Past Future - Ricco Hipp - E-Book

Past Future E-Book

Ricco Hipp

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Beschreibung

Was passiert, wenn die Welt aufhört zu exisitieren, so wie wir sie kennen? In einem anarchistischen Welt, versucht sich Sindy durchzuschlagen. Aber jedes mal wird ihr ein Stein in den Weg gelegt.

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Seitenzahl: 265

Veröffentlichungsjahr: 2017

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Orginal Cover Photo

Arne Müseler / www.arne-mueseler.de

Ich danke alle die mir die Kraft gaben und mich unterstützten dieses Buch zu verwirklichen.

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Kapitel 17

Kapitel 18

Kapitel 1

Washington 2012

Sarah White ist auf dem Weg zur Arbeit. Ihre Kanzlei liegt nur etwa sieben Blocks entfernt von ihrer Wohnung, weshalb sie jeden Morgen dorthin läuft. Doch dieser ganz normale Morgen war kein normaler Morgen wie jeder andere, nein - gewiss nicht. Dieser hält etwas bereit was Sarah’s Leben für immer verändern wird. Es war einer dieser Morgende die immer perfekt anfangen. Sie hatte erfahren, dass sie nächste Woche Urlaub bekommen wird und freute sich auf einen Kurztrip nach Deutschland. Sie wollte dort eine alte Studienfreundin im Schwarzwald besuchen. Deren Kanzlei war zwar nicht so groß wie ihre aber dennoch genau so bekannt. Zuvor setzte Sarah sich allein mit ihrer Zeitung an den Küchentisch, denn ihr Mann musste schon vor etwa zwei Stunden zur Arbeit. Er arbeitete im Weißen Haus als Secret Service Agent. Sie sahen sich nur selten in der Woche, da sie beide enge Terminkalender hatten, beziehungsweise ihr Mann musste manchmal länger arbeiten. Wie jeden Dienstag schlug sie die Zeitung auf der Börsenseite auf und studierte sie genauestens. Während sie ihren Kaffee Schluckweise genoss, widmete sie sich der restlichen Zeitung so tief, dass sie gar nicht bemerkte wie spät es eigentlich war. Als sie es endlich schaffte auf die Uhr zu schauen, musste sie sich aber beeilen. Sarah kam gerade zur Haustüre heraus, da überfiel sie schon ein Gefühl das nichts Gutes verhieß, denn vier Streifenwagen des Washingtoner Police Department fuhren an ihrem Haus vorbei. Trotz allem bog sie nach rechts, in Richtung des Weißen Hauses ein, wobei ihr auf halbem Weg ein dunkler SUV mit getönten Scheiben, verdreckten Spiegeln und einem deutschen Kennzeichen entgegenkam. Normalerweise hatten auch Botschaftswagen die Kennzeichen des jeweiligen Landes. Sie wunderte sich etwas darüber, schob aber jeglichen Gedanken beiseite, als sie einen Mann auf der anderen Straßenseite sah. „Guten Morgen, Mr. Miller“, begrüßte sie den Mann auf der anderen Straßenseite.

Sie musste schreien um überhaupt gehört zu werden, denn um diese Uhrzeit ist jede Menge los auf den Straßen.

„Guten Morgen Charlie. Schöner Tag heute.“, wiederholte sie sich, denn der erste Ruf erreichte sein Ziel nicht.

„Da haben sie Recht. Ich wünsch Ihnen viel Spaß bei der Arbeit“, antwortete der Mann und ging mit einem Lächeln weiter.

Sarah bog, einen Block weiter, nach rechts und sah dann das Grauen, das Grauen das noch keiner kannte.

In etwa zwei Blocks Entfernung standen, vermutlich die Streifenwagen von vorhin, um einen silbernen Kasten herum. Der Kasten wirkte durch die silberne Farbe einerseits stabil, andererseits auch recht befremdlich. Die Polizisten standen ratlos darum und blickten sich gegenseitig dumm an, bis einer von ihnen das Funkgerät zog und die Zentrale kontaktierte. Er hatte gerade einen Satz gesagt als das Unfassbare passierte.

Der Kastendeckel öffnete sich mit einem kleinen, aber dennoch ohrenbetäubenden Knall. Die Polizisten erschraken und zogen, vermutlich aus Gewohnheit, ihre Waffen. Der Mann mit dem Funkgerät ging zu der Box und schob den Deckel mit der Mündung der Waffe leicht nach oben. Als er endlich erkennen konnte was in dem Behältnis lag, wich ihm jegliche Farbe aus dem Gesicht. Seine Hand fing so stark an zu zittern dass er die Waffe fallen ließ.

Mit einem „Lauft“, drehte er sich um und rannte. Paparazzi ähnliche Handyfotografen nahmen das Geschehnis auf, dennoch wird niemand von ihnen je erfahren was dort, mitten auf der Straße lag, in einem silbernen Kasten. Dort drin, lagerte das Grauen der Welt, denn es war eine Bombe, eine schmutzige Bombe.

