Marvel Avengers – Infinity War - - Liza Palmer - E-Book

Marvel Avengers – Infinity War - E-Book

Liza Palmer

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Beschreibung

Das Buch zum dritten Film der spektakulären Avengers-Reihe

Während die Avengers damit beschäftigt sind, die Welt vor mächtigen Bedrohungen zu schützen, ahnen sie nicht, dass ihr größter Feind in der Dunkelheit des Alls einen heimtückischen Plan verfolgt. Nun tritt der galaktische Titan Thanos aus dem Schatten und begibt sich auf die verhängnisvolle Jagd nach den sechs Infinity-Steinen, mit deren Macht er das halbe Universum auslöschen will.

Die Avengers müssen ihre Differenzen hinter sich lassen, um sich dem Feind Seite an Seite entgegenzustellen. Verbündete finden sie dabei in Doctor Strange, den Guardians of the Galaxy und Black Panther. Wird es ihnen gemeinsam gelingen, die Welt zu retten?

Basierend auf dem Megablockbuster "The Avengers - Infinity War" erzählt das Buch zum Film die Handlung altersgerecht für Kinder ab 10 Jahren. Ausgestattet mit farbigen Filmfotos.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 231

Veröffentlichungsjahr: 2020

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Aus dem Englischen von Marc Tannous

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Die englische Originalausgabe erschien 2019 bei Marvel Press, ein Imprint von Disney Book Group, New York, unter dem Titel »Destiny Arrives« 2020 cbj Kinder- und Jugendbuchverlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, Neumarkter Str. 28, 81673 München Alle deutschsprachigen Rechte vorbehalten Übersetzung: Marc Tannous Lektorat: Beate De Salve Umschlaggestaltung: Geviert, Grafik & Typografie, unter Verwendung des Filmplakats mk · Herstellung: AJ Satz und E-Book: GGP Media GmbH, Pößneck ISBN: 978-3-641-26919-7V001www.cbj-verlag.de © 2020 MARVEL

Mehr über cbj auf Instagram unter @hey_reader und @cbjverlag.

TEIL EINS

1

Das tot im All schwebende Schiff stand in Flammen. Die Lampen blinkten in einem fort, während seine Energiesysteme allmählich versagten. Eine Stimme wandte sich an jeden, der sie hörte. Bat um Hilfe, flehte um Gnade.

»Hier ist das asgardianische Flüchtlingsschiff Statesman. Wir werden angegriffen. Ich wiederhole: Wir werden angegriffen. Die Triebwerke sind ausgefallen, die Lebenserhaltungssysteme versagen. Erbitten Hilfe von jedem Schiff in Reichweite. Wir sind zweiundzwanzig Sprungpunkte von Asgard entfernt.«

Das Schiff, das für die Zerstörung der Statesman verantwortlich war, ließ diese winzig erscheinen. Bedrohlich hing es da, umgeben von seinen gebogenen Flügeln. Das gigantische Schiff war die Sanctuary II – der Stützpunkt des galaktischen »Wahnsinnigen Titanen« Thanos.

»Unsere Crew besteht aus Familien von Asgard. Wir haben kaum Soldaten an Bord. Dies ist kein Kriegsschiff. Ich wiederhole: Dies ist kein Kriegsschiff.«

An Bord der Statesman tauchte eine Gestalt aus den Trümmern auf.

»Hört meine Worte und erfreut euch ihrer.«

Ebony Maw schlenderte durch das Wrack. In seinem flachen, lang gezogenen Gesicht saßen eingefallene Augen, breite Lippen spannten sich über einen Mund, der selten lächelte. Weiße Haarbüschel hingen an seinem Hinterkopf herunter. Sein enges, schwarzes Gewand war mit Gold verziert und ließ, zusammen mit seiner schwarzen Hose und den schweren Stiefeln, nur das Gesicht und die Hände frei. Er drückte die Hände so zusammen, dass sich seine langen Fingerspitzen, ebenso blass und runzlig wie sein Gesicht, leicht berührten. Angesichts des Chaos, das ihn umgab, klang seine Stimme auf beunruhigende Weise beruhigend.

»Euch wurde das Privileg zuteil, von dem Großen Titanen errettet zu werden.« Er trat über mehrere Leichen hinweg, alle mit schweren Verletzungen. »Ihr mögt dies als Leid empfinden.«

Heimdall, einstiger Hüter des Bifröst, knurrte, während er – schwer verletzt – versuchte, sich aufzurichten. Dabei brach er immer wieder zusammen. Im Geiste betete er zu Odin und den alten Allvätern.

