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Lucie ist unheimlich aufgeregt. Endlich ist Ramon wieder gesund und kommt zurück in den Reitstall. Mit ihrer Freundin Kirsten bereitet sie alles für seine Rückkehr vor. Die Sommerferien haben begonnen und im Reitstall dreht sich alles um das große Sommerfest mit der Versteigerung. Diesmal werden sogar Pferde einer berühmten Pferdezucht versteigert. Obwohl es unheimlich viel zu tun gibt, ist Rolf ständig verschwunden. Keiner weiß, wo er sich aufhält und was er macht. Kurz vor dem Sommerfest verschwindet eines der berühmten Pferde vom Reitstall. Hat Rolf irgendetwas damit zu tun? Lucie und Kirsten nehmen mit Ramon und Suleika die Suche nach dem verschwundenen Pferd auf.
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Seitenzahl: 98
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Rainer Homburger
Lucies Abenteuer - Sommerfest mit Hindernissen
Band 2
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
Lucies Abenteuer - Sommerfest mit Hindernissen
Klappentext Lucies Abenteuer - Band 2
1. Kapitel
2. Kapitel
3. Kapitel
4. Kapitel
5. Kapitel
6. Kapitel
7. Kapitel
8. Kapitel
9. Kapitel
10. Kapitel
11. Kapitel
12. Kapitel
13. Kapitel
14. Kapitel
15. Kapitel
16. Kapitel
17. Kapitel
18. Kapitel
19. Kapitel
20. Kapitel
21. Kapitel
22. Kapitel
23. Kapitel
24. Kapitel
Von Rainer Homburger ist ebenfalls erschienen:
Rezensionen zu Lucies Abenteuer - Band 1
Der Autor - Rainer Homburger
Anmerkung
Impressum neobooks
Für Nadja
Sommerfest mit Hindernissen
Lucie ist unheimlich aufgeregt. Endlich ist Ramon wieder gesund und kommt zurück in den Reitstall. Mit ihrer Freundin Kirsten bereitet sie alles für seine Rückkehr vor.
Die Sommerferien haben begonnen und im Reitstall dreht sich alles um das große Sommerfest mit der Versteigerung. Diesmal werden sogar Pferde einer berühmten Pferdezucht versteigert. Obwohl es unheimlich viel zu tun gibt, ist Rolf ständig verschwunden. Keiner weiß, wo er sich aufhält und was er macht. Kurz vor dem Sommerfest verschwindet eines der berühmten Pferde vom Reitstall. Hat Rolf irgendetwas damit zu tun? Lucie und Kirsten nehmen mit Ramon und Suleika die Suche nach dem verschwundenen Pferd auf.
In Form einer runden, hellen Kugel stand die Morgensonne über dem Dach des Reitstalls. Die Luft war erfüllt vom Zwitschern der Vögel, die auf den Ästen der Bäume ihr Morgenkonzert sangen. In den Nischen unter dem Dachvorsprung hing ein Schwalbennest neben dem anderen. Schwalben flogen in zackigen Flugbahnen um das Dach, auf der Suche nach Insekten für ihren Nachwuchs. Sobald die Eltern mit Futter an die Nestöffnungen kamen, fingen die Jungen laut an zu piepsen und versuchten, sich in die beste Position zu drängen.
Mit einem leichten Flimmern stieg die bereits warme Morgenluft über dem Boden auf.
Die ersten Pferde waren seit dem frühen Morgen auf der Koppel. Rolfs Vater, dem der Reitstall gehörte, ließ die Tiere immer schon sehr früh auf die Weide. Morgens war die Luft noch frisch und die Pferde wurden noch nicht so von den Insekten belästigt, die sie im Sommer bei warmem Wetter in Schwärmen umflogen. Die jüngeren Pferde rannten auf der Koppel umher. Sie waren voller Tatendrang und Energie. Die Älteren grasten, und bewegten sich langsam Stück für Stück vorwärts. Geduldig suchten sie den Boden ab und zogen die spärlichen Grashalme aus der Erde. Durch die große Hitze und die starke Sonneneinstrahlung war der Boden ausgetrocknet. Das Gras wuchs fast nicht mehr und das Wasser der seltenen Regenschauer wurde kaum von der harten, trockenen Erde aufgenommen.