Diese explodierte in einem Feuerball der etwa 100 Meter in die Luft ging. Alles im Umkreis von zwei Blocks verdampfte, fünf Blocks weiter schmolzen die Antennen von Autos, Fensterscheiben gingen in einem gespenstischen Klirren kaputt. Zehn Blocks weiter spürte man immer noch die Erschütterung der Bombe. Regale fielen um, Schaufenster bekamen Risse, der Strom fiel aus. Plötzliche Totenstille, einzig die Vögel mit ihren wilden Flügelschlägen unterbrachen die gespenstische Stille, während sich der Feuerball pilzförmig in den Himmel und in die Augen der Zuschauer brannte.

Dann das große Chaos, Menschen schrien und rannten, Sirenen ertönten, die Vögel zwitscherten in voller Lautstärke, und doch war eine belastende Stille in der Luft. Washington wurde seiner Stimme beraubt. Dies war ein Attentat das eine Nation erschütterte. Das Ende von Sarah White. Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika lag tot auf dem Boden des Weißen Hauses. Ein Glassplitter der Bruch- und schusssicheren Fensterscheibe durschnitt ihm die Kehle. Die amerikanische Nation wurde ihrer Stimme beraubt.

Berlin 2012

Dr. Henry Stein ist Physiklehrer an der Universität in Berlin. Seine Schüler lieben ihn, weswegen seine Vorlesungen immer sehr gut und gerne besucht werden, doch was Hr. Stein trotz seinem IQ von 187 nicht weiß, dass sein Leben schneller vorbei ist als er denkt. An diesem Morgen hatte Dr. Stein frei. Er wollte deswegen in die Stadt um dort ein paar neue Bücher zu holen, denn seine Leidenschaften sind nämlich Romane von Stephen King. Er kennt fast alle Werke und wollte sich die letzten Bücher noch besorgen. Als er aus dem Bett aufstand, setzte er sich mit seinem grünen Tee an den Tisch und nahm die Zeitung in die Hand. Er interessierte sich für die Themen des gestrigen Tages. Als er fertig war mit dem Zeitungsabschnitt legte er sie beiseite und genoss seinen Kaffee. Seine Frau lag um diese Uhrzeit im Bett, da sie in dieser Woche Nachtschicht im Krankenhaus hatte. Er erinnerte sich an die erste Begegnung zwischen ihm und seiner Frau.

Es war ein regnerischer Mittwochnachmittag vor 10 Jahren gewesen. An dem Tag ging bei ihm alles schief. Am Morgen schüttete er sich Kaffee über die Hand und schlug sich den Kopf an einem Hängeschrank in der Küche an, doch trotz allem ging er zur Arbeit. An dem Tag, das wusste er noch genau, hatte er vor, in der Vorlesung einen Versuch zu machen. Er wollte aus, von Teslaspulen erzeugtem Strom, Musik machen. Die Musik wird dadurch erzeugt, dass die Blitze aus den Spulen die Luft verdrängen. Dabei werden Schallwellen erzeugt die unser Gehör als Töne erkennt. Berechnet man die richtige Verdrängung und deren Töne kann man eine Melodie erzeugen. Er hatte schon alles aufgebaut als dann die Studentengruppe auftauchte. Er fing auch an zu erklären wie alles genau funktionierte, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Allerdings passte er kurz nicht auf und schaltete eine Spule ein. Als er ihr zu nahekam, konnten die Studenten lernen, was Sicherheit am Arbeitsplatz für eine Wichtigkeit hat. Henry wurde ein bisschen angekokelt und kam vorsichtshalber ins Krankenhaus. Im Krankenhaus lernte er dann die Ärztin, Frau Doktor Müller kennen. Er verliebte sich sofort in sie und ein Jahr später waren die beiden schon verlobt.

Henry stand auf um seinen Geldbeutel zu holen. Als er sich auf den Weg in die Einkaufsmeile machte, dachte er im Traum nicht mal daran dass heute sein letzter Tag sein könnte. Der Ablauf bis zur Zündung der Bombe in Berlin war genau gleich wie in Washington, lediglich der Platz für das Behältnis war auf dem Alexanderplatz und nicht auf der Straße. Henry hörte nur die Explosion und dann wurde die Welt schwarz für ihn. Pechschwarz.

Deutschland wurde seiner Stimme beraubt.

