Murmelschreck und der Pantoffelfresser - Frank Maria Reifenberg - E-Book

Murmelschreck und der Pantoffelfresser E-Book

Frank Maria Reifenberg

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Beschreibung

Dieser Rummelplatz ist wahrlich fantastisch!

Denn hier leben der Troll Murmelschreck, seine Gattin – die Elfe Mimi, die Wahrsagerin Madame Suzette mit ihrer Amsel Erwin, der stärkste Mann der Welt, Mademoiselle Coco,der ABC-Zauberer und viele, viele mehr.

Kein Tag ist wie der andere! Denn das wäre auch langweilig! Und so erleben die Bewohner jeden Tag gemeinsam ein neues, kleines Abenteuer:

Wer hat Elfe Mimis geliebte Pantoffeln?
Wird Madame Suzettes nächste Wahrsagung auch wirklich wahr?
Verstecken sich in der Geisterbahn mehr als nur die Geister?
Und kann der Troll Murmelschreck wirklich Topmodel werden?

Kommt mit und erlebt zusammen mit Murmelschreck und seinen Freunden wunderbare Abenteuer, denn auf diesem Rummelplatz ist immer was los.

  • Vorlesegeschichten für Groß und Klein mit vielen liebenswerten Charakteren, in denen Buchstaben und Wörter eine wichtige Rolle spielen.
  • Für Kinderab 5 Jahren zum Vorlesen und Selberlesen
  • Aus der Feder von Autor Frank Maria Reifenberg und durchgehend illustriert von Maja Bohn

Das E-Book können Sie in Legimi-Apps oder einer beliebigen App lesen, die das folgende Format unterstützen:

EPUB
MOBI

Seitenzahl: 68

Veröffentlichungsjahr: 2024

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Frank Maria Reifenberg

Murmelschreck und der Pantoffelfresser

Mit Bildern von Maja Bohn

Impressum

Alle in diesem Buch veröffentlichten Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung des Verlags gewerblich genutzt werden. Eine Vervielfältigung oder Verbreitung der Inhalte des Buchs ist untersagt und wird zivil- und strafrechtlich verfolgt. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Die im Buch veröffentlichten Aussagen und Ratschläge wurden von Verfasser und Verlag sorgfältig erarbeitet und geprüft. Eine Garantie für das Gelingen kann jedoch nicht übernommen werden, ebenso ist die Haftung des Verfassers bzw. des Verlags und seiner Beauftragten für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ausgeschlossen. Bei der Verwendung im Unterricht ist auf dieses Buch hinzuweisen.

Die automatisierte Analyse des Werkes, um daraus Informationen insbesondere über Muster, Trends und Korrelationen gemäß § 44b UrhG („Text und Data Mining“) zu gewinnen, ist untersagt.

EIN EBOOK DER EDITION MICHAEL FISCHER

1. Auflage 2024

© 2024 Edition Michael Fischer GmbH, Donnersbergstr. 7, 86859 Igling

Text: Frank Maria Reifenberg

Illustration: Maja Bohn

Covergestaltung: Pia von Miller unter der Verwendung einer Illustration von Maja Bohn

Lektorat: Dagmar Hoppe

Layout: Pia von Miller und Sarah Lukic

Herstellung: Elina Ovcharenko

ISBN 978-3-7459-2667-5

www.emf-verlag.de

Inhaltsverzeichnis

Murmelschreck und der Pantoffelfresser

Das goldene Karussel

Der Holzwurm in der Geisterbahn

Murmelschreck wird Topmodel

Murmelschreck und der Pantoffelfresser

Murmelschreck, der Troll aus dem zweiten Wohnwagen links neben der Losbude, war sehr schlecht gelaunt. Heute war sein Hochzeitstag, und er wusste immer noch nicht, was er seiner Frau Mimi schenken sollte. Er hatte schon alle auf dem Jahrmarkt gefragt, aber keiner wusste, was ein Troll einer bildschönen Elfe wie Mimi schenken konnte. Es kam selten vor, dass zwei so unterschiedliche Wesen verheiratet waren. Murmelschreck war nicht besonders hübsch, kein Troll war besonders hübsch.

