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Liebenswerte, aber abgebrühte Damen - denn: wat mutt, dat mutt! Landadelige, deren Gedanken dunkler sind als ihr blaues Blut. Bauern mit außergewöhnlichen Methoden und Ärzte, die wissen, wann sie besser zwei Augen zudrücken sollten. Zu allem noch ein Kommissar, der ein echter Döspaddel ist. Das sind die Zutaten für diesen zweisprachigen Krimi-Cocktail, süffig-prickelnd, manchmal etwas hart im Abgang, aber mit norddeutsch drögem Humor und viel Ironie gewürzt.
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Seitenzahl: 227
Veröffentlichungsjahr: 2014
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Hedi E. Büttner – Renate Kiekebusch
Mord(s)geschichten
Krimivergnügen auf Hoch und Platt
Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Titelbild: Peter Fischer
© Edition Temmen 2014
28209 Bremen – Hohenlohestr. 21
Tel. 0421-34843-0 – Fax 0421-348094
www.edition-temmen.de
Alle Rechte vorbehalten
Herstellung: Edition Temmen
E-Book-ISBN 978-3-8378-8028-1
ISBN 978-3-8378-7026-8
Vorwort
Krimis op Hoch un Platt, warrt dat wat? Jo, dat warrt wat! Dat is al wat, denn wi hebbt bi uns Vörlesen mitkregen, woveel Spooß Hoch un Platt mookt!
Seit zwei Jahren machen wir gemeinsame zweisprachige Lesungen und freuen uns jetzt auf unser erstes gemeinsames Buch. Bei uns in der Gegend werden beide Sprachen gesprochen, und wir haben einfach den Leuten aufs Maul geschaut, wie es so schön heißt. Vermutlich handelt es sich bei unserem Buch um das erste zweisprachige Krimibuch auf Hoch und Platt … weltweit ;-) !
Dat beste Bispill sünd uns dree Wittfroons Gerda, Erna un Käthe. Ehr Hoor sünd sneewitt, so as de Wulken över ’n Diek, aver ehr Gedanken mitünner so swatt as de Koffie, den se foken tohoop drinkt.
Un dat geiht nich jümmer mit rechte Dinger to in’n Landkreis Groot-Düwelsfleth, wo de Vertellens ut dütt Book speelt, mitünner hebbt de dree ehr Fingers in’n Speel. Aver egentlich sünd se ganz kommodig Froonslüüd, du dröffst jem bloots nich argern!
Groß-Düwelsfleth ist das Bermuda-Dreieck im nassen Norden, denn die Rate der ungeklärten Todesfälle ist bemerkenswert hoch. Immer wieder verschwinden ein paar Zeitgenossen von der Bildfläche, die man gestern noch beim Bäcker, im Wartezimmer oder im gemütlichen Land-Café gesehen hat.
Wundert es da, dass Kommissar Oskar Flachmann, der ungekrönte König der nicht gelösten Fälle, und seine psychologiebesessene Assistentin Svenja Erlenbrook alle Hände voll zu tun haben?
In’n Dörpskroog warrt vertellt, dat Flachmann wegen sien paddelig Oort vun eene noorddüütsche Grootstadt in’t ruhig Klütenmoor versett worrn is, wo he keenen Schoden anrichten kann.
Un he un sien Kollegin Erlenbrook hebbt dat nich eenfach mit de Lüüd in düsse Gegend, de tohoopholt as Höhnerschiet an Gummistevels. Allens is hier nich bloots mööglich, man in Wohrheit allens noch veel leger.
Es ist doch kaum vorstellbar, dass die nette Nachbarin von nebenan, die die ordentlichsten Rillen auf dem Friedhof harkt, eine Mörderin, die junge Gattin ein Satansbraten in Spitzenhöschen und das kleine Nest Klütenmoor der Sumpf des Bösen sind.
Der Fantasie der Dorfbewohner sind kaum Grenzen gesetzt, wenn es darum geht, unliebsame Zeitgenossen verschwinden zu lassen.
Und so versteckt sich der Düwel gerne mal hinter totgepinkelten Rosenbüschen an einer romantisch gelegenen Güllegrube, um seine bösen Pläne in die Köpfe der Dorfbewohner zu senden. Er taucht unter im deftigen Mittagseintopf, stromert durch üppig grünende Gemüsegärten, die nur auf den ersten Blick harmlos sind. Dann wieder lässt er sich den Fahrtwind der Fähre um seine böse Nase wehen, nachdem er zuvor ein wenig im alten Gemäuer eines Gutshauses herumgelungert hat. Ja, auch beim alteingesessenen Landadel sterben die Blaublüter wie die Fliegen.