Kapitel 2

Dezember 2014

Die beiden Anschläge hatten Auswirkungen zur Folge, die selbst der pessimistische Bürger niemals vermutet hätte. Die Weltwirtschaft fiel binnen Monaten in sich zusammen. Hamsterkäufe, Übergriffe, Ausschreitungen waren nur wenige Folgen davon. Durch zwei Anschläge hörte die Welt die wir kannten auf zu existieren. Arbeiter wurden nicht mehr bezahlt und so kam nach und nach alles zum Erliegen. Die Elektrizität wurde abgeschaltet, öffentliche Einrichtungen geschlossen, Feuer verschlangen mit ihren gierigen Flammen ganz Städte. Kriege brachen aus, weitere Bomben fielen, bis ein Jahr später alles eingestellt wurde und auch die letzte Bombe ihr Ziel fand. Der Teufel hatte einen Weg aus der Hölle gefunden.

Nach dem Krieg wurden kleinere Dörfer gegründet. Leute schlossen sich zusammen und bauten Hilfsmittel für die Gemeinschaft, darunter Windräder, Staudämme und viele andere nützliche Dinge. Man kümmerte sich nun weniger um Strom sondern mehr um andere Dinge, um überlebenswichtige Dinge. Durch die Milizen, die sich in den zwei Jahren gebildet hatten, wurde es schier unmöglich in eine normale Welt zurückzukehren.

Schauen wir auf ein kleines Dorf in der Nähe von Chicago. Etwa 20 Einwohner umfasste die Gemeinde, inklusive eines wunderschönen Mädchens. Sie war gerade 22 geworden und ist eine der hübschesten im Umkreis von mindesten zehn Dörfern. Ihr wunderschönes langes blondes Haar hing offen über ihren Schultern. Ihre strahlenden Augen schauten ständig in der Gegend herum. Sie war etwa 1,65 Meter groß, frech und vorlaut, dennoch war sie sehr freundlich. Was die meisten Jungs allerdings irritierte war ihr durchtrainierter Körper, denn es war sehr ungewöhnlich, dass man in diesem Alter schon so gut trainiert ist und sich so für Arena-Kämpfe einsetzte. Arena- Kämpfe bestehen aus drei Disziplinen. Schießen, Wettrennen (Hürden und Sprint) sowie aus einem Zweikampf. Die Arena-Kämpfe fanden jeden Sommer statt und wurden immer von einem anderen Dorf ausgetragen. Schießen musste von klein auf jeder, denn nur so war der Schutz der Gemeinschaft vor Plünderern und den Milizen. Deswegen war es auch eine Disziplin in den Kämpfen. Der Zweikampf kannte trotz neuer Welt Regeln.

Der Gewinner ist derjenige der zuletzt noch steht

Der Kampf darf nur ohne Waffen sowie ohne Hilfe von Dritten gestartet werden

Stirbt ein Teilnehmer dabei, wird der Mörder von der Gemeinschaft zur Rechenschaft gezogen.

Wer einmal gewonnen hat darf bei den Kämpfen im nächsten Jahr nicht mitmachen, denn es sollte die Chance für alle anderen sein.

Dies war der Grund warum unsere Hauptperson nicht am diesjährigen Kampf mitmachen durfte. Allerdings interessierte sie es wenig. Der Name der Rebellin war Eve.

An diesem Abend fand bei Eve eine Party statt. Da nach den Ereignissen vor anderthalb Jahr die Bevölkerungsdichte dramatisch absank und damit die Natur die überhand gewann, war die Party nicht sehr groß. Allerdings war sie für Eve etwas Besonderes, denn auf dieser Party war ein Typ, ihr Typ, oder besser gesagt: Sie wusste es nicht, denn es gab auch noch einen anderen Jungen den sie attraktiv fand. Es war ihr guter Freund Joe. Der Typ von dem sie sich heute Abend etwas erhoffte, hörte auf den Namen Dale und war jünger als sie, denn er war erst 17. Eve hoffte trotz dieses kleinen Details, dass er sie heute Abend ansprechen und sie sich etwas näherkommen würden, doch was sie nicht wissen konnte ist, dass dieses Ereignis jedoch niemals stattfinden wird.

Als die Party losgegangen war dauerte es eine Weile bis die anwesenden einen Draht zueinander gefunden hatten und anfingen sich zu unterhalten. Die Dauer war abhängig vom Alkoholspiegel der Personen. Nach etwa zwei Stunden hatte sich auch Dale soweit angetrunken, dass er endlich bereit war Eve anzusprechen.

„Hallo Eve, ich bin´s Dale“ sprach er die für ihn wunderschöne Eve an.

„Hey Dale, wie geht’s?“, erwiderte sie leicht rot im Gesicht.

