Maulwurf, Maus und miese Monster - E. Korn - E-Book

Maulwurf, Maus und miese Monster E-Book

E. Korn

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Beschreibung

Geschichten über tierische Mitbewohner, die jeder zu kennen meint

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 32

Veröffentlichungsjahr: 2019

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Liebe Anaïs,

weil Du schon so lange nicht in Wachholderbaum bei Oma und Opa gewesen bist, möchten wir Dir erzählen, was es hier im Dorf Neues gibt.

Es ist Herbst geworden, alle Bäume haben jetzt bunte Blätter. Na, eigentlich sind sie gelb oder rot, manche sind auch noch grün. Viele Blätter haben auch schon mit dem Wind getanzt und liegen nun auf dem Boden. Darüber freuen sich die Igel. Sie bauen sich aus den Blättern einen Bau, in dem sie – wenn es richtig kalt wird – ihren Winterschlaf halten, weil die Blätter sie schön wärmen.

Die Mäuse finden jetzt ganz viel zu essen, sie wissen gar nicht, wohin sie zuerst rennen sollen: zu den vielen Äpfeln, die auf der Erde liegen, oder zu den Birnen oder den Pilzen und Beeren. Sie essen sich nun einen dicken Bauch an, damit sie im Winter, wenn sie wegen des Schnees nicht mehr so viel zu essen finden, keinen großen Hunger haben und mit weniger zurechtkommen.

Dabei müssen sie sich aber vor den Katzen in Acht nehmen, die hier manchmal herumschleichen. Du glaubst es nicht: die Katzen setzen sich manchmal auf das Küchenfenster und lauern Vögeln oder Mäusen auf.

Am fleißigsten sind jetzt wohl die Eichhörnchen. Von morgens bis abends laufen sie zwischen Nussbaum und Wald hin und her. Sie sammeln die Walnüsse vom Boden auf, schleppen sie im Mäulchen quer über die Wiese – dabei können die größer sein, als ein Eichhörnchen-Kopf! - und im Wald verstecken sie die Nüsse, die sie ja nicht alle auf einmal essen können. Sind alle Nüsse von der Wiese aufgesammelt (manchmal nehmen ihnen Oma und Opa auch welche weg, weil wir sie auch gerne essen möchten), dann steigen sie auf den Baum und pflücken sich die Nüsse, die dort noch hängen. Sie können ganz wunderbar klettern und im Baum von Ast zu Ast springen. Im Winter graben sie die Nüsse, die sie versteckt haben, wieder aus und müssen nicht hungern.

In Wachholderbaum gibt es auch Schnecken, welche mit Haus und andere ohne. Die ohne Haus haben wir nicht so gern, weil sie alles fressen, was wir auch gerne mögen: Salat und Pilze, aber auch Blumen. Sie hatten es in diesem Jahr ein bisschen schwer, weil es so warm gewesen ist und wenig geregnet hat. Da haben sie ziemlich geschwitzt, das gefällt ihnen nicht.

Schafe haben wir hier auch. Denen geht es sehr gut. Sie haben auf ihrer Wiese viele, viele Äpfel und Birnen liegen, so viele, dass sie gar nicht alle aufessen können. Das Gras, das sie eigentlich am liebsten speisen, wächst jetzt auch noch, so dass sie eigentlich den ganzen Tag nur essen, von früh bis spät. Eines von denen lässt sich auch streicheln, die anderen nicht, die sind ein bisschen ängstlich. Aber so sind die Schafe eben. Manchmal sind sie auch ziemlich übermütig. Stell Dir vor: sie springen auf eine riesengroße Heukugel oben drauf. Wenn eines draufsteht, wollen die anderen auch mit drauf, aber so viel Platz ist auf der Kugel nicht.

Vögel sind Dauergäste in unserem Garten. Bald hängen wir wieder ihr Futterhaus auf, damit sie im Winter etwas zu essen haben, sie können ja nicht – wie die Rehe oder Hasen – mit ihren Füßen den Schnee wegschieben, um an Samen und Früchte und Würmer zu kommen.

Die Schmetterlinge sind nun fast alle ins Warme geflogen, jedenfalls sehen wir nur noch selten welche. Denen wäre es im Winter bei uns zu kalt. Sie haben ja keinen Pelz und keine Federn und natürlich erst recht keinen Mantel, sind also viel zu zart für unsere Temperaturen. Außerdem würden sie nichts mehr zu essen finden, es gibt keinen Nektar und keine Blütenpollen mehr. Wir gedulden uns also bis zum nächsten Frühjahr, wenn die prachtvollen Flugkünstler uns wieder besuchen.

Die Maulwürfe