Sülvst de ne’e junge Dokter Tischbein, de in Klütenmoor siene Praxis hett, weet, wat vun em verlangt warrt. Mit dat Utstellen vun eenen Doodenschien hett he keen Problem, eerst recht nich, wenn de Wittfroo smuck is!
Un ok de Veehdokter lett sik inwickeln vun de unschüllige blaue Ogen vun de Dörpslüüd. Un de hoolt tohoop, so as jümmers, denn veele vun jem hebbt Geheemnissen oder Lieken in ehren Keller!
Unglückliche Zufälle? Gibt es die in einem Landkreis, der Düwelsfleth heißt? Kann man da sicher sein, ob nicht auch hier der Teufel aus bloßem Übermut seine Finger im Spiel hat?
Die Helden/-innen aus unseren zweisprachigen Mord(s)geschichten bewegen sich wie an einem roten Faden auf dem gekonnt verwobenen Teppich aus zwei Sprachen, auf dem die Fußabdrücke der Mörder/-innen das vorherrschende Muster sind.
Un wenn de letzt Stünn kummt, is dat egol, op du Hoch oder Platt snackst, denn is dat sowiet! Wi hebbt veel swatten Humor in uns Vertellens binnen, de uns sülvst un uns Tohörers jümmer wedder to’n Lachen oder Grienen bröcht hett.
Un wi hööpt, in Tokunft ok uns Lesers! Veel Spooß wünscht wi jo!
Hedi E. Büttner (Hochdeutsch) &
Renate Kiekebusch (Platt), 2014
PS: To’n Sluss müchen wi noch seggen, dat uns Keerls al ganz lang un noch jümmer glücklich mit uns tohoop leevt. Wi hebbt rein gor nix gegen de Mannslüüd! All Vertellens sünd kumplett utdacht un rein gor nix is dorvun wohr.
Ok wenn’t natürlich Schörtenjägers un Kurschattens geven deit.
PPS: In sehr dringenden Fällen stehen wir gerne mit Rat zur Seite.
Hausbesuche und praktische Mithilfe sind nicht möglich, da uns sonst Flachmann im Nacken sitzt und wir nicht in Ruhe weiterschreiben können.
Kräutlein fein
Wie schnell Menschen doch vom Erdboden verschwinden konnten! Schon war der Flieger in das Wolkengebirge eingetaucht, das an diesem Morgen weiß und fluffig wie eine riesige Portion Schlagsahne über Hamburg hing. Und verschwunden waren damit auch die Freifrauen Constanze und Clarissa von und zu Kettenhemd, die eineiigen Zwillingsschwestern von Clemens von und zu Kettenhemd, der sie ohne jeden Abschiedsschmerz zum Flughafen nach Fuhlsbüttel gebracht hatte.
Jetzt saß der Landadelige entspannt bei einer Tasse Cappuccino und lutschte den letzten Rest des Milchschaums genussvoll von seinem rechten Zeigefinger. Endlich allein! Er grinste breit, was seinem sonst so harmlos wirkenden Gesicht mit der hohen Stirn und den rosigen Wangen einen durchaus diabolischen Zug verlieh. In Zukunft würde er ein für alle Mal Ruhe haben vor den beiden Schwestern, die nie eine Gelegenheit ausließen, ihn wie einen kleinen dummen Jungen herumzukommandieren. Dabei war er doch derjenige, der die Fäden in der Hand hielt! Immerhin hatte sein Vater testamentarisch verfügt, dass Clemens als einziger Sohn die alleinige Bankvollmacht für ein nicht unbeträchtliches Vermögen erhalten hatte.
»Mein Junge, Geldangelegenheiten gehören in die Hände von Männern! Frauen können sich mit den schönen Dingen des Lebens beschäftigen. Mit dieser Devise sind wir Kettenhemds immer gut gefahren. Wir Männer sind Jäger und Sammler, die Frauen kümmern sich ausschließlich um Kinder, Küche und Kirche. Hast du meine Botschaft verstanden, Clemens?«
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