„Naja könnte besser sein, aber wenn ich dich sehe wird mein Tag gleich besser“

Es sind diese kleinen Anspielungen auf die sich Eve freut. Sie wusste zwar, dass diese nur dem Schein dienten und darauf abzielten sie zu etwas zu verleiten was sie später eventuell bereuen würde. Dennoch mochte sie die Sprüche-besonders von ihm. Eve wollte in ihren Gedanken gerade noch weitergehen um sich ausmalen zu können welche Art von Sprüchen Dale noch bringen würde um sie zu beeindrucken, oder vielleicht ins Bett zu kriegen, als etwas passierte. Die nahsiedelnde Miliz Guja tauchte im Dorf auf. Jeder wusste, dass genau dieses Ereignis Ärger bedeutete, denn diese Männer tauchten sicherlich nicht zum Kaffeekränzchen im Dorf auf. Sie wollen sich Sachen nehmen, notfalls mit Gewalt und sogar Mord. Viele der Menschen aus den anderen Dörfern hatten schon Familienmitglieder verloren. Es herrschte ein Terrorregime, schlimmer als in der alten Welt, denn es gab niemand der sich ihnen entgegenstellen kann.

„Achtung, die Miliz“, kam ein Junge schreiend ins Haus gelaufen. Knallte die Tür hinter sich zu, während aus seinem Mund nur Blut kam und er nach vorne umfiel. Seine Lunge war von mehreren Kugeln durchlöchert.

„Lauft um euer Leben“

Kreischend liefen die Menschen in alle Richtungen, versteckten sich in Schränken und hinter Möbeln, rannten in Zimmer und verschlossen die Türen. Manche flüchteten sogar durch die Fenster, doch kamen sie dann selten weiter als hundert Meter, bevor sie umfielen.

Einzig zwei Leute blieben in der Mitte des Raumes stehen und warteten. Bei den beiden handelte es sich um niemand anderes als Eve und Dale. Die Haustüre barst mit einem Krachen und flog gegen die gegenüberliegende Wand. Daraufhin betraten sechs Männer, bestückt mit M4A4- Gewehren und jeder Menge anderen Waffen, das Wohnzimmer. Als sie die beiden erblickten schossen sie mehrere Kugeln auf sie ab. Kugeln flogen quer durch den Raum und zerrissen die Luft. Viele der Kugel trafen nur Wände und Gegenstände, einige fanden aber ihr Ende im Körper von Dale. Bevor er auch nur einen Muskel bewegen konnte, war er tot. Seine leeren Augen schauten noch auf Eve, doch diese war damit beschäftigt den Kugeln auszuweichen. Ein scheinbar unmögliches Manöver, denn welcher Mensch konnte schon Kugeln ausweichen. Ihr einziger Vorteil bestand darin, dass die Gewehre auf Dauerfeuer schossen und so die Kugeln nur sehr unpräzise trafen. Mit einer athletischen Einlage ging sie in Deckung und wartete ab bis die Gewehre die Munition verschlungen hatten.

Als es soweit war und Eve, das klicken des Abzuges bei einem leeren Magazin hörte, war ihre Zeit gekommen. Sie sprang mit einer Leichtigkeit aus ihrer Deckung in die Höhe und fiel auf den ersten Angreifer bevor dieser überhaupt seine Pistole ziehen konnte. Bei ihrer Landung hörte man nur ein lautes Krachen, wie das eines abbrechenden Astes. Der Angreifer flog vorne über und bewegte sich nicht mehr, denn sein Genick hatte einen irreparablen Schaden davongetragen. Direkt nach dem Aufprall des ersten Mannes holte Eve den zweiten Angreifer mit Schwung von den Beinen und schaltete ihn mit einem gezielten Schlag auf den Kehlkopf aus. Als sie den Schlag ausführte, reagierten die anderen Soldaten und schossen auf sie, was aufgrund deren zittern jedoch nicht gezielt war. Diese Mal machte sie ein Rad, schnappte sich aus der Drehung den Arm eines Soldaten, verdrehte diesen, griff nun an dessen Hals und brach auch ihm das Genick.

Danach waren nur noch einer übrig. Da dieser sein Magazine zum zweiten Mal leer geschossen haben ging er in den Nahkampf über. Der Soldat, Sergeant James Blag, war von härterem Kaliber, was auch seinen Rang erklärte. Er setzte auf schnellere und leichtere Schläge um Eve nach und nach kampfunfähig zu machen

Diese war auf diesen Angriff nur halb vorbereitet und wurde deswegen erstmal hart getroffen. Sie taumelte nach hinten und rang nach Luft, als sie sich gefangen hatte sprang sie allerdings mit einer gezielten Leichtigkeit auf den Tisch, doch auch so folgte ihr auch James. Diesmal war sie aber darauf vorbereitet und stieß ihn mit einem Kick auf die gegenüberliegende Wand, an der er wie eine Fliege hinab rutschte. Sergeant Blag stand daraufhin aber sofort auf, aber man konnte ihm ansehen wie mitgenommen er war, denn Blut spritze aus seinem Mund. Zum Nachteil von Eve war, dass ein Mann unter Schmerzen mehr Adrenalin ausstoßen kann. In Verbindung mit dem Testosteron wird aus jedem verletzten Mann ein wildes Tier, das nur darauf aus ist zu töten und zu überleben, und dies zu jedem Preis.