»Nein.« Ebony Maw blickte gen Himmel und hob die Stimme. »Es bedeutet Erlösung.«

Während Ebony Maw zwischen den Toten und den Sterbenden umherging, folgte ihm der Rest der Schwarzen Garde und erlöste diejenigen, die sich noch an ihr Leben klammerten, ein für alle Mal von ihrem Leid. Sie, die als seine Geschwister galten, waren alle von Thanos gefunden und aufgezogen worden. Man hatte sie aus ihren Heimatwelten geholt, während der Titan seinen Marsch durch die Galaxie fortsetzte. Er war auf einer Mission. Auf einer Mission, die nur er und seine Gefolgschaft als edel und gerecht ansehen konnten.

Da war Proxima Midnight, mit gehörntem Kopf und tief liegenden, finster dreinblickenden Augen, in der Hand einen elektrischen Stab, der knisternd unter Strom stand. Der schlanke Corvus Glaive, der wie ein Elf mit dunkler Kapuze aussah, hielt seinen Speer mit der Doppelspitze kampfbereit neben sich. Cull Obsidians riesenhafte Gestalt überragte alle. Knurrend hielt er den tödlichen Techno-Hammer in den Händen, und seine schuppige Haut sowie sein knochig zerfurchter Kopf lehrten jene Überlebenden, die es wagten, ihn anzuschauen, das Fürchten.

»Die Waagschalen des Universums sind etwas mehr im Gleichgewicht dank eures Opfers.« Ebony Maw blickte einer schwer verletzten Asgardianerin in die Augen und sein Gesicht wurde sanfter. »Lächelt!«, sagte er, während die Sterbende ihren letzten Atemzug tat. »Denn selbst im Tode seid ihr zu Kindern des Thanos geworden.«

Ebony Maw gesellte sich zu der Schwarzen Garde, während die ihren Gefangenen – Loki, den Gott des Schabernacks – umringte.

Als Ebony Maw seinen Vortrag endlich beendet hatte, starrte Loki ihn vernichtend an. Doch dann wanderte sein Blick zu der Gestalt, die alle anderen überragte. Die Gestalt, die diese Widersacher ihren »Vater« nannten: Thanos. Seine violette, lederartige Haut steckte in einer Kampfrüstung und der Helm auf seinem Kopf ließ kalte, leidenschaftslose Augen frei. Zum ersten Mal in seinem Leben beschloss Loki zu schweigen.

»Ich weiß, wie es ist, zu verlieren«, erklang Thanosʼ bedächtige, harsch klingende Stimme, während er auf den wachsamen, aber noch immer aufmüpfigen Loki herabsah. »Dieses verzweifelte Gefühl, im Recht zu sein und dennoch zu scheitern.«

Thanos blickte auf die verletzte und angeschlagene Gestalt zu seinen Füßen und hob Thor vom Boden auf, als wäre er eine Stoffpuppe. Dann überwand Thanos mühelos die Distanz zwischen sich und Loki, während er den sich windenden Thor seinem Adoptivbruder entgegenhielt.

»Es ist beängstigend, die Knie werden weich. Doch ich frage euch: Was nützt das? Fürchtet es, flieht davor, das Schicksal holt euch dennoch ein. Und nun ist es hier. Oder sollte ich sagen: Ich bin hier.«

Auf theatralische Art und Weise hob Thanos die Hand und offenbarte damit, dass sie in glänzendes Gold gehüllt war: der Infinity-Handschuh. Geschmiedet mit sechs Fassungen, eine an jedem Knöchel und eine größere auf dem Handrücken. Jede Fassung war dafür gemacht, einen Infinity-Stein aufzunehmen. Einen besaß er bereits. Als er die Faust zu sich bog und die Finger schloss, pulsierte das violette Leuchten des Steins der Macht.

»Du redest zu viel«, spie Thor aus. Lokis Blick zuckte von Thanos zu Thor, während seine Gedanken um clevere Finten, einfallsreiche Tricks und mögliche Fluchtwege kreisten.

»Den Tesserakt.« Thanosʼ Stimme klang beiläufig. »Oder den Kopf deines Bruders. Sicher bevorzugst du eins davon.«

Lokis Gesicht blieb aus strategischen Gründen ausdruckslos, während er Thanosʼ Vorschlag abzuwägen schien.

»Oh ja, das tue ich«, sagte der Gott des Schabernacks mit herausfordernder Stimme. »Töte ihn!«

Thanos verbarg seine Überraschung über Lokis offensichtliche Gleichgültigkeit seinem Adoptivbruder gegenüber. Ohne den Blickkontakt zu unterbrechen, ballte er die Faust und legte Thor den Infinity-Handschuh seitlich auf das Gesicht. Der Stein der Macht leuchtete bei der Berührung auf und sofort wurde Thors Haut unerträglich heiß.

