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Mit ihren Freunden Rufus, Strubbel und Ella lebt Mimi in einem kleinen Dorf. Sie leben unbeschwert und machen das, was andere Kinder in ihrem Alter auch machen. Eines Tages finden sie eine Kröte, die einen besonders unangenehmen Duft von sich geben kann. Mit Hilfe dieser Kröte schaffen sie es, sich gegen einen fiesen Rüpel durch zu setzen. Nachdem sie sich später ein Baumhaus gebaut haben, liegt eines Tages eine geheimnisvolle Truhe in ihrem Baumhaus. Durch diese Truhe gelangen sie in eine andere Welt und somit in ein spektakuläres Abenteuer. In dieser Welt lernen sie Samuel kennen. Der benötigt dringend ihre Hilfe, damit der böse König Thork und sein Zauberer Grar nicht in Mimis Welt gelangen können. Doch bevor das Abenteuer zu Ende ist, müssen Mimi und ihre Freunde einige heikle Momente überstehen.
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Seitenzahl: 91
Veröffentlichungsjahr: 2013
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Daniel Grewe
Mimi kann!
Ein Abenteuerroman für Kinder
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
1. K.O. gepupst!
2. Kalle Rumpy legt sich selbst rein!
3. Das Glühwürmchen-Fest!
4. Ein Tiger im Schnee!
5. Das Abenteuer beginnt!
6. Ein seltsamer Brief!
7. Die Frau in Lila!
8. Im Mittelalter angekommen!
9. Eine Hütte voller Überraschungen!
10. Rufus, der blaue Possenreisser, Thork der Lügner!
11. Aschenputtel lässt grüßen!
12. Die staunende Ella, der schwebende Grar!
13. Impressum:
Über den Autor:
Kurztext:
Danke:
Impressum neobooks
Mimi war ein kleines Mädchen und lebte mit ihrer kleinen Familie irgendwo in einem kleinen Dorf. Dieses Dorf mit all seinen kleinen Straßen, der kleinen Kirche und den netten Menschen hätte überall sein können, ja vielleicht sogar in Deiner Umgebung!
Mimi hatte lange, blonde, manches Mal zu Zöpfen gebundene Haare und es waren ihre Sommersprossen, die ihrem Gesicht kleine Farbtupfer verpassten.
Sie hatte eine tolle Fantasie und träumte mit ihren geschlossenen blauen Augen sehr oft von Abenteuern in denen Prinzessinnen, Prinzen, Piraten und prachtvoller Prunk vorkamen.
Mimis bester Freund war Rufus, der Nachbarsjunge. Rufus war mindestens einen Kopf größer als Mimi, aber in allem was er tat war er richtig langsam. Rufus hatte kurze schwarze Haare, blaue Augen und fast immer trug er seine Lieblingshose, eine karierte Jeans. Schon von weitem erkannte man ihn an seiner karierten Hose, die schon etliche Male genäht werden musste. Aber er trug sie immer noch!
Für Mimi war er der liebste Freund, den man sich nur vorstellen konnte, weil er mit Mimi die meiste Zeit des Tages verbrachte.
Die beiden gingen in dieselbe Schulklasse, saßen sogar nebeneinander, und nicht selten machten die beiden sogar die Hausaufgaben zusammen.
Sehr oft gesellten sich ihre beiden besten Freunde Ella und Berti dazu. Ella war genauso groß wie Mimi und mit ihren roten Haaren, die fast immer zu Zöpfen gebunden waren, sah sie aus wie Pippi Langstrumpf.
Berti nannten alle nur „Strubbel“, weil seine blonden Haare wild auf dem Kopf in alle Richtungen zeigten. Wenn man ihn darauf ansprach, dann sagte er immer, dass er ein Punker sei. Mimi, die ihn besser kannte, wusste, dass er eigentlich nur zu faul zum Kämmen war!
In diesem Jahr war der Sommer ein verregneter Sommer. Statt Sonne gab es viel Regen und auch viel Schnupfen. Oftmals hörte man ein „Hatschi“, oder ein Husten. Es war kein Sommer um ins Freibad zu gehen. Richtig doof, dachte sich Mimi, weil sie doch so gerne mit Ella, Rufus und Strubbel ins Freibad ging.
Aber trotz des blöden Wetters spielten sie so oft es das Wetter zuließ hinter ihrem Haus im Garten.
Wenn es dann mal regnete, legten sie sich unter die Bäume und warteten ab bis es wieder aufhörte zu regnen. Dann erzählte Mimi Abenteuergeschichten, denn Rufus liebte die Geschichten von Mimi und Mimi erzählte sie ihm sehr gerne. Da es in diesem Sommer sehr oft regnete, bekam Rufus eine Menge Geschichten erzählt.