Rolfs Mutter legte kleine Decken auf die Tische. Dann verteilte sie eine Blumenvase mit einem schönen, bunten Wiesenstrauch darauf.
In der Wirtschaft war um diese Zeit noch nichts los. Zwei Männer saßen in der Nähe eines Fensters und tranken einen Kaffee.
Andere waren bereits bei ihren Pferden, um diese für einen Ausritt fertigzumachen.
Rolf war seit dem frühen Morgen dabei, die Pferdeboxen auszumisten. Sobald die ersten Pferde auf der Koppel waren, begann er mit seiner Arbeit. Er war gerade sechzehn Jahre alt geworden. Von Kind an war er gewohnt, mit seinen Eltern in den Reitstall zu gehen. Schon immer war er zwischen den Pferden umhergesprungen und hatte so schnell seine Angst vor den großen Tieren verloren. Mit der Zeit musste auch er verschiedene Aufgaben übernehmen und seinen Eltern im Stall helfen. Der Umgang mit Pferden hatte ihn von Anfang an begeistert und er war mit großem Eifer bei der Arbeit. Wann immer er es einrichten konnte, hielt er sich im Reitstall auf. So konnte er sich mit einer Arbeit, die ihm sehr viel Spaß machte, sein Taschengeld aufbessern.
Vor ein paar Tagen hatten die Sommerferien begonnen. Daher war Rolf morgens noch früher im Reitstall, um seine Aufgaben zu erledigen. Sobald er damit fertig war, verschwand er. Das kannte man nicht vom ihm. Seine Eltern wunderten sich darüber und wussten nicht, wo er sich aufhielt. Bisher hatte er ihnen auch nicht verraten, wohin er nach seiner Arbeit ging. Doch sie vertrauten ihrem Sohn und machten sich über sein Verschwinden keine weiteren Gedanken.
Der Parkplatz neben der großen Halle war noch fast leer.
Am Horizont war eine Staubwolke zu sehen. Langsam näherte sich ein Auto dem Reitstall.
Rolfs Mutter deckte gerade den letzten Tisch, als sie durch ein Fenster ein dunkles Auto auf den Parkplatz fahren sah.
Kurze Zeit später öffnete sich die Tür, und zwei Männer betraten die Wirtschaft. Sie suchten sich einen Tisch in einer der hinteren Ecken und setzten sich.
Hinter der Theke stand Rolfs Vater und wechselte den Behälter für das Colagetränk aus. Er blickte zu den Männern auf und anschließend zu seiner Frau. Die beiden Fremden hatte er hier noch nie gesehen. Der kleinere hatte dunkle Haare und in seinem Gesicht zeichnete sich ein dunkler Bartwuchs ab. Sein T-Shirt hing zur Hälfte aus der verwaschenen Jeans. Er hinterließ einen ungepflegten Eindruck. Der Größere hatte dunkelblonde Haare und war wenigstens rasiert. Auch seine Kleidung machte einen etwas besseren Eindruck.
Rolfs Mutter nahm die Frühstückskarte und ging zu den Männern an den Tisch. Sie nahm die Bestellung auf und kam wieder hinter die Theke.
»Zweimal Kaffee, bitte«, sagte sie und holte frische Tassen aus dem Schrank.
Der Duft von frisch gemahlenen Kaffeebohnen erfüllte den Raum.
Rolfs Mutter brachte den beiden Männern ihren Kaffee. Der Blonde fragte sie etwas. Sie zuckte kurz mit den Schultern. Dann bezahlte er.
Als sie an die Theke zurückkam, ging sie gleich zu ihrem Mann.