Als Thors Schreie durch das zerstörte Schiff hallten, geriet Lokis vorgetäuschte Kühnheit ins Wanken. Er bebte und kämpfte darum, seine Gefühle unter Kontrolle zu behalten, überzeugt, dass Thor jeder Bestrafung standhalten würde, wie so viele Male zuvor. Doch schnell wurden Thors anschwellende Schreie unerträglich, und Loki wurde bewusst, wie sehr er sich geirrt hatte. Während Thanos ihn weiter ansah, blitzten Lokis rot umrandete Augen angsterfüllt auf. Dies war nicht wie all die Male zuvor. Er konnte das nicht länger ertragen.

»Schon gut, aufhören!«, schrie Loki mit wütend dröhnender Stimme.

Thanos nahm seine Hand weg und der Stein erlosch. Loki schloss die Augen und atmete auf, erleichtert darüber, dass Thors Schreie nun verstummten.

Den Kopf noch immer von der schraubstockartigen Hand des Titanen umklammert, keuchte Thor Thanos eine Erklärung entgegen: »Wir haben den Tesserakt nicht. Er wurde mit Asgard zerstört.«

Loki sah mit einem Blick zu ihm auf, den Thor nur allzu gut kannte. Entsetzt beobachtete Thor, wie sein Halbbruder die Hand hob und der blau leuchtende Würfel, bei dem es sich um den Tesserakt handelte, aus dem Nichts erschien. Thanos lächelte, während Thors heil gebliebenes Auge aufblitzte.

»Du bist wahrlich der schlimmste Bruder, den man haben kann«, seufzte Thor.

Loki blieb jedoch zuversichtlich und trat mit dem Tesserakt in der Hand auf Thanos zu. Seine Stimme klang hart und entschlossen. »Ich versichere dir, Bruder, die Sonne wird wieder für uns scheinen.«

Nur wenige Schritte davon entfernt, Thanos den Tesserakt zu übergeben, blieb Loki entschlossenen Blickes stehen.

Thanos starrte ihn kalt an und lachte. »Dein Optimismus ist fehl am Platz, Asgardianer.«

Loki reckte stur das Kinn in die Höhe. Sein Mund verzog sich zu diesem Besserwisser-Grinsen.

»Nun, zum einen: Ich bin kein Asgardianer. Und zum anderen …« Die Augen des göttlichen Schelms leuchteten auf, als er das Ass in seinem Ärmel präsentierte. »Wir haben einen Hulk.«

Damit ließ Loki den Tesserakt fallen, hechtete auf Thor zu und zog ihn in Sicherheit.

Mit drei donnernden Schritten stürmte der Hulk von der Bordwand heran, sprang, knallte gegen Thanos und hämmerte die riesenhafte Gestalt gegen die Wand. Das sterbende Schiff erbebte beim Zusammenstoß der beiden. Mit vernehmlichem Ächzen schlug Thanos auf dem Boden auf.

Hulk wandte sich Thanos zu, stieß einen Schlachtruf aus, sprang auf den fassungslosen Thanos zu und überrumpelte ihn mit einer Reihe kraftvoller Schläge. Dann schlang er die Hände um Thanosʼ Hals und donnerte ihn tief in die verkohlte, bröckelnde Wand der Statesman.

Cull Obsidian, der mitbekam, wie sein »Vater« in Bedrängnis geriet, setzte sich in Bewegung, um den Hulk zu stoppen und seine eigene gewaltige Kraft gegen den grünen Goliath auf die Probe zu stellen.

Doch Ebony Maw stoppte den Grobian mit einer einfachen Handbewegung.

»Lass ihm seinen Spaß«, sagte Maw wissend.

Thanos packte Hulks Handgelenke, schälte dessen Hände von seinem Hals und platzierte einen heftigen Treffer auf Hulks eigenem Hals. Verblüfft über Thanosʼ außergewöhnliche Kraft, heulte der Avenger vor Schmerz und Enttäuschung auf. Mit jedem Schlag, den Thanos austeilte, wendete sich das Blatt ein wenig mehr.

Thanos, der den Hulk betäubt hatte, packte ihn und hob ihn sich in einer einzigen schnellen Bewegung über den Kopf. Mit einem bösartigen Grinsen donnerte Thanos den bewusstlosen Helden zu Boden.

Thor, der mitbekam, dass sein Freund in Schwierigkeiten steckte, stand unter Schmerzen auf und griff nach einem Rohr. Gerade als Thanos einen vernichtenden Treffer landen wollte, holte Thor mit dem Rohr aus und traf den Titanen mit einem schwachen, blamablen KLATSCH in den Rücken.

