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Zwei Lausbuben halten ein ganzes Dorf in Atem und quälen ihre Mitmenschen mit einer Serie von immer grausameren und genialeren Streichen. Ob Lehrer Lämpel oder Witwe Bolte – niemand ist vor ihrem anarchischen Geist sicher, bis die gerechte Strafe sie schließlich selbst ereilt. Diese weltberühmte Bildergeschichte ist ein Meilenstein des Humors, der die dunklen Seiten der Kindheit mit unvergleichlicher grafischer Dynamik einfängt.
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Veröffentlichungsjahr: 2026
Ach, was muß man oft von bösen Kindern hören oder lesen! Wie zum Beispiel hier von diesen,
Max und Moritz
Welche Max und Moritz hießen. Die, anstatt durch weise Lehren Sich zum Guten zu bekehren, Oftmals noch darüber lachten Und sich heimlich lustig machten. — — Ja, zur Übeltätigkeit, Ja, dazu ist man bereit! — — Menschen necken, Tiere quälen, Äpfel, Birnen, Zwetschgen stehlen — Das ist freilich angenehmer Und dazu auch viel bequemer, Als in Kirche oder Schule Festzusitzen auf dem Stuhle. — — Aber wehe, wehe, wehe! Wenn ich auf das Ende sehe!! — — Ach, das war ein schlimmes Ding, Wie es Max und Moritz ging. — Drum ist hier, was sie getrieben, Abgemalt und aufgeschrieben.
Mancher gibt sich viele Müh' Mit dem lieben Federvieh; Einesteils der Eier wegen, Welche diese Vögel legen, Zweitens: Weil man dann und wann Einen Braten essen kann; Drittens aber nimmt man auch Ihre Federn zum Gebrauch In die Kissen und die Pfühle, Denn man liegt nicht gerne kühle. —
Witwe Bolte
Seht, da ist die Witwe Bolte, Die das auch nicht gerne wollte.
Drei Hühner und ein Hahn
Ihrer Hühner waren drei Und ein stolzer Hahn dabei. — Max und Moritz dachten nun: Was ist hier jetzt wohl zu tun? — — Ganz geschwinde, eins, zwei, drei Schneiden sie sich Brot entzwei, In vier Teile jedes Stück Wie ein kleiner Finger dick. Diese binden sie an Fäden, Übers Kreuz, ein Stück an jeden,
Vier Brotstücke
Und verlegen sie genau In den Hof der guten Frau. —
Da kommen sie
Kaum hat dies der Hahn gesehen, Fängt er auch schon an zu krähen: Kikeriki! Kikikerikih!! Tak, tak, tak! — da kommen sie.
... und schlucken das Brot
Hahn und Hühner schlucken munter Jedes ein Stück Brot hinunter;
Keines kann von hinnen
Aber als sie sich besinnen, Konnte keines recht von hinnen.
Kreuz und Quer
In die Kreuz und in die Quer Reißen sie sich hin und her,
... und in die Höh
Flattern auf und in die Höh', Ach herje, herjemineh!
... auf den Ast