Irgendwann dachte sich Mimi die Geschichte von einer Katze aus, die in den Bäumen lebte und ihr ganzes Leben nie mehr eine Pfote auf die Erde setzte. Rufus liebte diese Geschichte, obwohl er sich nur schwer vorstellen konnte, dass man nur auf Bäumen leben konnte. Aber es war eine tolle Geschichte, die ihm Mimi öfter
erzählen musste. Das machte sie aber sehr gerne und schmückte sie auch immer weiter aus.
Das brachte Rufus dann auf die Idee mit Mimi ein Baumhaus zu bauen. Zunächst hatte Mimi darauf überhaupt keine Lust, aber nach ein paar weiteren Regentagen, an denen die beiden sogar aus Langeweile Regenwürmer auf der Wiese zählten, wurde sie von Rufus schließlich überredet.
Habt Ihr schon mal ein Baumhaus gebaut? Nein? Dann kann ich Euch verraten, dass Rufus und Mimi auch nicht den blassesten Schimmer davon hatten wie man ein Baumhaus baut.
Aber versuchen wollten sie es trotzdem. Sie fragten Ella und Strubbel, ob sie ihnen helfen könnten. Die waren von der Idee sofort begeistert und Strubbel brachte einen Tag später ein großes Blatt Papier mit, auf der allerhand Linien und Zahlen zu sehen waren.
Rufus verstand das nicht und fragte nach.
„Ist das eine Landkarte?“
Strubbel war empört.
„Quatsch, dass ist unser Plan für unser Baumhaus. Den hat mein Papa mir gemacht.“
„Aha“, sagte Mimi, „dann erklär’ den doch mal!“
Strubbel begann zu stottern:
„Äh, wenn man mit dem Dach anfängt, nee, wenn wir von oben anfangen, dann kann, ähem, also die Wände stehen, nein sie liegen neben der Tür, ach ich verstehe es selbst nicht! Papa hat mir auch gar nichts dazu erklärt.“
Die anderen begannen zu lachen.
Ella sagte dann:
„Hey Strubbel, wenn wir nach dem Plan von Deinem Vater vorgehen, dann bauen wir noch in 20 Jahren an unserem Baumhaus. Das kapiert ja keiner!“
Strubbel zerknüddelte den Plan und warf ihn weg. Nun lachte auch er!
„Gut, dann müssen wir uns was Anderes überlegen!“
Während sie fast jeden Tag darüber sprachen, wie denn ihr Haus aussehen sollte, mal sollte es klein werden, dann wiederum wollten sie mehrere Stockwerke bauen, ging der Sommer allmählich zur Neige. Der Wind rauschte mal leise und auch mal laut durch die Bäume und als die Blätter sich verfärbten, da waren unsere Freunde nicht viel weiter mit ihrem Baumhaus.
Es war sehr schwer, sich überhaupt auf einen Baum zu einigen. Da der Garten ziemlich groß war und dort sehr viele Bäume standen, mussten sie den passenden Baum finden.
Mal war der Kirschbaum zu groß oder der Apfelbaum zu klein. Ein anderes Mal waren die Äste zu dünn oder sie standen zu dicht beieinander. Es war nicht einfach!
Oft hatten sie auch keine Lust, sich mit dem Baumhaus zu beschäftigen, weil dann doch an manchen Tagen das Wetter zu toll war. Da tummelten sie sich im Schwimmbad oder spielten im Garten.
Eines Tages fand Rufus beim Spielen eine dicke, fette, ekelhaft aussehende Kröte. Die saß unter einem Baum und quakte vor sich hin.
Ella fand sie einfach nur grässlich, wie sie da auf dem Boden hockte, die Backen aufplusterte und ständig quakte. Die beiden Jungs allerdings hatten Spaß, nahmen die Kröte hoch und hielten sie den beiden Mädchen vor die Nase.
„Igitt!“
Ella fand das gar nicht witzig, aber Strubbel und Rufus hatten großen Spaß. Schließlich setzten sich die beiden Mädchen etwas weiter weg. Sie mussten sich die Kröte nicht weiter ansehen. Sie fanden sie einfach nur hässlich.
Aus der Ferne schauten sie den Jungs beim Spielen mit der Kröte zu. Strubbel und Rufus quakten sogar mit und bogen sich vor Lachen.
„Typisch Jungs“, sagte Ella etwas schnippisch.
Dann streichelte Rufus der Kröte über den Kopf, die Kröte gab daraufhin einen lauten Pups von sich und die beiden Jungs fielen einfach um!
