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Zunächst läuft alles harmlos und scheinbar wie immer auf dem Kötztinger Pfingstritt ab. Bis plötzlich eines der Pferde, sich aufbäumt und tödlich zusammensackt. War Gift im Spiel? Nun ist Kommissar Kreitmayer und das Team der Kötztinger Polizei gefragt. Schnelles Handeln ist angesagt. Es gilt, einen möglichen, zweiten Mord zu verhindern. Viel Zeit bleibt den Ermittlern jedoch nicht. Unter immensem Zeitdruck finden sie dennoch einen Zusammenhang mit einem früheren Vergewaltigungsfall.Schafft es Franz Kreitmayer noch rechtzeitig, den Attentäter dingfest zu machen und weitere Anschläge zu verhindern??
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Seitenzahl: 21
Veröffentlichungsjahr: 2013
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K.H. Hartmann
Mörderischer Pfingstritt
Ein Bayerwald-Kurzkrimi
Dieses ebook wurde erstellt bei
Inhaltsverzeichnis
Titel
„Mörderischer Pfingstritt“
Impressum neobooks
Für einen Kötztinger ist es der wichtigste Tag im Jahr, der Tag des Pfingstritts. Angeführt vom Kreuzträger zieht der Kötztinger Pfingstritt alljährlich am Pfingstmontag von der Kirche St. Veit in Kötzting ins sieben Kilometer entfernte Steinbühl durch das Zellertal. Diesem Reiterumzug liegt eine Legende zugrunde. Im Jahre 1412 wurde der Kötztinger Pfarrer zu einem Sterbenden nach Steinbühl gerufen und kam dort nur deshalb unbehelligt von allen Gefahren an, weil ihm beherzte Kötztinger Burschen das Geleit gaben. Nach der glücklichen Rückkehr gelobten sie den Ritt jedes Jahr zu wiederholen und so ist es bis heute geblieben.
Wer von den Männern und Burschen der Pfarrei ein Pferd hat oder ein solches aufzutreiben vermag, schmückt dieses mit Blumen, bunten Bändern und dem schönsten Sattelzeug und reitet in dem Zug mit, so daß meist über sechshundert Reiter sich beteiligen.
Schon Wochen vor dem Pfingsmontag werden die Vorbereitungen zu dieser großen Reiterwallfahrt getroffen. Das Geschehen und die Geschichte rund um den Pfingstritt beherrschen die ganze Stadt und das Umland. Die Feriengäste, die um diese Zeit bereits in großer Zahl die Ruhe und Abgeschiedenheit des Waldlandes genießen, müssen den Eindruck gewinnen, als gäbe es für die Kötztinger nichts anderes mehr auf der Welt als den Pfingstritt.
In diesem Jahr waren über achthundert Reiter angekündigt, unter ihnen der Regensburger Bischof und auch Franz Kreitmayer, Kommissar in Viechtach, jedoch wohnhaft in Grub bei Kötzting, war wieder mal dabei, da ihm sein alter Freund und passionierter Reiter, der Tierarzt Dr. W. Fritz, ein Pferd besorgt hatte. Sozusagen als Ausgleich für die Ausflüge zum Fliegenfischen, die Kreitmayer immer organisierte.
Schon früh am Morgen des Pfingstmontags hatten sie sich getroffen und um 8.00 Uhr ging es im Zug, unter dem Geläut der Kirchenglocken, zur Nikolauskirche nach Steinbühl. Der Kreuzträger führte die Reiterprozession an. Ihm folgten Fanfarenbläser sowie der Geistliche Offiziator mit Mesner und Ministranten. Dahinter folgten der Pfingstbräutigam mit den beiden Brautführern. Unzählige Besucher hatten sich schon eingefunden. Sie standen links und rechts am Wegesrand und bildeten eine Gasse für die Reiter. Nachmittags, bei der Rückkehr nach der Messe und Rast in Steinbühl, würden es noch viel mehr Leute sein.
