Erhalten Sie Zugang zu diesem und mehr als 300000 Büchern ab EUR 5,99 monatlich.
Der sonst sehr liebe und ruhige Max wird durch einen Zauber der böse Weltherrscher. Er kann von seiner Macht nicht genug bekommen. Emmi, seine Schwester, setzt alles daran, gemeinsam mit ihren Freunden und ihrem Kaninchen die Welt zu retten und Max vom bösen Zauber zu befreien. Emmi wird zu einer Fee. Als Max ihr dann auch noch Emmis Zauberstab klaut und ihr Kaninchen essen möchte, gibt Emmi alles. Sie setzt ihr Leben und das Leben ihrer Freunde aufs Spiel.
Sie lesen das E-Book in den Legimi-Apps auf:
Seitenzahl: 99
Veröffentlichungsjahr: 2016
Das E-Book (TTS) können Sie hören im Abo „Legimi Premium” in Legimi-Apps auf:
Vorspann - Endlich Sommerferien
Kapitel 1 – Was Möhren so bewirken
Kapitel 2 – Handy klingelt – Emmis Chance
Kapitel 3 - Überall Marmorfiguren!
Kapitel 4 - Der Angriff von hinten
Kapitel 5 - Eine Hütte voller Überraschungen
Kapitel 6 - 260 Kampfhunde
Kapitel 7 - Der Boss dreht durch
Kapitel 8 - Twist ist bedroht!
Kapitel 9 - Mümmel ist weg
Kapitel 10 - Die Zahnspangenschleuder
Kapitel 11 - Der Weg zur Rettung ist schwer!
Kapitel 12 - Das Unterhosen-Drama
Kapitel 13 - Eine Freundin für Mümmel
Kapitel 14 - Ein Fitnessstudio für Papa
Kapitel 15 - Max, die Memme
Kapitel 16 - Plötzlich kleine Maus
Kapitel 17 - Wo ist der Eiffelturm?
Kapitel 18 - Die wundersame Kaffeekanne
Kapitel 19 - Die rosarote Zauberwelt
Kapitel 20 - Die kleine Talli plötzlich ganz groß
Kapitel 21 - Rot wie die Liebe ist auch der Zorn
Kapitel 22 - Haben alle Alzheimer?
Kapitel 23 - Was danach geschah
Es war Sommer 2009. Ich, Emily, ein 13 jähriges Mädchen und mein Bruder Maximilian, 10 Jahre alt, haben uns schon lange auf die Sommerferien gefreut. „Endlich Ferien!“, riefen wir, als wir aus den Bus stiegen und nach Hause liefen. „Sechs Wochen ohne Schule und danach komme ich in die fünfte Klasse!“, freute sich Maximilian. Den halben Weg rannten wir nach Hause. Wir freuten uns schon darauf, am Nachmittag unsere Freunde zu treffen. Doch zuerst mussten wir etwas essen. Mama stand schon an der Tür und empfing uns freudig: „Emily, Maximilian! Jetzt habt ihr es endlich geschafft und sechs Wochen Zeit, euch zu erholen.“ Ich nickte freudig und Maximilian sprang ihr gut gelaunt auf den Arm. Mama taumelte und lachte: „Maximilian, du bist jetzt ein großer Junge und brauchst mir nicht mehr auf den Arm zu springen. Du kommst schon in die fünfte Klasse!“ Daraufhin sprang Maximilian herunter und freute sich: „Aber jetzt sind erstmal Ferien, Mama!“ Auch ich freute mich sehr, dass wir endlich wieder mehr Zeit für unsere Freunde hatten. In den Ferien brauchten wir keine ätzenden Hausaufgaben zu erledigen und lernen oder Arbeiten schreiben schon gar nicht. In den Ferien waren wir frei.
Nachdem Maximilian und ich unsere Schuhe ausgezogen haben und in die Küche gehen wollten, hielt Mama uns auf und sagte: „Maximilian, dein Essen steht im Wohnzimmer. Du kannst dich zu Papa an den Tisch setzen. Für euch gibt es Pommes. Emily und ich essen in der Küche einen leckeren Eintopf.“ Maximilian wusste sofort Bescheid, dass es sich um einen Möhreneintopf handelte, denn er und Papa mochten überhaupt keine Möhren.
„Emily, versprich mir eins, sage zu Maximilian niemals das Wort Möhre“, sagte Mama während ich meinen Möhreneintopf aß. Ich hörte ihr aber nicht zu. Stattdessen genoss ich die Möhren und erzählte meiner Mutter hinterher, dass Lukas, der Praktikant, mir in der letzten Musikstunde versprochen hat, dass er mir nach den Sommerferien die Noten für mein Lieblingslied „River flows in you“ geben wollte, damit ich das auf dem Klavier üben konnte. Mama fand das natürlich sehr gut und sie schlug mir vor, eine Trompetenstimme dazuzuschreiben, dass ich mit Trompete spielen kann und Papa mich auf Klavier begleitet. Das könnten wir dann Weihnachten in der Familie vorspielen. Ich war begeistert und wollte das Maximilian unbedingt erzählen.