Bei seinem Gegenschlag bewegte sich Thanos schneller, als Thor es für möglich gehalten hätte. Er drehte sich auf einem Fuß herum und trat den Gott des Donners so heftig, dass dieser durch die Luft flog. Thor landete inmitten eines Metallknäuels – Wrackteile des lädierten Schiffs. Mit einer fließenden Bewegung setzte Ebony Maw seine telekinetischen Kräfte ein, um das Metall um den Asgardianer herumzubiegen und ihn damit am Fleck zu bannen.

Heimdall, der mit ausgestreckten Gliedern auf dem Deck lag, beobachtete grimmig das Gemetzel. Er war schwer verletzt, lebte aber noch, auch wenn das glücklicherweise noch keines der Kinder des Thanos bemerkt zu haben schien. Thanos war anders als alle anderen Gegner, gegen die sie gekämpft hatten, und ihm war klar, dass er etwas unternehmen musste, bevor es zu spät war. Tapfer mobilisierte Heimdall seine letzten Kraftreserven und griff ein letztes Mal zu Hofund, seinem geliebten Schwert. Dann schloss er seine allsehenden Augen zum Gebet.

»Allväter, lasst die schwarze Energie durch mich hindurchströmen«, sprach er. »Ein letztes Mal.«

Während er den Schwertgriff hielt, begann seine Handfläche zu glühen. Bevor Thanos oder seine Kinder reagieren konnten, erfüllte die Regenbogenenergie des Bifröst das Schiff und bildete einen Tunnel, der den angeschlagenen Hulk umhüllte. Das jadefarbene Ungetüm verschwand in einem grellen Blitz, wurde durch die sterbende Statesman hinaus in den Weltraum getragen, wo der Bifröst sich wölbte, und raste mit Überlichtgeschwindigkeit durch die Galaxie. Erschöpft und erleichtert sackte Heimdalls Körper zusammen. Der Hulk war gerettet.

Thanos drehte sich zu Heimdall um. Der Asgardianer war sich voll und ganz bewusst, dass er nicht dieselbe Erlösung finden würde. Als Thanos an den gefallenen Hüter des Bifröst herantrat, funkelte der ihn anklagend an.

»Das war ein Fehler«, sagte Thanos, während er Corvus Glaives Speer mit der Doppelspitze ergriff. Heimdall sah Thor ein letztes Mal in die Augen, wissend, dass sein Schicksal besiegelt war.

Thor konnte nur mit hilflosem Entsetzen dabei zusehen, wie Heimdall sich wieder Thanos zuwandte, der den Speer hoch über den schwachen und ungeschützten Körper seines Freundes erhoben hatte. Doch Heimdalls Augen blickten kühn und unerschütterlich, als Thanos mit dem Speer zustieß.

»Nein!« Rasend vor Zorn, stemmte sich Thor gegen seine metallenen Fesseln. Seine Stimme schepperte vor Wut. »Dafür … wirst du … bezahlen. Mit deinem Leben!«, stammelte Thor. Doch nicht einmal indem er seine gewaltigen Muskeln anspannte, konnte Thor sich von seinen Fesseln befreien. Er sah, wie Ebony Maw eine weitere Handbewegung machte, woraufhin ein Trümmerstück gegen Thors Mund schlug und seine Worte zu einem gequälten Grunzen dämpfte.

»Pst …«, befahl Maw mit abfälligem Blick.

Ebony Maw schritt zu dem heruntergefallenen Tesserakt. Ehrfürchtig hielt er ihn in den Händen: eben jenen Würfel, der die Menschen durch das bloße Flüstern der Macht, die in ihm zu wohnen schien, in den Wahnsinn getrieben hatte, indem es sich in den Köpfen weniger willensstarker Wesen eingenistet hatte. Doch Maw hatte schon vor langer Zeit die Tatsache akzeptiert, dass im Universum nur eine wahre Macht existierte: sein Herr und Adoptivvater, dem er nun den Tesserakt präsentierte.

»Mein unbedeutendes Ich verneigt sich vor Eurer Herrlichkeit.« Ebony Maw kniete vor Thanos nieder und senkte in Ehrfurcht das Haupt. In Vorbereitung darauf, endlich im Besitz des Tesserakts zu sein, nahm Thanos den Helm und seine gepanzerte Brustplatte ab. Maw hob den Würfel mit seinen spindeldürren Armen in die Höhe, während Thanos sich vor ihm auftürmte. »Kein anderes Wesen besaß je die Macht oder gar die Würde, nicht nur einen, sondern gleich zwei Infinity-Steine zu führen.«

Einen Schritt näher an der Erfüllung seiner Mission, nahm Thanos seinem demütigen Diener den Tesserakt verzückt aus den Händen. Von dessen Macht beeindruckt und zum Verstummen gebracht, hielt er ihn fest.

