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Eine schöne Alternative zum herkömmlichen Weihnachtskalender! 24 Geschichten von Maxi und dem Christkind, welches ihm erst im Traum und dann im realen Leben begegnet. Jeden Tag erlebt Maxi Schönes, weniger Schönes und Überraschendes mit seinen Klassenkameraden, den Eltern, der kleinen Schwester und natürlich mit seinem Christkind!
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Seitenzahl: 45
Veröffentlichungsjahr: 2024
1. Dezember
2. Dezember
3. Dezember
4. Dezember
5. Dezember
6. Dezember
7. Dezember
8. Dezember
9. Dezember
10. Dezember
11. Dezember
12. Dezember
13. Dezember
14. Dezember
15. Dezember
16. Dezember
17. Dezember
18. Dezember
19. Dezember
20. Dezember
21. Dezember
22. Dezember
23. Dezember
24. Dezember
Maxis Silvester
Maxi darf heute das erste Türchen seines Weihnachtskalenders öffnen. In diesem Jahr gibt es hinter jedem Türchen eine kleine Geschichte. Auch seine kleine Schwester Marie hat so einen Kalender. Abends sitzt dann die ganze Familie in der Stube, Mama zündet eine Kerze an und die Geschichten werden vorgelesen. Das ist schön, so gemütlich! Er weiß, wenn er es bis zum letzten Türchen geschafft hat, ist endlich Weihnachten. Dann kommen Oma und Opa, die Tante Lisa und gemeinsam wird schön gegessen. Und natürlich gibt es Geschenke. Hoffentlich ganz viele. Maxi hofft, dass möglichst alle Wünsche erfüllt werden. Er hat schon lange seinen Wunschzettel fertig.
Ganz oben auf der Liste steht das große rote Feuerwehrauto mit Leiter, Alarm und Schlauch. Das muss er unbedingt haben. Das ist Maxis größter Weihnachtswunsch. Dann möchte er noch gern eine Gitarre, ein Lego, eine Lok für seine Eisenbahn und einen tollen blauen Anorak.
Aber jetzt ist schon wieder Schlafenszeit, morgen muss er schließlich in die Schule. Die Kinder wollen ihr Theaterstück üben, welches sie zur großen Schulweihnachtsfeier aufführen sollen. Eigentlich hatte Maxi gar keine Lust auf diese Probe. Es soll die Weihnachtsgeschichte aufgeführt werden. Und welche Rolle hat er bekommen? Ein Schaf! Während andere Kinder den Jesus spielten, die Maria oder zumindest einen Hirten sollte er ein dummes Schaf sein! Was musste man dafür schon proben? „Mäh“ sagen konnte er auch ohne üben! Aber es nützte ja nichts, er musste da mitmachen.
Maxi geht in die 2. Klasse. Meist macht ihm die Schule Spaß, aber eben nicht immer. Mathe macht er nicht so gerne, Lesen und Schreiben geht so. Aber Schulgarten und Sport mag er. Und Musik. Maxi dachte statt an das Schaf jetzt doch lieber an die vielen schönen Geschenke die er sicher bekommen würde und an die vielen Weihnachtsmarktbesuche die er mit der Schulklasse und auch mit seinen Eltern machen würde und schlummerte dann friedlich ein.
„Aufstehen Maxi“, rief die Mama. Ach nein – war es schon wieder Morgen? Maxi war noch ziemlich müde. Und er hatte geträumt, vom Christkind. Es hat ihn besucht in der Nacht und ihm von Kindern erzählt, die wohl weder auf den Weihnachtsmarkt gehen können noch Geschenke bekommen, einfach, weil sie arm sind. Maxi kannte ein Mädchen aus seiner Klasse, die war sicher arm. Denn sie konnte manchmal nicht mitmachen, wenn es ins Theater ging oder ins Freibad. Und sie hatte auch nie so tolle Klamotten an wie einige andere Mädchen aus der Klasse. Hatte das Christkind dieses Mädchen gemeint? Das ist gemein und blöd, befand Maxi.
„Du Mami“, fragte er, „wenn ich heute Abend keine Weihnachtsplätzchen esse, kann ich dann jetzt welche für die Mia mit in die Schule nehmen? Die hat dafür kein Geld glaube ich?“ „Klar, wenn du heute Abend nicht so viele futterst, kann ich dir welche mitgeben.“
Also packte Mami ein paar von den Weihnachtsplätzchen ein die sie zusammen am letzten Wochenende gebacken haben.
Mia freute sich riesig, als Maxi ihr in der Pause die Plätzchen schenkte. Sie hatte, wie immer, nur Brote mit.
Es war auch gar nicht schlimm, dass er nun am Abend nicht ganz so viele futtern konnte. Er war stolz auf sich und seine Eltern waren es auch. Es war ein tolles Gefühl, jemanden eine Freude gemacht zu haben.
Und schon wieder war Zeit zum ins Bett gehen. Ob ihn das Christkind wieder besuchte?
„Wir treffen und auf dem Weihnachtsmarkt“, hatte das Christkind Maxi letzte Nacht zugeflüstert. Genau! Heute geht es ja zum Weihnachtsmarkt! Mit Mami und Papi und der kleinen Schwester! Juhu!
Am liebsten wäre Maxi gleich nach dem Aufstehen los, aber Mami und Papi meinten, da ist der Weihnachtsmarkt noch gar nicht geöffnet. Also warten… Dann ging es endlich los.
Wunderschön war der Markt. Ein großer Weihnachtsbaum stand in der Mitte. Toll geschmückt war der. Und überall duftete es nach leckeren Essen. Zuckerwatte, gebrannte Mandeln, Kräppelchen, Bratwurst… Und ein Karussell gab es auch. Prima!
Angestrengt hielt Maxi Ausschau nach dem Christkind. Schließlich waren sie verabredet! Und da – da an der Weihnachtskrippe, das saß es. Das Christkind sah etwas anders aus als in seinen Träumen, eher wie ein Weihnachtsengel, aber wer weiß… also schnell hin!
Maxi erzählte dem Christkind von den geteilten Keksen und von Mia. „Toll, du bist ja ein prima Junge“, lobte das Christkind. Ob es hier auch arme Kinder gibt? Hier auf dem Weihnachtsmarkt? Das Christkind wusste es nicht. „Aber „immer schön die Augen offenhalten, in der Schule, auf der Straße, überall. Dann siehst du, wo es zu helfen gilt“, riet ihm das Christkind.
Ja, das wollte er tun. Nach Zuckerwatte naschen, Karussell fahren und nachdem sie sich alles angeschaut hatten was der Weihnachtsmarkt zu bieten hatte, ging es nach Hause. Das war ein schöner Tag!