Nach dem Essen ging ich mit Maximilian zu Mümmel. Auf dem Weg erzählte ich ihm von Mamas Idee. Auch Maximilian fand die Idee super, sprang von der Treppe, drehte sich in der Luft und rief dann: „Ich tanze mit Mama dazu!“ Wir lachten bis wir bei Mümmel ankamen, der gerade seine Möhren mümmelte. „Oh, die Möhren schmecken ihm“, sagte ich. Maximilian bekam rote Augen und fragte: „Das dritte Wort?“ Ich ahnte nichts, deshalb antwortete ich: „Möhren.“ Da bekam Maximilian noch rotere Augen, die sich zu Schlitzen verengten und er wuchs zu drei Meter größer. Als das geschah, sträubten sich Mümmels Fellhaare und er verkroch sich in die letzte Ecke vom Stall. Ich rannte ins Haus und schloss überall ab. Maximilian zerstörte aber mit seinen großen, starken Händen mit Leichtigkeit die Fenster und stieg dadurch in unser Haus ein. Mama und Papa haben es geschafft abzuhauen. Bei Oma Anni und Oma Gerda, die bei Oma Anni zu Besuch war, war ich mir aber nicht so sicher. Ich hoffte es aber. Ich konnte jedenfalls nicht mehr verschwinden, also rannte ich in mein Zimmer und hielt die Tür zu. Maximilian war aber zu stark und zerstörte sie. Er stellte sich so vor mich, dass ich nicht mehr flüchten konnte. Ich hatte große Angst. Er könnte mich zu jeder Zeit zertrampeln. Maximilian dachte aber scheinbar nicht daran. Er wuchs noch höher als drei Meter… höher als fünf Meter… so groß, dass er das Dach unseres Hauses als Hut nahm. Ich dagegen schrumpfte, bis ich so klein war wie Mümmel. Und komischerweise bekam ich Flügel. Ich wurde eine kleine, zarte Fee. „Ich bin Max, der Boss und du, Emmi, du kleine dumme schwache Fee, du kannst nichts dagegen tun!“, tönte es laut aus Maximilians Mund. Ich war aber anderer Meinung: „Erstens heißt du Maximilian und ich Emily, zweitens bin ich nicht dumm und drittens kann ich wohl etwas dagegen tun, nur weiß ich noch nicht was.“ „Hahaha, das hab ich mir gedacht, Emmi, du dumme Fee, bevor dir etwas einfällt, bin ich schon der Herrscher!“, lachte der Boss übermütig. „Hiiiiilfe!“, drang es laut aus Omas Küche. Was ist denn jetzt? Ich schaute fassungslos um mich herum. Wo ist Max?
Ich flog langsam und vorsichtig nach unten in Oma Annis Küche. Was ich da sah, war kein schöner Anblick: Oma Anni und Oma Gerda hingen Fuß an Fuß an einer Stange gefesselt über Max´ Lagerfeuer. Ich wollte mich gerade in die Küche begeben, dann erblickte ich aber Max, den Boss, der fröhlich singend um sein Lagerfeuer tanzte und sich dabei mit Marshmallows vollstopfte. Was sollte ich da machen? Hinein gehen konnte ich nicht, denn dann würde Max mich nämlich sehen und wer weiß, was er dann mit mir machen würde. Schließlich hat er mir gerade schon gezeigt, wie böse und stark er war. Er tanzte und fraß und es war ihm ganz egal, dass er seine eigenen Omas gefesselt und in Lebensgefahr gebracht hatte. Er genoss seine Macht in vollen Zügen. Plötzlich klingelte Max´ Handy. Er ging ran. Kurze Zeit später schimpfte er: „Diese Scheiß-Diener heutzutage! Ich habe ihnen doch alle Maße für die Marmorfiguren gegeben. Trotzdem geht immer etwas schief! Schade ihr beiden, jetzt müsst ihr verbrennen, ohne dass ich euch dabei zuschaue.“ Meine Omas fanden das gar nicht toll und riefen: „Du Bengel!“ Max war aber schon weg. Kein Wunder, mit seinen langen Beinen musste er nur einen Schritt machen, dann war er in den Niederlanden.