»Das Universum liegt in Eurer Hand«, frohlockte Maw.

Plötzlich schloss sich Thanosʼ gewaltige Hand um den Würfel und zerbrach ihn in einem gleißenden Lichtblitz. Als er die Hand wieder öffnete, blies er die Scherben weg und enthüllte einen glänzenden, ovalen Stein in dem reinsten Blau, das man seit Anbeginn der Zeit gesehen hatte.

In der Hand seines neuen Meisters pulsierte der Raumstein vor leuchtender Energie.

Thanos jonglierte den Stein geschickt in den Händen, bevor er ihn schließlich behutsam mit Daumen und Zeigefinger festhielt. Er hob seine rechte Hand und der glänzende Infinity-Handschuh leuchtete auf. Der Stein der Macht, das »Geschwisterchen« des Raumsteins, begann in seiner Fassung am Zeigefinger zu vibrieren. Behutsam ließ Thanos den Raumstein in die Mulde am Knöchel seines Mittelfingers fallen und wurde sofort von leuchtend blauer Energie überflutet.

Mit zwei Infinity-Steinen in seinem Besitz wirkte Thanos sogar noch mächtiger als gerade eben, sofern das überhaupt möglich war. Er bog den Handschuh zu sich heran und lächelte zufrieden. Dann wandte er sich den Kindern des Thanos zu.

»Auf der Erde gibt es zwei weitere Steine.« Sein Bariton hallte durch das gesamte Schiff. »Findet sie, meine Kinder, und bringt sie mir auf den Titan.«

Proxima Midnight senkte ihr gehörntes Haupt. »Vater, wir werden dich nicht enttäuschen«, schwor sie. Corvus Glaive und Cull Obsidian imitierten die respektvolle Verbeugung ihrer Schwester.

Bevor sie gehen konnten, meldete sich eine zaghafte Stimme zu Wort.

»Wenn ich etwas einwerfen dürfte«, sagte Loki in einem sanften und trügerisch ausgelassenen Ton. »Auf der Erde könnte euch ein Führer durchaus nützen.« Er lächelte. »Ich habe ein wenig Erfahrung auf diesem Gebiet.«

»Sofern man Versagen als Erfahrung betrachtet«, spottete Thanos. Er hatte Lokis sechs Jahre zuvor vereitelten Versuch, New York mithilfe von Thanosʼ Chitauri-Kriegern einzunehmen, nicht vergessen.

Loki gab sich Thanos gegenüber angriffslustig und sagte mit eindrücklicher Stimme: »Ich betrachte Erfahrung als Erfahrung.«

Corvus Glaive setzte seinen geschmeidigen Körper in Bewegung, um dazwischenzugehen, doch Thanos winkte ihn zurück.

Loki fuhr fort. »Allmächtiger Thanos«, sagte er mit wachsender Zuversicht. »Ich, Loki, Prinz von Asgard …« Loki verstummte. Sein Wagemut verließ ihn kurzzeitig, und sein Körper entspannte sich. Seine nächsten Worte waren vertraulich und unbedacht. »Odinson.« Loki blickte zu dem gefesselten und geknebelten Thor, der nur entsetzt dabei zusehen konnte, wie Loki ein gewiss ausgeklügeltes und verworrenes Netz aus Lug und Prahlerei spann. Loki ging weiter auf den Titanen zu. »Ich, der rechtmäßige König von Jotunheim, Gott des Schabernacks …«

Thanos übersah das Blinken eines in Lokis Hand verborgenen Messers, doch Thor bemerkte es. Seine Augen blitzten mahnend, besorgt und wütend über die offenkundige Dummheit seines Adoptivbruders und dessen Unfähigkeit zu erkennen, dass man bei diesem Gegner mehr aufbieten musste als Lokis übliche Taschenspielertricks. Doch vielleicht lag darin auch ein Hauch von Bewunderung für die Tapferkeit seines Bruders, ganz gleich, wie naiv er war.

»… schwöre dir hiermit meine unsterbliche, ewige Treue.« Loki atmete tief und gleichmäßig ein, dann stürzte er sich rasend schnell und mit hoch erhobenem Messer auf Thanos – um mitten in der Luft gestoppt und vom Stein der Macht am Fleck gebannt zu werden.

Thanosʼ Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen. »Unsterblich?« Der Titan überlegte, während er Loki am Handgelenk packte. Er drehte es herum und dem potenziellen Attentäter fiel das Messer aus der Hand. »Du solltest deine Worte mit mehr Bedacht wählen.« Thanos gluckste.

Einen Moment später lag die Hand mit dem Handschuh um Lokis Hals und drückte ihm das Leben aus dem Leib. Thanosʼ berechnende, eiskalte Augen beobachteten, wie Loki sich quälte.

