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"Was ist denn mit den Pferden heute los?", fragen sich Mika und Kleo, zwei abenteuerlustige Katzen aus Blumendorf. Der schwarze Kater und seine graue Freundin Kleo haben alle Pfoten voll zu tun, um auf dem Pferdehof von Maria Ordnung zu halten. Zunächst gehen die Hufnägel für den Hufschmied verloren, dann verirrt sich das Pferd Marrakesch im Wald. Als auch noch das Christkind ihre Hilfe braucht, sind die beiden Katzen sofort zur Stelle. Das Kinderbuch ist ideal für Kinder ab 3 Jahren geeignet oder zum ersten Selberlesen. Begleitet Mika und Kleo auf ihren Abenteuern.
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Seitenzahl: 29
Veröffentlichungsjahr: 2018
Das Unwetter
Besuch aus dem Wald
Ein Ausritt mit Hindernissen
Eine verhängnisvolle Jagd
Der Hufschmied kommt
Eine Katze geht verloren
Die Pferde spielen verrückt
Christkind auf Umwegen
Mika und Kleo stellen sich vor
Mika und Kleo lagen mal wieder auf ihrem Lieblingsplatz und dösten in der Sonne. Die beiden Katzen reckten sich und waren sehr zufrieden. Heute war es ruhig in Blumendorf – die Pferde grasten auf den Koppeln und die Menschen saßen im Haus bei Kaffee und Kuchen.
Jetzt zahlte es sich aus in Blumendorf zu leben – einem kleinen Dorf mitten in Bayern. In diesem 200-Seelen-Dorf war am Wochenende nicht viel los. Das Gras duftete und die Bienen summten ihr Lied. Am Rand des Dorfes, direkt bei den großen Blumenwiesen, lag der kleine Pferdehof, auf dem Mika und Kleo lebten. Die beiden schlauen Katzen hielten stets den Heuboden frei von Mäusen und unterhielten die 20 Westernpferde mit ihren Abenteuern.
Heute hatte Maria, die Bäuerin und damit Herrin vom Pferdehof, ihnen bereits ihr Mittagessen vor die Tür gestellt. Alle Tiere waren versorgt. Der neugierige Mika brach zu seinem Kontrollgang rund ums Haus, den Stall und die Koppeln auf. Nichts Auffälliges. Die graue Kleo sonnte sich auf der Wiese und betrachtete die vielen Blumen. Plötzlich musste sie niesen – Hatschi. Irgendetwas lag in der Luft. „Mika, kribbelt es dich auch so in den Pfoten? Ich glaube, es kommt ein Unwetter“, rief sie dem schwarzen Kater zu.
„Es ist keine Wolke am Himmel zu sehen. Du musst dich irren“, erwiderte er mürrisch. Er hatte eine Maus entdeckt und wollte gerade zum Sprung ansetzen – da zuckte seine Schwanzspitze und der erste Regentropfen fiel zu Boden.
Der Himmel wurde immer dunkler und große, graue Wolkenberge türmten sich auf. Eine Gewitterfront kam auf sie zu.
„Schnell, wir müssen Maria Bescheid geben. Die Pferde müssen in den Stall. Bei Blitz und Donner bekommen sie meistens Angst und spielen verrückt“, rief er Kleo zu.
Die beiden sprangen auf den Fenstersims und veranstalteten ein lautes Maunzkonzert. Miau – miau – mio.
Maria blickte aus dem Fenster. „Was wollen die Katzen denn?“, dachte sie. Dann sah sie die dunklen Wolken und hörte das erste Donnergrollen. „Anton, komm, wir müssen die Pferde reinbringen“, sagte sie zu ihrem Mann. Schnell rannten sie nach draußen.
Während die Menschen auf und ab liefen, um die Pferde in den Stall zu bringen, beobachteten Mika und Kleo das Geschehen.
Der Regen wurde immer stärker. Hinterm Haus hatte sich schon ein kleiner Fluss gebildet, der gefährlich nah ans Haus herankam. „Mika, schau, unser Kellerfenster ist offen. Wenn das ganze Wasser da reinfließt, ist unser trockener Schlafplatz hinüber. Wir müssen etwas tun.“ Kleo sprang auf und lief zum Kellerfenster, Mika lief ihr hinterher.
Das Fenster stand immer offen, so konnten die beiden Katzen jederzeit ins Haus. Sie hatten es sich im Heizungskeller zwischen den Holzstapeln gemütlich gemacht. Maria hatte ihnen in der Ecke ganz oben auf dem Holzstapel eine weiche Kuscheldecke hingelegt und stellte immer etwas Trockenfutter auf den Boden. So konnten sie an Regentagen dort ungestört dösen. Wenn der Keller jetzt überflutet werden sollte, wo sollten sie dann heute Nacht schlafen?
„Komm, wir legen unsere Decken vors Fenster und bauen so einen Damm. Dann kann das Wasser nicht durch das Fenster reinfließen“, erklärte Mika. Gesagt, getan. Schnell kletterten die Katzen nach drinnen und holten ihre Schmusetücher heraus.