Ich nutzte diese Chance und ging in die Küche. Als meine Omas mich erblickten, riefen sie: „Emmi! So ein Glück, dass du da bist! Bitte rette uns! Dein Bruder hat uns gefesselt und dann unsere Geldscheine und Kontoauszüge vor unseren Augen verbrannt!“ Ich wurde bleich und versuchte das Feuer auszupusten, es klappte aber nicht. Dadurch wurde das Feuer umso größer. Es fehlten nur noch wenige Zentimeter, bis meine Omas in Flammen standen. Ich rannte verzweifelt umher und rief: „Das darf nicht sein! Der Boss darf doch unsere Omas nicht einfach verbrennen lassen! Wie kann man nur so herzlos und kalt sein?“ Ich war kurz vor einem Nervenzusammenbruch, da deutete Oma Gerda hustend mit ihrer Zunge auf meinen Bauch. Ich schaute herunter. Wollte sie sagen, dass ich mich gut gehalten habe? In einer solchen Situation? Das konnte nicht sein. Ich schaute noch einmal genauer auf meinen Bauch. Dort fand ich in der Tasche meines rosa Kleides einen Zauberstab. So versuchte ich also zu Zaubern: „Diddldidumm, Feuer aus und Omas frei, bum, bum!“ Nichts geschah. Das Feuer kam meinen Omas immer näher. Ihre Kleidung fing schon an, an einigen Stellen zu kokeln. Jetzt blieb mir nicht mehr viel Zeit, ich musste etwas unternehmen, wenn ich meine Omas lebend retten wollte! Da gab Oma Anni mir den Tipp: „Kleidertasche… rechts… Zauber… buch…da!“ Ich schaute schnell in meine Kleidertasche und tatsächlich, da war ein Zauberbuch. Ich suchte verzweifelt nach dem passenden Zauberspruch. Ich musste ich beeilen! Da, da ist er: „Ene mene domas, rette meine Omas, hex, hex!“ Und meine Omas standen hustend, aber frei vor mir. Während sie nun flaschenweise Wasser tranken, kam Mümmel angehoppelt und schrie schon von weitem: „Weg hier, weg hier, Max der Boss kommt jeden Moment wieder! Schnell, schnell auf mein Traumschiff! Dort gibt es auch Hustenbonbons!“ Wir rannten so schnell wie wir konnten zu Mümmels Traumschiff, von welchen ich bisher noch nichts wusste. Dort setzten wir uns auf das Kapitänsdeck und weil Oma Gerda sich in Sachen ,,Schiff“ auskannte, durfte sie steuern.
Das Traumschiff setzte sich in Bewegung. Mümmel holte für Oma Anni und Oma Gerda schnell ein paar Hustenbonbons. Dankend nahmen meine Omas sie an und lutschten sie sofort. Erst spuckten sie Feuer, doch dann hörten sie auf Kommando auf zu husten. Mümmel kicherte: „Vielleicht hätte ich euch warnen sollen, dass meine Hustenbonbons erst sehr scharf und erst danach super lecker sind.“ Oma Anni antwortete: „Ja, aber wenigstens husten wir jetzt nicht mehr. Das ist die Hauptsache.“ Auch Oma Gerda hatte etwas zu sagen: „Und dazu sind die jetzt so unglaublich lecker, dass ich gar nicht mehr weiß, wie scharf die vorher waren. Die schmecken himmlisch!“ „Genau!“, freute sich Oma Anni. Nun war ich neugierig und wollte auch eins probieren, aber Mümmel hat es mir verboten: „Nein Emmi, die sind nur für Notfälle. Sonst schmecken die ganz eklig.“ Dafür teilten Mümmel und ich uns eine Möhre.
Wir schauten uns die vorher schöne, jetzt aber eher potthässliche Umgebung an, denn überall wo wir hinsahen, standen Marmorfiguren, die die Gestalt von Max annahmen. „Oh mein Gott, der hat ja echt Diener!“, staunte ich, als wir in Paris über die Seine fuhren. Dort sahen wir nämlich überall Männer, Frauen und sogar Kinder, die neue Marmorfiguren bauten. Ein paar Meter weiter kenterte das Traumschiff. Oma Anni konnte nicht schwimmen. Deshalb zauberte ich ihr Schwimmflügel. Oma Gerda schaute mich von der Seite an und fragte: „Wo du doch zaubern kannst, warum zauberst du uns nicht gleich an Land?“ Ich fand, es sei eine gute Idee. Also nahm ich meinen Zauberstab und mein Zauberbuch in die Hand und suchte den richtigen Spruch. Irgendwie fand ich aber keinen passenden. Da nahm Mümmel mir das Buch weg und blätterte es durch. Er meinte: ,, Ich finde den auch nicht. Dann musst du uns wohl beamen!“ „Ok.“ Ich suchte den Zauberspruch zum Beamen und beamte uns an Land. Das war echt witzig. Niemand merkte etwas. Plötzlich standen wir beim Eiffelturm. Während die anderen den Eiffelturm begutachteten, erblickte ich Mama und Papa, die gerade dabei waren, eine Marmorfigur zu bauen. Ich bekam Angst und fragte: „Mümmel,