Lokis fehlgeleiteter Plan hatte noch einen weiteren unglücklichen Beobachter. Thor, der nur ungläubig und vollkommen hilflos zusehen konnte, zerbrach innerlich, da er nicht in der Lage war, einzugreifen und seinen jüngeren Bruder ein letztes Mal zu retten.

Loki krächzte seine letzten Worte: »Du wirst nie ein … Gott sein.«

Thanos würde nie erfahren, ob es eine Drohung oder eine Vorahnung war. Und er schien auch kein Interesse daran zu haben, es herauszufinden, denn er drückte immer fester zu.

Als Loki erschlaffte, trat Thanos mit dem leblosen Körper näher an Thor heran und hielt den nun toten Adoptivbruder zur näheren Begutachtung herzlos in die Höhe. Thor hatte Mühe zu entscheiden, ob das alles real war. Während sich Panik in ihm breitmachte, dachte Thor daran, dass Loki schon mehrmals »gestorben« war. Dieses Mal würde es so sein wie all die anderen Male. Loki spielte nur seine Spielchen. Er würde zurückkommen.

Verzweifelt begutachtete Thor den Körper seines Bruders, suchte nach irgendeinem Lebenszeichen, einem unmerklichen Zwinkern oder Grinsen. Doch da war nichts.

Gar nichts.

Nein … das … das konnte nicht sein. Furchtbare Angst schoss durch Thors Körper, als Thanos Lokis Leiche zu Boden warf. Er landete neben Thor, der ein herzzerreißendes »NEIN!« hervorwürgte.

»Diesmal keine Auferstehung«, erklärte Thanos nüchtern. Lokis verletzter, regloser Körper bestätigte diese Behauptung. Thanos hob die Hand, und als er die Faust ballte, begannen die Steine auf dem Infinity-Handschuh zu glühen. Hinter den Kindern des Thanos entstand ein schwarzer Wirbel. Sie traten durch ihn hindurch und verschwanden. Kaum war Ebony Maw verschwunden, fielen Thors metallene Fesseln scheppernd zu Boden, genau wie der Asgardianer selbst.

Thanos warf ihm noch einen letzten Blick zu und Thor erwiderte ihn mit Mordlust in den Augen. Doch bevor Thor die Kraft aufbringen konnte, um sich zu erheben, war Thanos verschwunden – und mit ihm die Teleportationsenergie.

Thor kroch zu seinem Bruder und zog Lokis leblosen Körper zu sich heran. »Nein, Loki«, weinte er leise. »Nein.« Thor legte den Kopf auf Lokis Brust, schluchzte und fand sich schließlich damit ab, dass es diesmal keine Spielchen waren, es keine zweiten, dritten oder vierten Chancen gab.

Loki war tot. Und Thor konnte nichts tun, um daran etwas zu ändern.

Während Thor um seinen Bruder trauerte, eröffnete die SanctuaryII aus der tintigen Dunkelheit heraus das Feuer auf die Überreste der Statesman. Feuer flammte auf, als die Raketen in das Schiff einschlugen und es in Stücke rissen. Eine leise Explosion zerriss die Überreste des einst so großen Schiffes und verteilte die Trümmer sowie die gefallenen Asgardianer im leeren All.

Nachdem ihre Arbeit getan war, verschwand die SanctuaryII.

Viele Lichtjahre entfernt raste der Bifröst, der den Hulk auf seiner intergalaktischen Route beförderte, an einem glühenden Stern vorbei. Mit unglaublicher Geschwindigkeit bog er an einem vertraut aussehenden Mond ab und nahm Kurs auf den blau-grünen Planeten darunter.

Die Erde.

Ein vornehmes Herrenhaus zierte die Bleecker Street in New York Citys Greenwich Village. Für ahnungslose Passanten war es ein altes viktorianisches Gebäude, nur wenigen war es unter seinem eigentlichen Namen bekannt. Das Sanctum Sanctorum war die Heimat des Meisters der mystischen Künste, Dr. Stephen Strange.

»Ernsthaft? Du hast kein bisschen Geld?«, fragte Strange seinen Kollegen Wong, ebenfalls Meister der mystischen Künste. Sowohl Wong als auch Strange waren mit der Aufgabe betraut, als Hüter des New Yorker Sanctum zu fungieren.

»Bindung an Materielles bedeutet Loslösung vom Spirituellen«, sagte Wong und folgte Strange die gewundene Treppe des Sanctum hinab.

»Ich sagʼs den Leuten im Deli. Vielleicht machen sie dir ein metaphysisches Schinkensandwich.« Bekleidet mit einem grauen Sweatshirt und einem offen stehenden schwarzen Mantel, die Hände lässig in den Taschen seiner Jeans versenkt, schlenderte Strange die Treppe hinunter.

