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Schultüten-Alarm im Zauberwald: Die kleine Luftfee Minimee Windhauch kommt in die Schule. Und sie ist nicht die Einzige im Zauberwald. Tja, und wer muss sich wohl um alles kümmern? Maluna Mondschein natürlich. Aber zum Glück unterstützen die anderen Zauberwaldbewohner sie tatkräftig, besorgen Dinge von der ABC-Feen-Materialliste und basteln gemeinsam viele rosa Schulknüten (so heißen im Zauberwald die Schultüten). Das wird ein magischer erster Schultag! Eine zauberhafte neue Maluna-Geschichte in tippeltollen Kapitellängen, passend zum Thema Einschulung.
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Veröffentlichungsjahr: 2019
Komm mit in den Zauberwald. Dort beginnt für die kleine Luftfee Minimee Windhauch die Schulzeit. Was es da alles vorzubereiten gibt! Maluna hat alle Hände voll zu tun – besonders, als dann auch noch eine Schatzsuche beginnt. Ob es ein ganz magischer erster Schultag wird? Wollen wir das herausfinden?
Kuschel dich ein und hör gut zu.
Für Rosalie
Meine so wunderbar gefühlvolle und magische kleine Tochter.
A.S.
Weit, weit weg im Zauberwald wohnt die kleine Gutenacht-Fee Maluna Mondschein. Und weil JEDES Kind auf der Welt weiß, wo der Zauberwald ist und was es mit Maluna Mondschein auf sich hat, können wir ebenso gut gleich mit der Geschichte anfangen.
Also, los geht’s. Eines Tages …
Was sagst du? Das ist zu schnell? Man muss es sich doch erst mal so richtig schön gemütlich machen? In die Bettdecke einmummeln? Mindestens ein Kuscheltier in den Arm nehmen? Die Äuglein schließen und sich in den Zauberwald träumen?
Ups, du hast natürlich recht. Total und absolut extrarecht.
Deswegen noch mal von vorne:
Also pass auf, die Geschichte geht so.
Der Zauberwald ist so weit dahinten, dass er noch hinter dem Hinten liegt. Zwei Wolkenreisen und achtzehn Träume entfernt. Doch wenn man endlich da ist, kommt er einem zunächst gar nicht sooo außergewöhnlich zauberhaft vor. Fast erinnert er dich ein bisschen an all die Wälder, in denen du schon mal spazieren gegangen bist. Doch wenn du genau hinsiehst, wirst du ihn bemerken, den ganz besonderen Zauber im Zauberwald. Guck mal dort, all die seltsamen Kugelpflanzen, die aussehen wie Leuchtlutscher. Oder die Zaunkönigfamilie, sie tragen tatsächlich alle ein Krönchen auf ihren gefiederten Köpfen. Und dort? Ist das etwa der wasserballgroße Haarschopf der kleinen Hexe Ranunkel Krakelei? Ich sehe auch den kleinen Zauberer mit seinen beiden Freunden, dem kleinen Bären und dem kleinen Drachen. Ach, schau mal, wie groß die Drachenbabyschwester schon geworden ist!
Doch bei all dem Staunen und Beobachten wirst du eines nicht entdecken. Und das ist die Höhle der kleinen Gutenacht-Fee. Die ist nämlich gut versteckt hoch oben im Stamm des mächtigen Nussbaums auf dem Feenhügel. Es wird Zeit, dass wir Maluna mal wieder besuchen, findest du nicht auch?
Was für ein herrlicher Tag. Schnupper mal, es ist zwar noch Spätsommer, aber man kann den Herbst schon riechen. Und sehen! Du meine Güte, Ranunkel Krakeleis Kürbisse werden aber auch jedes Jahr größer. Wenn man sie aushöhlen würde, könnte man glatt darin wohnen. Bestimmt gewinnt sie auch dieses Jahr den Preis für den sensationellsten Kürbis im Zauberwald. Hm, das gibt hunderttausend Liter leckere Kürbissuppe den ganzen Herbst und bis in den Winter hinein.
So, da sind wir auch schon.
Klopf, klopf.
»Hallöchen, liebste Gutenacht-Fee der Welt! Du, wir sind gerade ganz zuuufällig hier vorbeigekommen und dachten, gucken wir doch mal spontan und ohne Plan einfach so juchhuu und hopplahopp bei dir rein.«
»Ist ja schon gut. Ein einfaches Hi würde auch reichen«, stöhnt Maluna, als sie uns die Tür öffnet. »Aber wo du schon mal da bist, hätte ich doch glatt eine regenrauschextremgewitterwichtige Frage.«
»Oh, das ist ja mal was ganz Neues! Du hast eine Frage an uns! Schön, schieß los, ich höre, ich warte. Mit welcher Menschenproblemlösestrategie können wir dir helfen?!«
»Problemlöse-was?«, fragt Maluna. Dann winkt sie ab. »Du kannst nicht mal auf die Frage warten, ohne dass du dafür achthundertzweiundsiebzig komische Wörter benutzt.«
»Achthundertzweiundsiebzig? Wow, Malunalein, das war ja eine völlig korrekte Zahl. Auch wenn meine Frage in Wirklichkeit nur exakt achtundzwanzig Wörter hatte, finde ich …«
»WIE lautet die Regel?«, raunzt Maluna und funkelt uns an.