Murmelschreck jedoch war besonders hässlich. Er hatte hoch oben im nördlichsten Norwegen sogar einst den großen Hässlichkeitswettbewerb für Trolle gewonnen, sogar zweimal hintereinander. Er war so hässlich, dass man sich vor ihm fürchten konnte. Und das war gut so, schließlich arbeitete er in der Geisterbahn.

Wie immer, wenn Murmelschreck schlechte Laune hatte, briet er sich Kartoffelpuffer. Plötzlich pochte jemand wie ein wild gewordener Wurzeltroll an die Tür. „Wer wagt es, mich bei meinen Kartoffelpuffern zu stören?“, murrte Murmelschreck.Murmelschreck öffnete die Tür. Vor ihm stand ein Männlein mit einer blitzblanken Glatze, es reichte Murmelschreck gerade einmal bis zum Gürtel.

„Irgendwelche Pantoffeln abzugeben? Ich nehme alles! Alte Pantoffeln, große Pantoffeln, Filzpantoffeln? Her damit und raus damit, man braucht Luft, man braucht Platz!“, rief das Männlein, so laut, dass es Herrn Murmelschreck an die Marktschreier auf dem Kirmesplatz erinnerte.

„Hast du schon mal Pantoffeln für solche Füße gesehen?“, fragte Murmelschreck und deutete mit seinen krummen Fingern nach unten. Seine Füße mit ungefähr viertausend Warzen darauf waren kein schöner Anblick, außerdem waren sie fast so groß wie Apfelkisten und über und über voller struppiger schwarzer Haare.

Das Männlein sprang beim Anblick der hässlichen Füße zurück. „Äh, nein“, stotterte es. „Ich habe schon viele Pantoffeln gefressen, äh, ich meine: gesehen! Für solch große Füße waren aber keine dabei! – Gestatten, dass ich mich vorstelle. Popoff, mein Name.“ Er verbeugte sich vor Murmelschreck. „Vielleicht hat die werte Gattin zartere Füßchen und ein paar Pantoffeln, klein und liebreizend“, säuselte Popoff.

Murmelschreck lächelte. Lächeln musste er immer, wenn er an seine Mimi dachte. Sie war die liebste Frau der Welt, schon allein, weil sie es mit einem hässlichen Wesen wie ihm aushielt. Sie war die erste der zweihundertvierundsiebzig Elfen, die den mittleren Sockel des Kettenkarussells schmückten. Ihre Aufgabe bestand einzig darin, sehr schön zu sein und nicht herunterzufallen, wenn sich das Karussell schnell und schneller drehte.

„Welch köstlicher Name! Mimi!“, schmeichelte Popoff. „Er zergeht auf der Zunge wie Pantoffelwatte, äh... Zuckerwatte, meine ich natürlich.“

Murmelschreck war ein hübsch hässlicher Geisterbahntroll, aber besonders schlau war er nicht. Und so schaffte Popoff es mit nur wenigen weiteren Schmeicheleien, ihm Mimis alte Pantoffeln abzuschwatzen. Zum Schluss fragte Popoff noch zweimal, ob Murmelschreck ihm die Pantoffeln wirklich schenken wolle. „Aber ja“, sagte dieser. „Die Pantoffeln sind uralt und ausgelatscht, und außerdem weiß ich nun, was ich meiner Mimi zum Hochzeitstag schenke!“ Murmelschreck sah die Pantöffelchen schon vor sich, die er seiner Frau kaufen würde, auch wenn er den gesamten Inhalt seiner Spardose dafür hergeben musste.

Popoffs Augen jedoch wurden weit und weiter vor Freude. Als der Troll ihm die Pantoffeln seiner Frau aushändigte, grapschte er gierig danach, stopfte sie auf der Stelle unter seinen Mantel und verschwand, so schnell er konnte. Murmelschreck schüttelte den Kopf.

