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Mimi hat Geburtstag. „Mimi, ich war gerade in der Nähe und habe gehört, hier ist Party“, sagte Kater Hans. Er grinste breit und fing an, sich über den Bart zu streichen und sein Fell zu sortieren. „Ich weiß, du hast Geburtstag. Schau, was ich dir Tolles mitgebracht habe“, sagte er. Mimi war entsetzt aber freundlich. „ich habe dir eine ganz fette Maus gefangen, so lecker!“ Dann kamen auch der Fuchs der Wolf die Wildschweine und die Feldhasen, der Frosch und die kleine Feldmaus und auch der alte zerzauste Dorfhund Pawel. – und der majestätische Hirsch. Es kamen so viele, aber keiner brachte das ersehnte Geschenk, bis dann doch ein ganz besonderer Gast kam.
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Seitenzahl: 29
Veröffentlichungsjahr: 2015
Wisst ihr, wer Mimi ist? Mimi wohnt an einem schönen See, an einem dunklen Fichtenwald gelegen. Hier leben viele Tiere ungestört. Und sie wollen heute Geburtstag feiern. Mimi ist ein Eichhörnchen und wird drei Jahre alt. Als die ersten Sonnenstrahlen durch den Himmel brachen, wurde unser Eichhörnchen schon ganz früh wach.
›Oh, wie wäre es wunderschön, wenn ich heute zu meinem Geburtstag eine schöne, braune, große und saftige Haselnuss bekommen würde. Dies wäre das schönste Geschenk. Ich bekomme heute viele Gäste, alle wollen gratulieren. Ich weiß ganz sicher, dass mir jemand diesen Wunsch erfüllen wird.‹
Dann begann Mimi sich schön zu machen. Sie putzte ihr schönes rotbraunes Fell und strich sich über die lustigen Pinselohren. Auch der struppige, buschige Schwanz wurde ordentlich glatt gestrichen. Mimi war so überglücklich. Denn ein possierliches Eichhörnchen ist gern in Gesellschaft. Im großen Fichtenwald gibt es viele Eichhörnchen und bei schönem Wetter jagen sie sich um die langen, schlanken Fichtenstämme. Es ist so witzig und macht so viel Spaß, bis sie dann erschöpft in ihrem Kobel einnicken. Denn ein Eichhörnchennest heißt richtig Kobel. Dann schlafen sie den halben Tag, um dann hungrig auf Futtersuche zu gehen und die anderen Tiere von oben zu beobachten.
Da gibt es kleine süße Kaninchen, die umherhoppeln, oder die großen Feldhasen mit ihren majestätischen großen Löffeln, welches die Ohren sind. Dann kommen die Rehe und schauen nach oben. »Was ist denn da oben für ein Radau, ihr frechen Eichhörnchen?« Dann bewerfen sie die braven Rehe mit Tannenzapfen und vertreiben sie. Dabei lachen sie sich immer total kaputt. Aber wenn der große und königliche Hirsch mit dem riesigen Geweih kommt, dann werden sie plötzlich ganz still und staunen nur, welch wunderschönes Tier doch im dunklen Wald zu Hause ist.
Aber der Wald ist nicht immer nur dunkel, höchstens wenn schlechtes Wetter ist oder eben wenn es schon Nacht draußen ist. Aber manchmal ist es auch in der Nacht nicht ganz dunkel, nämlich dann, wenn der helle Mond scheint. Er ist rund oder manchmal auch nur eine Sichel oder eben unförmig wie ein angebissenes Ei. Dort wohnen auch die schwarzen Wildschweine, die graben unten am Baum ihre Löcher und suchen nach Wurzeln und Würmern. Die grunzen so laut, das ärgert die Hörnchen dann so sehr, dass sie wieder ihre Kienäpfel auf die Schweine werfen, dann hauen die sofort ab. Und quieken ganz laut. Große und kleine Wildschweine, die heißen Frischlinge. Wenn diese noch ganz klein sind, dann haben sie noch viele helle Streifen auf dem Fell. Ganz niedlich. Jedes Schweinepaar hat wenigstens vier Frischlinge, und die sind immer bei ihren Eltern. So streifen sie umher und wühlen eben den Waldboden auf. Der sieht dann immer aus wie ein gepflügtes Feld. Wenn dann die kleinen Hörnis so beim Toben und Fangenspielen sind, dann halten sie plötzlich inne und sind ganz ruhig.
Da hören sie am Fuße der Fichte emsiges Gewimmel und noch leiseres Gefiepe. Das sind dann wiederum die frechen kleinen Spitzmäuse, davon gibt es so viele. Die haben eine lange, spitze Nase und einen schwarzen Streifen auf dem Rücken. Die sind immer nervös und auf Futtersuche: kleine Körnchen und süße Früchte.
