannender wird. Er schüttet sein Säckchen aus und hält eine Klappkarte in der Hand. Darauf ist auch eine Krippe zu sehen, ein Stall und die Weihnachtsfamilie: Maria, Josef und das Jesuskind. Luis ist ein bisschen enttäuscht. Die Schneekugel von Lotta ist viel schöner. Mama scheint seine Gedanken lesen zu können.

„Klapp die Karte mal auf, Luis!“, schlägt sie vor.

Luis faltet die Karte auseinander. Plötzlich ertönt Musik. „Ihr Kinderlein, kommet, o kommet doch all, zur Krippe her kommet …“, ertönt eine Kinderstimme.

Luis grinst. So gefällt ihm die Karte schon besser. Es sind sogar noch weitere Weihnachtslieder zu hören: „Alle Jahre wieder“ und „Kommet, ihr Hirten“.

Lotta schüttelt ihre Kugel und Luis hört sich die Lieder an. So sitzen die beiden zufrieden auf der Treppe.

„Mama“, fragt Luis irgendwann. „Was steht denn hier in der Karte?“

„Warten auf Weihnachten!“, liest Mama vor.

„Warum warten wir denn auf Weihnachten?“, will Luis wissen.

„Weil es dann schneit!“, weiß Lotta. „Und weil wir Geschenke kriegen!“

Mama lacht. „Ob es an Weihnachten schneit, kann vorher niemand so genau wissen. Geschenke gibt es natürlich, das stimmt. Aber die Hauptsache an Weihnachten ist, dass wir den Geburtstag von Jesus feiern.“

„Und warum kriegen dann wir Geschenke und nicht Jesus?“ Das findet Luis komisch.

Lotta hat eine Idee. „Vielleicht, weil der Geburtstag von Jesus ein ganz besonderer Geburtstag ist und wir uns alle mitfreuen sollen.“

„Das ist eine sehr gute Erklärung“, findet Mama. „Damals, vor zweitausend Jahren, als Jesus geboren wurde, haben die Menschen schon ganz lange auf einen Retter gewartet.“

Luis legt seine Karte neben sich auf die Treppenstufe. „Warum mussten die denn gerettet werden? Ging es denen schlecht?“

„Ja.“ Mama erzählt: „Die Menschen in Israel durften nämlich nicht über sich selbst bestimmen. Die Römer hatten ihr Land erobert und die Israeliten mussten ihnen gehorchen. Das fanden die Leute natürlich nicht gut. Deshalb wünschten sie sich einen Retter. Außerdem hatte Gott ihnen vor ewig langer Zeit schon einen Retter versprochen. Als Jesus auf die Welt kam, hofften viele, dass Jesus dieser Retter ist, der sie von den Römern befreit.“

„Und, hat er das gemacht?“, fragt Luis gespannt.

Mama überlegt kurz. „Jesus ist tatsächlich der Retter, den Gott versprochen hat. Aber Jesus hatte etwas viel Wichtigeres vor, als die Leute in Israel von den Römern zu befreien: Er hat den Weg zwischen Gott und den Menschen wieder repariert. Der war nämlich kaputt, und das war viel schlimmer als alles andere.“

„Und jetzt ist der Weg wieder in Ordnung?“, will Lotta wissen.

Mama lächelt. „Ja. Und weil die Rettungsaktion von Jesus mit seiner Geburt im Stall von Betlehem begonnen hat, erinnern wir uns jedes Jahr an Weihnachten wieder daran und feiern ein großes Fest.“

„Dann feiern wir an Weihnachten ja den Geburtstag von einem Superhelden!“, stellt Luis fest und grinst.

„Ja, genau!“ Mama lacht. „Jesus ist tatsächlich der größte Retter und Superheld, den es gibt!“

2. DezemberWer kommt zu Besuch?

Am Nachmittag holt Mama zwei Kartons aus dem Keller.

„Habt ihr Lust, mit mir das Haus adventlich zu schmücken?“, fragt sie die Zwillinge.

„Klar!“, ruft Luis begeistert und hilft Mama dabei, die Gegenstände aus den Kartons auf dem Tisch auszubreiten. Da alles in Zeitungspapier eingewickelt ist, kann er noch nicht erkennen, was darin ist.

Vorsichtig beginnt er mit Lotta alles auszuwickeln. Die beiden staunen, was zum Vorschein kommt: Strohsterne, bunte Glaskugeln, Lichterketten, ein Nussknacker, Lichterbögen, Engel und vieles mehr.

Lotta tanzt mit einer glitzernden Girlande durch die Wohnung und singt: „Wir machen alles chic, chic, chic! Bekommen wir Besuch, Besuch? Wer kommt denn bloß, wer kommt denn bloß?“

Mama lächelt. „In den nächsten Wochen kommen verschiedene Leute zu Besuch, die sich bestimmt an der Deko freuen werden. Aber wir freuen uns ja auch selber daran. Ich mag die Adventszeit sehr gerne.“

„Ich auch!“, schwärmt Lotta. „Da ist alles so schön warm und hell.“

„Und es gibt leckere Plätzchen“, fügt Luis hinzu.

Mama lacht. „Stimmt. Die Adventszeit ist tatsächlich eine Zeit, in der wir an einen ganz besonderen Besucher denken, der damals beim ersten Weihnachten in unsere Welt kam.“

„Der Superretter Jesus!“, erinnert sich Luis.

„Genau!“ Mama legt vorsichtig die Glaskugeln in eine Schale. „Damals konnten sich die Menschen nicht auf seine Ankunft vorbereiten. Die meisten bekamen erst davon mit, als er schon angekommen war. Aber wir heute wissen es und können uns in Ruhe auf seinen Geburtstag an Heiligabend vorbereiten.“

Lotta schaut Mama mit großen Augen an. „Kommt Jesus denn an Weihnachten zu uns zu Besuch?“

Luis rollt die Augen. „Nein, Mama hat doch gesagt, dass wir an Weihnachten nur seinen Geburtstag feiern.“

Mama legt einen Strohstern auf den Tisch und setzt sich neben Lotta auf den Boden. „Ihr habt beide ein bisschen recht. Ja, wir feiern an Weihnachten den Geburtstag von Jesus. Und ja, er besucht uns, aber nicht so, wie Tante Josi oder Oma und Opa.“

Luis grinst zufrieden.

„Ich habe euch heute Morgen doch erzählt, dass Jesus den Weg zu Gott wieder repariert hat. Als sein Auftrag auf der Erde erfüllt war, ist er wieder zu seinem Vater in den Himmel zurückgekehrt. Bevor er gegangen ist, hat er seinen Freunden gesagt, dass er trotzdem weiter bei ihnen sein wird, auch wenn sie ihn nicht sehen können.“

Lotta legt den Kopf schief. „Aber das geht doch gar nicht.“

„Klar geht das“, meint Luis wichtig. „Superhelden können das.“

Mama lacht. „Stimmt, und das Schöne ist, dass Jesus heute auch hier bei uns ist. Das hat er uns in der Bibel versprochen. Wenn Papa oder ich beten, merkt ihr ja auch, dass wir so mit Jesus reden, als ob er im gleichen Raum wäre, obwohl wir ihn nicht sehen.“

„Dann ist Jesus eigentlich das ganze Jahr bei uns zu Besuch, oder?“, überlegt Lotta.