»Äh, welche Regel?«
»Ich frage, du antwortest. Du fragst, ich antworte … vielleicht«, erklärt Maluna. »Sonst: Voilà, da ist die Tür. Goldene Gutenacht-Feen-Regel.«
»Oh, là, là, Mademoiselle, war das etwa fronsösisch gerade?«
Die kleine Gutenacht-Fee schüttelt den Kopf. »Du versuchst, mich abzulenken. Also, ja oder nein?«
»Ja. Also nein. Ja und nein. Puh, ich weiß deine Frage gar nicht mehr. Oder warte mal, hast du überhaupt schon was gefragt?«
Maluna seufzt. »Okay, das wird heute nichts mehr. Können wir vielleicht einfach noch mal von vorne anfangen? Also, du klopfst, kommst rein und so weiter?«
»Oh, klar, gerne, kein Problem.«
Gut, gehen wir einfach noch mal raus. Und wir klopfen. »Klopf, klopf, Malunalein, schönste und feinste Fee des Zauberwaldes und aller anderen Welten, wir sind rein zuuufällig in der Nähe gewesen und dachten uns … Oh, nein, das war ja falsch. Viel zu ausführlich. Noch mal: Klopf, klopf!«
So, und jetzt warten. Bloß kein Wort zu viel. Aha, da geht die Tür auf.
»Hi, Maluna.«
»Hi, Mensch. Komm rein, ich hab ’ne Frage.«
Wir schweigen.
»Äh, Mensch, ich hatte gesagt, dass ich eine Frage habe. Eine regenrauschextremgewitterwichtige sogar.« Maluna wartet.
Wir schweigen weiter.
»Hallo? Willst du mich ärgern?«, fragt sie und runzelt die Stirn.
Komm, wir schütteln den Kopf und klären unser Schweigen auf.
»Maluna«, flüstere ich, »du hast doch gesagt, ich soll still sein und nichts reden, während ich auf deine Frage warte.«
»Ach so!« Maluna kriegt einen Lachanfall. »Stimmt. Aber irgendwie ist das ja total blöd. Ich dachte schon, du willst die Frage gar nicht hören! Also neue Regel: Du darfst ruhig betteln.«
»Ah, gut, also, bitte, bitte, spuck’s schon aus, was gibt’s denn so Wichtiges, womit kann ich dir helfen, beistehen, dich beraten, unterstützen oder sonst wie helfen?«
Maluna wendet sich an ihren Kleiderschrank. »Schon besser«, sagt sie grinsend. »Also, die Frage lautet: Was soll ich bloß anziehen?«
Wir sagen immer noch nichts. Denn was soll das denn jetzt?
»Mensch? Die Frage ist: Was soll ich bloß anziehen? Hast du verstanden? Jetzt wäre die Zeit für deine Antwort.«
»Äh, ja, schon klar, aber ich dachte eigentlich, es käme irgendwas … Bedeutungsvolleres, Wichtigeres.«
Maluna dreht sich empört zu uns um.
»Irgendwas Bedeutungsvolleres, als was ich am allerersten Schultag von Minimee Windhauch anziehen soll? Geht’s noch, Mensch?«
»Ahhh, erster Schultag … die kleine Luftfee … daher weht der Wind. Also sozusagen. Das klingt ja doch höchst interessant. Ich wusste ja gar nicht, dass Feen auch …«
»Also was?«, fragt Maluna und schiebt einen Kleiderbügel nach dem nächsten zur Seite.
»Äh, stopp, das da.«
»Aha.« Maluna nimmt unsere Auswahl streng unter die Lupe. »Und warum genau?«
»Es ist ganz besonders … öhm, mondsilberweiß. Und glitzert und hat Federn.«
»Hm.« Maluna holt ein anderes Kleidchen aus dem Schrank. »Und warum nicht das?«
»Weil, ganz eindeutig, es ist nicht ganz sooo mondsilberweiß wie das davor, und es glitzert viel weniger, und Federn sind auch keine … ach, doch, sind ja wohl welche dran. Hm. Um ehrlich zu sein, sieht es ja irgendwie doch genauso aus wie das andere … Gut, also, dieses Kleid ist auch supertoll.«
»Na prima.« Maluna lässt sich missmutig in ihren Sessel plumpsen. »Eigentlich geht es ja auch gar nicht um mich.« Sie springt wieder auf und holt einen Brief unter ihrem Kopfkissen hervor.
»Da. Von der Schule. War bei mir früher irgendwie alles anders. Lies mal.«
Langsam falte ich den Brief auseinander. Ganz vorsichtig und behutsam. Denn ich habe noch nie einen echten Zauberwaldbrief …
»Nun mach schon, ist doch nur von der Schule.« Nervös zwirbelt Maluna ihre Stimmungssträhne um den Finger. Sie leuchtet knallrot.