Eve war mit einem Schritt auf ihn zugekommen um ihn den Rest zu geben doch ihr Kampfpartner zog ein Messer. Eve war nicht darauf vorbereitet und schaute etwas skeptisch, was auch der Grund war warum James gleich auf sie losstürmte. Als er auf sie einstach wich sie ihm aus und schlug ihm dabei auf das rechte Ohr. Er zuckte zusammen und Blut lief jetzt nicht nur aus dem Mund. Durch den harten Schlag auf das Ohr entstand eine Druckwelle die sein Trommelfell zum Platzen brachte. Noch wilder wie zuvor stach er nun um sich-ohne überhaupt zu zielen. Dabei traf er Eve mit der Klinge und erzeugte einen vier Zentimeter langen Schnitt an ihrem rechten Unterarm. Jetzt war es an ihr zusammenzuzucken und sie hielt sich mit der linken Hand die Wunde. Geblendet von Wut und Hass sowie das glückliche Ereignis sie verletzt zu haben stach er erneut zu. Eve war diesmal darauf vorbereitet und fasste an sein Handgelenk. Mit einer halben Umdrehung sowie einem „Es hätte nicht so kommen müssen“, durchschnitt sie ihm die Kehle. Sergeant James Blag sackte hinter ihrem Rücken zusammen und fiel vom Tisch. Eves Haare und Klamotten waren durchtränkt vom Blut ihrer Gegner.

Als sie sich beruhigt hatte, schaute sie sich erst ihre Verletzung an, bevor sie sich um die Soldaten kümmern konnte. Die Wunde war nicht groß oder tief, aber dennoch schmerzte sie. Als sie den Schnitt begutachtet hat, wendet sie sich den Toten zu und durchsuchte ihre Taschen um wenigstens herauszufinden weswegen sie versuchten alle im Haus befindenden Leute umzubringen. Sie vermutete sogar, dass das ganze Dorf hätte ausradiert werden sollen. Doch ihre Ausbeute blieb bei sechs Glock 17 Pistolen, vier extra Magazinen, 65 weiteren Kugeln, zwei Gegensprechgeräten, einer Landkarte und einem Pergament mit seltsamen Schriftzeichen, die wie eine fremde Sprache aussahen.

Sie versuchte zu entziffern was auf dem Blatt stand, scheiterte jedoch kläglich. In der Zwischenzeit fanden sich die anderen wieder ein, angelockt von der Ruhe im Haus.

Die Wand vor der Eve mit Dale gestanden hatte glich einem Schießstand. Es gab keinen Quadratzentimeter der nicht von einer Kugel getroffen worden war. Zudem übersäten Blutspritzer die Wand, während vor ihr Dale in einer seltsam angewinkelten Position lag.

„Beim Allmächtigen Herrn“ spuckte Benny förmlich aus. Benny war ein Freund von Eve und nervte sie ab und zu bis aufs Messer, denn er vermochte es ohne Punkt und Komma zu reden. Doch auch ihm fehlten die Worte als er das sah was vor ihm lag.

„Ich wusste gar nicht, dass du so gut mit Waffen umgehen kannst, Li“, sagte Benny beiläufig ohne nachzudenken.

„Dass wir in der Arena damit schießen können, heißt lange nicht, dass ich es nicht besser als dort mache. Aber nur zu deiner Information. Ich habe nicht einmal eine benutzt. Nun entschuldige mich aber ich muss unter die Dusche“, erwiderte sie genervt und ging in Richtung Bad. Das kalte Wasser tat ihr gut, und es half das Blut aus den Haaren zu entfernen. Allerdings ging ihr Dale nicht mehr aus dem Kopf. Als sie fünfzehn Minuten später herunterkam waren alle dabei, die Leichen zu entsorgen und das Wohnzimmer aufzuräumen. Als sie gerade fertig waren, kam Eves Dad mit verzogenem Gesicht ins Haus. Er nahm seine Tochter sofort in den Arm: „Gott sei Dank ist dir nichts passiert!! Ich war im Wald Holz holen als ich die Schüsse hörte.“ Er wollte seine Tochter nie wieder loslassen, was auch daran lag, weil er sie so liebte.

„Ist gut Papa“ sage sie während sie sich versuchte aus seiner Umarmung zu lösen. Als sie es geschafft hatte griff sie nach dem Pergament und gab es ihrem Vater. „Kannst du es mir übersetzen? Ich fand es bei einem der Soldaten“ Ihr Vater schaute sich das Pergament an und begann zu lesen. Er konnte verstehen was da stand, denn vor dem Anschlag 2012 war er Geschichts- und Sprachprofessor an einer Uni in Chicago.