»Die beiden wollten wissen, ob Rolf da ist«, sagte sie leise mit einem fragenden Gesichtsausdruck.
Rolfs Vater zog die Augenbrauen zusammen.
»Was wollen die denn von Rolf? Wo ist er überhaupt?«
»Er ist hinten im Stall. Ich habe ihnen aber nicht gesagt, dass ich weiß, wo er ist. Ich gehe ihn suchen«, flüsterte sie und verschwand durch die hintere Türe in die Reithalle.
Eine viertel Stunde später standen die beiden Männer wieder auf und verließen die Wirtschaft.
Lucie drehte sich in ihrem Bett auf die andere Seite. Ihre leichte Sommerdecke lag auf dem Boden. Sie streckte die Hand aus und zog die Decke zu sich. Das eine Ende schob sie zwischen ihre Knie, das andere nahm sie in die Arme und drückte es an sich. Sie war noch ziemlich müde.
Am Abend davor war es sehr spät geworden. Kirsten, Gisi und Sabine waren bei ihr gewesen. Sie saßen den ganzen Abend auf der Terrasse und spielten Karten. Sie hatten so viel Spaß wie lange nicht mehr. Die Liste der gewonnenen und verlorenen Punkte wurde schließlich so riesig, dass sie auf dem weißen Papier die Vorder- und Rückseite verwenden mussten, um alles aufzuschreiben.
Als es bereits halb zwölf war, beendete Lucies Mutter den Abend. Auch wenn jetzt die Ferien begonnen hatten, war es Zeit für die Mädchen ins Bett zu gehen, fand sie.
Lucies Mutter kam herein.
»Guten Morgen, Lucie. Zeit zum Aufstehen.«
Sie ging durch das Zimmer und zog den Rollladen hoch. Mit dem Fuß schob sie ein T-Shirt auf die Seite.
»Dein Zimmer könntest du auch mal wieder aufräumen«, sagte sie, als sie die vielen Kleidungsstücke auf dem Boden sah.
»Ja, ja«, erwiderte Lucie müde und drehte sich noch einmal in ihrem Bett, um den hellen Sonnenstrahlen zu entfliehen.
Ihre Mutter öffnete das Fenster. Von der Straße drangen Stimmen in das Zimmer, im Hintergrund zwitscherten Vögel und gelegentlich fuhr ein Auto an ihrem Haus vorbei.
»Komm Lucie, du musst dich beeilen. Kirsten kommt doch gleich.«
Sie ging wieder aus dem Zimmer. Kurze Zeit später hörte Lucie aus der Küche Geschirr klappern.
Mit einem Ruck saß sie plötzlich in ihrem Bett. Wie viel Uhr war es, fragte sie sich und blickte blitzschnell zu ihrem Wecker auf dem Nachttisch.
Sie war auf einmal hellwach.
Schon halb elf, dachte sie entsetzt und sprang aus dem Bett.
Um elf Uhr war sie mit Kirsten verabredet. Kirstens Mutter wollte mit den beiden Mädchen noch einmal in die Pferdeklinik in der Stadt fahren, um mit dem Arzt über die Entlassung von Ramon zu sprechen.
Kirstens Mutter war eine gute Freundin von Lucies Mutter. Über die Freundschaft der Eltern und vor allem über deren Pferde hatte sich ein super Verhältnis zwischen den Mädchen aufgebaut, die jetzt beste Freundinnen waren.
Ramon war das Pferd von Kirstens Eltern und das Lieblingspferd von Lucie. Sie hatte bereits vor über sechs Jahren die Patenschaft für das Tier übernommen und die meiste ihrer Freizeit mit ihm verbracht. Dadurch hatte sie zu Ramon ein enges Verhältnis aufgebaut.