Ein verrückter Kerl, dieser Popoff, dachte er. Popoff rief ein paar Mal „Ohooo-hoo!“ und „Uiiiijuijuiii!“ und hüpfte vor Begeisterung in die Höhe. Fast rempelte er Ronaldo Ronaldini um, der gerade mit dem Einrad um die Ecke radelte und dabei 27 Raviolidosen jonglierte.

„Hey, erre iste eine Rüpelitischki“, schimpfte Ronaldo.

Eine Dose nach der anderen polterte auf den Weg. Ronaldo musste einen wilden Slalom fahren, um nicht von ihnen aus der Bahn und von seinem Einrad befördert zu werden.

„Entschuldigung, Ronaldo, ich weiß endlich, was ich meiner Mimi zum Hochzeitstag schenken kann“, rief Murmelschreck ihm zu. „Ist das nicht superlitschiki“, ahmte er Ronaldos eigenwillige Art, sich auszudrücken, nach. Dann schnappte er sich seine Spardose und machte sich auf den Weg zum nächsten Schuhgeschäft.

Am Abend kam Mimi von der Arbeit zurück. „Murmelchen“, rief sie schon von draußen. „Hast du es gehört? Es ist ein –“ Mimi sprach nicht weiter, sondern warf die zarten Händchen vor den Mund.

Oje, war etwa ein Unglück passiert? Vielleicht war Liliane, Mimis Nachbarelfe auf dem Kettenkarussell, wieder gestürzt? Liliane wurde manchmal etwas übermütig und vergaß, sich anzuschnallen. Wenn das Karussell ordentlich Fahrt aufnahm, wurde man ebenso ordentlich durch die Luft geschleudert. Lilianes linker Flügel musste damals gegipst werden.

Mimi hatte jedoch das in silbrig schimmerndes Papier gewickelte Paket auf dem Tisch entdeckt. Das hatte ihr die Sprache verschlagen. Eine Schleife, fast größer als Mimi selbst, krönte das Geschenk. Für eine Sekunde vergaß Mimi die Neuigkeit, die sie ihrem Mann eigentlich erzählen wollte. Sie schwirrte um das Paket herum „Oh Schnuffelpuffel, unser Hochzeitstag, du hast ihn nicht vergessen!“, hauchte die Elfe, dann aber platzte sie mit der Nachricht heraus: „Es ist ein Pantoffelfresserchen in der Stadt.“

„Hoho“, schmunzelte Murmelschreck. „Dann müssen wir aber doll auf deine Pantoffeln aufpassen.“ Er meinte damit die neuen, sehr wertvollen Hausschühchen, die sich in dem Paket verbargen. Sie waren aus einem besonders feinen Stoff gefertigt, den man nur aus den Fäden einer seltenen Spinne herstellen konnte, und über und über mit grün und blau schimmernden Perlen besetzt. Grün und blau waren Mimis Lieblingsfarben.

„Oh, wie schön“, sagte Mimi als sie das Geschenk ausgepackt hatte. Einen ausgelassenen Elfentanz – wie sonst, wenn sie sich über etwas sehr freute – vollführte sie nicht. Stattdessen surrte sie durch den ganzen Wohnwagen, guckte unter das rote Sofa, umrundete den gusseisernen Ofen und wühlte sich durch jedes Fach der alten Kommode, wo sie prompt das Döschen mit den falschen Wimpern fand, die sie nur an besonders feierlichen Tagen trug. Seit Wochen schon hatte Mimi sie vermisst, denn Ordnung halten war nicht ihre Stärke. Sie legte ihren Fund jedoch achtlos zur Seite und suchte weiter.

„Wo sind sie?“, wisperte sie immer wieder. „Wo sind sie bloß?“

„Was suchst du denn?“, fragte Murmelschreck, der enttäuscht war, dass ihr sein Geschenk nicht so sehr gefallen hatte.

„Meine Pantoffeln!“ Mimis Stimme bebte vor Aufregung.

„Aber das sind doch nun deine Pantoffeln.“ Er deutete auf die grün-blau schimmernden Schühchen.