Sehr geehrter Sergeant James Black,

Mit Wirkung des 13.12.2015 ernenne ich, Major of Guja, sie zum Colonel und beauftrage sie den beiliegenden Einsatz abzuarbeiten.

Darunter stand der Einsatz in einer förmlichen Anweisung:

13.12.15

Der folgende Einsatz gehört der Geheimstufe Omega an und darf nur in die Hände von Soldaten mit dem Rang Colonel oder höher gegeben werden.

Dieser Einsatz ist für die Nationale Sicherheit. Der Physiker Dr. Henry Stein, getötet vor zweieinhalb Jahren in Berlin am 13. 06. 12, taucht laut Zeugenberichten bei dem Dorf Wingshide auf. Bringen Sie diesen Mann ins HQ und rotten sie die Stadt aus. Jeglicher Überlebender ist sofort ins HQ zu bringen und dem Major vorzuführen. Für diesen Einsatz steht Ihnen eine Einheit von sechs Mann zur Verfügung. Falls Sie in dem anliegenden Dorf auf eine Eve Bellwick treffen, verhaften Sie sie und bringen sie direkt zu mir.

Gezeichnet: General Shay

Nachdem Eves Vater aufgehört hat zu lesen, dachte er fieberhaft nach. >Wozu war ein Physiker notwendig und wieso hätte auch meine Tochter mitmüssen. Mir ist das alles nicht geheuer<. Er dachte sich jedes Szenario aus und malte sich die Folgen vor sein inneres Auge. Gerade als er fertig gedacht hatte, fiel ihm im Auftragsschreiben eine Stelle auf „eine Einheit von sechs Männern".

Er zählte durch, eins, zwei, drei und vier, fünf und zu guter Letzt Colonel Blag. Doch ein Mann fehlte, denn gemäß dem Schreiben des Generals mussten es sechs Mann sowie Colonel Blag sein. Er überlegte hin und her, kam aber zu dem Entschluss, dass es stimmen muss. Es fehlt genau ein Mann.

„Wir haben ein Problem. Hier liegen nur sechs Mann, aber es hätten sieben sein müssen“, presste Eves Vater heraus. Sein Gesicht war dabei sehr ängstlich, nicht weil er Angst hatte, dass er geflohen ist, sondern wenn er das Lager lebend erreicht, würden mehrere Einheiten ins Dorf kommen und es würde ein Blutbad geben, bis auf den letzten Mann.

Eve strich ihr nasses Haar aus dem Gesicht: „Ich habe nur diese sechs Soldaten gehabt. Der siebte muss entweder früh genug geflohen sein oder war gar nicht dabei. Aber wenn er dabei war, dann haben wir ja eigentlich nur eine Chance. Entweder wir müssen diesen Mann stoppen bevor er das Lager erreicht, oder wir müssen selbst ins Lager. Das Sprichwort heißt ja „Angriff ist die beste Verteidigung. „Sie sprach diese Wörter anfangs als Scherz aus, je länger sie aber darüber nachdachte desto mehr gefiel ihr der Gedanke.

„Das lass ich nicht zu. Lieber soll die Miliz kommen als dass du dort stirbst“, schrie ihr Vater sie an, „Ich habe schon deine Mutter verloren und dich will ich nicht auch noch verlieren." Er wurde rot im Gesicht. Der Zorn verengte seine Augen und ließ ihn alt aussehen. Gleichzeitig war aber die Angst ihm in selbige geschrieben. Er wollte nicht noch seine geliebte Tochter an den Tod abgeben.

„Du wirst mich nicht verlieren, das schwör ich dir und bitte lass Mama aus dem Spiel. Sie hat sich für uns geopfert, weil du Scheiße gebaut hast. Schau dir doch dein Knie an. Aber das ist egal, denn darum geht es gar nicht"

Seine beiden Kniescheiben waren operiert, denn sie wurden von verschiedensten Kugel deformiert. „Dass du noch lebst, hast du eigentlich nur Mama zu verdanken. " Die letzten Worte spuckte sie ihm förmlich ins Gesicht. „Ich werde nicht warten um zu sehen wie wir hier alle sterben. Oder willst du daran schuld sein, wenn alle hier tot am Boden liegen, weil wir zu feige waren uns zu wehren. Wir müssen aufstehen und zeigen, dass wir auch Menschen sind. Menschen mit einem Willen und mit Gefühlen. Und sorge dich nicht.“

„Falls wir scheitern…“ Die Leute hinter ihrem Vater teilten sich und gaben den Jungen frei der diese Worte gesagt hatte. Es war einer der Jungs die sehr durchschnittlich gebaut waren und nicht sehr auffielen. Bekanntlich hatten diese aber den besten Helferkomplex. „Ich lasse dich auf keinen Fall alleine in dieses Lager gehen.“ Die anderen Stimmten erst nur murmelnd zu und keiner wollte richtig aus sich rausgehen, bis ein zweiter laut und deutlich dieselben Worte von sich gab. Es wurden immer mehr Stimmen, Jugendliche aus anderen Dörfern. Nach etwa zwei Minuten hatte beinahe jeder zugestimmt. Allerdings hielt sich die Begeisterung in Grenzen.