Ramon hatte sich von seiner schweren Verletzung wieder gut erholt und bis auf eine große Narbe war von dem Unglück auf der Koppel nichts mehr zu sehen. Er sah kräftig aus und hatte in den letzten Tagen auch seinen Gewichtsverlust wieder ausgeglichen. Er wurde langsam unruhig in seiner Box in der Pferdeklinik.
»Ihm fehlt die Bewegung«, hatte Lucie bei ihrem letzten Besuch dem Arzt gesagt und war so froh, dass Ramon jetzt wieder zurück in den Reitstall durfte. Dann konnte sie auch endlich wieder mit ihm ausreiten.
Lucie öffnete die Tür und blickte in ihren Kleiderschrank. Sie versuchte, in dem wilden Durcheinander etwas Passendes herauszusuchen. Es brauchte nicht viel zu sein, denn der Wetterbericht hatte wieder einen sehr warmen Sommertag vorausgesagt. Sie schnappte sich ein T-Shirt und eine kurze Hose und verschwand in Richtung Bad.
Als sie in die Küche kam, war es bereits fünfzehn Minuten vor elf.
»Komm, iss noch eine Kleinigkeit, bevor du gehst«, sagte ihre Mutter.
Der Tisch war mit einer Müslischale für sie gedeckt. Ihr Bruder Marc war gestern für zwei Wochen ins Zeltlager abgereist. Lucie war sehr froh darüber. Eigentlich kam sie mit ihrem kleineren Bruder ganz gut aus, doch manchmal nervte er auch gewaltig.
Lucie aß hastig ein paar Löffel, dann stand sie auf, um ins Bad zu gehen.
»Lucie, du hast ja fast nichts gegessen!«
»Keine Zeit mehr«, erwiderte sie und war schon aus der Küche verschwunden.
Die Badtüre schloss mit einem lauten Knall, kurz danach klingelte es an der Türe.
Lucie putzte rasch ihre Zähne und bürstete sich grob die Haare. Sie band sie zu einem Pferdeschwanz zusammen und ging noch schnell auf die Toilette.
»Lucie, Kirsten ist da«, hörte sie ihre Mutter rufen.
»Ich komme gleich.«
Im Hintergrund hörte sie leise das Telefon klingeln.
Als Lucie die Treppe herunter kam, stand die Haustüre offen. Ihre Mutter wartete im Flur. Sie hielt einen kleinen Zettel in der Hand.
»Stefan hat gerade angerufen. Du sollst ihn unbedingt zurückrufen. Ich habe hier seine Handynummer aufgeschrieben.«
Sie streckte ihr den Zettel entgegen.
»Ich habe jetzt keine Zeit. Kirsten wartet doch schon.«
»Er hat aber gesagt, es sei dringend.«
Lucie stöhnte, dann sah sie ihre Mutter an.
»Kann ich das Handy mitnehmen, dann kann ich ihn ja von unterwegs anrufen. Wir wollen doch jetzt los. Bitte Mama.«
»OK, dann nimm es halt mit.«
»Danke.«
Das Handy lag immer in der Kommode im Flur und konnte von Marc und Lucie benutzt werden, wenn diese unterwegs waren. Allerdings nur dann, wenn es für ihre Mutter wichtig war, dass sie erreichbar waren. Zudem bestand ihre Mutter darauf, dass sie das Handy zu ihren Ausritten mitnahm. So konnte sie im Notfall immer daheim anrufen. Zum Glück hatte Lucie es dafür noch nie benötigt.
Sie holte das Handy aus der Kommode, nahm den Zettel mit Stefans Telefonnummer und rannte nach draußen.
»Tschüss Mama. Bis später.«
»Ich bin so in einer halben Stunde bei dir«, sagte Lucie zu Kirsten, als sie wieder zuhause abgesetzt wurde.
Mit dem Tierarzt hatten sie alles besprochen. Morgen Vormittag sollte Ramon mit dem Pferdetransporter wieder zum Reitstall zurückgebracht werden.
Lucie und Kirsten wollten heute noch seine Box säubern und alles für den kommenden Tag herrichten.