»Moment, Moment, ich habe hier noch zweihundert.« Wong hob die Hand und kramte in der Innentasche seiner Weste herum. Triumphierend zog er einen zusammengeknüllten Geldschein heraus.

»Dollar?«, fragte Strange und hielt einen kurzen Moment inne, um bei etwas mitzuspielen, von dem er bereits wusste, dass es sich als Farce entpuppen würde.

Wong faltete den Schein auseinander und sein ganzer Körper sackte in sich zusammen.

»Rupien.«

»Wie viel ist das?« Strange klang kurz angebunden und genervt.

»Äh … eins fünfzig«, gab Wong zu.

Resigniert schüttelte Strange den Kopf und ging, ohne sich umzudrehen, weiter die Treppe hinunter.

»Was willst du haben?«, fragte Strange.

Wongs Miene hellte sich auf. »Bei Thunfisch-Käse würde ich nicht Nein sagen.«

Ihre metaphysische Debatte und ihr bevorstehender Ausflug zum Deli an der Ecke wurden jedoch unterbrochen, als der Regenbogen des Bifröst durch das riesige Rundfenster in der Mitte des Sanctum donnerte. Nun, da der Bifröst sein Ziel erreicht hatte, löste er sich auf. Zurück blieb ein gewaltiges Loch an der Stelle, an der sich die mittlere Treppe befunden hatte – zusammen mit dem einzigen Passagier.

Der schwebende Umhang war wie aus dem Nichts aufgetaucht, als Wong und Strange sich gegen die Explosion gestemmt hatten. Wong, Strange und der Umhang erhoben sich aus ihrer geduckten, geschützten Position und traten kühn auf das, was von der Treppe übrig geblieben war. Wong und Doctor Strange, die stets auf die Dinge zurannten, vor denen die meisten Leute weglaufen würden, näherten sich dem Krater und sahen hinein. Schockiert erblickten sie den Hulk, der sich langsam in sein menschliches Alter Ego, Bruce Banner, verwandelte.

Banner, ramponiert und zerzaust, blickte sie panisch an.

»Thanos kommt!«, verkündete er entsetzt. »Er kommt!«

Strange und Wong sahen sich an. Dann wandte sich Doctor Strange wieder Banner zu und stellte eine Frage, die schon viele vor ihm gestellt hatten – und bis ins Mark erschüttert gewesen waren, wenn sie die Antwort vernommen hatten.

»Wer?«

2

»Warte, langsam. Ich erklärʼs dir noch mal in Ruhe«, sagte Tony Stark, während er versuchte, mit Pepper Potts Schritt zu halten. Die beiden spazierten über die Wege des New Yorker Central Parks.

»Du redest völlig wirres Zeug«, sagte Pepper Potts augenrollend. Wie oft schon hatte sie das zu Tony gesagt? Hundert Mal? Tausend Mal? Ihr schwirrte der Kopf.

Pepper kannte Tony seit Jahren, liebte ihn seit Jahren. Dieses faselnde Genie war die einzige Person, mit der sie sich vorstellen konnte, den Rest ihres Lebens zu verbringen. Diese Erkenntnis laugte sie aus – und erfüllte dann jede Faser von ihr mit völliger, ungetrübter Freude. Er war perfekt für sie, aber manchmal war sie sich nicht ganz sicher, was das über sie aussagte.

Sie war immer ein Mensch gewesen, der das Richtige tat, die sicheren Entscheidungen traf und dafür sorgte, dass sie ein sehr kontrolliertes und diszipliniertes Leben führte … Bis Tony in dieses Leben getreten war. Jemand, der in jeder nur erdenklichen Weise das Gegenteil von ihr war. Sie wusste, dass Tony stets daran glaubte, das Richtige zu tun. Sie war sich aber auch sicher, dass er kein einziges Mal in seinem Leben eine sichere Entscheidung getroffen hatte. Und dass nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein konnte als die Behauptung, Tony Stark führe ein kontrolliertes und diszipliniertes Leben.

Pepper und Tony waren in jeder Hinsicht verschieden. Bis auf eine: Sie liebten einander weit über ihre Komfortzonen hinaus. Diese gegenseitige Liebe war stets das wahre Abenteuer in einem ohnehin absurd gefährlichen Dasein gewesen.

»Nein, tue ich nicht«, erwiderte Tony Stark.

»Da komme ich nicht mit.« Peppers und Tonys Worte verflochten und verhedderten sich nahtlos ineinander. Ihre Sprachrhythmen waren einander so vertraut, dass man kaum sagen konnte, wo der eine endete und der andere begann. Dass Tony und Pepper einander liebten, war offensichtlich. Aber gerade in Zeiten wie diesen wurde noch deutlicher, wie sehr sie einander mochten.