Langsam ging Eve um ihren Vater herum und schaute in die Menge. „Dass eins klar ist. Das wird kein Spaziergang! Keiner dieser ich geh mal Holz holen Wanderungen oder gar ich muss mal kurz Läufen. Wir stehen Menschen gegenüber die keine Skrupel besitzen zu töten. Darum frage ich einmal. Wollt ihr wirklich mit mir zusammen aufbrechen und endlich mal dafür einstehen wer und was wir sind?“

„Für die Gefallenen" Ein Mädchen aus der Gruppe hielt sich die Faust auf das Herz. „Wir kämpfen für die die gestorben sind, die die uns am Herzen liegen und unsere Kinder" Die Menge stimmte zu.

„Dann lasst uns morgen früh aufbrechen" erklärte Eve.

Nach jeder Menge Zustimmungsrufen splittete sich die Gruppe und ging nach Hause oder zu Freunden um dort zu übernachten. Teilweise lagen ihre Dörfer zu weit entfernt um am nächsten Tag pünktlich da zu sein. Eve und ihr Vater setzten sich ins Wohnzimmer und unterhielten sich. Sie hatten einige Aussprachen nötig um ihre Beziehung zueinander doch noch halten zu können.

Kapitel 3

Am nächsten Morgen standen etwa zehn Leute auf dem improvisierten Marktplatz. Einige hatten wohl doch gestern eine größere Klappe. Um halb neun kam dann auch Eve dazu und die Gruppe wanderte los. Die Teilnehmer bestanden aus vier weiblichen und sechs männlichen Kämpfern. Unter den Anwesenden befand sich auch der Junge, der gestern als erstes gerufen hat. Eve dachte nur, dass er eigentlich nicht schlecht ist. Mut hat er ja, denn er hat Wort gehalten und ist gekommen. Eve fragte ihn nach seinem Namen woraufhin er antwortete, dass er Joe heiße. Sein Hobby war einfach das Kämpfen worin er leider nicht der allerbeste war, allerdings seine Künste mit dem Bogen oder dem Scharfschützengewehr waren nicht zu übertreffen. Das machte ihn zu einem guten Kameraden.

Trotz allem mussten sie etwa 10 Kilometer laufen um in die Nähe des Lagers zu gelangen. Dies war also eine lange Zeit zum Laufen und beim Laufen konnte Eve sich Gedanken machen. Leider waren es Gedanken über Dale wie er durchlöchert auf dem Boden ihres Wohnzimmers lag und seine leeren Augen auf sie gerichtet waren. Dies alles hatte sie gestern verdrängt, da sie sehr unter den Ereignissen gelitten hatte. Doch heute beim Laufen hatte sie Zeit, sehr viel Zeit zum Nachdenken.

Nach etwa zwei Stunden, in denen sie sich durch den dicksten Wald und die offensten Heiden gelaufen sind, machten sie eine Pause. Diese diente einerseits dazu sich zu besprechen, aber auch zum Ausruhen und etwas zu essen. Während sie dort saßen brachte Eve den Einwand, man müsste doch mal zusammenlegen was man an Waffen dabeihatte. Nach etwa zehn Minuten hatten sie alles ausgebreitet.

Man besaß in der Gruppe sechs kleine Jagdmesser, vier kleinere Samurai-Schwerter, vier Glücks 17 c Kaliber 9 mm mit 65 Patronen, 250 Pfeile, eine MP-4, ein Carbon Pfeilbogen sowie ein altes Sturmgewehr. Der Carbon-Pfeilbogen gehörte, wie Eve auch vermutete, Joe und dieser Bogen beschleunigt die Pfeile auf fast 70m/s und ist somit einer der besten Bögen der Welt. Durch die Wucht kann der Pfeil sogar durch den Gegner geschossen werden. Joe trainierte jeden Tag seine Schüsse und so schafft er es sein Ziel fast immer zu treffen, aber auch bei ihm kam es vor, dass er mal weit danebenschoss.

Eve gehörten die vier Glock 17 c Pistolen. Zwei davon steckten im Schulterhalfter, eine im Hüfthalter und eine frei im Hosenbund, oder besser gesagt, das was man Hose nennen konnte. Ihre Beinbekleidung ähnelte eher einer Hot Pants. Im Dezember, gut es herrschten 20°C, dennoch sehr verrückt. Allerdings gibt es Jungs die ihre Grenzen nicht kennen und nicht nur schauen. Ein Junge Namens Pascal konnte sich nämlich nicht zurückhalten und berührte die Oberschenkel mit den Worten, „Wenn das vorbei ist könnten wir vielleicht…" Weiter kam er nicht. Eve packte seinen Arm und drehte ihn um bevor Pascal überhaupt reagieren konnte.

