Maya - Das Kind, das überlebte - Alexandra Schulz - E-Book

Maya - Das Kind, das überlebte E-Book

Alexandra Schulz

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Beschreibung

Eine wahre Geschichte, die unter die Haut geht: Missbrauch, Verlust, Überleben – und die Erkenntnis, dass selbst aus tiefsten Wunden neue Stärke wachsen kann.

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 27

Veröffentlichungsjahr: 2025

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Maya – Das Kind, das überlebte

Alexa

Impressum

© 2025 Alexa Druck & Distribution: tredition GmbH Alle Rechte vorbehalten. Dieses Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung der Autorin unzulässig. Kontakt: Alexandra Schulz Große Holl 25 22115 Hamburg E-Mail: [email protected]

Für meine Kinder – weil ihr mich immer wieder daran erinnert, wofür es sich lohnt zu kämpfen.

Für Hilton – mein erster Freund auf vier Pfoten, mein Herz mit Fell, mein Wolf.

Und für alle, die jemals geglaubt haben, sie seien allein – dieses Buch ist für euch.

Vorwort

Dieses Buch erzählt die Geschichte von Maya –

und zugleich meine eigene. Es ist kein einfacher Weg, den ihr hier lesen werdet. Aber er ist wahr. Ich habe ihn aufgeschrieben,

weil Schweigen niemals heilt. Vielleicht erkennst du in diesen Seiten etwas

von dir selbst. Dann soll dieses Buch ein Licht sein –

so wie es für mich eines geworden ist.“

Kapitel eins – Wo alles begann

Das Summen der Neonlampe hing wie ein dünner Faden in der Luft. Überall standen identische Gitterbettchen, sauber aufgereiht, jedes mit einer Decke, die nach Waschmittel roch. Stimmen flüsterten, riefen, lachten, aber keine gehörte zu mir.

Ich erinnere mich nicht an Gesichter. Nur an Hände. Hände, die mich fütterten, Hände, die mich wickelten, Hände, die mich ablegten. Manche waren warm, manche kalt, manche hastig. Nie blieben sie lang.

Wenn ich weinte, weinte irgendwo ein anderes Baby mit. Unsere Stimmen mischten sich, und niemand konnte unterscheiden, welche meine war. Manchmal kam eine Pflegerin, strich mir die Decke glatt, summte eine Melodie. Für einen Herzschlag lang glaubte ich, dass sie bleibt. Doch ihre Schritte entfernten sich, die Tür fiel ins Schloss, und das Summen der Lampe war wieder lauter als alles andere.

Ich wusste nicht, was „Mutter“ bedeutete. Ich wusste nur: Sie war nicht da.

Später kam meine Großmutter. Ihre Hände waren groß, mit Adern wie kleine Flüsse. Sie griff fest zu, nicht sanft, aber so, dass man spürte: Diesmal lasse ich dich nicht fallen. Sie nahm mich mit, hinaus aus dem weißen Raum, hinaus aus dem Summen.

Das Haus, in das sie mich brachte, roch nach Suppe und

Bohnerwachs. Die Möbel standen schwer und ordentlich, die Gardinen waren akkurat gefaltet. Hier herrschten Regeln: Schuhe ordentlich hinstellen, Teller leer essen, nicht dazwischenreden, wenn Erwachsene sprachen. Ihre Liebe war streng, manchmal hart, und oft konnte ich sie nicht greifen. Aber sie war da – auf ihre Art.

Meine Tante war lauter. Ihre Stimme schnitt durch Räume, wenn sie schimpfte. Besonders, wenn ich wieder einmal verschwunden war.

Denn ich lief oft weg.

Das Meer war mein Geheimnis. Die Ostsee lag nicht weit, und wenn ich dort stand, atmete ich zum ersten Mal richtig. Der Wind peitschte mir ins Gesicht, trug Salz auf meine Lippen, meine Haare klebten feucht an den Wangen. Ich setzte mich in den Sand, die Schuhe neben mir, und starrte auf die Wellen, die kamen und gingen, ohne dass jemand sie davon abhielt.

Ich zählte sie. Erst eins, dann zwei, dann zehn. Irgendwann hörte ich auf, weil sie endlos waren. Und in dieser Endlosigkeit fühlte ich mich frei.

Manchmal rannte ich mit Judith am Strand entlang. Sie war meine

Freundin, wohnte gleich nebenan bei ihrer Oma. Dort roch es nach