Mimi und Ella liefen hin, sahen das beide in Ohnmacht gefallen waren, die Kröte aber weiter vor sich hin quakte.
Ella und Mimi lachten ohne Ende.
Die beiden Jungs wachten kurze Zeit später wieder auf. Die Mädchen erzählten was vorgefallen war.
„Das gibt es doch gar nicht“, meinte Rufus.
„Eine Kröte, die uns k.o. pupst?“
„Genauso war´s“, sagte Mimi.
Endlich konnten sich unsere Freunde auf einen Baum für das Baumhaus entscheiden.
Sie einigten sich auf den ersten Baum, den sie sich zu Beginn angeschaut hatten. Es war der große Kirschbaum, den sie zunächst für zu groß befanden, aber nunmehr, nachdem sie alle anderen Bäume auf der Wiese für ungeeignet hielten, sahen sie in dem Kirschbaum den idealen Baum, um darin ihr Haus zu bauen.
„Der erste Gedanke ist meistens der Richtige“, sagte Mimi und die anderen hatten das Gefühl, dass Mimi damit den Nagel auf den Kopf getroffen hatte!
Ende September, der Kirschbaum hatte schon eine Menge an Blätter verloren, da begannen sie mit dem Bau. Sie hatten viele Bretter und Latten gesammelt. Dazu hatten sie sich auch das passende Werkzeug besorgt.
Aber mit dem Hammer Nägel in Bretter zu hauen war gar nicht so einfach. Oft hörte man ein „Au“ oder „verflixt“. Dass man sich mit dem Hammer auf die Finger haute, gehörte wohl dazu.
Anfang Oktober, die wenigen Blätter an den Bäumen hatten sich wunderbar verfärbt, oder waren sogar schon zu Boden gefallen, da wurde es noch einmal richtig warm.
Und an so einem warmen Tag wurden Mimi, Rufus, Ella und Strubbel mit ihrem Baumhaus fertig.
Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie krumm und schief das Baumhaus aussah, aber das war unseren Freunden vollkommen egal. Sie hatten es alleine, und vor allem ohne Hilfe von Anderen gebaut!
Na ja, die Wände waren alles andere als gerade, die Fenster fehlten noch und da wo eigentlich das Dach hätte sein sollen, hatten unsere Freunde einfach eine Plastikplane draufgepackt. So wollten sie vermeiden, dass es reinregnen würde.
Und stellt Euch vor: Gerade als sie die Plane festgemacht hatten, da schüttete es wie aus Kübeln.
„Gott sei Dank!“, sagte Mimi und klatschte mit den Anderen ab. Die grinsten über ihre Gesichter und waren richtig stolz auf das was sie geleistet hatten.
Das musste mit einem Eis gefeiert werden!
In der Eisdiele erzählten sie noch einmal wer sich wie oft mit dem Hammer auf den Finger oder auf die Hand geschlagen hatte, aber zum Glück hatte sich keiner von ihnen ernsthafter verletzt. Strubbel zeigte ihnen sogar noch einmal seine Beule am Kopf, als ihm am Tag zuvor noch ein Brett auf den Kopf geknallt war. Rufus streichelte die Beule zart und meinte:
„Wenn Du jetzt pupst, dann kannst Du ja PK Konkurrenz machen.“
Er lachte und zeigte auf den Karton, den er auf den Tisch gestellt hatte und in der PK saß. Ein Eis bekam PK nicht.
Auf dem Nachhauseweg waren sie still. Sie waren müde, nach all den Strapazen der letzten Tage und sie waren froh, dass sie nicht am nächsten Tag zur Schule mussten. Herbstferien waren schon eine tolle Sache!
Dann trafen sie auf Kalle Rumpy!
Kalle Rumpy war ein paar Klassen über ihnen und hatte den zweifelhaften Ruf der größte Raufbold der Schule zu sein. Ständig gab es Beschwerden über ihn. Mal schubste er die Kleinen, mal stibitzte er Pausenbrote oder trieb weiteren Schabernack.
Kalle war groß, hatte blonde Haare, eine dicke klobige Nase, die mit Sommersprossen übersät war. Seine Ohren standen ab und auf seinem Kinn blinkte darüber hinaus ein großer Pickel. Der machte ihn nicht hübscher!
Und eben dieser Kalle Rumpy stand nun plötzlich auf dem Gehweg vor ihnen.
Seine Nase lief und mit dem Handrücken wischte er die Nase ab, um dann die Hand an seiner Hose abzuwischen.
„Na Ihr Pimpfe, wo wollt Ihr denn hin?“