„Pass auf Junge oder nächstes Mal ist es nicht nur der Arm der verdreht wird", zischte Eve. Es ist das unangenehmste für Eve, denn sie kam sich dann vor wie eine Nutte die nur auf Männersuche aus ist. Allerdings hielt die Gruppe zu ihr und Pascal zog errötend ab. Er traute sich sicherlich nicht noch einmal Eve anzufassen.

„So", schrie Eve, „jeder nimmt sich jetzt seine Waffen und wir gehen weiter. Achtet auf Eure Umgebung und auf Patrouillen. Diese streifen gerne hier durch die Wälder. Falls ihr eine seht, pfeift einfach-am besten wie ein Vogel. " Daraufhin packten alle zusammen, verwischten ihre Spuren und trabten los. Sie liefen den ganzen Tag durch ohne einer weiteren Pause. Als sie gegen sechs Uhr eine Lichtung fanden, entschieden sie sich dafür, die Nacht auf selbiger zu verbringen. Da die Lichtung von lauter einzelnen Büschen geziert wurde war es perfekt dafür sich über die Nacht zu verstecken. Eve und die anderen präparierten das Grünzeug so, dass es trotz allem natürlich aussah. Nach kurzer Besprechung entschieden sie sich dafür, dass alle getrennt zwischen den Büschen schlafen sollten, denn falls einer entdeckt werden würde, wäre die Chance zu entkommen für die anderen um einiges höher.

Kaum hatten sie sich im Schutz der Dunkelheit hinlegt bemerkten sie nicht, wie eine Patrouille etwa 200 Meter entfernt von der Lichtung durch den Wald streifte. Sie hatten Glück, denn die Männer entdeckten sie nicht.

Als die Nacht hereinbrach und der Mond die Lichtung in ein weißes Licht einhüllte, waren alle im Land der Träume. Alle bis auf Eve, denn Eve machte sich Gedanken wie sie nur das Lager infiltrieren könnten. Das war der Punkt der sie beschäftigte - so dachte sie zumindest, doch in Wirklichkeit hielt sie das Gesicht von Dale wach. Wie er dalag, leblos, die Augen zu ihr gerichtet, voller Leere und doch mit mehr Leben als man es für einen Toten erwartet. Dieser Anblick machte ihr Sorgen, denn ein Keim von Angst fing an zu wachsen. Ihr lag viel an ihrem Leben und sie wollte unter keinen Umständen jetzt schon sterben. Wenn sie schon sterben musste, dann aber wie eine Heldin. Oh ja davon träumte sie auch schon sehr lange. Dennoch wollte sie jetzt nicht sterben. Sie wollte irgendwann auch mal Kinder haben, nicht jetzt aber es wird der Zeitpunkt schon kommen.

Über all diesen Gedanken schlief sie irgendwann gegen zwei Uhr nachts dann auch ein und hatte einen festen und tiefen Schlaf. Ihre Träume waren verschwommen und sie konnte sie selber nicht mal mehr erkennen. Sie wachte erst um etwa sechs Uhr morgens auf, als sie in der Umgebung ein kleines Knacken war nahm. Das Knacken war zu fest für ein Tier und auch nicht so lautlos. Ihre Sinne waren, wie die der meisten Menschen nach dem Fall, geschärft. Blitzschnell kniete sie sich hin, schaute vorsichtig über den Busch, mit der Waffe im Anschlag. Sie sah einen der vier Männer die zu einer Patrouille der Miliz Guja gehört.

Dies verriet sein Tattoo im linken Halsbereich. Damit war ihr schlagartig klar wie sie in das Lager eindringen konnte und es von innen heraus ohne große Sorgen infiltrieren konnte. Allerdings hatte sie zwei Argumente die dieses Vorhaben etwas schwieriger machte, doch sie fasste einen Entschluss. Sie schlich zu einem Freund und nahm sich dort die zwei Macheten mit den geschwungenen Klingen, die er mitgebracht hatte. Es waren gute Waffen für einen lautlosen Angriff. Dann folgte sie den vier Männern auf eine weitere, wesentlich kleinere Lichtung. Während sie hinter ihnen herschlich, konnte sie die Soldaten genau inspizieren. Sie hatten Schusssichere Westen an, vermutlich aus Keramikplatten mit Carboonüberzug und waren jeweils mit einer MP-4 ausgestattet. Zu Zeiten der alten Welt waren diese Waffen nur für die Armeen oder die Polizisten der einzelnen Länder. Doch dann hat sich mit den Anschlägen vor anderthalb Jahren alles geändert.