»Du kennst das doch. Man hat einen Traum, und in dem Traum muss man pinkeln«, erklärte Tony seine Sichtweise. Er trug dabei ein komplett schwarzes Trainings-Outfit, das von einem achtlos um seine Schultern drapierten Sweatshirt gekrönt wurde.

»Ja«, sagte Pepper geduldig und doch drängend.

»Und du denkst: ›Oh mein Gott, hier ist nirgends ʼne Toilette, was mach ich jetzt?‹«

»Okay.«

»›Jetzt guckt auch noch einer. Ich mach mir gleich in die Hose.‹« Pepper unterbrach, bevor Tonys Traumszenario unnötigerweise noch anschaulicher wurde. »Und dann wirst du wach und merkst, dass du wirklich pinkeln musst.«

Tony drehte sich um und deutete triumphierend mit dem Finger auf Pepper, dankbar dafür, dass ihm endlich jemand zuhörte, der seine Sprache sprach. Sie verstand ihn. Warum überraschte ihn das jedes Mal aufs Neue?

»Ja!«, sagte Tony triumphierend.

»Ja …«

»Okay.«

Ihre Worte vermischten sich und legten sich übereinander, als würden sie eine schnelle, lange Sinfonie im Doppeltakt spielen.

»So etwas kennt jeder«, sagte Pepper lachend.

»Richtig. Genau darauf will ich hinaus.«

Tony blieb vor Pepper stehen. Er war außer Atem, aber nicht, weil er eine Meile pro Minute zurücklegte, wie er es üblicherweise tat. Diese Atemnot rührte von der enormen Tragweite der Aussage, die er zum ersten Mal laut aussprechen wollte. Pepper gegenüber. Der Frau, mit der er sein Leben teilen durfte, was er offenkundig selbst nicht glauben konnte.

Er atmete durch.

»Apropos … Gestern Nacht, da habe ich geträumt …«

Tony hielt eine Millisekunde lang inne. Manches konnte man nicht zurücknehmen, und er hätte nie gedacht, dass er die Art von Kerl sein würde. Doch dann hatte er Pepper kennengelernt. Eine Frau, die ihn liebte, obwohl … nun, er so war, wie er war. Eine Frau, die etwas für ihn empfunden hatte, lange bevor er ihr erklärte, dass er Iron Man war. Eine Frau, die ihn so oft gerettet hatte wie er die Welt. Es gab so viele verschiedene Möglichkeiten, jemandes Superheld zu sein.

Und nun stand er hier, im Central Park, und platzte heraus: »Wir hatten ein Kind.«

Pepper blieb stumm. Völlig stumm.

»Es war so real«, preschte Tony weiter vor. »Wir haben es nach deinem exzentrischen Onkel benannt. Wie heißt der gleich?«

»Verstehe«, sagte Pepper und nickte. Ihr Tonfall war liebevoll, aber auch skeptisch. So klang sie oft, wenn sie mit Tony sprach.

»Morgan.« Tony konnte nicht glauben, dass er sich tatsächlich daran erinnerte. »Morgan.«

»Du bist also aufgewacht …«

»Logischerweise.« Tony war sich nie zu fein dafür, selbst in so ernsten Gesprächen wie diesem einen Witz anzubringen.

»… und dachtest, wir wären …« Pepper blickte zu Tony auf. Das Gesicht offen und freundlich. Und so sanft.

»Schwanger.« Nur dieses eine Wort. Tony wartete. Die Welt stand still.

»Ja …«, sagte Pepper lächelnd. Tony ging das Herz auf.

»Ja?«, fragte er.

Pepper schüttelte entschieden den Kopf. »Nein.«

»Ich habe davon geträumt. Es war total real.« Tony tat so, als handele es sich bei seinen Träumen um unumstößliche Fakten, um nicht zu sagen: Wissenschaft.

»Wenn du gerne ein Kind hättest …« Pepper richtete ihren Blick auf das glühende Gebilde auf Tonys Brust, einen fest eingepflanzten Miniatur-Arc-Reaktor. Liebevoll nahm sie ihm das Sweatshirt von den Schultern, so vertraut und entspannt fühlte sie sich in seiner Nähe. »… dann hättest du das hier gelassen«, sagte sie und klopfte auf den Elektromagneten.

Tony blickte nach unten, ließ dann ein schüchternes Grinsen aufblitzen und versuchte, die Situation zu entschärfen. »Ich bin froh, dass du das ansprichst. Das ist nichts. Nur ein Behälter für Nanopartikel«, behauptete er und machte eine abwiegelnde Handbewegung.